Sheannas Erzählungen

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Reisetagebuch Shéanna ay Mehtira ay Gedanahakan:

Kloster Urischalur – Phex 1023 BF

Es war das Frühjahr nach unserem wahnsinnigen Sieg über die Schergen Lystramons im Ehernen Schwert und der Rettung meiner Schwester Dhana vor dem Geist von Jadminka Eisherz.

Ich hatte Dhana zunächst in ihre Heimat Brandthusen begleitet, damit sie sich von ihren Strapazen erholen kann. Dort würde sich ihre Lehrmeisterin Jaminka, eine Hexe von der Schwesternschaft der Schönen der Nacht, sicher gut um sie kümmern. Angenehm war weniger das Wetter, wie immer bornisch-kalt, als dass auch Lyoscho noch vor Ort geblieben war, um sich gemeinsam mit dem Magier Alwin Wippflügler mit den Mysterien zu beschäftigen. In mir wuchs, wieder einmal stärker, der Wunsch, auch die Stute Rahjas als Mysterium in Händen zu halten. Was solch ein Schmuckstück wohl vollbringen konnte?

Ich plante Aldare Marnion im Kloster zu besuchen, um dort einen Blick in die Bibliothek zu werfen, wo wenn nicht dort konnte es Hinweise auf solche Wunderdinge geben? Mein Plan war ebenso, Soraya im Kloster Urischalur bei Karenow abzuholen und sie nach Pervin zu Mirhiban zu begleiten, auf dass sie dort weiter geläutert werden konnte. Ich kann nur beginnen, mir vorzustellen, was dieser erneute Übergriff des Bösen auf sie bei ihr ausgelöst haben musste, und sicher würde nur viel Geduld und wohlmeinende Zuwendung hier etwas bewirken können. Mir selbst, so bemerkte ich, fehlte hierfür die Geduld. Zu viel gab es zu sehen, zu viel zu bewegen.

Gesagt getan brach ich auf, mit dem Versprechen mich spätestens im Winter wieder in Pervin einzufinden, und kam dann auch nach Urischalur, wo Aldare ein erfreulich warmes Willkommen bereitete. Am Ende hatte ich mich, ähnlich wie Styrvake, doch in ihr getäuscht. Soraya hatte sich in der Zwischenzeit etwas stabilisiert, sicher auch weil man sie im Kloster als einen Gast nicht auf ihre Verfehlungen ansprach, sondern sie freundlich behütend aufgehoben hatte. Gleichsam zog es mich in die Keller, in denen ich mich auf die Suche, geleitet durch den älteren Abt, der mir bereits einmal geholfen hatte, den Weg zu sehen, nach Informationen zu den Mysterien machte. Interessanterweise stieß ich zuerst nicht auf die gewünschten Informationen, sondern ein Buch über Hexerei, das mir in dem Archiv falsch platziert schien. Faszinierend, diese Hexerei, und interessanterweise sehr nah an den Wundern, die auch Rahja-Geweihte beherrschen, nur wilder, befreiter. Ich verbrachte einen ganzen Tag damit, in einem der Bücher zu lesen und machte mir einige Mitschriften.

Zu den Mysterien fand ich direkt keine Texte, aber mit viel Geduld konnte ich einiges zwischen den Zeilen deuten. Es schien das diese Artefakte tatsächlich von dem im Bornland als Heiliger angesehenem Magier Urnislaw von Uspiaunen zu Zeiten Rohals des Weisen geschaffen worden waren. Sie waren aber nicht gildenmagischen Ursprungs, sondern bestanden aus Facetten alter vergessener Magie. Viele Magier verzweifelten an ihrer Entschlüsselung. Dieser Urnislaw muss ein Meister alter Zauberei gewesen sein. Warum sie genau geschaffen worden sind blieb unklar, es schien aber mit dem Erwachen des Bornlandes zu tun zu haben. Allerdings konnte ich aus mehreren Quellen herauslesen, dass er in seinem alten Anwesen Hinweise auf die Aufenthaltsorte platziert hatte. Dieses Anwesen jedoch war, wie ich später erfuhr, wie ein Mythos. Man nahm an es sei in den Rotaugensümpfen verschollen. Noch heute gibt es Schatzjäger die versuchen, das legendäre Anwesen des Urnislaw von Uspiaunen in den Rotaugensümpfen zu finden. Der einzig brauchbare Hinweis war ein Querverweis auf Wjassuula, die vor 800 Jahren von Theaterrittern zerstörte Hauptstadt des Goblinreiches.

