Norvid und Clara beobachten vom Wehrgang aus, wie eine kleine Person in Mönchskleidung, den Gastmeister unter dem Arm geklemmt, über die Mauer springt und sich dann in einen riesenhaften Werwolf verwandelt. Norvid schlägt Alarm, er ruft: „Nordwand Ausfalltor“ ich folge dem Ruf und treffe im Hof auf Bengt, der bereits den Wachen Anweisungen gibt.
Während dessen beobachten Norvid und Clara mit Schrecken, wie der Werwolf sich über den Gastmeister hermacht. Der Gelehrte fasst sich als erster und wirft seinen Streitkolben nach dem Biest. Er trifft, doch das Ungetüm frisst unbeirrt weiter. Clara feuert einen Armbrustbolzen ab.
Ich schaue durch die Luke des Mannstores und sehe, wie der Werwolf den Mönch zerfleischt. Bengt schiebt mich zur Seite, öffnet das Tor und erstarrt vor Angst. Geistesgegenwärtig ziehe ich ihn wieder hinter das Tor und schließe es. Erneut fliegt ein Bolzen und trifft das Vaesen. Es jault auf, lässt von seinem Opfer ab und springt die Mauer hoch, klettert die letzten Meter behände auf den Gang. Ich schaue durch das Tor und sehe den Gastmeister, oder vielmehr seine Überreste. Ich spreche ein Gebet und richte ihn etwas her.
Dann erkenne ich mit Schrecken den Werwolf auf der Mauer. Claras und dann Norvids Schreie dringen mir durch Mark und Bein. Mit schlimmsten Befürchtungen laufe ich in den Burghof und schließe hinter mir die Tür. Während die anderen gegen das Vaesen kämpfen, versuche ich die Kapelle zu erreichen, um mich mit Weihwasser und Silber zu bewaffnen. Doch ich komme nicht mehr dazu, denn der Werwolf taucht in den See ein und verschwindet.
Norvid vermutet, das Vaesen ist männlich. Sunna und ich bahren den Verstorbenen auf. Bengt, Clara und Norvid erstatten der Großmeisterin Bericht. Ich höre einen Donner und helfe den Ermordeten herzurichten. Da wird Bruder Magnus geholt, um uns zu helfen. Man ist ratlos, was für ein Wesen so etwas anrichtet und warum.
Ich laufe die Wehrmauer auf und ab, um den Mönch zu entdecken, der zurück in das Kloster kommt. Clara findet heraus, dass bei den Nonnen niemand fehlt. Die Kantorin wirkt, als hätte sie die ganze Nacht noch nicht geschlafen. Leider geht mir der Wermönch nicht ins Netz.
Wir kommen zusammen, um uns zu beraten. Norvid zählt die ihm bekannten Möglichkeiten auf, wie ein Mensch zum Werwolf wird. Wir wollen herausfinden, wie der Werwolf ins Kloster gelangt. Ob Bruder Magnus uns die verborgenen Gänge der Abtei zeigen wird? Müde begeben wir uns zur Ruhe. Wir fühlen schon ganz wie die Menschen, in die wir versetzt wurden, seit wir durch den Torbogen von Schloss Gyllenkreutz gingen.
Interludium I
Bibliothekar Magnus bekommt Besuch. Es ist Sakristan Rasmus. Er sucht die geheimen Bücher zu übernatürlichen Kreaturen und wird hineingelassen. Zielstrebig geht er in den geheimen Bereich der Bibliothek. Sie verabreden sich bei der Morgenandacht und sinnieren über die Geschehnisse.
Eine große Anspannung liegt in der Luft, als wir uns zur Morgenandacht begeben. Die Äbtissin selbst spricht zu uns. Clara mustert argwöhnisch alle kleinen Mönche. Rasmus macht einen misstrauischen, ängstlichen Eindruck. Die Kantorin schaut ihn finster an, während sie den verwirrten Magnus anlächelt.
Nach der Andacht geht man dem Tagwerk nach. Sunna hilft Bruder Gunnar den Leichnam in die Katakomben zu bringen und beobachtet dabei, wie der tote Prior sich in seinem Leichen Sack bewegt. Sunna öffnet die Naht. Plötzlich öffnen sich die Augen des Priors. Sie erschrickt heftig und schiebt Bruder Gunnar vor die Tür, der sich wundert, weil er nichts mitbekommen hat. Sie beobachtet, wie der Geist des Ermordeten durch das Gebäude schwebt.
