Bestehen & Vergänglichkeit III

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24. Rahja 1032 BF, Unweit der Schwarzen Eiche

Während das weiße Einhorn Feyadan beständig gegen die drohende Verderbnis ankämpft, berät sich die Gruppe über ihr weiteres Vorgehen. Larja und Rubinion stärken sich vor dem zu erwartenden Kampf, während Trevor und Flammbart eine Entscheidung im Armdrücken suchen – der Sieger darf an die vorderste Front. Entgegen aller Erwartungen gewinnt Trevor das Kräftemessen. Vermutlich ging es hier nicht mit rechten Dingen zu …

Auf dem Weg zur Schwarzen Eiche fällt der Gemeinschaft die zunehmend aggressiv wirkende und von dämonischen Mächten verseuchte Flora und Fauna auf. Bereits aus der Entfernung sieht man eine zähe schwarze Flüssigkeit von dem Baum triefen und ein Geruch von Schwefel umgibt sie.

Nachdem jeder seinen Posten bezogen hat – allmählich entwickelt die Gruppe eine Art Routine im Kampf – greifen alle gemeinschaftlich Arkhobal, den Baumdämonen, an. Sie werden dabei immer wieder von aus dem Boden hervorschießenden Ranken, Würgeschlingen und Asthieben des Baumes überrascht und davon abgehalten, dem eigentlichen Ziel Schaden zufügen zu können. Die zurückgeschlagenen Ranken lösen sich augenblicklich in die gleiche schwarze und schwefelhafte Substanz auf, die fortwährend von der Eiche trieft.

Noch bevor die Nahkämpfer in Reichweite des Baumes sind, breitet sich eine dichte Dornenhecke um ihn herum aus. Trevor ist der erste, dem es gelingt, einen Durchgang in diese hineinzuschlagen und noch bevor Flammbart mit seiner Axt ähnliches vollbringen kann, zerfällt auch die Hecke zu schwarzem Schlamm.

Mit letzter Kraft schlagen die Helden auf die Eiche ein. Doch es ist letztlich Erich, der den Dämonen mit einem gezielten Schuss bezwingen kann. Der Baum sackt in sich zusammen, während die Dunkelheit um ihn herum deutlich zunimmt. Ein schwarzer Schemen löst sich aus dem Stamm – nicht schon wieder …

Larja und Erich sind die einzigen, die noch eine weitere dunkle Gestalt erblicken, welche auf die andere zuschwebt. Larja versucht sich dazwischen zu stellen. Als der Schemen aus dem Baum jedoch durch sie hindurchschwebt, wird Larja zu Boden geworfen. Rubinion eilt ihr zur Hilfe, während der Rest nur zusehen kann, wie die beiden Gestalten zu einer werden. Asmodeus Zornbold hat ein weiteres Opfer zur Wiedererlangung seiner Kräfte gefunden. Und wie immer waren die Helden ihm unfreiwillig hierbei behilflich.

Wieder zurück am Wasserfall versucht die Gruppe notdürftig ihre Wunden zu verheilen. Feyadan erscheint auf einem Plateau und wirkt sichtbar weniger geschwächt, als noch zuvor. Gedanken der Dankbarkeit erscheinen in den Köpfen der Recken, bevor das Einhorn wieder verschwindet.

Auf dem Weg nach Andraquell erkundigt Trevor sich nach der erschienenen Gestalt aus dem Wald, die den anderen so vertraut zu sein scheint. Er erfährt in Kürze die Hintergründe zu Asmodeus und den Abenteuern, welche sie im Zusammenhang mit ihm bereits bestehen mussten.

Als sie etwa zwei Stunden vor Einbruch der Dämmerung das Dorf erreichen, wirkt es zunächst wie seit Jahren verlassen. Nur einen Augenblick später ist wieder das gewöhnliche Treiben auf den Straßen zu beobachten. Sind denn die Zeitanomalien immer noch nicht wieder verschwunden?

Am Dorfrand treffen die Gefährten auf Varena. Sie erfahren, dass man sie aufgrund ihrer Fähigkeiten, scheinbar Tiere mit ihrem Flötenspiel beeinflussen zu können, für eine Hexe hält und ihr vorwirft, für die eigenartigen Geschehnisse verantwortlich zu sein. Deshalb sei sie aus dem Dorf verbannt worden. Auch Larja sei ihnen nicht geheuer.

So macht sich ein Teil der Gruppe – die weniger skeptisch Beäugten – auf den Weg ins Dorf, um die Sache zu klären, während der Rest bei Varena bleibt.

Rubinion versucht Varenas Mutter Ifirgund davon zu überzeugen, dass sie ihre Tochter jenseits des Dorfes in Sicherheit bringen und sich darum kümmern würden, ihre magischen Fähigkeiten weiter ausbilden zu lassen.