Aldare konnte mir auch noch mit anderen Informationen weiterhelfen. Zum Beispiel zum Verbleib von Reto von Sturmfels. Sehr interessant, sicher auch für die anderen. Nachdem Aldare mit Reto und den anderen Bannstrahlern die Bernsteinkarawane verlassen hatte, zogen sie direkt in Richtung des Klosters Urischalur. Während Aldare und die anderen in Persanzig übernachteten, schlich sich Reto davon. Auch die anderen Bannstrahler waren sichtlich nervös, sie erinnerten sich noch gut an Styrvakes Worte bezüglich Reto… was hatte mein Cousin ihnen nur erzählt?

Am nächsten Morgen zogen sie weiter über Karenow, doch Reto tauchte nicht mehr auf. Ein Jäger berichtete wie ein Mann, die Beschreibung passte auf ihn, des Nachts zur Wolfskopffeste unterwegs war. Aldare schickte die beiden Bannstrahler auf die Suche und sie fanden die Leiche von Reto von Sturmfels ganz in der Nähe der Wolfskopffeste im Sumpf, der Körper sah aus wie eine alte vertrocknete Leiche. Zwei weitere frische Leichen von Firnelfen waren ebenfalls dort, erst am Vortag vermutlich durch Zauberei getötet. Zusätzlich fanden sich Spuren von einem dritten Firnelfen, der nicht mehr aufzufinden war. Aldare beschloss keine Nachforschungen auf der Burg des Barons von Karenow zu veranlassen, das erschien ihr vorerst zu gefährlich.

Pervin – Peraine 1023 BF

So langsam wollte ich mich nun mit dem Frühjahr auf machen Richtung Pervin, um dort Soraya Mirhiban zu überlassen. Auf dem Weg kam mir der Gedanke, die Aufzeichnungen über die Hexenzauber anzusehen. In Gedanken begann ich einen der Sprüche vor mich hin zu murmeln, und, sehr sonderbar, anders als das göttliche Wirken, was eher eine durch das Herz gehende Angelegenheit schien, kribbelte es plötzlich in meinen Händen und Füßen. Es passierte freilich nichts, denn bestimmte Ingredienzien, die benötigt wurden, hatte ich nicht in die Hand genommen. Dennoch, mir fiel es auf und ich fragte mich, ob es jedem so gehen würde, der die Zauberreime so aufsagte. Mir fiel am gleichen Abend noch auf, dass sich plötzlich mehrere wilde Katzen in der Nähe befunden haben mussten, denn es kam zu wilden Gefauche – viel gedacht habe ich mir dabei nicht. Dass es eine Reaktion auf meine „Hexerei“ hatte sein können, fiel mir zu diesem Zeitpunkt nicht ein.

In Pervin angekommen berichtete ich Mirhiban alles von der letzten Reise. Ich ließ Soraya bei ihr und bat, Sulva treffen zu können, die nicht überrascht schien, als ich ihr gegenüber trat. Im Gegenteil, sie behauptete sogar, gewusst zu haben, dass ich mich melden würde. Sie bot mir an, eine Reise zu machen, die bestimmen würde, aus welchem „Hexenholz“ ich geschnitzt sei und mir diese und jene relevante Region anzusehen. Da ich wirklich neugierig war, willigte ich ein.

Pilgerreise – Ingerimm 1023 BF bis Travia 1024 BF

So reisten wir hierhin und dahin, besuchten Hexenplätze, Tanzgründe, Schreine und Kultstätten und ich lernte viele Persönlichkeiten wie Zelda von Ilmenstein, die wohl einflussreichste bornländische Hexe kennen. Zuletzt sah ich auch die ehemaligen Gefährtinnen von Glorana um Alvinia wieder, die nun ihren eigenen Zirkel hatten. Xerinn, die Vorsteherin des Hexenzirkels vom Rorwhed begrüßte mich wie eine alte Freundin und war ganz aufgeregt, dass ich mich für Hexerei interessieren könnte. Sie stellte mir mit Sulva zusammen viele verschiedene hexische Ausrichtungen, die Schwesternschaften, vor und obwohl ich die Weisheit schätzte, hielt ich mich doch nicht für jemanden, der mit einer Schlange als Haustier auskommen könnte. Intuitiv fühlte ich mich zu den Katzen hingezogen, so geschah es dann, dass ich in die Schwesternschaft der Schönen der Nacht und in den Zirkel von Rhorwed aufgenommen wurde. Freilich versicherte mir Sulva, aus eigener Erfahrung, dass dies keinesfalls meinem Rahja-Glauben im Wege stehen würde, gleichwohl natürlich ungewöhnlich war.

