Das gelobte Land 1 – Aufbruch ins Ungewisse

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Meine Reise begann in Freistadt an der Westküste. In Freistadt, wo ich die letzten Jahre meines Lebens verbracht hatte, befand sich das Kapitelhaus meines Ordens. Der Kapitelmeister war der ehrenwerte Lidon Vearra. Dieser beauftragte mich eines Tages, einen versiegelten Umschlag zu einem Magier unseres Ordens namens Meister Vernam zu überbringen. Dieser lebt in Diestelfeste, einem Ort im neuen Ambria. Es war ein Aufbruch ins Ungewisse, und ich konnte meinem Meister ansehen, dass er wusste, dass wir uns wohl nicht mehr begegnen würden. Freistadt selber war schon fast eine Geisterstadt, und es war klar, dass ich dort nicht mehr zurückkehren würde. So machte ich mich schweren Herzens auf, meine Mission zu starten.

Es vergingen einige Wochen, bis ich ein Lager erreichte, in dem schon mehrere Menschen und Wagen warteten. Dies war am 2.4. im Jahre 21 nach Befreiung der Königin. Das Lager war ein Treffpunkt von Menschen, die die Titanen überqueren wollten. Es war schon abends, als ich das Lager erreichte. In dem Lager waren schon zehn Wagen vorhanden und eine Vielzahl von Menschen, die dort warteten. Ich wurde von einem Mann, der sich mit dem Namen Telk vorstellte, eingeladen. Telk war ein Wagenlenker, der sein Herz auf dem rechten Fleck zu haben schien. Auch wenn er selber kaum etwas besaß. Er war recht einfach gekleidet und doch bereit, seine wenigen Habseligkeiten mit uns zu teilen. Nach der langen Wanderung schmeckte sein Eintopf einfach himmlisch. Telk suchte eine Reisegesellschaft, die ihn mitnimmt über die Berge. Als ich mich an das Feuer mit setzte, waren dort schon einige Personen anwesend. Auch sie wurden augenscheinlich von Telk eingeladen. An dem Feuer saßen noch: Floki, ein griesgrämig dreinschauender, in sich verschlossener Mann, der gut bewaffnet und gerüstet war. Er war augenscheinlich 30 Jahre alt und nicht auf den Mund gefallen. Ianoscho, von graziler Gestalt, seine Gesichtszüge leicht vermummt, so dass man sein Gesicht nicht deutlich sehen konnte. Von seiner Kleidung her würde ich ihn als Waldmann oder auch Jäger einschätzen. Der dritte im Bunde ist Herogai Bärenfall, ein ca. 20-jähriger, mit ungepflegten Äußerem und leicht entstelltem Gesicht. Er war wohl am stärksten gerüstete von uns. Und natürlich ich, Tribor, Novize des Ordo Magica, aber erwartet ja nicht, dass ich mich auch beschreibe. Dies wird der geneigte Leser zur späteren Zeitpunkt, denke ich, noch erfahren.
Unser Gastgeber Telk stellte uns Fragen zu unseren Zielen. Floki erzählte, dass er jemanden sucht, aber ging nicht näher auf seine Fragen ein. Telk sprach Ianoscho auf sein Aussehen an, bekam jedoch keine vernünftige Antwort. Ianoscho erzählte nur, dass er schon öfters diese Reise bestritten hatte. Wir unterhielten uns ein wenig am Feuer und genossen das köstliche wenn auch einfache Essen. Während des Essens berichtete Telk, dass in den neuen Lande merkwürdige Wesen leben sollen, aber dass es dort auch recht schön sei und es keine verdorrten Felder gäbe und man dort ein neues Leben anfangen könne. Während des Abends gesellte sich noch ein Mann namens Keler zu uns ans Lager. Keler flüsterte etwas mit Telk, und beide verließen die Feuerstelle in Richtung eines anderen Zeltes. Aus dem Zelt kam eine junge Frau heraus. Sie war gut und sauber in kostbaren Gewändern gekleidet und gehörte augenscheinlich dem Ordo Magica an. Die Frau ging in Richtung des Feuers und setzte sich. Wir erfuhren, dass dort Männer gesucht wurden, die übers Gebirge ziehen wollen. Wir entschlossen uns darum, auch dorthin zu gehen. Einzeln sprachen wir bei einem Mann in dem Zelt vor. Der Mann war ein ca. 50 Jahre alter, etwas untersetzter Händler. Mit etwas Überzeugungskraft schafften wie es ihn zu überzeugen, dass sie uns mitnahmen. Herogai musste hierzu einen Zweikampf bestehen. Dies schaffte er mit Bravour. Floki hingegen bot Geld an für die Möglichkeit, sich der Karawane anzuschließen. Ich selber konnte den Händler überzeugen, dass er mich aufgrund meiner Profession mitnimmt, nachdem ich ihn überzeugt hatte, dass von Ianoscho kein Unheil droht. Der Händler, oder was auch immer er in Wirklichkeit ist, stellt sich mit den Namen Argasto vor.
Wir schlossen uns in dieser Nacht seinem Lager an. An einem Feuer saßen zwei Frauen, u.a. auch die andere Magica. Die zweite Frau trug das Gewand des Prios, sie gehörte dem Dämmerungsorden an. Sie schien um die 40 Jahre alt zu sein und stellt sich mit dem Namen Schwester Lestra vor. Wie nahmen bei ihnen Platz und stellten uns ihnen vor. Schwester Lestra schien die Maskerade von Ianoscho zu durchschauen. Die Nacht verstrich ereignislos.

