Erich Eichner – Hintergrund

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Wie sieht der Held aus?

Erich Eichner ist ein hochgewachsener junger Mann. Er ist nur von durchschnittlicher Ansehnlichkeit aber trotzdem körperlich gut gebaut. Da er schon seit seiner Kindheit in der Werkstatt seines Vater mitgearbeitet hat, ist er kräftig und geschickt mit den Fingern. Dieses
Geschick hat sich allerdings aus einigen Fehlern und Missgeschicken entwickelt, wie einige Narben an den Händen zeigen.

Wie wirkt der Held auf einen Fremden?

Er wirkt freundlich, allerdings ein wenig unsicher. Das liegt sicher an seinem Alter und an der erst kürzlich erhaltenen Verantwortung. Meist bemüht er sich professionell zu wirken. Jedoch hat ihm sein Vater unbedingten Gehorsam eingebläut, weswegen er gerade gegenüber Höherrangigen unterwürfig wirkt. Aufgrund seiner enormen Körpergröße wirkt er dabei noch eher fehl am Platze.

Wie ist der Held aufgewachsen?

Da bei der Geburt seine Mutter gestorben ist, ist er allein mit seinem Vater aufgewachsen. Dieser hatte zwar hin und wieder Avancen gegenüber der einen oder anderen Dame gemacht, konnte jedoch keine zweite Ehefrau finden. Während dieser Zeit musste Erich häufig in der Werkstatt helfen. Da sein Vater ein recht guter Bogenbauer war, konnte sich dieser sogar Unterricht für Erich leisten. So kam es, der dieser schon mit 14 immer mehr der Buchhaltung seines Vaters übernahm. Zwischen 15 und 17 wurde er von seinem Vater auch in andere Betriebe geschickt, um sein Können zu verbreitern.

In dieser gesamten Zeit hat er immer wieder ein wenig Ausgleich in der Musik gesucht. Einer seiner besten Freunde war ein Straßenmusiker, für den er nach Ladenschluss manchmal ein Instrument angefertigt hat. Sein Vater hat diese Verschwendung von Talent nie gut heißen können. Dieser Freund wurde jedoch vor einem halbem Jahr von einem Räuber überfallen und tödlich verwundet. Erich hat sich der Suche nach dem Mörder angeschlossen, der bisher nicht gefasst werden konnte. Seit dieser Zeit spielt Erich häufiger selbst Musik, um sich ein die gemeinsamen Momente zu erinnern.

Hat der Held noch eine enge Bindung zu Menschen aus seiner Jugend?

Nein, zwar gibt noch Kontakte (andere Gesellen und/oder Meister) und auch ein paar alte Liebschaften, jedoch die Bindung zu all diesen Menschen in letzter Zeit mehr und mehr verblichen.

Warum ist der Held zum Abenteurer geworden?

Genau genommen weiß Erich noch nicht ganz, das er ein Abenteurer ist. Vor einem Monat ist sein Vater verstorben und hat Erich das Geschäft vermacht. Dieses hat allerdings schon seit einiger Zeit immer weniger Umsatz machen können und so musste Erich alle Angestellten entlassen. Zu guter Letzt, hat er sich dazu entschieden, woanders sein Glück zu versuchen. Deshalb hat er die Werkstatt verkauft, um sich so weit wie möglich mobil zu machen. Aufgrund der umfangreichen Werkzeuge und sonstigem Besitz, musste ein Wagen und ein Maultier her. Das Ziel seiner Reise steht noch nicht wirklich fest, aber hier hält Erich auch nichts mehr.

Wo ist der Held schon gewesen?

Aufgrund seiner früheren Verpflichtungen hat er sich noch nie weiter, als in die Wälder um Andergast begeben. Obwohl er in diesen Wäldern viel Zeit verbracht hat auf der Suche nach dem perfektem Holz, zieht er doch die Bequemlichkeiten der Stadt vor.

Ist der Held sehr Götterfürchtig?

Am allernächsten ist ihm Firun. Diese Affinität kommt jedoch vermutlich mehr aus Erziehung und Gewohnheit, als aus eigener Überzeugung. Sein Vater hat ihm häufig erzählt, wie ein Firun Geweihter ihm und Erichs Mutter das Leben gerettet hat, als sie im Winter einen Unfall mit ihrem Wagen hatten und zu erfrieren drohten.

Wie steht der Held zur Zauberei?

Obwohl er schon einige Magier gesehen hat und sogar einmal Heilung von einem Erfahren hat, verlässt sich Erich am liebsten auf ehrliche Körperliche Arbeit. Bei einem besonders schweren Schnitt in seiner Hand hatte sein Vater damals einen Magier bezahlt, um den Schnitt zu heilen. Dieser hatte zwar ein recht hohes Honorar bekommen, jedoch war das Ergebnis auch nicht besser, als das eines echten Heilers.

Für wen oder was würde der Held sein Leben riskieren?

Sofern es einen Ausweg gibt, würde Erich immer das eigene Leben wählen. Wenn sein König es ihm befehlen würde, so würde er in die Schlacht ziehen. Für Erich ist Stabilität und ein gutes Einkommen wichtiger als Ruhm. Jedoch ist er fast zwanghaft neugierig, was ihn auch schon einmal fast das Leben gekostet hätte, als er einer Wildspur folgte und darauf von einer Rotte Wildschweinen angegriffen wurde. Geistesgegenwärtig hat er sich auf einen Baum retten können und dort die Nacht verbracht.

