Schrecken im Eis I – Zurück in Frisov

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17. Praios 1023 BF
Auf der Höhe der Bäreninseln erreichte der Eissegler Amai das offene Meer. Nach fünf Tagen hatten die Rückkehrer aus dem Norden die Grimmfrostöde umsegelt und die Ostküste der Halbinsel Nikku erreicht. Es war um die Mittagszeit, als sie in den Hafen von Frisov einfuhren.

22. Praios 1023 BF
Erste Schiffe hatten nach den Namenlosen Tagen ihren Weg zu der kleinen Hafenstadt gefunden – eine Kogge aus Riva und eine Otta aus Enqui. Teliriyon blieb auf dem Eissegler. Fenew kehrte alleine im Kontor Irgjeloff ein. Dort traf er auf die thorwalsche Mannschaft – Walfänger, wie sich herausstellte. Außerdem lernte er eine norbadische Familie kennen.

Die anderen gingen gemeinsam ins Kontor Nattel, wo sie die Mannschaft aus Riva und ihren Kapitän Varman Asterneer vorfanden. Mit ihnen waren ihre Passagiere hier – drei Praioten und eine große Nordländerin, Meridia Prutz, eine gelehrte Forscherin. Noch bevor sie die anderen Gäste kennen lernen konnten, kam ein Fjarninger herein und setzte sich an ihren Tisch. Zuerst dachten Sie, dass er sich wegen Ulfgard zu ihnen gesellt hatte, weil beide aus der Sippe der Eisfüchse stammten. Doch dem war nicht so.

Sigdur war ein Skuldur und hatte die Aufgabe die Skulda Fyrveig Doppelaxt aufzusuchen. Doch diese gehörte einer verfeindeten Sippe an, und man würde ihn töten, wenn er alleine zu ihnen ginge. Er bat die Reisenden, ihn zu begleiten und für ihn zu sprechen. Wie es sich begab lebte diese Sippe beim Berg Asainyf. Er bot im Gegenzug an, ihnen beim Besteigen des Berges behilflich zu sein.

Balthasar und Lyoscho brachten in Erfahrung, dass die Kogge in zwei Tagen mit dem Ziel Glyndhaven in See stechen würde. Das wäre eine günstige Gelegenheit, um nach Firunsfinger zu reisen, aber dann blieb ihnen keine Zeit mehr, um auf Nikku nach dem Grauen König zu suchen. Die Tochter des Wirtes, Falkja, bestätigte, dass jeden Sommer Reisende die Halbinsel Nikku nach dem Grauen König und seinem Nebelschloss absuchten, aber nie sei jemand erfolgreich gewesen.

Währenddessen baten die Praioten Sheanna an ihren Tisch. Tsaekal witterte wohl Gefahr, gesellte sich dazu und ignorierte den stummen Protest. Der Hüter Aurew Praioslob befand sich mit zwei Novizen auf dem Rückweg nach Glyndhaven, um von dort aus in einigen Wochen die Bernsteinkarawane aus dem Hohen Norden ins Bornland zu führen.

Nun hatte die neue Archivarin – die strafversetzte frühere Äbtissin Aldare Marnion – in den Gewölben des Praiosklosters Auridalur in Glyndhaven das Levthansband, ein Rahja-Artefakt, gefunden. Laut dem Willen der Hohen Hüterin solle dieses wieder in die Obhut der Rahja-Kirche gegeben werden, und Aurew bat Sheanna, ihn zu begleiten, wenn er mit der Bernsteinkarawane gen Süden ziehen wird.

Letztendlich kam Teliriyon zu ihnen ins Kontor Nattel und riet ihnen, Diundavar aufzusuchen – als wenn das so einfach wäre – um ihn nach dem Aufenthaltsort des Grauen Königs zu fragen.

23. Praios 1023 BF
Ulfgard beschloss, sich wieder seiner Queste zu widmen, nahm Abschied und fuhr mit den Thorwalern nach Steinhav, um von dort aus abermals in die Grimmfrostöde zu gehen.

Da alle Vorzeichen dafür sprachen, zuerst zu Frunus Thron auf dem Asainyf zu gehen, buchten die Gefährten eine Passage auf der Kogge und beanspruchten den Wechsel der Adelsmarschallin erneut, um sich eine Kletterausrüstung zuzulegen. Die Halbinsel Nikku könnte man später nochmal gut erreichen, wenn die Bernsteinkarawane daran südlich vorbeiziehen wird.

Bei Anbruch der Dämmerung kamen die Elfen Allacarya und Nauriel mit Selwine und deren Sohn Albin in der Hafenstadt an. Frinjen von Bornstein war überglücklich, mit ihnen vereint zu sein, und zum ersten Mal seinen Sohn in Armen zu halten.

24. Praios 1023 BF
Man nahm Abschied von Teliriyon, Allacarya und Nauriel, die mit dem Eissegler zurück zur Grimmfrostöde fuhren, und ging einschließlich aller geretteten Schwanenflügel Expedtionsteilnehmer und der norbadischen Familie an Bord der Kogge. Die Fahrt ging direkt nach Norden, da man noch eine kleine Insel anfahren musste. Aufgrund der Wind- und Strömungsverhältnisse war es eh nicht möglich auf geradem Weg durch die Bernsteinbucht nach Glyndhaven zu fahren. Stattdessen sollte das Schiff eine großen Bogen machen.

25. Praios 1023 BF
Auf der Insel kamen weitere Mannschaftsmitglieder an Bord, die neuen Proviant besorgt hatten.

26. Praios 1023 BF
Am nächsten Tag legte das Schiff wieder ab und fuhr geg Westen zur Nordspitze von Firunsfinger. In der Nähe der Firunsstraße war die See rau. Während sie auf halben Wege gegen Mittag eine weitere Insel passierten, brach ein Eissturm über sie herein.

 

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