Von Xerinn, Alvinia und den anderen Hexen des Zirkels erfuhr ich einiges über Glorana, die sich auch früher schon für eine Auserwählte hielt, sie war nie zufrieden, ihr Ehrgeiz war furchteinflössend. Durch ihre Einflüsterungen, das beherrscht sie meisterlich, zog sie den Zirkel der Schwarzen Kröte, den sie anführte, durch die Beschwörung eines mächtigen Dämons, den sie letztendlich doch nicht kontrollieren konnte, in den Abgrund. Der Zirkel wurde von Praioten vernichtet, die wenigen Überlebenden wie Alvinia, Gloranas ehemalige Lieblingsschülerin, und Xerinn gründeten den Hexenzirkel vom Rorwhed und Glorana schloss sich, zerfressen von Machtgier, dem Dämonenmeister Borborad an. Ihre Hexenkräfte sind meisterlich zu nennen, heute vermutlich durch den Nagrachpakt gefährlicher denn je.

Pervin – Boron bis Hesinde 1024 BF

Gut gelaunt ob meiner neuen Bestimmung und voller Tatendrang reiste ich wieder gen Pervin, um dort über alles Geschehene reflektieren zu können. Den Winter über verbrachte ich mit Exerzitien, und obwohl dies in der Regel gut gelang, hatte ich mehr als einmal das Gefühl, dass eine störende Präsenz meine Aufmerksamkeit störte. Im Rahmen der bereits fortgeschrittenen Exerzitien geschah es dann, dass ich erneut das starke Gefühl hatte, abgelenkt und beobachtet zu werden, dass meine Übungen nicht zielführend waren, sondern auf andere Pfade abgelenkt wurden.

Die Gedanken lenkten mich von dem sicheren Ort der Meditation und Einkehr auf einen dunklen Pfad durch einen Wald, der sich in eine Sumpflandschaft ergab. Dort, auf einer leichten Anhöhe mit Resten von Mauern umgeben, fand ich Mengbillar vor, der mich in ein Gespräch zu verwickeln gesuchte. Ich bemühte mich, meinen Geist zu stärken, und mit der neuen Kraft der Hexen und der Rahja in einem sicheren Ort wie Pervin, so vermute ich, gelang es mir, ihn auf Abstand zu halten. Er gratulierte zu unserem Erfolg an der Nagrachquelle, auch wenn er klar machte, dass dies kein Hindernis für die Anhänger des Dunklen Herrn darstellen würde. Wir sollten unsere kleine Pause genießen, und uns sicher sein, dass weder jemand aus unserer Gruppe, noch deren Familien, besonders nicht meine Schwestern und ich, sicher vor dem Zorn Lystramons und des Schattenrates seien, wir wüssten ja bereits, dass diese hinter jedem Gesicht lauern könnten. Mengbillar prahlte weiter, schien aber frustriert, dass er nicht näher heranrücken konnte, trotzdem versuchte ich einen kleinen Vorstoß, als er sich erneut in einem Redeschwall ergab……

Ich drehte mich zufrieden um und ging den Weg zurück auf eine sonnige Oase voller Dattelpalmen und friedlich kauenden Kamelen zu und vertiefte mich erneut in die Meditation, nun sicherer als zuvor, dass das Böse keinen Halt mehr bekommen sollte.

Nach meiner Einkehr traf ich mich mit Mirhiban und Thesia von Ilmenstein sowie dem Grafen Wahnfried von Ask, die zu Besuch in Pervin waren, für einen erweiterten Bericht. Hier erfuhr ich auch davon, dass der Angriff auf Burg Bathor ein Desaster gewesen sein musste. Wir besprachen dies und das und Mirhiban schickte mich erneut auf eine Mission, die mich diesmal zur Amazonenkönigin Thesia Gilia von Kurkum führen sollte.

