Ein Hauch von Schmerz – Teil 4

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Wir begeben uns wieder zur Ruhe und verbringen trotz der Blutflecken auf dem Boden (und auf den Laken von Latu und Xargrosch) eine einigermaßen ruhige Nacht.

6. Travia

Mit den Worten: “Auf, auf, die Dukaten wollen wohl verdient werden!“ wecken uns Marbo und Ralka zum Morgenapell. Nach dem Frühstück bekommen wir wieder Übungswaffen ausgehändigt und werden zu einer Grotte geführt, in der sich die vier Eleven verschanzt haben. Unsere Aufgabe ist es nun, die Prüflinge innerhalb einer halben Stunde gefangen zu setzen. Für jeden Gefangenen wird unsere Belohnung um einen Dukaten erhöht werden. Auch der Einsatz magischer Mittel ist auf beiden Seiten erlaubt.

Die Prüfungskommission wird von Marbo Morgentau, Daridia Schlohweißer und Rufus von der Tann, einem etwa 45 Jahre alten Magier gebildet. Schauplatz der Prüfung ist die weitläufige Grotte des Illdrich, einem Tatzelwurm, der hier einst von Alvinus Wagenberg (Name???), der berühmten ersten Spektabilität der Akademie, erschlagen wurde.

Zum Beginn der Prüfung wird ein Gong geschlagen, so dass auch die Eleven wissen, dass die Prüfung beginnt. Wir betreten die Grotte und müssen uns in verschiedene Gruppen aufteilen, da es viele Gänge und Höhlen gibt, in denen sich unsere Gegner verstecken können. Karakal und ich schleichen durch einen der Gänge, bis ich ein leises Gespräch zwischen Mirea und Tycho belauschen kann. Tycho erwartet in einer Angelegenheit Mireas Antwort. In dem dunklen Gang muss ich gegen meine Raumangst ankämpfen. Da ich ohne entdeckt zu werden nicht näher heran komme, rufe ich Karakal zum Angriff hinzu und sprinte hinter der fliehenden Mirea her, die mit Ihrer Magie versucht, mich fern zu halten. Nach einer wilden Verfolgungsjagd gelingt es Karakal und mir, sie einzuholen, niederzuringen und gefangen zu nehmen. Als sie die Ausweglosigkeit Ihrer Lage erkennt, ergibt sie sich uns ohne Widerstand. Wir führen sie ab und übergeben sie der Prüfungskommission.

Währenddessen läuft Xargrosch einem weiteren Gegner hinterher, der allerdings zu schnell für ihn ist. Er verfolgt ihn weiter und sieht ihn tatsächlich etwas später in einer Höhlenecke stehen. Xargrosch wagt einen Sturmangriff und muss verdattert feststellen, dass Tycho mit einem Zauber belegt und versteinert worden ist! Doch wir waren nicht dafür verantwortlich! Xargrosch schleppt den wehrlosen Eleven zum Eingang und gibt ihn ebenfalls in die Obhut der Magier.

Als Karakal und ich gerade wieder die Höhle betreten wollen, sehen wir Xargrosch mit dem versteinerten Tycho nach draußen treten. Auch diese Prüfung nimmt einen unerwarteten Verlauf. Die Magier der Kommission scheinen nun besorgt zu sein und sprechen aufgeregt miteinander.

In der Grotte hören Naramis und Einskaldier ein Wimmern und Stöhnen. Wenig später finden sie den verletzen Elvario mit einigen üblen Wunden bewusstlos am Boden liegen. Naramis kümmert sich um ihn und erfährt, dass Bran ihn wie rasend angegriffen haben soll. Unter dem Einfluss eines Zaubers verrät Elvario meinen Gefährten, dass Mirea und Tycho ein Paar waren, bevor sich Mirea nun Elvario zugewandt hat. Es besteht also eine Rivalität zwischen den beiden. Auch gibt Elvario zu, gestern Nacht beim Angriff der Eleven auf uns die Zauberversuche von Tycho sabotiert zu haben, damit dieser in den Prüfungen schlecht abschneidet.

Xargrosch, Karakal und ich durchstöbern weiter die Grotte, als ein wie rasend wirkender Bran vor uns auftaucht und mich mit Brachialgewalt niederschlägt, woraufhin ich einen mächtigen Kampfzauber auf ihn webe. Doch das scheint ihn kaum zu stören, obwohl ich mit Gewissheit weiß, ihm einen schweren Treffer beigebracht zu haben. Er greift weiter völlig wahnsinnig geworden an und ich muss zum Ausgang fliehen. Warum halte ich mich nicht einfach wie Latu aus solchen Dingen heraus?

Nachdem Bran selbst Karakal kampfunfähig geschlagen hat, gelingt es Xargrosch, den völlig außer sich wütenden Eleven niederzuschlagen und Hilfe zu holen. Als wir uns alle vor der Grotte versammeln und unsere Wunden versorgt werden, untersuchen wir auch den Kampfstab, den Bran verwendet hat. Dieser ist von einem mächtigen firnelfischen Kampfzauber durchwirkt, der seinen Träger in eine rasende Bestie verwandelt. Ein solcher Stab hat in den Händen einen Eleven nicht verloren! Wie ist Bran in seinen Besitz gelangt? Die Kommission scheint ratlos.

