Latu von Enuks Stamm – Vorgeschichte

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Name:
Latu (von Enuks/Eias Stamm)

Rasse:     
Mensch/Nivese

Nachteile:
Raumangst: 6 GP; Aberglauben: 6 GP (Naturvolkspezifische Ausprägung gegen Magie, technische Errungenschaften, Widernatürliche Kreaturen, etc.); Vorurteile 6 GP (gegen Orks!, Praiosgeweihte, Dualisten, Borongeweihte, Nicht-Menschen allgemein); Hitzeempfindlichkeit 7 GP; Schlechter Ruf: 3 GP (als Nivese bei den Mittelländern und bei den Nivesen wegen der Andersartigkeit des Aussehens); Weltfremd 5 GP; Gesucht 1: 5 GP (im Orkland bei den Garnisionstruppen); Neugier 5 GP; Feind 8 GP (Harkhash Drugh – Orkkommandant der Belagerungstruppen Lowangens, dem das Gold gestohlen wurde); Prinzipientreue: 3 GP (Gesetze der Nivesen im natürlichen Zusammenleben von Mensch und Natur – Die Gesetze der Natur, z.B. nur ein Tier töten, wenn es zur Nahrung benötigt wird, niemals aus reinem Vergnügen).

Vorteile:   
Breitgefächerte Bildung 7 GP (Jäger 11 GP, Söldner/Schütze 8 GP); Richtungssinn 3 GP; Tierfreund 7 GP; Gefahreninstinkt 12 GP; Entfernungssinn (10 GP Bonus)

Aussehen:  
Lange schwarze Haare mittels Kopftuch zusammengehalten, grüne Augen (nivesenuntypisch), 177 cm groß, 67 Stein schwer.

Kleidung:
Leichte Lederstiefel mit Jagdmesserscheide am Schaft, graue Leinenhose, Krötenhaut, Unterwäsche aus Stoff, Ledergürtel mit Schwertscheide und Gürteltasche, Köcher für 25 Pfeile und Kurzbogen auf dem Rücken, Filzgugel, grüner Kaputzenumhang.

Wirkung auf Fremde:
Latu ist seinem Äußeren nach nicht gleich als Nivese zu erkennen, weil ihm die eigenen kupferroten Haare und bersteinfarbenen Augen fehlen, wohl aber als „Naturbursche“. Seine Erscheinung ist nicht gerade respekt- oder furchteinflößend, wohl aber als wehrhaft zu bezeichnen. Im Kontakt zu anderen wirkt er verschlossen und zurückhaltend, was leicht als unzivilisiert und –kultiviert interpretiert werden kann. Da er zudem anfänglich gegenüber anderen wenig vertrauensselig und daher nur bedingt gesprächig ist, ist er auch vielfach für naiv oder gar dumm gehalten worden.

Familie und Jugend:
Aufgewachsen ist Latu behütet in seiner Sippe/seinem Stamm bis zum Alter der Adoleszenz, erlernte dort schon früh und ganz traditionell das Handwerk des Jägers, wie es für Nivesenmänner nach der stammeseigenen, geschlechtsspezifischen Rollenverteilung typisch ist. Da das Gebiet am Svellt fruchbar und recht dicht besiedelt ist, bestand stets ein reger Kontakt mit den Mittelreichern, mit denen Handel betrieben worden ist. Als er etwa 14 Lebensjahre alt war, wurde sein Stamm/die Sippe auf einer Wanderung im „Stammesgebiet“ zu neuen Wildgründen von marodierenden Orks im Zuge des Krieges überfallen und viele angehörige getötet. Andere wurden von den Orks als Sklaven verschleppt. Über den Verbleib seiner Verwandten ist bis heute nichts weiter bekannt. Er selbst wurde ebenfalls gefangen, aber durch einen Trupp Soldaten zusammen mit seinem Cousin Einuk nach einigen Tagen befreit und nach Lowangen gebracht. Dort schloss er sich einer Söldnergruppe an, um nun heimatlos am Kriegsgeschehen seinerseits teilzunehmen. Beide wurden in eine Versorgungseinheit zum Jagen aufgenommen. Aufgrund seines Talentes am Bogen bestand seine Aufgabe neben dem Jagen auch im Schutz der Einheit. Mit zunehmendem Alter und Spezialisierung wurde er auch für Aufgaben als Kundschafter oder aber als Schütze in der Verteidigung von Ortschaften und Städten eingesetzt. Eine Ausbildung als Soldat einer Garnisionstruppe erhielt er als Nivese nicht. Mit seinem Cousin verbindet ihn eine echte Freundschaft, die zuletzt jedoch ein jähes Ende fand (siehe Punkt „dunkles Geheimnis“).

