Wir entscheiden uns nach unseren Grabungen im Turm als nächstes den alten Rondratempel auszugraben bzw. archäologisch zu untersuchen. Als wir uns gerade dorthin aufmachen wollen, kommt ein kleines Mädchen aus Drakenstein auf uns zugelaufen. Sie mag um die fünf Jahre alt sein und ist spindeldürr, wobei letzteres Vincent dazu veranlasst, dem Mädchen etwas von seinem Brot zu geben. Als er den Laib wieder einpacken will, muss er erstaunt feststellen, dass der ganze restliche Laib verschimmelt ist. Vincent vermutet sogleich dämonische Einflüsse.
Um zu sehen, zu welcher Familie das Kind gehört, geht Banjew ihm nach und stellt fest, dass es zur Familie Nagraski gehört, doch schon nach kurzer Zeit hört man Schimpfen, Geschrei und das Weinen eines Kindes aus dem Haus. Anscheinend geht es dem Kind sehr schlecht und es erbricht sich. Banjew kann nicht anders als helfen zu wollen, tritt ins Haus und bringt die aufgebrachten Eltern dazu, das Kind untersuchen zu dürfen. Natürlich ist ihm klar, dass das Kind unter einer Lebensmittelvergiftung leidet und was er ihr am besten verabreichen sollte. Er entschuldigt sich noch einmal bei der Familie und versichert dieser, dass keine böse Absicht vorlag und er bald mit einem Trank zur Kräftigung des Mädchens zurück sei, bevor er sich zur Maruschka und dem Labor aufmacht.
Indes beginnen die anderen mit den Arbeiten beim Tempel. Waru ist mitten bei der Arbeit, als ein Rehkitz auf ihn zuspringt und unter Warus Fuß wieder eine verfaulte Wurzel bricht und er in ein Loch tritt. Nur einen Wimpernschlag später bricht auch das Kitz in ein Loch ein und wimmert kläglich. Als alle herbeieilen und sich das Tier anschauen sehen sie, dass beide Vorderläufe gebrochen sind, doch an einer Stelle am Lauf ist eine vollkommen verfaulte und verrottete Stelle, die aussieht, als sei dort schon lange Wundbrand und Fäulnis am Werk gewesen. Vincent erlöst das Tier und man erkennt, dass die Wurzeln über dem Loch offenbar auch spontan verfault und morsch geworden sind, obwohl noch kurz zuvor alles frisch und gesund wirkte.
Aus der Nähe kommt die Wildhüterin Jeschka Arkinnen herbeigelaufen. Als sie das tote und entstellte Kitz erblickt, fragt sie sogleich, was denn hier los gewesen sei. Vincent erzählt ihr, dass das Kitz eben noch gesund herum gesprungen ist, bevor es in das Fäulnisloch getreten war, doch es bedarf einiger Überredungskunst, um sie von der Wahrheit zu überzeugen.
Halb unterdrückt murmelt sie „Es wird immer schlimmer“ und Vincent überlasst ihr den Kadaver, den sie dann fortbringt. Warus Untersuchungen ergeben auch, dass die Pflanzen um die faulige Stelle herum eigentlich gesund und kräftig sind. Vincent betet zu Firun und bittet um Eingebung, doch dies bleibt enttäuschender Weise für ihn ohne Erfolg.
Nachdem die Situation aufgelöst ist, beginnen die eigentlichen Grabungsarbeiten und nachdem zunächst nur kleinere Dinge wie Pfeilspitzen oder zerbrochene Klingenreste zu Tage kamen, sind nach drei Stunden die Reste einer stark verwitterte Rondrastatue ausgegraben. Nur der Sockel und ein Bein sind noch vorhanden und die Reste einer Inschrift, die sich anscheinend um Ailgur drehte.
Banjew geht mit dem fertigen Trank zurück zum kranken Mädchen und flößt ihm den Trank ein. Zum Glück geht es dem Kind sofort besser und die Mutter fragt, ob er morgen noch einmal nach der Kleinen sehen könnte, was er auch verspricht.
Auf dem Weg zurück kommt Iljef Okolski zu ihm gelaufen und fragt, ob er der Heiler Banjew sei, was er bestätigt. Sein Bruder Alef habe sich vor zwei Tagen das Axtblatt selbst ins Bein geschlagen, da der Axtstiel urplötzlich beim Hacken gebrochen sei.