Wir kommen zusammen. Bengt äußert den Verdacht, dass die Kantorin in der Lage ist, einen Werwolf zu befehligen. Dass sie aus Rache diese Männer getötet hat. Sunna berichtet aufgelöst von ihrer Beobachtung in den Katakomben und bittet uns, nochmals nachzusehen.
Interludium II
Die Kantorin besucht den Bibliothekar durch eine geheime Tür und bringt ihm ein Getränk. Dieser wundert sich nicht über Ihr Erscheinen und bedankt sich artig für diese Aufmerksamkeit.
Wir suchen Bruder Magnus auf, um ihn nach den geheimen Gängen im Kloster zu befragen und sehen gerade, wie die Kantorin sich von dem Bibliothekar verabschiedet. Clara verfolgt sie bis zur Nonnenunterkunft zu ihrer Kammer. Auf dem Weg dorthin, stimmt die Nonne immer wieder einen Choral an. Clara hört sie nun beten und dann eine Tür zuschlagen.
Der Bibliothekar will uns nicht an den Giftschrank lassen und schickt uns, nachdem Norvid und Bengt ihm gedroht haben, wütend fort. Nun müssen wir also bei der Großmeisterin um den Zugang zu den Katakomben und dem „Giftschrank“ bitten. Auf dem Weg dorthin begegnen wir Clara. Sie erzählt uns von ihren Beobachtungen.
Die Großmeisterin braucht etwas, um die Dringlichkeit uns den Zugang zu den Katakomben und dem „Giftschrank“ zu gewähren zu begreifen. Während wir uns mit der Dame unterhalten, erkennt Sunna den Geist auf dem Grabhügel von Schloss Gyllenkreutz in ihr. Dann berichtet sie ihrer Mutter. Die Äbtissin begleitet uns schließlich zu Bruder Magnus und er gibt uns nun Auskunft.
Wir gehen gemeinsam in die Kapelle, um zu beten. Mit Schrecken sehe ich währenddessen Birgittas Heiligenschein langsam verblassen. Die Äbtissin trägt auch einen Heiligenschein. Wir besuchen Bruder Rasmus. Die Äbtissin bittet ihn, uns durch die Katakomben zu führen. Bengt und Norvid fragen ihn nach den geliehenen Büchern. Dazu will er sich nicht weiter äußern. Er behandelt uns von oben herab. Sunna erkennt, das Bruder Rasmus uns für unfähig hält und er sich keine Sorgen macht und keine Angst hat. In Anbetracht der Geschehnisse, ist das mehr als merkwürdig, wenn nicht gar verdächtig!
Es kommt uns seltsam vor, dass sich keine Ratten in den unterirdischen Gängen aufhalten. Wir erfahren vom ihm von einer Höhle mit zugemauertem Zugang zum Wasser. Er ist unter dem Turm mit der Ausfalltür. Bruder Rasmus führt uns dort hin. Als wir näherkommen, stellen wir fest, dass die Mauer eingerissen wurde.
Als ich hinter der Mauer nachsehen möchte, will Bruder Rasmus direkt zurück. Wir hindern ihn daran und Clara, Bengt und ich spähen hinter die Mauer. Sunna und Norvid bleiben bei dem Mönch. Sunna meint wahrzunehmen, dass der Bruder die Ohren spitzt, um uns zlauschen.
Wir drei suchen nach Spuren in der Höhle. Clara entdeckt leicht rötliche Färbung im Wasser und blutbefleckte Steine. Etwas scheint ohne Schuhe aus dem Wasser gekommen zu sein und mit Schuhen weitergegangen zu sein und umgekehrt. Mit dieser Erkenntnis lassen wir uns zur Bibliothek führen. An einer Biegung entdecke ich einen versteckten Türrahmen. Leider finden wir keinen Mechanismus. Vermutlich kann man die Tür nur von der anderen Seite öffnen.
Doch nun läuten die Glocken zur Abendmesse. Bruder Rasmus ist nicht anwesend. Was nun?



