Der Beschützer des Waldes hat die Form eines Ringes angenommen und ist einfach in einem wahnsinnigen Tempo davon gerollt. Eira ist dem Lindwurm hinterhergelaufen. Mikaela ist immer noch darauf bedacht Eira zu schützen und will ihr folgen. Doch eine der erlösten Vanadisir schreitet auf sie zu und fragt nach der Kette. Sie heißt Lara und möchte den Wald so schnell wie möglich verlassen. Der verletzten Clara fällt in diesem Moment die Kette fast aus der Tasche, als Sunna sie untersucht. Zum Glück bemerkt die Ärztin es und verbirgt das Schmuckstück geschickt.
Mikaela ist nur schwer davon zu überzeugen mit uns zu gehen. Norvid ist darauf erpicht noch die Ruinen zu untersuchen. Zusammen schauen wir uns um. Der Stumpf, der den Schatz enthielt, ist verschwunden und ein stattlicher Baum steht an seiner Stelle. Leider gewinnen wir keine weiteren Erkenntnisse.
Bengt versucht mit Lara ins Gespräch zu kommen. Sie ist jedoch stur. Ganz schön undankbar, wenn man bedenkt, dass wir sie gerettet haben. Nachdem wir die Schlucht durchschritten haben, bemerken wir die Veränderung des Waldes.
Wir sehen Nebelschwaden und die Hütte von Hedvig taucht auf. Ein weiteres mal genießen wir ihre Gastfreundschaft. Sie warnt uns eine der Vanadisir sei nicht, was sie scheint und wir sollen die Vanadisir im Auge behalten. Sie geht davon aus, dass Eira wieder unter den Bann des Drachen geraten wird.
Bengt, Norvid und mir klappt die Kinnlade herunter, als Hedvig die Kette bei Sunna findet. Widerstrebend zeigt Sunna die Kette her. Der grüne Stein fängt an zu leuchten und schlägt Funken. Es sei eine alte Nachbildung des Brisingamen und hat einen großen, mächtigen Stein. Wir seien nicht in der Lage, dieses Artefakt zu nutzen, erklärt uns die Hexe. Man werde Jagd auf uns machen.
Die Schmiede dieser Kette sind Dvergar namens Sindri und Brokkr gewesen. Sie haben eine Schmiede in der Nähe. Wenn sie gefunden werden wollen, werden wir sie finden. Ich frage mich, woher sie wissen, wenn wir sie suchen? Sie sind früher im Schloss Gyllenkreutz ein und ausgegangen und fertigten dort sämtliche Schlösser und viele weitere Mechaniken.
Sindri sei ein Meister der Artefakte und Brokkr Erbauer der Schlösser und Türen. Na, die würde ich liebend gerne interviewen, was sie dort alles verbaut haben. Doch nicht nur dass, sie sollen Artefakte für Götter erschaffen haben, wie den berühmten Hammer Thors Mjölnir und viele mehr. Wie viele Jahre sie wohl auf dem Buckel haben?
Mit einem: „Es ist Zeit schlafen zu gehen.“ Verabschiedet Hedvig sich und wir begeben uns ebenfalls zu Bett. Sunna nimmt die Kette mit ins Bett, um sie vor Langfingern zu schützen. Sie träumt diese Nacht und erzählt uns am Morgen davon:
- von Priesterinnen und Priestern aus alter Zeit mit grünen Steinen um den Hals
- einer riesigen Gestalt (Geist des Berges? Riesen?) mit einem grünen Leuchten im Inneren
- einer riesigen Pforte in einem Tal vermutlich in Nordskandinavien, ein Licht erscheint, die Pforte aus einer anderen Welt öffnet sich und eine riesige Gestalt schreitet hindurch, die Riesin sei dagegen ein Winzling, es könnte sich um die Lappenpforte handeln, sie soll sich in Nordschweden unweit der Abisko-Mine befinden
Dank Hedvigs Zauber sind wir zu neuen Kräften gekommen. Sie warnt uns nochmals, das Schmuckstück besonders gut zu verbergen, denn die grünen Steine seien Teil eines Herzens und nicht nur Steine, sondern auch organisch. Zur Mittagszeit verlassen wir das Haus unserer neuen Freundin.
