Die Rächerinnen

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Jetzt fängt es auch noch an zu regnen. Das Grab von Timeas ist aufgewühlt. In ein paar Metern Entfernung liegt eine Schaufel, trotzdem fängt Tom an mit den Händen weiter Erde weg zu schaufeln. Das Grab ist allerdings leer. Tom meint Timeas Leichnam muss von dem „Gespenst“ mitgenommen worden sein. Rianva fragt Tom wieso er denn nicht bei der Beerdigung gewesen ist. Seine Antwortet ist: “Ich konnte nicht.“ Er versteht nicht, wieso sein Onkel das Geheimnis des Geldes mit ins Grab genommen hat und es nicht, wie er immer sagte, mit seiner Familie geteilt hat. Eine Schatzkarte hatte er Tom einmal gezeigt, aber im Haus war sie nicht mehr, da hat Tom bereits nachgeschaut. Sein Vater und der Rest der Familie wussten ebenfalls von der Karte, genauso wie die alten Freunde von seinem Onkel, die damals den Schatz mit ihm dort gefunden haben. Das ist aber schon über 20 Jahre her. Tom erzählt uns, dass sein Vater kein großer Freund von Abenteuern ist und er auch nicht möchte, dass Tom in die Fußstapfen seines Onkels tritt. Tom vertritt allerdings fest die Meinung, dass der Schatz sein Erbe ist.

Wir suchen um das Grab nach Spuren, können aber in der Dunkelheit und dem Regen nichts finden. Wir entschließen uns zum Tänzelnden Pony zurück zu gehen. Auf dem Weg zurück versucht Tom uns zu überreden, ihm zu helfen. Sogar die Hälfte vom Schatz will er uns abgeben wenn wir ihm helfen. Am Morgen will er uns am Osttor von Bree treffen. Wir sind uns noch etwas unschlüssig, ob ein Abenteuer wirklich das richtige für uns ist. Außerdem sollen wir doch auch noch mehr über diese Räuberbande herausfinden für den Grauen Wanderer.

Im Schankraum vom Tänzelnden Pony sitzen immer noch viele Leute. Einige spielen Karten. Rumpelbeere geht an einen der Tische. Dort sitzen mehrere Zwerge, einer von ihnen ist Tholin, ein reisender Händler aus den Blauen Bergen. Die anderen die bei ihm sitzen heißen Luki, Floki und Hornbori. Tholin erzählt die Geschichte vom Erebor, dem Einsamen Berg, der vom Drachen Smaug befreit wurde, von Thal und viele andere spannende Geschichten. Eine Zeit lang hören wir zu bis wir schließlich zu müde werden und schlafen gehen.

Die Zwergin hat ein Zimmer für sich alleine. Die Waldläuferin teilt sich das Zimmer mit dem Hobbitmädchen und ich teile das Zimmer mit der Elfe. Diese reißt mich mitten in der Nacht mit einem lauten Schrei aus dem Schlaf. Sie erzählt von einem Traum, in dem sie einen alten Baum gesehen hat, der so riesig war, dass 10 Männer ihn nicht umfassen können wenn sie sich bei den Händen halten. Es sah aus als hätte er ein versteinertes, verharztes Gesicht. Er hatte ein Baumhöhle so groß, dass ein Mann hinein passen würde. Auf den Wurzeln die über dem Boden laufen, saßen überall Krähen, die allesamt krächzen und sich wie eins in die Luft erhoben, um sich auf Raidriel zu stürzen.

Am Morgen beim Frühstück erzählt Raidriel von ihrem Traum und Rianva erzählt von einem ähnlich schrecklichem Traum, von einem großen dunklen Wald mit einer Lichtung. Auf der Lichtung steht ein Brunnen, wohl Jahrhunderte alt. Aus der Tiefe fühlt sie eine unbeschreibliche Dunkelheit und aus dem Brunnen steigen unzählige Fledermäuse auf, die sich auf sie stürzen.

Noch während wir frühstücken kommt Mallor ins Pony und Rianva folgt ihm. Er hat am Vorabend mitbekommen, dass wir mit Tom am Grab seines Onkels waren. Er hat Spuren am Grab entdeckt, trollgroß, die in den Chetwald führen. Im Gasthaus spricht man bereits davon, dass Tom gestern aufgetaucht hat ist. Andere meinen sogar sie wollen sich selbst auf dem Weg machen, um den Schatz von Timeas zu suchen.