Graf Wahnfried von Ask hatte einen Großteil des Ordens der Jagd mobilisiert und viele Bronnjaren aus Sewerien für die Befreiung der Burg Bathor gewinnen können. Mit einem Heer von 200 Mann, Ritter, Geflügelte, Soldaten und Waffenknechte, sowie einem Dutzend Magier und Geweihter zog er nach Brandthusen. Baron Mikhail von Brandthusen schloss sich mit seinen Mannen dem Heerzug an und sie brachen unverzüglich auf.

Das Umland wirkte grausam entstellt und verwelkt und schlimmer, die Verteidiger waren vorbereitet. Der erste Sturmangriff war ein bestialisches Gemetzel, die daraufhin versuchte Belagerung scheiterte an der Versorgung und an brutalen nächtlichen Übergriffen der Bewohner der Burg. Der Eroberungsversuch wurde letztlich abgebrochen und es kehrten weit weniger als 100 Kämpen zurück, viele tapfere Männer und Frauen hatten ihr Leben gelassen.

Burg Bathor scheint von inzwischen unzähligen Vampiren und Dämonen, Beschwörern und Paktieren zu einem Bollwerk der Finsternis inmitten des Bornlandes geworden zu sein. Eine Eroberung scheint kaum möglich, dazu braucht es mehr Soldaten und vor allem stärkere klerikale und magische Unterstützung. Für den Moment begnügt man sich mit der weiträumigen Überwachung der Aktivitäten auf der Burg. Der Baron von Brandthusen und der Orden der Jagd zu Ask werben für einen stärkeren Heerzug, um eine Ausweitung der Finsternis von der Burg aus zu unterbinden. Aktuell scheint es allerdings keine Aktivitäten von Burg Bathor ausgehend zu geben.

Festum – Firun bis Tsa 1024 BF

Den Winter wollte ich vor meiner Reise in die Drachensteine zu den Amazonen in Festum verbringen. Für ein paar Monate die Bequemlichkeiten einer Metropole zu genießen, das hatte mir ein wenig gefehlt. Ich traf mich mit Lyoscho, der ebenfalls den Winter in der Stadt verbrachte und wir tauschten Neuigkeiten aus.

In der Stadt machte ich abends eine kleine Tour durch ein paar kleinere Gaststätten wie die Taverne Zum Bären oder die berühmten Zwei Masken im Hesindedorf, deren Besitzer und Kunden ich lieb gewonnen hatte und gab ein paar kleinere Auftritte. Nach meinem dritten Auftritt klatschte einer der Gäste besonders laut, wie ich bemerkte, als ich von meinem Instrument aufsah. Zu meiner Freude bemerkte ich, dass es Lindion war, den offensichtlich der Weg wieder in die Zivilisation geführt hatte. Mit einem angenehmen Kribbeln im Bauch verbrachten wir den Abend noch in dem Gasthaus und tranken das ein oder andere Glas Wein, bevor wir uns zurückzogen. Er war hoch erfreut, dass mich mein Weg zu den Amazonen führen würde, er wollte mich dorthin begleiten, was ich nicht als ganz unerfreulich empfand. Im Frühjahr brachen wir auch schon auf, der Weg führte uns also zu den Amazonen.

Drachensteine – Phex 1024 BF bis Efferd 1025 BF

Auf der Feste Yeshinna angekommen präsentierte ich mich der Amazonenkönigin Thesia Gilia von Kurkum und stellte, nicht ganz ohne einen Anflug von Eifersucht fest, dass sich auch Lindion und sie recht gut zu kennen schienen. Ich gab mir allerdings nicht die Blöße, dies zu kommentieren, ließ Lindion aber zunächst links liegen. Sollte er doch machen, wozu er lustig war. Die Amazonenkönigin war eine strahlende Persönlichkeit voller Kraft, Mut und Führungsstärke und wenn da diese alte Geschichte mit Lindion nicht im Raum gestanden hätte, so wären wir sicher Freundinnen geworden.

