Von Schleiern und Eulen

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16.04.21Nach den Erzählungen des Floki, von Tribor aufgezeichnet
Es verspricht ein schöner Tag zu werden, ohne Regen und angenehm warm. Floki ist zusehends genesen auch wenn die Male der Wolfsbisse ihn noch deutlich zeichnen. Während der Rest der Gruppe aufbricht um Mal-Rogan zu stellen, bleibt er mit Edira zurück.  Auf einer Bank, die vor der Schenke steht, blickt er uns nach, wie wir im Wald eintauchen und verschwinden. Dabei bemerkt er einen Vogel der uns kreisend zu folgen scheint. Ein Vogel mit einer Spannweite von bestimmt zwei Schritt. Durch zu diesem Zeitpunkt mir noch nicht nachvollziehbaren Möglichkeiten schaffte es Floki einen Hexenblick auf den Vogel zu wirken und erkannte einen strahlendweißen Schatten, der ihn umgab.  Trotz dass Floki noch sichtlich erschöpft war, beschloss er uns nun zu folgen. Bei den Vorbereitungen dazu traf er in dem Schankraum auf Edira. Diese war von der Idee uns in dem Wald zu folgen wenig angetan, zumal sie von Tribor den Auftrag erhalten hatte, auf Floki aufzupassen. Aus dieser Verpflichtung oder was auch immer sie veranlasste diesen Auftrag gewissenhaft auszuführen, entschloss sie sich wohl oder übel Floki zu begleiten.  Auch Floki war wenig begeistert, dass Edira ihn begleitete und versuchte dies ihr durch eine ihm einzigartigen Art zu zeigen. Dennoch wich Edira ihm nicht von der Seite, selbst dann, als Floki elfengleich einen Weg durch den Sumpf suchte. Seine Methode hierzu war jedoch Lernen durch Fehler und er lernte viel. Als es so aussah, dass er kein Sumpfloch auslassen würde, gab Edira den entscheidenden Rat, so dass Beide doch noch heil und unversehrt, wenn auch Floki nicht mehr ganz trocken, auf dem Platz am Hexenhaus ankamen.
Am Opferplatz angekommen, spürten Beide die Präsenz des Ortes und es graute sie, vor allem Edira, die wieder darauf drängte, doch zum Dorf zurück zu kehren. Das Gefühl wurde auch nicht besser, als sie eine große Schleiereule auf einem Stumpf sitzen sahen, die sie offensichtlich beobachtet. Es war der Vogel, der uns gefolgt war.  Floki resigniert kurz und haderte. Sollte es vielleicht doch klüger sein umzukehren. Edira bestärkt ihm in diesen Ansinnen aber dann siegte doch Flokis Verantwortungsgefühl uns gegenüber und zum Leidwesen von Edira setzt Floki seinen Weg fort. Er schafft es eine Spur, die durch uns verursacht wurde, aufzunehmen, die in die Tannenschonung führt. Das unheilige Gefühl verstärkt sich mit jedem Schritt, die in die Schonung gemacht wird. Das Angstgefühl steigert sich mit jedem Meter und als dann Edira auch noch eine Schleimspur findet, verlassen beide doch wieder die Tannenschonung. Sie werden von der Eule erwartet. Nun insistiert Edira mit solch einer Entschlossenheit, dass Floki sich überreden lässt, doch zum Dorf zurück zu kehren.