Wir sind überrascht, als wir bereits nach 30-minütigem Fußmarsch die Hügel von Alt-Uppsala erreichen. Mit Zug und Kutsche fahren wir heim. Von Franz-Johann Ekberg, unserem Kutscher erfahren wir, dass wir 6 Tage fort waren.
Es riecht nach Mittagessen, als Johanna uns eilig die Tür öffnet und dann zurück in die Küche flitzt. Ingrid ist anwesend und berichtet uns. Amanda sei auf dem Land bei Ihrer Großmutter, um sich zu erholen.
In der Nacht vor Valborg sei ihr ihre Großmutter erschienen. Sie sei sehr aufgeregt gewesen. Damit sie zur Ruhe käme, müssten wir Selma finden und sie bestatten. Es sei ihre Schuld, dass die sechsjährige starb.
Ingrid zeigt uns einen Steckbrief von sich. Prof. Bergström hat eine sehr hohe Belohnung für Hinweise auf ihren Aufenthaltsort ausgesetzt.
Neben dem Tagebuch ihrer Großmutter Emma Bäcklund, lag auf dem Dachboden auch das Buch Homo Ferus, das Buch, das Carl Linnaeus suchte. Die Reporterin erinnert sich:
Ihre Großmutter war mit der Baronin, der Gräfin und dem Professor befreundet, sie hätten sich nachher aber zerstritten. Nach 1830 hat ihre Großmutter die Gesellschaft verlassen und sie befürchtet, dass sie sich mit schwarzen Künsten abgegeben hatte. In Verbindung mit den dreien hätte ihre Großmutter immer wieder von zwei Dingen gesprochen: Der Tod der Balladen (das stand auf dem Spiegel im Ballsaal der Spiegelwelt) und Der Tanz der Träume. (Letzteres war der Titel des Schattentheaters) Wie passt das zusammen?
Ihre Großmutter mahnt zur Eile, das ermordete Kind zu bestatten. Jemand aus der Gesellschaft habe ihr damals eingeredet, dass das Kind ein Wechselbalg sei und sie habe dieser Person geglaubt und das Kind ermordet.
Ingrid glaubt, wenn der Myling und Emma nicht zur Ruhe kommen, würde Emma für etwas zur Rechenschaft gezogen, für das sie nichts kann. Wir kennen Emma als Geist „Die schwarze Dame“ und als Mahr in der Spiegelwelt.
Wir recherchieren:
- Mylinge sind Geister der von ihrer Mutter getöteten Kinder
- der Geist ist an die Leiche gebunden und erscheint im gleichen Alter des Todeszeitpunktes
- Mylinge wirken Magie, sie können verzaubern, verfluchen, sind sehr schnell und können durch ihr Wimmern Schaden zufügen
- sie können sich in riesige Vogelgestalt mit Rauchfedern und menschlichem Kopf verwandeln und fliegen, sind viel schneller als Menschen und können Schnabel und Krallen einsetzen
- sie suchen nach Gerechtigkeit: findet Ruhe nach Tod der Mutter oder eines Nachfahren, oder wenn das Verbrechen anderweitig gelöst und der Gerechtigkeit Genüge getan wurde
- der Geist kann auch zur Ruhe gebracht werden, indem die Leiche gefunden, dem Kind der Name eines anderen gegeben wird und die Gebeine auf heiligem Boden verbrannt werden
- die Person, die ihren Namen gegeben hat, muss diesen komplett aufgeben, und zwar rückwirkend, sonst wird der Myling zurückkehren und diese Person heimsuchen
Emmas Geist erscheint und deutet uns an, ihr zu folgen. Wir folgen ihr in den Keller. Nach einer Weile verlieren wir die Orientierung. Schließlich stehen wir vor einer Tür: Das Echozimmer.
