Der König in Rot 8 – Eine magische Falle

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Montag, der 9. Tag des VII. Monats im Jahre 888 nG – Hier unten im Glanze des roten Lichts wollte keiner bleiben. Also wurde unter einigen Anstrengungen der Leichnam von Joran Keller aus der Ruine geborgen, damit er draußen auf der Lichtung ein ordentliches Grab bekommen konnte. Jedoch wartete oben am aufgesprengten Eingang bereits die nächste kleine Überraschung.

Klein im wahrsten Sinne des Wortes. Über die Lichtung hinweg machte ein Zwerg unvermittelt auf sich aufmerksam. Melina legte sicherheitshalber die Flinte auf ihn an, denn Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste. Der Herr Zwerg nahm die Arme hoch und war anscheinend allein. Offenbar hatte er keine bösen Absichten und so gewährten wir ihm Zugang zu unserem Lager. Mit Drumin stellte er sich vor. Er war entsandt worden von Gundrun Eisenkrämer aus Kreutzing um eine Mine zu inspizieren in der seltsame Dinge vor sich gingen. Auf dem Weg war ihm aber allerlei Unheil widerfahren und so kam es, dass er schon seit ein paar Tagen im Wald herum irrte und froh war andere Leute zu treffen, die ihm vielleicht aus der Patsche helfen könnten. Da Wilbur, Melina und Krätze auch nicht gerade den frischesten Eindruck machten, beschloss man folgenden Handel. Gemeinsam würden wir hier die Nacht verbringen und unsere Wunden lecken. Sobald wir wieder einigermaßen einsatzbereit waren, würden wir mit Drumin gemeinsam nochmal in die Katakombe vorstoßen und versuchen das magische Artefakt zu bergen, sofern möglich. Dafür sagten wir dem Zwergen zu bei seinem Minenproblem zu helfen.

Mittwoch, der 11. Tag des VII. Monats im Jahre 888 nG – Am Dienstag wurde Joran Keller im Wald begraben. Niemand der Anwesenden hatte Erfahrungen mit Grabreden und so verabschiedete sich jeder auf seine Weise vom viel zu ehrlichen Joran. Mit dem ersten Licht des Mittwochs drang man wieder in das alte Gemäuer ein. Zunächst untersuchte Wilbur einen weiteren Abgang der vorher noch nicht inspiziert wurde. Er fand dort ein seltsame blutiges Fleischgewebe, dass sich ab und an seltsam bewegte. Aus Sorge das aus dieser Masse etwas schlüpfen könnte, versuchte Melina es so gut irgend möglich zu verbrennen. Im Raum mit der roten Glashalbkugel entschieden wir uns für den Weg an den wachenden Skelettkriegern vorbei. Melina schlich zuerst hinein und wie erwartet reagierten die Skelette. Sie konnten das Wechselbalg aber nicht ausmachen und so kam Melina unbehelligt in einen kleinen verspiegelten Raum, der direkt unterhalb der Glaskuppel war. Dort drin befand sich eine schwebende goldene Schale und drei rot leuchtende Glassplitter. Wir konnten sogar durch das Glas hindurch kommunizieren aber Krätze reichten die Informationen nicht und beschloss sich das ganze selber anzusehen. Mit etwas magischer Vorbereitung huschte auch er an den Skeletten vorbei und kam unten an. Als er die Glassplitter sah erinnerte er sich an die Legende der Chaosscherben, von der Caribdus ihm in einer seiner Lehrstunden erzählt hatte. Wenn das wirklich zutraf, dann war das der Jackpot. Sicherheitshalber wirkte der Goblin einen Zauber um sich die magischen Muster genauer anzusehen. Sofort war klar, dass was vor ihm lag eine sorgfältig vorbereite Falle war. Und der Auslöser schienen die Scherben zu sein. Schell huschten Melina und Krätze zurück zu Wilbur und Drumin.

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