Verschwundene Botschafter 5 – Großmütterchen und die Eindringlinge

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Liebes Tagebuch,

 

wir waren wieder ein Mal in Beliard angekommen. Nach einer Stärkung im Gasthaus reisten wir direkt weiter. Dieses Mal auf der anderen Seite des Flusses Deserin.

Nach einiger Zeit ruhiger Reise sahen wir eine kleine Festung mit Hafen am Ufer des Flusses. Das Banner an den Mauern zeigte einen blauen Handschuh auf weißem Grund. Die Wache am Eingang war uns freundlich gesinnt. Er meinte, dass die Festung zum Schutz der Flusshändler errichtet worden sei und die „Garde zum Schutz der Flusshändler“ das Gewässer in Frieden wahren wollen. Die Wache beschrieb uns auch den Weg zu dem Kloster in einer Felssenke, welches von Mönchen bewohnt wurden, die goldene Masken trugen. Die Mönche sollen nur unter sich seien und nur selten Kontakt zur Außenwelt haben. Eine gute Erklärung warum ich von diesem Orden mit goldenen Masken noch nichts in den Bibliotheken gelesen habe…

 

Das Kloster verbarg sich wirklich in einer kleines Felssenke die man nur durch einen beschwerlichen und engen Weg durch einen Canyon erreichen konnte.

Wir klopften an der Hauptpforte und durch einen Türspion sprach eine Person verhüllt mit goldener Maske zu uns. Die Frau wollte uns keine Informationen zu einem Kampf von Grottenschraten und Menschen, ihren Orden, einer verschwundenen Delegation, ihrer verstorbenen Ordensschwester oder sonstigem geben. Sie war aber sehr erpicht darauf die goldene Maske, jene die wir der Toten wegnahmen, zurückzubekommen. Wir mussten umdenken, zogen uns zurück und ließen in der Nacht Lia Lia-Sachen tun. Sie spionierte ein wenig, konnte aber nichts Interessantes finden.

Jens, Falben und ich wollten uns auch ein Bild vom Inneren des Kosters machen. Lia öffnete uns das Gartentor und wir spazierten leise in den Garten. Die Steinstatuen erwachten zum Leben und verteidigten sich gegen uns Eindringlinge. Doch leider vergebens. Ein paar Augenblicke später waren alle Gargoyles in Bauschutt verwandelt worden und wir gingen in das Gebäude hinein. Wir betraten einen kleinen Raum in dem ein paar Eimer lagerten. Ziemlich unspektakulär. Der nächste Raum war ebenfalls klein und ein etwas ältere Frau saß dort allein herum. Sie hatte eine Augenbinde um und griff uns direkt an. Die Frau war extrem flink und hämmerte mit ihren bloßen Fäusten enorme Dellen in Jens‘ Rüstung. Obwohl sie wohl doppelt, wenn nicht sogar drei Mal so alt war wie unser guter Reibmann, war sie doch um mindestens das gleiche schneller als er. Sie schnellte wie ein Hermelin im Jens herum und prügelte ihn ihre Fäuste immer wieder rein bis er schließlich vor Schmerz zu Boden sank. Es war einfach zu eng in diesem Raum. Wir standen uns gegenseitig im Weg und hinderten uns so an unserer Verteidigung. Wir hatten ordentlich zu tun die alte Dame zu Fall zu bringen. Und das war nicht genug. Es kamen noch andere Mönche in den Raum und setzten uns ebenfalls zu. Wir zwangen Jens schnell einen Heiltrank rein und zogen uns zurück, sehr weit zurück. In Rotlerche mussten wir zu Kräften kommen und Jens seine Rüstung reparieren lassen…

 

Und nun muss ich mich von dir verabschieden liebes Tagebuch, die Pflicht ruft, der Makel den die alte Frau an uns hinterließ muss ausgebügelt werden

Bis bald,

dein Leoran

 

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