3.4.21 – Wir brachen mit der Karawane auf. Unsere Karawane bestand aus sechs Wagen, 5 Bewaffneten und Begleitpersonal. Es gab drei Führer bzw. Kundschafter. Ianoscho und zwei Barbaren. Ludo, einer der Barbaren, wirkte blass und kränklich. Er versuchte es zu überspielen aber man konnte es erkennen, wenn er sich unbeobachtet fühlte. Der andere, Belun, wirkte hingegen unauffällig. Mir fiel auf, dass die Magica sich in der Nacht erfolgreich unserer Aufmerksamkeit entzogen hatte. Sie wirkte hier deplatziert. Jung, wunderschön und liebreizend, aber schüchtern und schreckhaft. Was machte sie hier? Was hatte sie hier zu suchen? Wir hatten ein kurzes Gespräch mit ihr, bei dem sie mehr wie unsicher wirkte. Entweder hatte ich eine unglaubliche Ausstrahlung auf sie, was die plausibelste Erklärung war, oder sie hatte etwas zu verbergen. Sie stellte sich mit dem Namen Edira vor und suchte entzückt und verschreckt schnell das Weite. Ianoscho versuchte mit den Barbaren ins Gespräch zu kommen, bekam aber eine Abfuhr und wurde von Ludo lautstark als Wechselbalg tituliert. Dies bekam das ganze Lager mit, auch Schwester Lestra. Die schien sich jedoch mehr für die Barbaren zu interessieren. Wir brachen in Richtung Gebirge auf. Der Tag verstrich und wir suchten einen Lagerplatz. Ianoscho fand einen, und wir schlugen ein Lager in der Nähe eines Flusses auf. Es wurden zwei Feuerstellen errichtet und Argastos Zelt aufgebaut. Nachdem wir das Lager aufgebaut hatten, hörten wir einen spitzen Schrei vom Fluss aus. Edira rief, dass sie beklaut wurde. Sie war panisch, ängstlich und verunsichert. Sie sagte, dass der Sonnenstein gestohlen worden sei. Wir rannten dort hin. Edira ist aufgelöst und teilte mit, dass der Sonnenstein ihr gestohlen wurden. In dem soll ein Feuergeist innewohnen. Ionoscho und Herogai folgten den Spuren des Diebes. Der Feuerstein sollte von ihr nach Yndaros gebracht werden. Edira hatte den Auftrag von ihrem Meister bekommen. Floki befragte sie sehr einfühlsam und brachte sie zum heulen. Wir erlangten die Erkenntnis, dass der Stein zielgerichtet gestohlen wurde. Wir folgten der Spur während Argasto bei Edira blieb. Wir folgten 40 Minuten der Spur. Der Dieb schien sein Handwerk zu verstehen. Es wurde immer schwerer, der Spur zu folgen. Wir verloren die Spur jedoch. Nachdem ich einen versteckten Pfad fand, konnten wir die Fährte wieder aufnehmen. Wir folgten ihr weiter zwischen den Bäumen hoch zu einem Berg hinauf.
Der Pfad führte zu einer verfallenen Mühle. Wir kamen zum Stehen, als Ianoscho eine Fallgrube entdeckte. Wir konnten sie umgehen und gingen auf die Mühle zu. Floki und ich konnten in der Mühle eine Bewegung erkennen. Wir näherten uns im Schatten der Bäume. Nach einer taktischen und ermüdenden Diskussion, bei der ich eindringlich davon abriet, auf die Nacht zu warten, näherten wir uns nun doch offen der Mühle. Ianoscho blieb am Rand und gab uns Deckung mit seinem Bogen. Wir wurden von einem Armbrustschützen angegriffen. Herogai wurde unter Beschuss genommen, jedoch, Prios zum Dank, verfehlt. Es entbrannet unser erster Kampf. Wir hörten Keler, wie er uns anrief, dass wir abhauen sollen. Er sagte, dass „er“ uns holen wird und nicht alleine ist. Ianoscho nahm Keler unter Beschuss und verwundete ihn schwer. Wir stürmten zur Mühle. Wir hörten Keler in der Mühle wimmern und betraten die Mühle. Ionoscho schloss auf. Herogai betrat auch die Mühle. Floki kletterte die Leiter hoch. Wir stellten Keler, der sich nach einer Ansprache von Floki ergab und mir den Stein aushändigte. Wir stellten in der Mühle eine Lagerstätte für mehrere Personen fest. In der einbrechenden Dämmerung sahen wir Fackeln auf die Mühle zukommen. Keler sagte, dass es Mal-Rogan sei. Keler will mit uns kommen. Er flehte uns an, ihn nicht da zu lassen. Floki zog es jedoch vor Keler unvermittelt die Kehle durchzuschneiden. Dieser sah ihn noch mit ungläubigem