Was ist der größte Wunsch des Helden?

Er versucht das Geschäft seines Vater an einer anderen Stelle wieder neu aufzubauen, um selbst eine Familie zu gründen. Seine Kinder sollen es besser haben, als er selbst. Optional: Der Mörder seines besten Freunde soll seine gerechte Strafe bekommen.

Was fürchtet der Held mehr als alles andere auf der Welt?

Sein Großvater, zu dem er die ersten 6 Jahre seines Lebens ab und zu Kontakt hatte, war Seemann. Er hatte Spaß daran, seinem Enkel Geschichten von Seeungeheuern und Stürmen auf See zu erzählen. Dadurch und durch die Nachricht, dass die See seinen Großvater zu sich geholt hat, hat sich eine regelrechte Phobie gegenüber dem Meer entwickelt. Ein See und Wasser, in welchem ein Mann nicht stehen kann, verursacht ein mulmiges Gefühl. Der Gedanke ein Schiff zu besteigen und damit weit vom Ufer fort zu segeln, verursacht Panik bei Erich.

Wie sieht es mit der Moral und der Gesetzestreue aus?

Obwohl er die Gesetze als sehr hoch und wichtig ansieht, ist er dennoch der Meinung, dass die überlegenden Menschen profitieren dürfen. Er würde nicht stehlen, es sei denn sein Leben hinge davon ab. Jedoch steckt zu viel Geschäftsmann in ihm, um nicht die Gelegenheit für überteuerte Preise zu nutzen, wenn die Nachfrage bestehen bleibt. Zwar versucht er es zu vermeiden, jemandes Existenz zu zerstören, doch wenn jemand unbedingt sein Hab und Gut verspielen will, spielt Erich mit. Dabei schätzt Erich allerdings mehr den Zeitvertreib an den Spielen, als die Gewinnchancen.

Ist er Fremden gegenüber aufgeschlossen?

Bei dieser Frage ist Erich zwiegespalten. Auf der einen Seite sitzt seine Erziehung, erstmal misstrauisch zu sein. Auf der anderen Seite verlangt jedoch oft seine Neugier danach, mehr zu erfahren. Grundsätzlich hat er zwar gegenüber jedem Vorurteile, ist jedoch recht schnell bereit, diese gegen echtes Wissen einzutauschen.

Welchen Stellenwert hat Leben für ihn?

Bisher musste er noch nie einen Menschen (Humanoiden) töten. Auf der Jagd hat er natürlich schon häufig Tiere erlegt, was für ihn jedoch etwas völlig Anderes ist. Einzig Mörder verdienen in seinen Augen den Tod.

Wie steht der Held zu Tieren?

Für Erich sind Tiere zum Nutzen für die Menschen geschaffen. Sei es als Nahrung oder als Arbeitstier, sind sie zwar manchmal wertvoll oder zumindest teuer, jedoch nicht mehr als ein Werkzeug. Pflege und guter Umgang erhöhen die Lebensdauer von beidem.

Hat der Held einen Sinn für Schönheit?

Aufgrund seiner Freundschaft mit dem Straßenmusiker fühlt er sich zu Musik hingezogen und spielt auch selbst. Letzteres jedoch weniger für Aufmerksamkeit und mehr für sich selbst. Mit Stift und Pinsel kann Erich recht gut umgehen, was für ihn aber nur Arbeit ist. Manche Kunden wollen Verzierungen an ihren Bögen oder sonstigen Gegenständen.

Was isst und trinkt er am liebsten?

Obwohl es mit abnehmenden Gewinnen immer seltener wurde, hat er den Luxus der guten Zeit sehr gemocht und versucht ihn so gut es geht zu halten. Das heißt, dass er selbst auf Reisen stehts versucht, sauberes Geschirr zu nutzen und wenigstens einmal in der Woche Fleisch und Met zu sich zu nehmen. Was die Auswahl der Gerichte angeht, ist er auch hier häufiger von Neugier getrieben. Da er dabei jedoch die guten Erfahrungen besser in Erinnerung behält, ist er im Laufe seines Lebens recht experimentierfreudig geworden.

Wie sieht es mit der Liebe aus?

Er hat aus den Balladen und Erzählungen seine Freundes einiges aufgeschnappt und sogar schon einige Annäherungen an Frauen gewagt. Weiter als bis zu ein paar Küssen und Liebesbekundungen ist es aber nie gekommen. Aktuell ist Erich nicht mehr auf der Suche, da er vorhat den Ort zu wechseln und sich die Zukunft noch freihalten möchte. Er versucht wenn dann, eine Ehefrau zu finden, mit der er alt werden kann.

Gibt es ein dunkles Geheimnis aus seiner Vergangenheit?

Optional: Er hat den Mörder seines Freundes gestellt und gelyncht. (gefällt mir nicht so sehr)

Welche Charakterzüge bestimmen ihn?

Er ist ein wenig zerrissen zwischen seinem Streben nach einem stabilen Leben mit erwachsenen Entscheidungen und seiner Neugier. In den bewussten Momenten überwiegt die Professionalität, während die Neugier auf jede Gelegenheit wartet und an seinen Abwägungen zerrt und sägt.

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