Bindung an Personen der Jugend:
keine!

Warum ist der Held zum Abenteurer geworden?
Nach dem Vorfall im Orkland (siehe Punkt „dunkles Geheimnis“) und dem erworbenen Status „Gesucht“, hält ihn nichts mehr aus seiner Vergangenheit im Gebiet seiner Herkunft. Sein ausgegrenzter Status nach Verlust seines Stammes bei den Nivesen und dem als Nivese bei den Mittelreichern des Sveltgebietes begünstigen zusätzlich den gefassten Entschluß, dem Gebiet den Rücken zu kehren und sich ins Ungewisse aufzumachen, sein Glück in der Ferne zu suchen.

Wo ist der Held schon gewesen?
Latu kennt sich in Lowangen und dem Sveltgebiet aus (Kulturkunde Sveltgebiet!). Da sein Stamm in den Wald- und Steppengebieten bzw. Sümpfen des Umlandes beheimatet war, er dort sein Jägerhandwerk erlernt hat, findet er sich dort bestens zurecht. In seiner Zeit als Söldner im Orkkrieg, hat er als Bogenschütze einer kleinen Aufklärungseinheit weitere Gebiete der Region bereist und ist mehrere Male in die Hochebene des Orklandes vorgedrungen (sozusagen als Kundschafter).

Ist der Held gottesfürchtig:
Nicht im engeren Sinn des Zwölfgötterkultes. Er folgt dem Ritus der Nivesen, kennt aber die Andersartigkeit religiöser Ansichten und hat Vorurteile. Dieses vor allem basierend auf seinen Erfahrungen im Krieg gegen die Orken, als er mitansehen konnte, dass Menschen durch den Einfluß von Geweihten ihr Leben sinnlos wegwarfen, um den ihren Göttern ein Wohlgefallen zu sein. Weitere Vorurteile hat er gegen die im ehemaligen Sveltbund ansässigen Dualisten, bzw. die Priester der Götter Borons und Praios.

Wie steht Ihr Held zur Zauberei:
Die Magie ist ihm unerschlossen, etwas unnahbares, was ihm zum Teil Angst macht. Magie gehört zwar zur Natur dazu, wird aber von den Magiebegabten aus seinem empfinden heraus zweckentfremdet missbraucht. Er unterscheidet grundlegend zwischen schamanischem, evtl. druidischem oder elfischem Zauber und der Hohemagie der Magier. Erstere ist etwas natürliches, die andere nicht!

Für wen oder was würde Ihr Held sein Leben riskieren?
Für einen Gefährten, gleich ob Wolf/Hund oder Freund. Allerdings ist es nicht leicht ein Freund Latus zu werden. Ebenfalls für die Chance, sich von der Schuld zu befreien, die auf ihm lastet sowie im Zweikampf gegen einen Ork.

Was ist der größte Wunsch des Helden?
Ein freies Leben in Frieden, die Möglichkeit frei aller Schuld zu sein, sich frei entfalten zu können und einen Platz in einer Gemeinschaft zu finden, die ihm das verloren gegangene Stammesgefüge ersetzen würde, innerer Friede.

Was fürchtet Ihr Held?
Neben den Ängsten vor engen Höhlen, dem Misstrauen gegenüber Magie hat er vor Allem Angst, von seinem Widersacher (siehe dunkles Geheimnis) gefunden zu werden. Zudem fühlt er sich in der Enge von städtischem Treiben nicht so wohl. Latu fürchtet zudem die Grausamkeit der Orks gegenüber ihren Gefangenen, hasst Sklaverei im Allgemeinen, weil sie ein widernatürlicher und grausamer Prozess ist, der in der Natur unbekannt ist.