Gesichtsausdruck an, als Flokis Messer seine Kehle durchtrennte und sein Blut über Floki verspritzt wurde. Wir verließen die Mühle und versuchten uns zu dem Lager durchzuschlagen. Mir steckte noch der Schrecken in den Knochen. Nicht, dass ich ein Problem hätte einen Menschen zu töten, wenn es erforderlich ist aber Keler hatte sich ergeben, war verletzt und arglos. Ich begann mir um die Gesinnung von Floki wirklich Sorgen zu machen. Er war augenscheinlich ein sehr, sehr gefährlicher Mann. Herogai teilte uns mit, wer Mal-Rogan ist. Er ist ein Untoter! Gut, dass wir nicht auf die Nacht gewartet hatten! Wir erreichten das Lager. Zuvor hatten wir uns noch Gedanken gemacht, ob und wie das Artefakt aufbewahrt werden sollte. Ich war der Meinung, dass es bei der Magica nicht sicher war und wir, damit meinte ich mich, es besser verwahren sollten. Argasto möchte zunächst, dass Idiara den Stein zurückbekommt. Nach meiner Intervention beschließt er jedoch, dass ich / wir den Stein besser aufbewahren sollten. Geht doch. Herogai berichtete auf Nachfrage von den Geschehnissen der Jagd. Floki suchte das Gespräch mit Schwester Lestra und berichtete von Mal-Rogan. Lestra regte an, Argasto zu informieren. Herogai kam hinzu und wollte, dass wir nicht weiterziehen. Er wollte die Chance nutzen um eine Rechnung mit Mal-Rogan zu begleichen. Er war für den Tot seiner Eltern und die Verschleppung seiner Geschwister verantwortlich. Gründe die mir nicht fremd sind.
Ianoscho nutzte währenddessen die sich einmalig bietende Gelegenheit und begann die arme, schüchterne, verängstigte, kleine, schutzlose und naive Edira zu trösten und bot seine breiten Schultern ihr an. Wieso war mir das nicht eingefallen?
In der Zwischenzeit setzte Floki Argasto ins Bild. Es wurden die Wachen verstärkt und Vorbereitungen zur Verteidigung getroffen. Argasto berichtete, dass sie Telk befragt hatten und Telk erzählte, dass Keler früher zu den Räubern hier gehörte und das Versteck kannte. Auch wir wurden zu den Wachen eingeteilt. Herogai suchte das Gespräch mit Argasto. Er versuchte ihn dazu zu bewegen ihm Männer für die Bekämpfung von Mal-Rogan abzustellen. Herogai erklärte sich und schilderte, wie er und seine Familie Opfer von Mal-Rogan wurden. Er erhoffte sich dadurch Erkenntnis über das Schicksal seiner Familie. Argasto zeigte Verständnis für sein Ansinnen, lehnt es jedoch schlichtweg ab.
Ich untersuchte den Stein und stellte fest, dass in ihm tatsächlich ein Feuergeist innewohnte. Der Stein beinhaltete drei mögliche Effekte bei einer Bindung: 1. Feuer erschaffen, 2. Feuerzauber verstärken, 3. Feuergeist entlassen (Artefakt würde zerstört). Ich entschloss mich dazu, dass ich das Artefakt vorerst noch nicht an mich binde.
Floki „untersuchte“ Ludo den Barbaren. Floki erkannte eine Schwärze, die den Barbaren umgabt, jedoch ihn noch nicht durchdrang.
Im Laufe des Abends trafen wir wieder zueinander. Herogai suchte das Gespräch mit Floki und versuchte ihn für seine Sache zu gewinnen. Floki bot sich für einen angemessenen Sold an. Für einen Schilling würde Floki Herogai begleiten. Danach suchte er das Gespräch mit Ianoscho. Dieser würde ihn auch für einen Schilling begleiten. Ich erklärte mich bereit, seinem Ansinnen zu folgen, unter der Bedingung, dass er sich Weise verhält und uns in keinen aussichtslosen Kampf verwickelte. Als Gegenleistung wird er mir eine ähnliche Gunst erweisen, wenn ich diese eines Tages einfordere. Danach hatte ich mich entschlossen, das Artefakt doch an mich zu binden. Sicher ist sicher.
Später hatten auch wir Wache zu halten. Herogai informiertt Argasto. Dieser ließ uns gehen, wenn wir den Sonnenstein zurück lassen würden. Die Nacht verstreicht.

4.4.21 – Ich sah mich gezwungen, den Stein abzugeben, jedoch nicht an Edira, sondern an Argasto. So hatte ich mir das nun doch nicht vorgestellt…

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