Weiche niemals vom Weg ab – Teil 2

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16. März 2947 DZ

Nachdem wir Baldor vor den Spinnen gerettet haben, müssen wir feststellen, dass er sein Gedächtnis verloren hat. Er erkennt uns und auch seinen Sohn Belgo nicht mehr. In seinen letzten Erinnerungen ist sein Sohn zwei Jahre alt und seine Frau lebt noch. Immerhin gelingt es Ferdibrand Baldor davon zu überzeugen, dass wir keine Wegelagerer, sondern seine Freunde sind. Seinen Sohn Belgo nimmt das alles ziemlich mit und es wirkt, als wenn er das Urvertrauen zu seinem Vater verliert.

Wegen dem nächtlichen Ausflug ziehen wir erst mittags weiter. Der Weg führt mitten durch einen Spinnenwald und die Netze sind bis an den Weg heran gesponnen worden. Keiner hat nach den Erfahrungen der letzten Nacht, Lust in diesem Wald zu übernachten und zum Glück schafft es Roderic, uns noch vor Einbruch der Nacht wieder aus dem Spinnengebiet herauszuführen, allerdings erreichen wir keinen Rastplatz sondern übernachten mitten auf dem Weg.

17. März 2947 DZ

Earendil und Roderic fühlen sich während ihrer Wache von etwas oder jemandem beobachtet, aber keiner will mitten in der Nacht den Weg verlassen. So begibt sich Leudast erst am Morgen auf Spurensuche. Er findet Spuren eines großen Menschen, der sich anscheinend in einen Bären verwandelt und tiefer in den Wald eindringt. Leudast meint auch in einiger Entfernung etwas wahrzunehmen und macht sich auf den Weg dorthin. Roderic will ihn zurückhalten, aber Leudast lässt sich nicht beirren und findet einen belebten Baum. Der Baum hält Leudast wohl für sein Frühstück und er hat fesselnde Argumente. Vereint gelingt es uns, dem Baum zu entkommen und wir setzten unseren Weg leicht verschrammt fort.

24. März 2947 DZ

Wir ziehen weiter durch den Wald ohne das wirklich etwas passiert, aber die ewige grüne Dunkelheit und die böse Ausstrahlung des Waldes zehren an unseren Nerven. Zu allem Überfluss kommen wir noch an eine Kreuzung, als wenn der Wald uns auf die Probe stellen will. Ferdibrand bestimmt nach bestem Wissen und Gewissen unsere Richtung und scheint damit auch goldrichtig zu liegen, der Wald wird endlich lichter, zumindest gefühlt.

Während der Wache von Hergrim und Ferdibrand kommt Bewegung in den Wald, ein Schwarm violetter Motten, vermutlich von Schein des Feuers angelockt, nähert sich den beiden. Ein mysteriöses Summen geht plötzlich durch den Schwarm und sowohl Hergrim als auch Ferdibrand schlummern, von den Schmetterlingen beeinflusst, ein. Bis auf Earendil wachen wir alle plötzlich auf, weil wir von den Schmetterlingen bedeckt sind und sie durch ihre schiere Anzahl versuchen uns zu ersticken. Earendil müssen wir befreien und es gelingt uns auch ihn zu wecken. Die Motten verschwinden wieder in den Wald und kommen nicht wieder.

28. März 2947 DZ

Vor uns liegt ein toter Wald. Ruinen von Bäumen auf beiden Seiten des Weges und tote Äste und Baumstämme die uns den Weg blockieren. Aber Roderic führt die Gruppe mit großer Übersicht durch den Abschnitt und keinem passiert etwas.

Am Nachmittag fängt es an zu regnen und es wird schlimmer so dass wir triefend nass durch einen Wolkenbruch reisen. Am Wegesrand entdecken wir einen Unterstand. Einen ausgehöhlten Baum, in dem sich allerdings schon jemand niedergelassen hat. Roderic erkundet den Bau, der Besitzer hat zwar das Essen schon auf der Feuerstelle, aber er ist nicht zu finden. Mangels Alternativen suchen wir alle in der Baumhöhle Unterschlupf. Erst gegen Abend kommt ein verwilderter und vernarbter Mann zurück. Er ist Ich und hat keinen Namen mehr bzw. ihn vor langer Zeit verloren. Wir bohren ein wenig nach können aber nur Vermutungen anstellen wer dieser Einsiedler sein könnte.

Schließlich übergibt er Roderic das Blatt einer runenverzierten Langaxt, in einem früheren Leben hat sie ihm gute Dienste geleistet, aber dann hat sie zu viel Blut gesehen und jetzt gehört sie nicht mehr zu ihm, aber Roderic soll sie denen bringen, die sie brauchen. Eine solche Waffe ist selten und Roderic erinnert sich sogar an den Namen, sie heißt Wolfsbeißer und wurde zuletzt von dem Sohn des Anführers der Waldmenschen von Waldhall gegen den Schatten ins Feld geführt. Allerdings ist niemand von der Schlacht zurückgekehrt. Der Einsiedler lässt uns in seiner Behausung übernachten und wir können ihn nicht überzeugen mit uns zu gehen.

29 März 2947 DZ

Das Wetter ist wieder besser und wir erreichen die Ruinen einer Stadt, dort suchen wir einen Lagerplatz, der Regen hat uns alle viel Kraft gekostet und alle sind erschöpft. Roderic nickt ein und hat die Vision von einem Brunnen an dessen Boden etwas sehr wichtiges liegt. Er wacht auf und berichtet davon, als Belgo aufspringt und laut seine Mutter begrüßt und auf sie zuläuft, wir können nichts erkennen, aber folgen ihm sofort. