Gesetz der Notwendigkeit 2 – Die Grube

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17.04.22 – Unsere kleine Expedition rüstet sich. Ganderald informiert uns über Dinge, die sie zu wissen glauben: Das gesamte Gebiet ist mit unterirdischen Höhlen und Gängen durchzogen. Distelfeste ist auf den Ruinen einer alten Gesellschaft / Zivilisation errichtet. Bereits die Jezorai siedelten auf diesen Ruinen. Das Grabmal, welches wir im Auftrag des Ordens untersuchten war das von Hurion Lo-Apaks. Unterhalb der Stadt wird eine magische Kraftquelle vermutet. Eine Kraftquelle, die das Interesse des Ordens weckt. Die Kreaturen, welche aus der Tiefe an die Oberfläche stiegen und Tod und Zerstörung mit sich brachten, könnten Überbleibsel der Jezorai sein. Der Ort, an den wir gelangen wollen, ist soweit man sagen kann unerforscht.

Wir brechen auf und steigen hinab. Der Aufstieg aus der Tiefe von gut 100 Schritt könnte uns zum Verhängnis werden. Er ist entweder enorm kräftezehrend und beschwerlich oder, wenn wir uns heraufziehen lassen, dauert es entsprechend lang bis alle den Himmel wieder sehen. Sollten wir fliehen müssen…

Ianoscho und ich gehen voran. Der Grund ist nicht zu sehen. Nach gut 60 Metern gibt es keine Wand mehr, an der wir hinabsteigen könnten. Nach Unten nur noch Schwärze. Der Geruch, der hier vorherrscht ist unerwartet – frisch, moosig. Wir erreichen den Grund. Oder besser gesagt, nun stehen wir auf den Trümmern der hinabgestürzten Häuser. In der gewaltigen Höhle, jenseits des Trümmerhaufens, herrscht Finsternis. Hier riecht es jetzt modrig, leicht nach Verwesung. Hier unten dürfte so manche Seele verloren gegangen sein. Nachdem Ianoscho und ich uns aus den Gurten gelöst haben, warten wir darauf, dass der Rest unserer Expedition zu uns aufschließt. Soweit wir das beobachten können, hat Temedo leichte Probleme beim Abstieg. Tribor jedoch stürzt. Noch bevor die Sicherungsseile greifen schwebt unser Ordens-Magier. „Die Vier“ sind nun wieder vereint. Es fehlen noch 2 Magier. Mit Ganderald und dem alten Furian sind wir nun vollzählig und beginnen behutsam, das Areal zu erkunden. Was nicht überraschend ist, überall liegen Leichen verstreut. Das Gute, es haben sich wohl keine großen Tiere / Kreaturen an Ihnen zu schaffen gemacht. Das lässt etwas hoffen. Nun wagen wir etwas Licht. Die Höhle misst etwa 400 Meter im Durchmesser. Überall Schutt und Geröll. Die Höhle hat eine seltsame „Aura“. Doch nichts deutet darauf hin, dass diese Höhle nicht natürlichen Ursprungs ist. Sie hat mehrere Abgänge die in Tunnel führen. Soweit ich das sagen kann, 2 im Süden der Höhle, jeweils 1 Abgang in West, Nord und Ost. Aus dem östlichen Gang kommt ein Rinnsal aus Wasser, der in die Abgänge nach Westen und Süd-Westen zu fließen scheint. Aus Norden vernehmen wir ein schabendes Schleifgeräusch. Irgendetwas kriecht dort. Ganderald wirkt etwas nervös. Der alte Furian bleibt derweil stets unauffällig im Hintergrund. Temedo will zunächst den Riss (Abgang) nach Osten untersuchen. Doch die Gruppe entscheidet sich für den Abgang nach Süden. Wir wollen sehen ob sich hier für uns ein möglicher Fluchtweg bietet – nur für den Fall, ….

Nach einigen Metern stoßen wir auf eine kleinere Höhle. Von hier gehen weitere Gänge ab. Ianoscho meint in dem Abgang noch Osten gesehen zu haben. Was war das? Ein Auge??? Wir wollen nicht ins Auge schauen. So kehren wir zurück in die Haupthöhle und erforschen nun den Gang süd-westlich. Es wird hier deutlich enger. Es gelingt uns jedoch den Engpass zu passieren. Wir kommen nun an einen großen dunklen See. Das Wasser ist ruhig. In der Ferne ein bleicher Leib im Wasser. Doch nicht leblos. Mehr ist für uns nicht zu erkennen. Tribor wirkt einen „Blick“ auf das Ganze. In der Ferne können wir ein leisen Gesang wahrnehmen. Tribor berichtet nun von der Korruption, welche über den See in die Ferne strömt. Haben wir hier die Quelle? Kurz durchschreiten wir das Wasser nach rechts um auf einen steinernen Strand zu gelangen. Auf diesem schreiten wir voran und dann weiter auf einer Felszunge, die in die Mitte des Sees zu führen scheint. Hier singt eine Frau. Das können wir jetzt genau hören. Am Ende der Felszunge stehen wir vor einer gewaltigen Kristallstruktur – schwarze Kristalle – eine ganze Insel – ein Plateau auf 2 Metern Höhe.Tribor will sich an die Insel binden. Während Tribor Dinge tut, die Magier so tun erscheint am, Ränder der Insel eine alte Barbaren-Frau. Sie selbst nennt sich Bayela und will wissen was wir hier wollen. Ja, Bayela klug! Bayela erklärt „Jezorai fort. Geflügelte Frau fort.“ Bayela gibt uns, den Ambriern, die Schuld am Tod von Land und Jezorai. Wir schwören Bayela zu gehen und nichts und niemandem von diesem Ort zu verraten. Denn all das hier ist nun Bayelas. Wir schwören es bei unserem Blute. Wie sehr sich ein jeder an seinen Schwur gebunden fühlt, vermag ich nicht zu sagen. Ich bin, was den Schwur anbelangt, mit mir im reinen.

Zurück in der Haupthöhle erinnert uns Temedo womit das alles hier begonnen hat. Anna-Dea. Ob wir sie hier in all den Trümmern finden können? Wie wahrscheinlich ist das? Trios muss uns gewogen sein. Unglaublich! Ich habe Sie gefunden. Natürlich ist sie tot. Wir beschauen uns den Leichnam. In Ihrem Geldbeutel neben ein paar Taler auch ein Schlüssel mit einem Sonnensymbol und eine goldene Permuttperle. Auch ein Schriftstück finden wir, welches Temedo vorliest. Es stammt von einer Elfin. Eine Warnung!

Freundin in Krieg und Trauer, dies ist das einzige Angebot, das du erhalten wirst. Verweigere dich und Weh-Klage allein. Akzeptiere und folge meiner Vertrauten. Wir treffen uns dort wo Tränen nicht vergebens fallen. Ich warte. Du wirst gebraucht. Teara-Teana

Während alle die Perle begutachten wird mir klar, ich kenne diesen Schlüssel. Es ist ein Schlüssel, der irgendeine Tür innerhalb eines Klosters schließt. Ich weiß zwar nicht genau welche Tür, doch wo sie zu suchen ist.

Temedo erkennt in der Perle ein Artefakt – einen Gedankenstein. Dieser dient der Kommunikation mit einem entsprechenden Gegenstück.

Aus dem Haar Anna-Das entnimmt Ianoscho eine Kette. Das Medaillon dazu finden wir unweit davon. Die Inschrift: „Für meine geliebte Tochter.“

Nun wagen wir es doch und erforschen den Gang nach Norden. Dieser ist nicht natürlichen Ursprungs. Ein verlassenes Lager. Nachdem wir den Gang noch etwas weiter erkundet haben, kehren wir schließlich um. Wir glauben, dass sich diese Gänge und Höhlen endlos erstrecken und wir hier Tage und Wochen zubringen könnten, ohne größere Entdeckungen zu machen.

Eines ist gewiss, Anna-Dea überlassen wir nicht diesem Abgrund.

In der Ferne zischelt es. Hier bewegen sich …. – etwas echsenartiges. Wir steigen wieder hinauf. Anna-Dea begleitet uns.

 

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