Die Wacht am Heideland – Teil 2

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15. Dezember des Jahres 2948 des Dritten Zeitalters
Amon Naugrim, Wilderland

Heute morgen machten wir uns auf den Weg gen Grenedun und Zirakinbar. Den Tag über kamen wir gut voran und trafen so am späten Nachmittag am Rande des Waldes um den Amon Naugrim herum ein. Hier konnte Earendil etwa eine Woche alte Spuren entdecken, welche sich von Westen kommend gen Norden wandten. Er schätzte ein gutes Dutzend schwer beladene Orks zu Fuß und erzählte, dass sich die Bäume, vor dem Verfluchten was transportiert wurde, fürchten würden. Die Kette von Thangorodrim ist also bereits auf dem Weg zur Heide.

Am Amon Naugrim selbst wurden wir dann von einem kleinen Trupp Söldner überrascht. Im ersten Stock hatten sich Schützen verschanzt und im Erdgeschoss erwarteten uns die Nahkämpfer. Bevor ich überhaupt etwas erkennen konnte, sauste bereits eine Axt haarscharf an mir vorbei. Ihr Anführer war Uvatha der Meuchler, eben jener Variag, welchen wir bereits im Wolfswald gesehen hatten. Roderic konnte ihn zum Glück erschießen, bevor er mich verwunden konnte und auch die anderen konnten wir mit mehr Glück als Verstand nieder ringen. Ihrer mageren Ausrüstung nach zu urteilen, war dies der Trupp aus Thal, von dem Ritter Alfrim berichtet hatte. Wir sandten einen Raben in den Erebor um von einem gut gelegten Hinterhalt und zu berichten und vor allem um vor ihrem sehr guten Informationsnetzwerk zu warnen, denn sie waren vor uns aufgebrochen.

16. Dezember des Jahres 2948 des Dritten Zeitalters
Alte Zwergenstraße, Wilderland

Während der Nacht las Earendil in dem Buch und konnte heraus finden, dass im Weinkeller ein geheimer Zugang zum Turm zu finden sei und dieser mit einer dreimal polierten Axt geöffnet werden könne.

Nachdem wir die Leichen in den Wald gebracht hatte, machten wir uns wieder auf den Weg. Wir folgten den Resten der Alten Zwergenstraße durch eine karge, hügelige Heidelandschaft und am Abend trug der Wind bereits den Geruch von Torf und Moor zu uns herüber.

17. Dezember des Jahres 2948 des Dritten Zeitalters
Ödland, Wilderland

Am Morgen fiel mir auf das die Steinhaufen um uns herum anders lagen als am Vorabend und die Straße war ebenfalls verschwunden. Den ganzen Tag über war eine Orientierung nur mehr an der Himmelsrichtung möglich und Mittags entstand sogar ein Geröllsenke um uns herum während wir uns vorwärts bewegten. Zum Glück gelang es uns aber gegen Abend dieses Feld der bewegenden Steine hinter uns zu lassen.

Als wir gerade unser Lager aufschlugen, näherte sich rumpelnd von Westen ein Wagen, gezogen von einem Pony. Auf dem Bock konnten wir zwei Zwerge ausmachen, einer davon ohne Bart, der Kleidung nach ein Kesselflicker, der andere recht alt, mit langem Bart und einem auffälligen Drachenkopfstecken aus weißen Holz.

Die beiden stellten sich freundlich als Tholin, Fernhändler aus den Blauen Bergen, und Frar, der Kesselflicker, vor und wir luden sie an unser Feuer ein. Dort verteilte Tholin dann Apfelschnaps aus Bree, welcher in mir Erinnerungen an meine Heimat wachrief. Vielleicht sollte ich, sobald wir diese Fahrt überlebt haben, einmal Ferien im Auenland machen … Der Fernhändler war auf dem Weg zu den Eisenbergen und hatte bereits geplant im nächsten Sommer von dort die Rückreise zu den Blauen Bergen anzutreten. Er lud uns ein ihn zu begleiten, sollten wir einmal Interesse an einer solchen Fahrt haben. Frar hingegen war auf der Suche nach Männern und Frauen, um die Graugrube, eine alte Zwergenmine nahe der Quelle des Waldflusses gelegen, zu befreien. Zu diesem Zwecke wollte er, wie jedes Jahr, eine Audienz bei König Dain wahrnehmen und um Unterstützung bitten. Er erbot sich außerdem als Führer für die Enge zwischen Grauem Gebirge und Düsterwald und konnte uns von einer Straße berichten, die ein Stück weiter im Norden unseren Weg erleichtern wird.

Nachdem wir von unserem Ziel berichtet hatten, riet uns Tholin kein Feuer zu entzünden und kein Gold bei uns zu tragen wenn wir das Gebirge und vor allem die Dürre Heide betreten würden. Auch konnte er uns bei der weiteren Entschlüsselung des Buches helfen und wir erfuhren so von einer Geheimkammer im letzten Schlafraum auf der linken Seite. Der Zugang zu dieser soll im Fußboden zu finden sein. Morgen werden wir uns wieder auf den Weg nach Norden machen, während die beiden Zwerge weiter nach Süden gen Erebor aufbrechen werden.

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