Aufzeichnungen des Maelgwn y Cawr – Kapitel IIJ

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XXXJ Mawrth MCCXXXVIIJ a.u.c.
Powys, Cymru

Am Morgen schlichen wir uns noch einmal zum Strand, in der Hoffnung etwas mehr herausfinden zu können. Und wir hatten tatsächlich Glück! Nicht nur das die Wachen allein unterwegs waren, Aled kannte sogar einen von ihnen und winkte ihn zu sich. Dieser berichtete uns, dass Mael, ihr Anführer, Tanwen nur zum Schein entführt hatte und sie eigentlich zu seiner Frau machen wollte. Die Sachsen unter Osrec hatten nur dabei geholfen den Angriff durchzuführen. Begegnet waren sich die beiden, als die Iren als Händler verkleidet unterwegs waren, um nach fetter Beute Ausschau zu halten, und hatten sich ineinander verliebt.

Aled begleitete den Iren ins Lager um mit Mael und Tanwen zu sprechen. Wir folgten ihnen mit etwas Abstand in den Dünen, um im Notfall in Reichweite zu sein. Aus einem der Zelte tauchte dann Mael auf, ein junger Ire mit charismatischer Ausstrahlung, und die beiden folgten ihm in das Zelt. Kurz darauf kamen Aleds Freund und ein kräftiger Mann wieder aus diesem heraus und begannen sich in den Dünen umzusehen. Da wir eine Entdeckung vermeiden wollten, zogen wir uns wieder in Richtung Wald zurück.

Wynn konnte im Wald dann bärengroße Wolfsspuren entdecken, wo kurz zuvor noch Gwenneg Rhys hatte stehen sehen. Oder zumindest das was er für den Verfluchten gehalten hatte, ein 2 ½ Meter großer, aufrecht gehender Wolf, welcher aus dem Stand zehn Schritt zu überwinden vermag.

Aus dem Wald beobachteten wir, wie sich wenig später die Gruppe Iren aus dem Gasthaus auf dem Weg zum Lager befand. Aled begegnete ihnen und konnte einen als Priester des Manawydan erkennen. Ein älterer Mann mit Tätowierungen im ganzen Gesicht. Die Wachen des Lagers waren misstrauisch, bis sie scheinbar den Priester erkannten und sich vor ihm verneigten. Der Priester verschwand dann, genau wie Aled vorher im Zelt von Mael.

Während wir warteten, konnte Aled uns berichten, dass Tanwen die Geschichte bestätigt hatte. Auch wenn Wynn anderer Meinung zu sein schien, entschieden wir uns dafür, sie ziehen zu lassen. Kurz darauf tauchte auch noch ein sächsischer Spähtrupp auf, der scheinbar die Spuren von Rhys untersuchte und sich dann wieder aus dem Staub machte.

Als sich die sechs Iren wieder auf den Weg machen, nahm der Sturm wieder an Kraft zu, als wenn der Priester einen gewissen Einfluss auf ihn ausüben würde. Gwenneg kreuzt im Wald ihren Weg, in der Hoffnung das der Priester etwas für Rhys tun könne, und folgte ihnen ein Stück weit. Später konnte er berichten das zwei der sechs sehr wahrscheinlich Pikten seien und Wynn beobachtete wie einer der beiden an Gwennegs Spuren schnüffelte. Eigentlich wollte uns Gwenneg holen um mit ihnen zu reden, aber als wir am Weg eintrafen waren sie bereits verschwunden.

Wir machten uns nun endlich auf den Rückweg nach Caer Cynghanedd, übersahen aber leider an der Wegscheide noch ein paar sächsische Wachen. Trotz unserer höflichen Hinweise das dies keine gute Idee sei, wollten sie uns unbedingt zu Osrec bringen. Als sie angriffen, konnte ich zwei mit meinem Speer durchstoßen und einen dritten, welcher zu fliehen versuchte, ebenfalls erschlagen. Mit den anderen beiden machten meine Gefährten kurzen Prozess. Ihre Leichen ließen wir zurück und erhöhten das Marschtempo ein wenig, so dass wir am heutigen Abend ankamen.

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