Vincent, Manthus und Waru kommen auf dem Rückweg zu Pettar Muselken bei der eingebrochenen Brücke vorbei und finden auch dort die uns nun schon bekannten Anzeichen von ganz lokal begrenzter Fäulnis und Zerfalls. Zurück bei Pettar am Boronanger scheint die kleine Danja gedankenverloren und neugierig den Archäologen zu beobachten. Die drei Helden berichten Pettar von ihrer erfolgreichen Turmausgrabung und gehen mit dem begeisterten Ausgräber sofort zurück zum Turm und zeigen ihm alles. Er erkennt sogleich und ohne Umschweife die steinerne „Grundrisskarte“ des alten Drakenstein und denkt, dass das Messer, welches sie dort fanden, anscheinend ein Südweiser sein müsse oder auf den See zeigte.
Vincent schlägt ihm vor, um die Unterwasserruinen ausgraben zu können, solle man den See trockenlegen, was Pettar aber als viel zu schwer und aufwendig abtut. Vincent berichtet danach von dem Kerker und dem gefundenen Skelett mit dem Bronzeamulett, was Pettar sogleich als phantastischen Fund und Besonderheit erkennt, da diese Amulette damals für besondere Tapferkeit an die Ritter verliehen wurden. Auch von der Inschrift mit Blut und der beklemmenden und plötzlich umschlagenden Atmosphäre berichten sie ihm.
Auch den Vorfall mit dem Rehkitz berichtet man, worauf sich der Archäologe aber auch keinen Reim machen kann. Es scheint aber so, dass die seltsamen Ereignisse zunehmen und sich langsam steigern. Pettar ist aber der Meinung, was auch immer hier geschehe, es müsse etwas mit dem alten Drakenstein und dem, was damals hier passiert sei, im Zusammenhang stehen. Er meint, anderntags sollten wir uns um die Ausgrabung der Garnison kümmern, da er sich davon noch am meisten verspreche.
Banjew ist inzwischen bei der Familie Okolski, die ihm alle der Reihe nach vorgestellt werden. Dass Alef und Iljef Zwillinge sind, ist sofort zu erkennen. Die Wunde sieht allerdings schlimm aus und eher, als sei das Bein schon seit Wochen am schwären. Dennoch hofft Banjew, den Wundbrand noch in den Griff zu kriegen und das Bein retten zu können, was allerdings eine umfangreiche medizinische Betreuung erfordern wird. Mit Engelszungen bringt er die Familie dazu, den Mann in seine Maruschka umzulagern, um ihn ständig beobachten und behandeln zu können, was Banjew sicherlich sehr in Anspruch nehmen wird.
Manthus, Vincent und Waru gehen inzwischen zum Haus der Wildhüterin, um mit ihr allein zu reden, treffen jedoch nur ihren Großvater an, der sie nicht ins Haus lassen will, sodass sie unverrichteter Dinge wieder abziehen. Etwas später, als auch Banjew wieder zur Gruppe gestoßen ist, kommt Jeschka schließlich zurück und während die Helden ihr helfen die Kaninchen zu füttern, hoffen sie mit ihr ins Gespräch zu kommen. Manthus und Vincent fällt auf, dass sie offenbar auf Norbarden besonders schroff reagiert, woraufhin Manthus ihm leise bedeutet, er solle sich doch vielleicht wieder zu seinem Patienten begeben.
Nachdem Banjew sich getrollt hat kommen Waru und Manthus schließlich ins Gespräch mit ihr. Wie sich zeigt, hat sie verfaulte Stellen an gesunden Pflanzen schon seit Wochen im näheren Umkreis beobachtet, aber erst seit kurzem finden sich diese Phänomene auch innerhalb der Palisade. Auch dass etliche Dorfbewohner in den letzten Wochen oft Alpträume haben, weiß sie zu erzählen.
In der Nacht bleibt Banjew in der Maruschka bei seinem Patienten, um ihm regelmäßig die Wunde behandeln und den Verband wechseln zu können. Die anderen schlafen wieder beim Dorfschulzen Linnjew Karjensen und Waru in der Kaleschka.
Manthus hat abermals einen Traum, in dem er sich bei dichtem Nebel mitten im Wald befindet. Zwischen den Bäumen tauchen Goblins auf, dahinter gerüstete Reiter, die sie und eine norbardische Frau vor sich her treiben. Auf einem Felsen stehend, singt eine Goblinzauberin einen Ritualzauber. Als der Reiter vom Pferd springt, um die fliehende Norbardin zu töten, bricht er zuckend zusammen und Myriaden von Käfern und Asseln brechen aus seinem Hals. Manthus erkennt, dass eine streng blickende Norbardin mit ins Haar geflochtenen Perlen offenbar den Zauber auf den nun Sterbenden gewirkt hat. Sie kommt auf ihn zu und im Wasser erkennt Manthus sein Spiegelbild, das einer jungen Frau. Schweißgebadet wacht er auf.
