Verschwundene Botschafter 4 – Eine Spur näher

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Liebes Tagebuch,

 

nach einigen Strapazen sind wir in Beliard angekommen und sind sogleich ins Gasthaus „Zum Wachsamen Ritter“ abgestiegen. Die Schenke war gut besucht und wir nutzten die Gelegenheit, um mehr über die verschwundene Delegation zu erfahren. Wir teilten uns auf und sprachen mit einigen Gästen der Schenke. Während Lia, Jens und Falben zwar erfolgreich Kontakte knüpften, blieb ein guter Hinweis leider aus. Lediglich der Tytrianer mit dem ich sprach, sagte, dass der Vogt von Beliard, Pond Hallhund, wohl mehr Informationen zu der Gruppe von Delegierten habe.

Wir warteten auf den besagten Mann in der Schenke und hatten Glück. Er kam pünktlich zur siebten Stunde nach dem höchsten Stand der Sonne, um sein allabendliches Bier zu genießen. Als wir den Vogt auf die Diplomaten ansprachen, rief er einen besoffenen Mann zu sich, welcher einen verwirrten Eindruck machte, aber dennoch lallend erzählte, dass die Vogelmenschen beim Turm bei Rotlerche vor einem Monat gesichtet wurden. Sie sollen den Reisenden gegenüber freundlich gesinnt gewesen sein. Die Diplomaten hingegen vor drei Tagen gesichtet wurden, an einem Ort an dem die Vögel in die entgegengesetzte Richtung flogen. Der Mann war wirklich sehr betrunken, mit jeglichem Verlust für die Realität, so schien es mir, oder er wollte einfach mit uns in Rätseln sprechen…

Am nächsten Morgen brachen wir nach dem Frühstück gen Süden auf. Die Straße zeigte deutliche Hinweise für ständigen Verkehr. Nach einigen Stunden erblickten wir Aasvögel am Himmel. Sie zogen ihre Kreise ein wenig westlich vom Weg. So verließen wir die Straße und machten uns jenseits der Wege auf zu den unheilverkündenden Vögeln. Wir fanden schließlich nach einer Weile ein Schlachtfeld vor. Der Kampf tobte schon seit einigen Tagen nicht mehr. Die vielen Leichen stanken, waren schon von Maden, Vögeln und sonstigen Getier angefressen worden. Unter den Leichen waren sowohl Menschen, als auch Grottenschrate. Die Menschen hatten eine Rote Axt als Siegel auf ihren Gewändern, Rüstungen und Bannern. Das Wappen der Mirabaner.

Neben den ganzen Leichen die unter dem freien Himmel verwesten, gab es auch zwei Grabhügel. In dem größeren von den beiden wurde wohl ein Grottenschrat beerdig. Die Rüstung die auf dem Steingrab lag, zeigte ein verschmutztes Dreieck oder ein dreieckiges Symbol. Das kleinere Grab wurde für eine Mönchsfrau hergerichtet. Auf ihrem Grab lag eine komische goldene Maske. Ich steckte die Maske in meinen Beutel. Vielleicht brauchen wir diese Maske irgendwann noch mal…

Die Spuren der Schlacht legten sich zum Ufer des Flusses. Wir folgten den breiten Strom gen Süden. Am Rande der Berge fanden wir eine Festung vor. Ein Kloster das die Gipfelhalle genannt wurde. Die religiösen Fanatiker huldigen dem Gerechtigkeitsgott Tyr. Sie gaben uns eine Unterkunft für die Nacht und erzählten uns von Menschen die goldene Masken trugen wie jene die wir gefunden hatten. Sie sollten in einer Abtei am Fluss leben, zwischen der Gipfelhalle und Rotlerche.

Nachdem wir genächtigt hatten, machten wir uns auf dem weg. Wir wollten westlich des Gebirges an der Gipfelhalle vorbei. Ein gefährlicher Weg, aber wir waren inzwischen so kampferprobt, dass es für uns eigentlich keine Herausforderung darstellen sollte. Dachten wir. Die Grottenschrate die uns überfielen, machten es uns nicht leicht. Jens brach sogar im Kampf zusammen und ich musste all meine magischen Fähigkeiten entfesseln um die mächtigsten Grottenschrate die wie je gesehen habe zurückzuschlagen. Nach diesem spektakulären Kampf den die Geschichtsschreiber leider verpassten, mussten wir erst einmal eine Rast einlegen, um wieder zu Kräften zu kommen, um dann weiter nach Beliard zu reisen…

 

Und nun muss ich mich von dir verabschieden liebes Tagebuch, die Pflicht ruft,

Bis bald,

dein Leoran

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