Die Suche nach der Okkulten Bibliothek

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Noch 2 Wochen bis zur Walpurgisnacht, wo wir endlich die Vanadisir treffen. Kollo hat sich an unserem Abendessen gütlich getan und will sich dann im Keller umsehen. Norvid sucht in der Bibliothek nach Hinweisen zu der Okkulten Bibliothek. Mit etwas Hilfe der anderen findet er in einem Buch, in der unsere schwarze Dame vorher geblättert hat, einige Informationen dazu. Bis das Geheimnis des Zugangs offenliegt, ist es nur bei Vollmond möglich in den geheimen Bereich zu gelangen. Wie der Zufall so will, ist heute Vollmond.

Kurzfristig beschließen wir nach der Okkulten Bibliothek zu suchen. Nach einer langen Treppe kommen wir durch ein Oktagon zu einem Portal. Ähnlich den Portalen, die wir schon kennen finden wir einen Torbogen mit einem Wappen und lateinischer Inschrift. Das Turmzimmer der Königin. Das Wappen deutet auf die Gründerin des Erlöserordens der Heiligen Birgitta von Schweden. Nach dem Drücken der Klinke setzt, wie bei den anderen Toren, eine Mechanik ein und es schwingt auf.

Ich gebe Linda den Kolben meines Gewehres in die Hand, fasse es am Lauf und gehe durch das Tor. Der Lauf wird mir aus der Hand gerissen und ich bin allein in einem Gang. Kein Tor ist mehr zu sehen. Nach einer Zeit finden wir uns alle in diesem Gang wieder, der sich nicht mehr im Schloss befindet.

Wir tragen Kleidung und Ausrüstung des Erlöserordens. Einige die Tracht einer Nonne oder eines Mönches, andere die Uniform eines Ritters. Alarmglocken läuten. In diesem Gemäuer ist Leben. Und dieses Leben ist gerade in Aufruhr. Nach vielen weiteren Gängen und Treppen treten wie in das Licht des beginnenden Tages. Wir sehen Klostermauern und Wasser. Die Abtei steht auf einer Insel. Außerhalb der Mauern ist gerade eine Leiche gefunden worden. Norvid erklärt wir seien in der Abtei des Erlöserordens bei Vadstena am Vätternsee.

Ein Mönch eilt uns entgegen und bittet Bruder Norvid um Expertise. Wir sind also bekannt. Umgekehrt kenne ich hier niemanden. Wir folgen und werden zum Leichnam des Priors geführt. Zumindest kann Sunna dessen Überreste begutachten, während ich meinen Mageninhalt von mir geben muss. Keine Klingen. Hier waren Klauen am Werk. Ein grausames Schlachtfest. Nicht einmal in den weit verteilen Innereien sind Spuren zu sehen. Die Leiche wird abtransportiert und wir stellen fest, dass wir über eine gewisse Befehlsgewalt verfügen. Allerdings können wir kein Vaesen den Morden zuordnen.

Dann werden wir der Äbtissin Katharina von Vadstena vorgestellt. Im Raum eine Gerüstete. Die Großmeisterin des Ordens. Sie heißt Astrid Gudmarsson. Eine Ähnlichkeit mit der Äbtissin ist erkennbar. Weitere Personen sind anwesend: Der Bibliothekar Magnus, Gastmeister Björn, Kantorin Wiltrud und Sakristan Rasmus. Nach ein paar Worten stellt sich für uns heraus, dass die ersten beiden Opfer der Novizenmeister und der Kellermeister waren. Alle kommen aus der Führung des Klosters. Es werden Mutmaßungen geäußert, was hinter den Morden steckt. Als ich als Hauptmann gefragt werde und Übernatürliches erwäge, entsteht Aufruhr. Mir wird weitere Aussage verboten und eine Besprechung in kleinem Kreise angeordnet.

Astrid Gudmarsson, die spätere Mitbegründerin des Ordens der Artemis und somit unserer Gesellschaft sieht uns als ihre Mannschaft an. Klarer Befehl besonders an mich. Ermitteln ohne Aufsehen. Ergebnisse nur an sie. Auffallen – Niemals!

Wir nutzen den Tag, um einige Befragungen zu machen. Der Sakristan führt uns durch die Krypta. Wir hören, dass der Gastmeister geschwätzig sei. Es geht auch zur Leichenhalle. Ob es wohl außer den Manntoren Wege vor die Mauern gibt? Vielleicht im Keller oder der Bibliothek?

Auf dem Weg zur Bibliothek hören wir aus dem Nonnenflügel einen Choral. Wir treffen die Kantorin. Verstehe ich sie richtig, dass sie Männer mit Übel verbindet? Sei der Tod der Drei sogar Gottes Werk? In der Bibliothek angekommen verschreckt Linda den Bibliothekar mit der Behauptung er könne das nächste Opfer sein. Er wirkt sehr chaotisch und flieht vor uns.  Als wir lange genug allein sind, um kurz miteinander zu sprechen teile ich den anderen eine Vermutung von mir mit. Könnte eine Frau, vielleicht die Kantorin selbst, Leid durch Männer erfahren haben? Hat sich dann aus Verzweiflung und/oder Rache mit oder ohne Wissen und Absicht ein Vaesen beschworen?

Wir bewaffnen uns und postieren uns in der Nacht, um dem Mörder aufzulauern. Clara und Norvid folgen einem Schlurfen. Eine kleine Gestalt trägt einen größeren Menschen über der Schulter, es ist der Gastmeister, und springt mit ihm über die Mauer. Ohne Verletzung am See gelandet, verwandelt sich die Gestalt in eine Kreatur des Grauens, einen leibhaftigen Werwolf!

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