Vincent wird vom Wimmern eines Pferdes wach. Als er nachschaut, erkennt er, dass das Pferd des Dorfschulzen sich im Todeskampf windet und es sieht aus, als sei das Tier schon seit langem todkrank gewesen. Waru hat, während sich der Nebel im Dorf wieder ausbreitet, ein starkes Gefühl von Trauer und Zorn. Vincent zerrt indessen den von ihm aufgeweckten Dorfschulzen zum Stall, wo sein Pferd noch immer im Sterben liegt, der Dorfschulze ist jedoch zunächst noch völlig neben sich und es dauert, bis Vincent von ihm die Erlaubnis bekommt, das Tier zu erlösen. Vincent, Manthus und Waru begleiten den gebeutelten Mann wieder hinein.
Während der ganzen Zeit überkommt Waru immer wieder das Gefühl, es sei etwas, eine Präsenz, in den Nebeln, die sich inzwischen sogar über das Dorf hinaus ausgebreitet haben. Manthus erinnert sich an den Traum recht klar und glaubt zu erkennen, dass die drei Frauen aus dem Traum vermutlich Schwestern waren, etwa 17, 20 und 24 Jahre alt.
Am nächsten Morgen sind alle erschöpft, bevor der Tag auch nur begonnen hat. In einem der Proviantbeutel seiner Maruschka findet Banjew frisch verschimmelten Proviant, den er dann entsorgt.
Vincent gibt dem Dorfschulzen 45 Batzen, als Hilfe beim Ersetzen des toten Pferdes und entschuldigt sich, dass er mehr nicht geben kann. Der Schulze ist völlig perplex und stammelt, er könne das unmöglich annehmen und er wisse ja, dass wir keine Schuld trügen, doch schließlich schnauzt seine Frau ihn an, er solle das Geld doch endlich nehmen, schließlich könnten sie es ja gebrauchen.
Kaum später ertönt ein Schmerzensschrei aus der Schmiede, wo offenbar der Lederhandschuh der Schmiedin Vilera Muniken just in dem Augenblick zerfallen ist, als sie ein Werkstück aus der Esse greifen wollte. Banjew verarztet die Verbrennung sofort und trägt kühlende Salbe und einen Verband auf. Es scheint so, als würde nur organisches Material von den seltsamen Ereignissen betroffen.
Danach kehrt Banjew zu seinem Patienten mit der schwärenden Beinwunde zurück, während die anderen mit den Grabungen bei der Garnison beginnen. Nebenbei erzählt Waru von dem ebenfalls zerfallenden Werkzeug, welches er gestern zwischen Garnison und großer Eiche gefunden hatte, doch zunächst nehmen die Ruinen die Aufmerksamkeit in Anspruch.
Ein alter Eichentisch und der Deckel einer großen Steintruhe werden im Verlauf des Vormittags freigelegt und mit großem Krafteinsatz wird der Deckel abgenommen. Wie sich herausstellt ist der Inhalt nie unter Wasser gewesen, da alles im Inneren trocken ist. Es befinden sich ein Paar Panzerhandschuhe, ein in Leder gebundenes Buch, ein mit Eichenholz gebundenes Buch und ein kleines Eichenholzkästchen darin. Beim Öffnen finden sich darin eine alte Holzpfeife, ein Federmesser, ein Schlüssel an einer Kette hängend und ein kleiner Tuchbeutel, der allerdings sehr zerfallen ist und aus dem Tabakreste rieseln. Auf den Panzerhandschuhen findet sich der Löwe der Theaterritter.
Das erste Buch scheint illustrierte Gebete der Rondrakirche zu beinhalten, es ist jedoch sehr brüchig. Beim vorsichtigen Durchblättern fällt ein alter Brief heraus, der jedoch fast vollständig zerbröselt, sodass nur weniges noch zu lesen ist. „Treuer Bruder“, „Sohn Ansvin“ und die Unterschrift „Greyorm Ornald VI., Markgraf“, dem Bruder von Aligur Ornald. Man kann noch einen aufsteigenden Drachen auf dem Siegel erkennen.
Das Buch mit dem Einband aus Eichenholz hat ein wenig verrostetes Schloss und Manthus gelingt es, mit dem gefundenen Schlüssel das Schloss und damit das Buch zu öffnen. Staunend sehen wir offenbar das Tagebuch des Ailgur von Drakenstein mit Einträgen von 243-257 BF!