16.04.21Aus den Erzählungen von Tribor
Nachdem wir das Dorf verlassen hatten erreichten wir die Tannenschonung am Hexenhaus. Wir spürten selbst am Tage deutliche eine unheilige Präsenz, die von dem Ort und dem Wald ausging. Dennoch betraten wir den Wald, der uns sogleich gefangen zu nehmen schien. Es war ein dichter Wald, Nebelschlieren und Geäst was uns die Sicht Nahm und kaum Sonnenlicht durchließ. Zudem spürte ich, wie wir durch den Ort korrumpiert wurden. Es war kein guter Platz um Mal-Rogan zu einem Kampf zu stellen. Hier hatte er alle Vorteile auf seiner Seite und wir mussten auch noch auf Floki verzichten. Zudem hatten wir den Eindruck, dass wir durch ein Portal geschritten waren. Nein, dass hier war nicht der Platz um sich mit einem Untoten zu messen. Als Ianoscho auch noch die Stiefelspuren von Mal-Rogan fand und die Gruppe ihnen folgen wollte, musste ich zum Wohle aller eingreifen.  Ich versuchte dies meinen Begleitern zu erklären aber diese waren meinen Ratschlägen nicht zugetan, so dass ich schon dabei war alleine meinen Rückweg anzutreten, als ich plötzlich von einem Tentakel ergriffen und über den Waldboden geschleift wurde und mich im Antlitz Auge im Auge vor einer riesigen Bestie mit einem verwesenden Hirschkopf wieder sah. Auf die eine oder andere Weise fühlte ich mich dennoch bestätigt, dass dies kein Ort für einen Kampf mit Mal-Rogan war.  Durch einen meisterlichen Schuss von Ianoscho, der die Bestie erhebliche verletzte und sie zur Flucht veranlasste, wurde ich gerettet. Auch wenn Herogai meine Aktion als Dumm bezeichnete gab mir dieser Vorfall recht und bis auf Herogai erkannten das nun auch alle. So taten wir nun das einzig richtige und verließen die Tannenschonung mit einem schmollenden Herogai. Auch wenn ich seinem Ansinnen Mal-Rogan zu vernichten durchaus zustimme, mache ich mir dennoch langsam Sorgen, welchen Preis er hierzu zu zahlen bereit ist.  Auch wir werden auf dem Platz von der Eule erwartet, die zahm zu seien scheint. Erst als sich Herogai mit gezogenem Stahl ihr nähert fliegt sie von dannen. Ob er an ihr seine Wut auslassen wollte?
Während des Rückweges machen wir uns Gedanken, wo wir für Mal-Rogan einen Hinterhalt legen können und wie.

Am Dorf eingetroffen, treffen wir auf Floki der wie ein ganzer Sumpf stinkt… Was hat er gemacht? Herogai hingegen stapft wortlos in den Schankraum und beginnt seinen Frust in Bier zu ertränken. Während dessen tauschen wir uns mit Floki aus. Ich bin sichtlich erstaunt über Edira. Sollte sie doch so etwas wie Courage besitzen? Ich bin angenehm überrascht.  In dem Gasthaus lassen wir den Tag Revue passieren und schmieden neue Pläne. Herogai ist immer noch sichtlich verstimmt und die Biere haben es nicht besser gemacht. So fallen einige böse Satze gegen mich, die zu einer anderen Zeit und an einem anderen Ort doch ernstliche Konsequenzen gefordert hätten. So aber gehe ich über diesem Hinweg und nehme ihn sogar in einem vier Augen Gespräch mit Edira in Schutz. Es sprach die verletzte Eitelkeit und sein selbst persönliches Versagen aus Herogai.  Nun gilt es aber Geschlossenheit in dem Kampf gegen Mal-Rogan zu zeigen.  Erst als wir einen erneuten Plan schmieden, der konkret wurde, hellt sich Herogais Gemüt wieder sichtlich auf und er fasst Zuversicht. Wir nehmen Brennan ins Vertrauen und er beschließt zur Sicherheit die Dörfler zentral unterzubringen. So warten wir auf die Nacht und was sie uns bringen wird.

In der Nacht meldet Edira eine Feuerbrunst in der Tannenschonung am Hexenplatz. Dieses Feuer breitet sich schnell aus, so dass wir erst befürchten es könnte das Dorf erreichen. Es wird Wasser positioniert um es im Notfall griffbereit zu haben, was jedoch unseren Plan mit Mal-Rogan doch erschweren würde, wollten wir ihn doch bei einer Begegnung in Brand setzten. Nach einiger Zeit erstirbt die Feuersbrunst jedoch und die Nacht verstreicht, ohne dass wir von Marogan heimgesucht wurden.