Als wir uns auf den Weg machen, wartet Tom am Osttor und macht große Augen als er uns sieht. Er hat wohl nicht wirklich mit uns gerechnet. Am Grab finden wir tatsächlich die Spuren von denen Mallor gesprochen hat. Wir folgen den Spuren und weiter den Hügel hinauf finden wir weitere Spuren, denen wir problemlos folgen können. Unsere eigenen Spuren verwischen wir zumindest soweit, dass uns niemand folgen kann, der nicht zumindest etwas Ahnung vom Spurenlesen hat.

Die Spuren führen uns in nordöstliche Richtung am Hügel entlang und nach einer guten Stunde entdecken wir etwas unterhalb von uns Stadel. Ab hier ist es einfach den Spuren des Trolls zu folgen, denn er hat eine regelrechte Schneise durch den Wald gezogen auf der man gut voran kommt. Später mitten im Chetwald kreuzen wir einen anderen Pfad, der von Westen aus in Richtung Osten zu den Mückenwassermooren zu führen scheint.

Auf dem Pfad sind die Spuren eines Karren zu sehen, der vor höchsten 12 Stunden hier entlang gekommen ist und sehr schwer beladen sein muss. Die Spuren die den Karren begleiten gehören zu Orks, ist sich Rianva sicher. Der Troll ist einfach weiter geradeaus mitten durch den Wald gelaufen. Wir überlegen welchen Spuren wir denn nun folgen, als im Osten ein Schwarm Vögel aufgeschreckt in die Luft aufsteigt. Rapolda erzählt uns, dass sie von Trollen gehört hat, die im Sonnenlicht versteinern und sich deswegen am Tag in Höhlen oder Bauten unter der Erde aufhalten, und so entschieden wir uns den Orkspuren in Richtung Osten zu folgen.

Eine gute halbe Stunde später erreichen wir eine Lichtung. Am Rand der Lichtung scheint eine Leiche mit einer Axt im Rücken zu liegen. Rianva geht mutig zur Lichtung, um sich umzusehen. Sie meint, dass sich hier 4 bis 5 Orks mit ebenso vielen Menschen und einem Wolf auf der Seite der Menschen getroffen haben müssen. Von hier aus sind die Orks wohl Richtung Norden in den Wald und die Menschen den Pfad entlang weiter Richtung Osten gezogen. Zusammen mit dem Karren.

Der Tote ist ein Bilwiss, ein kleiner Ork, der nicht nur eine schartige Axt im Rücken hat, sondern von dem sich auch der Wolf allem Anschein nach einen kräftigen Bissen gegönnt hat. Die Spuren an den Bäumen sehen so aus als wären hier Waffen ausprobiert worden. So wie wir die Spuren deuten, haben die Orks den Menschen einen Karren mit Waffen geliefert. Sehr bedenklich. Menschen und Orks die mit Waffen handeln.

Rapolda sieht am Weg im Osten etwas auf der Seite liegen. Rianva und Raidriel versuchen hinüber zu schleichen, bis sie erkennen, dass es der Holzkarren ist, der leer auf der Seite liegt. Er ist ein bisschen versteckt und mit Laub bedeckt. Wie Rapolda den von der Lichtung aus sehen konnte ist mir ein Rätsel. Der Pfad teilt sich hier ein weiteres Mal auf, weiter Richtung Osten und ein winziger Trampelpfad Richtung Norden. Die Menschen oder nennen wir sie besser Banditen, haben  die Waffen ab hier anscheinend getragen, denn der Karren passt hier offensichtlich nicht mehr durch.

Wir folgen den Spuren von hier aus mehrere Stunden bis zur Dämmerung als Rianva plötzlich innehält und uns stoppt. Direkt vor uns haben die Banditen ein kleines Lager aufgeschlagen und ein Lagerfeuer entfacht. Wir ducken uns schnell, als einer der Männer in unsere Richtung blickt uns aber glücklicherweise nicht entdeckt. Was jetzt? Hier bleiben? Zurück? Angreifen? Wir entscheiden uns für den Angriff, denn alles andere scheint noch aussichtsloser.

Also versuchen wir sie heimlich zu attackieren. Und tatsächlich, meinen 3 Gefährtinnen gelingen die ersten Überraschungstreffer und auch ich treffe einen mit meinem Speer. Rianva tötet einen von ihnen und sein Blut spritzt. Nach kurzer Zeit hat nur noch Rumpelbeere einen Gegner, als ein Wolf aus dem Gebüsch springt. Es scheint fasst als könnte er sich mit dem letzten verbliebenen Banditen unterhalten, aber nichts desto trotz gelingt es, uns auch gegen den Wolf zu verteidigen und auch den letzten der 3 Männer zu besiegen. Ich nehme noch die Rabenbrosche des Mannes an mich, die wir bei ihm gefunden haben. Sie gehören also eindeutig zu diesem Banditenpack.

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