Moral und Gesetzestreue:  
Latu nimmt es mit den Gesetzen der Mittelländer nicht so genau, auch weil er sie nicht so gut kennt. Er folgt eher dem Kodex der Nivesen, der Natur: nimm wenn du etwas brauchst, es ist für alle da, jedoch nur so viel, wie nötig – gib wenn du hast; töte nie aus Willkür, nur zur Verteidigung und zum Essen, verwende dabei alles, was geht, denn es ist kostbar. Seine Einstellung hat in seinem Leben schon vielfach zu Schwierigkeiten mit den Bewohnern seiner Heimatregion geführt, allerdings sind die Bewohner auch den Umgang mit Nivesen gewohnt, sie lassen Nachsicht walten.

Ist er Fremden gegenüber aufgeschlossen? 
Er ist den Gesetzen der Natur folgend, fremden Personen gegenüber eher reserviert, tritt zurückhaltend auf. Seine ausgeprägte Neugier lässt ihn jedoch den Kontakt (z.B. in Gesprächen) aufrecht erhalten.

Welchen Stellenwert hat Leben für Ihn?
Das Leben an sich ist für alle Naturvölker etwas kostbares, so auch für die Nivesen! Leben in der Gemeinschaft ist dabei das höchste und schützenswerteste Gut. Getötet wird ausschließlich nur zur Verteidigung von Werten, die dem Kodex des Lebens in und mit der Natur folgen, so z.B. zur Ernährung oder zum Erhalt der Gemeinschaft des Stammes. Dabei wird allerdings kein grundsätzlicher Unterschied zwischen menschlichem und dem Leben von Tieren oder Pflanzen gemacht, im Gegenteil! In der Rangfolge der Bewertung stehen Menschen und Wölfe an der Spitze des Lebens gelichberechtigt nebeneinander, werden als Brüder der Schöpfung gesehen. Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Wert des Leben eines Baumes oder das eines Orks, eines Menschen oder das eines Egels richtet sich nach dem Nutzen für die Gemeinschaft oder der Natur. So kann es sein, dass die Bewertungslage des jeweiligen Lebens für Latu ergibt, dass das Leben eines unbekannten, gar feindseligen Menschen situationsbedingt weniger an Wert zählt, als das einer für einen Gefährten benötigten (Heil-) Pflanze, wenn der Mensch diese nicht zur Versorgung des Freundes zur Verfügung stellen will.

Wie steht er zu Tieren?
Dem nivesischen Glauben nach sind alle Tiere der Natur zugehörig, wie auch die Nivesen selbst. Sie sind deswegen Gefährten. Eine ganz besondere Beziehung haben sie zu den Wölfen/bzw. den Hunden, die als ebenbürtige Brüder eines Selbst gesehen werden. Dieses ist auch im Glauben der Religion tief verwurzelt. Latu hätte gern einen eigenen Hund für sich.

Sinn für Schönheit:
Die Schönheit für Dinge im herkömmlichen Sinn (Architektur, Stil, Etikette, Design, etc.) ist ihm eher unerschlossen. Wohl aber sieht er Schönheit in Formen der Natur, in den Ausformungen des Lebens, dem Zusammenspiel zwischen Licht und Schatten zwischen den Blättern des Waldes und der Symbiose der Flora und Fauna Aventuriens. Sonst sieht er den Nutzen Schöner Dinge bemessen an deren Form und des Gebrauchswertes („form follows funktion“).

Sitten bei Tisch: Lieblingsgetränk?
Die Sitten bei Tisch sind eher gering ausgeprägt, weil sie anderen Riten als der mittelländischen Etikette folgen. Latu ist den Nivesen typisch jedoch einem geselligen Essen nicht abgeneigt, es muß ja nicht gesprochen werden! Gelage und laute Feste mag er nicht, auch wegen der Verschwendung von Nahrung. Sein Lieblingsgetränk ist die Milch, die in der Natur etwas sehr kostbares und lebensförderndes ist. Alkoholika kennt er aus seiner Zeit beim Militär, kann sie aber nicht sonderlich vertragen. Wenn dann am liebsten süßen Wein aus Obst.