Erich und Trevor gehen derweil in Havels Stube und berichten von ihrer erfolgreichen Mission und dass die Gefahr nun gebannt sei. Leider hätten es Gwendon und Namris jedoch nicht überlebt. Sie können Havel und einen Teil der Anwesenden auch davon überzeugen, dass Varena nicht für die Angelegenheiten der letzten Zeit verantwortlich sei.

Als die drei zusammen mit Ifirgund das Nachtlager der anderen erreichen, sehen sie eine vertraute Gestalt. Morwen hat sich scheinbar dazugesellt und die anderen nach den Geschehnissen der letzten Tage ausgefragt – wobei Larja penibel darauf bedacht war, nicht zu viele Details preiszugeben.

Da Morwen ebenfalls die Festspiele in Andrafall besuchen will und sie somit das gleiche Ziel haben, bietet sie den Reisenden eine Unterkunft in einer nahe gelegenen Höhle an. Auf die Frage, ob sie es noch vor den Namenlosen Tagen nach Andrafall schaffen würden, schaut Morwen sie verdutzt an. Sie seien sich schon darüber im Klaren, dass dies innerhalb von einem Tagesmarsch wohl kaum möglich sei. „Aber es ist doch erst der 24. Rahja“, entgegnet Varena. Morwen blickt noch fragender drein. Anschließend teilt sie der Gruppe mit, dass sie nochmal fünf Tage draufgeben sollen. Und nun war es an den anderen, verdutzt aus der Wäsche zu schauen.

30. Rahja 1032 BF, Nahe Andraquell

Am nächsten Tag machen sich alle auf den Weg zur Höhle. Währenddessen fallen Flammbart Schneisen niedergebrannter Bäume und Büsche auf. Als er Morwen darauf anspricht, teilt sie ihm mit, dass Höhlendrachen in der Nähe hausen. Die großen Drachen jedoch, die für diese Schneisen verantwortlich zeichnen, seien jedoch seit hunderten von Jahren nicht mehr gesichtet worden.

Die Höhle selbst wirkt recht groß und verwinkelt. Während Flammbart den typischen Geruch von Drachen und Schwefel wahrnimmt, berichtet Morwen noch von Goblins, die hier vermutlich einmal gehaust hätten. In der Nähe sei auch eine Orksippe gesichtet worden. Als dann noch der Name „Mhordochai“ fällt, wird Flammbart hellhörig und vergisst zwischenzeitlich seine anderen Sinne, die ihn vor Gefahren warnen.

Auf weitere Nachfragen stellt sich jedoch leider heraus, dass Morwen nicht viel darüber weiß. So zerschlagen sich die Hoffnungen, etwas Näheres über den Aufenthaltsort der Mhordochai oder gar Gruzak selbst in Erfahrung zu bringen.

Morwen nimmt nun selbst den auffälligen Geruch wahr und bittet die anderen zurückzubleiben, bis sie sich vergewissert habe, dass alles in Ordnung sei.

Die anderen bereiten unterdessen ihr Lager vor, bis sie ein rötliches Schimmern aus einem der Gänge bemerken. Das Leuchten wird rasch stärker und es machen sich auch erste Vibrationen und ein dumpfes Grollen bemerkbar.

Als zunächst große Nüstern und kurze Zeit später der gigantische Kopf eines Drachen ins Sichtfeld der anderen rücken, wagt Erich einen Sprung ins nahe und zudem eiskalte Wasser.

Larja verneigt sich schnell, während der Rest starr vor Angst ist und sich nicht traut, auch nur dem leisesten Anflug einer hektischen Bewegung nachzugeben.

„Mein Name ist Corticor. Seid versichert, dass ich euch nichts tun werde – vorerst …“, teilt der Drache ihnen mit.

„Können wir etwas für Euch tun?“, fragt Larja sichtlich eingeschüchtert.

„O ja, das könnt ihr. Und vermutlich wisst ihr auch schon wie. Ihr seid bereits meinem Bruder Tarkrandir begegnet.“

„Und wir sollen ihn befreien?“

„Das sollt ihr. Aber nehmt euch vor meinem anderen Bruder Lepitopir in Acht. Ich vermute, er wird euch nicht so wohlgesonnen sein, wie ich. Kümmert euch um mein Anliegen und ihr habt vor mir nichts zu befürchten. Als Zeichen des Vertrauens werde ich heute Nacht über euren Schlaf wachen. Ich rate euch jedoch, nicht noch tiefer in den Berg zu gehen.“

Ohne weitere Worte zu verlieren macht Corticor wieder kehrt und entschwindet in die Richtung, aus der er gekommen ist.

Kurze Zeit später taucht Morwen wieder auf und berichtet den anderen davon, dass sie frische Drachenspuren gefunden habe. Diese teilen ihr wiederum das gerade Geschehene mit. Sie rät, Arbogast oder Yehodan in dieser Angelegenheit zu befragen. Das klingt nach einem vernünftigen Vorschlag. Dennoch wächst das Misstrauen der Gruppe gegenüber Morwen. Welche Rolle spielt sie bei der ganzen Sache?

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