Wie Rufus uns erklärt, stammt der Stab aus der Asservatenkammer und sollte nur im Kriegsfalle zum Einsatz kommen. Wie Bran in seinen Besitz gelangte, ist ungeklärt und selbst er weiß davon nichts zu berichten. Trotz dieser erneuten Vorkommnisse sieht Marbo Morgentau noch immer keine Veranlassung, die Prüfungen abzubrechen. Diese sture Haltung erscheint uns immer sonderbarer. Ich mache meiner Entrüstung Luft und rufe in die Runde: “Eure Eleven brauchen keine Feinde mehr, wenn sie sich gegenseitig umbringen!“.

Zurück in der Akademie wird schließlich eingewilligt, dass wir weitere Untersuchungen anstellen und Hiltgard und Brunhild schließen die Kammer des in der ersten Prüfung verletzten Hilbert für uns auf. In seiner unordentlichen Kammer finden wir allerlei alchimistische Gegenstände zur Herstellung eines Mutelixirs. Möglicherweise wollte sich Hilbert in den Prüfungen damit einen Vorteil verschaffen. Hinter einem Schrank finden wir außerdem eine Naftan-Staude, aber ob diese von Hilbert selbst zur Herstellung von Goldleim verwendet wurde oder ob jemand anderes sie hier platziert hat, können wir noch nicht klären.

Etwas später rufen uns Daridia, Rufus und Gerwulf zu einem Gespräch. Sie halten es für sehr wahrscheinlich, dass Hilbert tatsächlich ein Mutelixier brauchen wollte, was ein schlechtes Licht auf ihn wirft. Tycho könnte versteinert worden sein, bevor wir Mirea gefangen genommen haben. Jeder der anderen Eleven könnte ihn also angegriffen haben. Zum jüngsten Vorfall in der Grotte berichten Sie uns, dass es kein gewaltsames Eindringen in den verschlossenen Raum gab und dass kein Schlüssel gestohlen wurde. Der Stab, mit dem Bran kämpfen sollte, war ein ganz normaler Kampfstab. Dieser wurde offensichtlich durch den magischen Stab ausgetauscht, der dann im Kampf seine Wirkung entfaltet hat, wahrscheinlich, ohne dass Bran vorher davon wusste. Langsam deutet einiges auf eine Verstrickung des Lehrkörpers in diese mysteriösen Vorfälle hin. Will hier jemand die Prüfung besonders realitätsnah gestalten?

In einem persönlichen Gespräch bietet Gerwulf seine Unterstützung an. Er könnte zum Beispiel die beiden Geschwister Brunhild und Hiltgard , die Marbo treu ergeben sind ablenken, so dass wir leichter ermitteln können. Offiziell darf er uns aber nicht unterstützen. Doch es soll noch anders kommen, als erwartet.

7. Travia

Während der Wache von Karakal kommen die Zwillinge in unser Zimmer und unterbreiten uns ein unerwartetes Angebot. Zwar sind sie Marbo Morgentau treu ergeben, wollen allerdings auch zur Aufklärung des Falles beitragen, so dass ein Interessenskonflikt besteht. Sie wollen die Rolle Ihres Bruders Tycho in dieser Angelegenheit aufgeklärt wissen. Vor unseren Augen versetzen sich die beiden in einen tiefen Schlaf, so dass wir hinaus schleichen und heimlich ermitteln können.

Latu schleicht zur Asservatenkammer und belauscht drei Personen, die darüber sprechen, dass Marbo zur Spektabilität kommen soll. Im ersten Obergeschoss belausche ich später tatsächlich ein Gespräch zwischen der Spektabilität Aljawa Walsaraffnaja und Marbo Morgentau. Tatsächlich scheint die Spektabilität erkrankt zu sein, denn Ihre Stimme ist schwach und kränklich. Das Gespräch dreht sich um die Einleitung von Untersuchungen. Es wird vor allem klar, dass die Spektabilität über alles unterrichtet ist und mit Marbo ein Geheimnis teilt.

Ich schleiche zurück und treffe im Keller in der Waschküche auf meine Freunde Latu und Karakal. Wenig später beobachten wir Marbo dabei, wie er in einem weiteren Kellerraum verschwindet und sich heimlich mit einer Frau trifft.

Marbo: “Hiltgard und Brunhild genießen mein vollstes Vertrauen. Sie werden Neugierige fernhalten. […] Du bist die Beste. [unterdrückter Jubel der Frau]. Ich weiß, dass Du mich nicht enttäuschen wirst.“ Dann spricht die Frau. An der Stimme erkennen wir Mirea! “Nein, das werde ich nicht. Den Finaltest werde ich auch noch bestehen, Vater!“

Mirea ist also die Tochter von Marbo Morgentau! Was für eine Enthüllung! Aber ist sie auch für alle Vorkommnisse verantwortlich? Welche Rolle spielt dabei ihr Vater?

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