Liebe?
Latu ist in einer Welt aufgewachsen, in deren ursprünglich festem Gefüge des Stammes er für die Liebe noch zu jung gewesen ist, bevor der Orkkrieg Einzug in sein Leben gehalten hat. Bei den Nivesen folgt die Liebe dem Nutzen der Stammesordnung, so dass Mitglieder des Stammes vom Rang und Ansehen innerhalb der Gemeinschaft gleichwertige Partner (meist anderen Geschlechts) zum Erhalt der Stammesgemeinschaft erwählen. Die Verbindungen sind lose und nicht zwangsläufig dauerhaft, dienen der Fortpflanzung. Kinder werden von der Frau im Verbund des Stammes zusammen mit Tanten, Großmüttern und anderen Frauen erzogen. Das ist auch der Grund, warum es immer zwei Häuptlinge in einem Stamm gibt, einen Mann und eine Frau, die beide ihrem Geschlecht vorstehen und sich um die Interessenvertretung des jeweiligen Geschlechts kümmern (Aufgaben im Stamm sind streng verteilt nach Aufgaben für Männer, z.B. die Jagd, und Frauen, z.B. die Versorgung der Kinder). Der Stamm und seine Ordnung wurde durch die Einflussnahme des Krieges jedoch vor der Adoleszenz von Latu zerstört, als dass er hätte eine Partnerin finden können, weil er selbst aus Altersgründen noch keinen Status errungen hatte. In seiner späteren Zeit beim Militär hatte er einige lose Verbindungen zu Frauen. Engere Bindungen hat er dabei nicht aufnehmen oder gar erhalten können, weil er selbst seiner Herkunft nach bei den Menschen des Mittereiches als Außenseiter gesehen wird. Bei den Nivesen bekleidet er zudem keinen Rang im Stammesgefüge und wird obgleich seines fremden Aussehens ebenfalls gemieden.

Gibt es ein dunkles Geheimnis?
Bei dem letzten Einsatz seiner Einheit, sollten Latu, sein Cousin und einige andere Söldner, insgesamt 8 Mann, eine Versorgungslieferung von Orks abfangen und das mitgeführte Gold entwenden. Der Einsatz lief allerdings schief, weil die Orks durch einen Verräter in den eigenen Reihen gewarnt gewesen sind und den gestellten Hinterhalt bereits kannten, ihrerseits eine Falle installiert hatten. Von den Gefährten kamen nur vier Mann, darunter Latu und Einuk mit dem Leben davon. Dennoch gelang es, das Gold zu entwenden und zu fliehen. Die anderen beiden Gefährten waren Neunfinger Lake, ein Thorwalscher Kämpfer, und Hedrik, ein Bogenschütze aus dem Bornland. Einige Tage auf der Flucht, kam es zum Streit zwischen Hedrik und Lake und den Nivesen. Letztere wollten das erbeutete Gold zum Garnisionsführer bringen, die beiden anderen desertieren und es für sich behalten. In einer Nacht ließen Latu und Einuk die anderen zurück um sich mit dem Gold allein auf den Weg zur Garnision zu machen. Leider kamen die beiden anderen schneller dort an und berichteten dem Kommandanten, die Nivesen hätten das Gold entwendet. Es wurde ein Trupp zusammengestellt die Fahnenflüchtigen zu stellen und sie zu richten. Im Moment des Zusammentreffens mit dem Trupp unweit der Garnision, hatte Latu das Gold nicht mehr bei sich, weil ein Transport zusammen mit seinem Cousin zu anstrengend gewesen wäre (auch der Grund, warum die anderen beiden schneller waren!). Es ist zuvor versteckt worden. Zeit für Erklärungen blieb nicht, Einuk wurde gefasst und wegen des Diebstahls gerichtet, Latu entkam. Auf ihn wurde ein Lösegeld als Deserteur und Dieb ausgesetzt.

Charakterzüge:
wird in den anderen Punkten bereits erläutert!

Zusätzliche Ausrüstung:
Kurzbogen mit Köcher und 25 Pfeilen und Ersatzsehnen, Jagdmesser in Stiefelscheide, Ledergürtel mit Waffengehänge, Kurzschwert, Hängematte, Decke, Schlafsack, Brotbeutel, Essbesteck aus Holz, kleine Pfanne (Eisen), Tuchbeutel, Gürteltasche, Zunderdose mit Zunder, Feuerstein und Stahl, Angelhaken mit Schnur, Holzpfeife mit Tabak in Beutel, Lederhandschuhe, Geldbeutelchen, Würfel aus Knochen, Wasserschlauch, kleine Feldflasche mit Schnaps, Verbandzeug, Waschutensilien (Holzkamm, Seife), kleines Seil bzw. Schnur (3m), Nadel und Faden, 3 Fallen, Anziehsachen siehe Punkt „Aussehen/Kleidung“.

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