17.04.21
Nach dem Frühstück suchen wir auf Flokis Wunsch die Feuerstelle auf. Edira begleitet uns und wirft dabei Floki immer wieder Blicke zu, die jedoch wenig romantischer Natur zu sein scheinen.
Wir erreichen den Platz mit dem Hexenhaus und der Tannenschonung. Es riecht immer noch nach Feuer, Baumstümpfe qualmen immer noch und es liegt noch Rauch in der Luft. Die unheilige Präsenz hingegen ist aber verschwunden.  In der Mitte der der Aschelandschaft liegt ein Findling und eine steinerne Stehle, die mit Gravuren versehen ist. Floki bittet um etwas Zeit und setzt sich in die Asche, beschmiert sich damit das Gesicht und scheint zu meditieren. Ein skurriler Anblick. Wir beäugen ihn misstrauisch und neugierig und wachen über ihn.
Während dessen begeben sich Ianoscho, Temedo, Edira und ich zu der Stehle und dem Findling. Die Stehle ist um die 2,50 Meter hoch und weist barbarische Gravuren auf. An beiden ist keine Spur des Brandes festzustellen. Wir vermuten, dass an der Stehle sich der Übergang zu der Lichtung befand.  Ich wirke einen Hexenblick auf die Umgebung und alles ist in einer weißen Aura gefasst. Die Aura ist jedoch in der Auflösung und war zuvor wohl leicht befleckt gewesen.
Floki erlangt durch seinen Zauber eine Vision der Geschehnisse der letzten Nacht.

Er sieht die Eule, wie die sich in eine nackte Frau verwandelt. Sie macht ausladende, tanzende Bewegungen vor dem Wald. Plötzlich schlagen Flammen aus dem Zentrum des Waldes, die ihn aufzehren. Die Frau scheint die Flammen anzutreiben, weiter zu entfachen. Das Gefühl der Bedrohung, ausgehend vor dem Wald, erstirbt.  Mit einer Handbewegung von ihr erlöschen die Flammen.  Sie begibt sich danach zu der Stehle und spricht Worte in einer fremden Sprache. Die Sprache klang ähnlich wie die von Barbaren. Unter Anstrengungen verwandelt sie sich wieder in eine Eule und fliegt von dannen.

Floki wird wach und berichtet erschöpft von seiner Vision.  Edira fragt nach, was denn wäre, wenn Mal-Rogan vor dem Feuer noch nicht das Portal passiert hat. Er müsse dann ja noch dort sein, bzw. könne überall dann sein.  Wir beschließen zum Dorf zurück zu kehren und uns für den Aufbruch fertig zu machen.

18.04.21
Am nächsten Morgen verlassen wir Brennans Siedlung nach Norden.  Nachmittags kommen wir bei Prios-Pass am Fluss Veloma an.  Eine richtige Stadt. Endlich wieder Zivilisation. Wir wollen die Brücke in die Stadt passieren und werden von den Wachen dort angehalten.  Die Wache gibt uns zu verstehen, dass wir erst nach Erhalt eines Passierscheines in die Stadt dürfen. Zuvor müssen wir aber einen Schilling entrichten und eine ärztlichen Untersuchung über uns ergehen lassen. Dies würde aber erst in ein paar Tagen geschehen. Wir errichten auf einer Wiese vor der Stadt unserer Lager. Floki stellt mir und Edira sein Zelt zur Verfügung in geht mit Herogai in ein Zelt.

Des Nachts erscheint ein Soldat an unserem Lager. Er offeriert uns die Möglichkeit Passierscheine und eine Übersetzung über den Fluss zu beschaffen.  Wir nehmen sein Angebot an und er beschreibt uns einen Treffpunkt an einem Fluss. Dort sollen wir dann in der Nacht abgeholt werden.

19.04.21  
Wir brechen zu dem Treffpunkt am Morgen auf. Im Nebel des Gebirgshanges sehen wir ein größeres Gebäude in der Ferne.
Wir kommen an den uns beschriebenen Treffpunkt an. Bis zur Nacht halten wir uns in dem Wald verborgen. Temedo braut in der Zeit einen Trank. Darüber wird es Nacht.
Gegen Mitternacht hören wir im Wald ein Knacken… Mehrere Personen näheren sich uns. Wir wurden eingekreist. Plötzlich hört man den Schrei: „Angriff!“ 

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