Aber ich hatte andere Dinge, die meine Aufmerksamkeit aktuell deutlich mehr in Anspruch nahmen. Nicht nur, dass der Kampfstil der Amazonen dem meines Ordens der Säbeltänzer deutlich ähnelte, ihn aber in kreativer und kunstvoller Weise erweiterte, nein, es gab auch eine Rahja-Geweihte, die den Amazonen angehörte, und die sich sehr schnell mit mir anfreundete und mir anbot, gemeinsam mit mir zu trainieren.

Ich willigte gern ein, denn Sharandra, so hieß sie, war nicht nur eine sehr angenehme Begleiterin, sehr ausgeglichen und zugewandt, sondern auch unglaublich zäh und gewandt. So bat ich um die Erlaubnis länger bleiben zu dürfen und verbrachte den Sommer mit den Amazonen, und führte auch einige kleinere Aufträge aus, was eine erfreulich gute Bindung vor Ort anbahnte.

Durch Sharandra lernte ich auch Ayla von Donnerbach, eine Amazone und gleichzeitig Hochgeweihte der Rondra hier in Yeshinna, kennen. Eine imponierende Frau, die mir zeigte dass sich die Lehren der Säbeltänzer in frühester Geschichte der Tulamidenlande aus den Lehren Rondras und Rahjas gemeinsam entwickelten. Sie weihte mich in Rondras Geheimnisse ein und so wurde mir die Ehre zuteil, zwei Liturgien aus dem Kanon Rondras zu erlernen.

Lindion suchte mehrfach den Kontakt, ahnte aber schon, dass der Segen der Rahja über unseren Köpfen schief hing, und bemühte sich, besonders galant zu sein. Ich wäre eine Lügnerin, wenn ich sagen würde, dass ich dies erneut mit der kalten Schulter hätte abweisen können, trotzdem  verschwand er nach wenigen Tagen wieder.

Rorwhed – Travia bis Boron 1025 BF

Nach einem herzlichen Abschied von den Amazonen fühlte ich mich nicht nur geistig sondern auch körperlich gestärkt und traf mich erneut mit Sulva, um die Hexen vom Rorwhed Zirkel erneut aufzusuchen und dort einige Fertigkeiten zu erlernen.

Zudem bereisten wir den Tempel der Rahja in Tiefhusen, dort wo lange Zeit das Levthansband aufbewahrt war, und noch einen weiteren wichtigen Kultort des Rorwhed, einen der Rahja heiligen Berggipfel. Interessanterweise war dieser auch der Ritualplatz des Hexenzirkels vom Rorwhed, dem auch ich nun angehörte.

Sulva betrachtete mich in der Zwischenzeit als schicksalhaft dazu auserkoren, mit ihr die kultischen Gegenstände Rahjas zu sichern und ich fand diese Rolle mit Hinblick auf die Mysterien auch passend.

XXX Informationen von Sulva zur Seestute und dem Rahjakelch XXX

Das letzte Jahr hatte also viele neue Wege aufgezeigt und eine spirituelle Richtungsweisung ergeben. Ich fühlte mich gestärkt für neue Aufgaben und war demnach weniger enttäuscht, als ich hätte sein können, als mich ein neuer Auftrag wieder in den Norden führte. Das musste wohl wirklich schicksalhaft sein, als Tulamidin im kalten Norden… trotzdem, ich freute mich darauf, meinen Cousin Styrvake wiederzusehen und vielleicht auch weitere Verwandtschaft.

Ach ja, das hätte ich fast vergessen: und allein reise ich auch nicht mehr. Nach meiner Weihe zur Hexe von den Schönen der Nacht, war es erforderlich, einen Vertrauten zu suchen. Ich erinnerte mich, dass meine Schwester zuletzt diese kleine Katze hatte, die dann plötzlich verschwunden war und fragte mich, woher ich denn einen passenden Vertrauten finden sollte. Alle lächelten nur wissend und meinten, das würde sich wohl schon ergeben.

Als wir den Gipfel des Rorwhed bereisten, kam ein junger Sonnenluchs auf mich zu. Er war sicherlich nicht vor diesem Sommer geboren worden, war allein unterwegs. Er ließ sich auch nicht abwimmeln, sondern wich ab diesem Tag nicht mehr von meiner Seite. Ich taufte ihn Shandra und beschloss, dass dies wohl das Auffinden meines Vertrauten gewesen sei. Seitdem sind wir zu zweit unterwegs und er gedeiht prächtig und wird jeden Tag stärker.

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