Flucht aus Nethosak

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Es ist der Abend des 15.08.370ac (Tag 444 auf der Mondstandtabelle). Nachdem der Attentäter entkommen war, besprechen wir uns über das weitere Vorgehen, als wir Bericht erhalten, dass eine Galeere vor einigen Stunden in den Hafen eingelaufen ist, welche sehr beschädigt sein soll und dessen Beschreibung auf das Schiff passt, welches uns in der Bucht von Caergoth aufgebracht hatte. Gemeinsam begeben wir uns in den Hafen. Angrim geht sogar im Schutz der Dunkelheit an Bord und findet die Galeere wirklich verlassen vor. Als er die Kajüten aufbricht, findet er Hinweise auf eine Zeboimpriesterin, die an Bord gewesen sein muss. Damit steht für uns fest, dass dies das gesuchte Schiff ist. Seltsamerweise ist von der Mannschaft niemand dort.
Auf unserem Rückweg werden wir von drei Minotauriern überfallen, die von uns unseren elfischen Begleiter fordern, um ihn dem Imperator zu verkaufen. Als sie Gewalt anwenden, töten wir sie.
Wir kehren zum Lager unsrer Gastgeber zurück und sprechen mit dem Cousin des Kapitäns, berichten ihm von dem Eintreffen des Schiffes. Wie allerdings in allen Gesprächen zuvor, erhalten wir keine nützlichen Informationen. Man will sich am nächsten Morgen darum kümmern. Einzig zu dem Überfall sagt er uns, dass der Imperator zur Zeit alle Elfen, derer er habhaft werden kann, aufkauft. Dies mag mit der geplanten Reise des Imperators nach Kern zusammenhängen. Vielleicht benötigt er bei seinen Verhandlungen mit den Ogern einige „Gastgeschenke“.
Wir beschließen, die Geschicke selbst in die Hand zu nehmen und gehen zum Tempelplatz. Dort beobachten wir das verdächtige Haus, in dem damals die Priesterin Nefara verschwunden war. Als wir eintreffen, wirkt das Haus verlassen und ist nicht bewacht. Andogrim schlägt einen Bogen um den Platz und macht sich von rückwärtig einen Eindruck, aber auch dort ist nicht zu erkennen, dass jemand in dem Haus ist.
Nach kurzer Besprechung beschließen wir, dass Angrimm sich noch den Zeboimtempel am Platz näher beschauen soll. Als er nach einer knappen Stunde noch nicht zurück ist, folgen wir ihm. In einem Zuweg zur Tempelrückseite liegt unser Freund schwer verletzt auf der Straße. Nur ein göttliches Wunder, gewirkt durch unseren E’lipriester kann sein Leben retten. Nachdem er sich ein wenig gesammelt hat, erzählt uns Andogrim von minotaurischen Dieben, die er beim verlassen des Zeboimtempels beobachtet hatte. Vier Stück waren es, und alle hatten sie nur noch ein oder gar kein Horn mehr – Ausgestoßene halt. Einer von ihnen Trug einen größeren Sack bei sich, in dem vermutlich etwas war, was sie aus dem Tempel entwendet hatten. Bei der Verfolgung der Minotaurier wurde Andogrim allerdings entdeckt und niedergestochen.
Nach kurzer Diskussion beschließen wir, den Spuren der Minotaurier zu folgen. Diese führen uns durch die Stadt zum äußersten Stadtrand, zu einem allein stehenden Haus. Als sich Andogrim vorsichtig dem Haus nähert, wird er wieder angegriffen. Diesmal können wir ihm aber zur Seite stehen. In einem kurzen Gefecht töten wir einen der beiden Wächter und einen Minotaurus im Inneren des Hauses. Einer der Wächter kann fliehen, und von dem vierten im Bunde fehlt jegliche Spur. Die Hütte ist schnell durchsucht – ohne Ergebnis. Jedoch tauchen recht bald einige der Nachbarn auf. Dies ist der Moment, an dem wir beschließen, das Weite zu suchen.
Zurück im Lager besprechen wir uns mit Decker Veldron. Rahn ist der Meinung, noch in der Nacht Mithas zu verlassen, da es gut sein kann, dass uns am nächsten Tag wegen der Toten erhebliches Ungemach droht. Gemeinsam besprechen wir einen Plan, wie wir an Bord unserer Kogge gelangen. Details möchte ich hier nicht erwähnen, aber elementare Teile des Planes erforderten Heimlichkeit. Irgendwie war dies nicht bis zu Angrim Thorwallen durchgedrungen, so dass er im Hafen mit vollem Stechgeschirr auf die Wachen zu stürmte. Schon bald waren zahlreiche Minotaurier auf unserer Fährte. Dennoch gelang es, die Kogge zu Wasser zu bringen und ohne Tote abzulegen. Gegen vier Uhr stachen wir mit der Flut in See. Habbakuk war uns gewogen, denn es wehte eine steife Brise aus Richtung Osten. Eine Hand voll Galeeren folgten uns schon bald, konnten die Kogge, vom Wind getrieben, allerdings nicht mehr einholen.
Am 01.09.370ac erreichen wir eine kleine Stadt an der Ostküste Nordmaars.

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Über thd

1984 DSA 1 zum Geburtstag gewünscht und wider Erwarten die Basis-Box bekommen. Nachdem ich Silvana drei mal befreit hatte, merkte ich, dass ich Mitspieler brauchte, um mit der Box weiter etwas anfangen zu können. Glücklicherweise sah ein Freund aus der Nachbarschaft die Bücher bei mir herum liegen und meinte, sie würden in einer Runde etwas ähnliches Spielen, ob ich nicht Lust hätte, mitzumachen. Klar hatte ich das, und so bin ich mit Dungeons & Dragons angefangen. Zahlreiche Runden, Systeme und eine Vereinsgründung später, findet sich auf THORNET ein ziemlich großer Ausschnitt meiner Rollenspielerlaufbahn.

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