Bengt drückt die Klinke und wir hören den bekannten, von Brokkr gebauten, Mechanismus. Die Tür öffnet sich und offenbart einen runden gemauerten Tunnel. Wir gehen hinein, hinter uns schließt sich die Tür und die Sturmlaterne erlischt. Auch das von Norvid betätigte Sturmfeuerzeug erlischt. Bengt geht voran. Eine Art Sternenlicht funkelt durch die Wand.
WER? Fragt eine tiefe, männliche Stimme. Sie wird lauter, als niemand antwortet. Ein heftiger Windstoß fegt uns durch den Tunnel. Norvid und Bengt stöhnen auf, als sie gegen eine Wand knallen. Wir sind vor der Tür gelandet, sie schließt sich.
Wir starten einen zweiten Versuch. Dieses Mal antworte ich beherzt Selma Bäcklund. Der Brunneneingang ist plötzlich zugemauert. Selma erscheint. Panisch feuert Bengt einen Schuss ab. Sie wimmert und kreischt Ihre Verzweiflung und ihr Hass dringen uns durch Mark und Bein. Ich sehe Selma, die mich erschreckt anstarrt, während ich ihr mit einem Messer die Kehle aufschneide und dann ihren leblosen Körper in den Armen halte. Diese Bilder werde ich niemals loswerden.
Nebel erscheint. Vor uns taucht die Gestalt des Mädchens auf. Sie blickt uns freudestrahlend an. Emma setzt sich das Kind auf den Schoß und zieht, ein Schlaflied singend, das Messer über die Kehle des Mädchens. Sie verscharrt das Kind dann im Brunnen.
Dann finden wir uns vor der Tür wieder. Abermals gehen wir hindurch, um nach Emma Bäcklund zu fragen. Die Präsenz scheint nun wütender zu sein als zuvor. Der Durchgang schließt sich wieder, nachdem ich Emmas Namen genannt habe. Emma, oder vielmehr ihr Geist erscheint. Sie seufzt und fragt, ob wir ihr helfen, etwas Finsteres, tief unter dem Schloss wird sonst erwachen. Wir müssen ihnen Frieden bringen und Selmas Gebeine finden. Wir müssen verhindern, dass der Myling sich an Ingrid rächt.
Als sie mit dem Professor befreundet war, erzählte er ihr von dem Tod der Balladen, er sagte sie würde den Tanz der Träume für Ihn aufführen, doch sie wusste nicht, was es bedeutet. Wenn wir den Teil von Ihr, der die Erinnerungen aufgesaugt hat, diesen Teil, der die Dunkelheit, all das Böse in sich trägt, die Mahr, vernichten, dann könne der Geist ihrer hellen Seite die Erinnerungen wiedererlangen. Dies kann allerdings erst nachdem Selmas zur Ruhe gefunden hat passieren. Doch der dunkle Teil sei kurz davor aus der Spiegelwelt auszubrechen und dann würde der Tod der Balladen in Gang gesetzt.
Emma war mit dem „Pfarrer“ befreundet, der ihr riet, Selmas Überreste zu bergen und Ihren Körper in ein gesegnetes und mit ein paar Tropfen Muttermilch getränktes Tuch wickeln und beerdigen. Doch sie konnte ihren Plan nicht zu Ende bringen, da sie verraten wurde. Wir hören noch ein leises “helft mir” und wir stehen wieder vor der Tür, nein an der Stelle, an der sich die Tür befand, denn nun ist keine Tür mehr da.
In der Ferne hören wir die Ketten des Kellerwächters. Wir wollen dem Troll nicht begegnen und finden zum Glück den Aufgang ins Erdgeschoss und gehen hoch in unsere Schlafzimmer.
Sunna und Bengt berichten am nächsten Morgen, sie hatten beim Aufwachen die Illusion sich in einer feuchten Zelle zu befinden.



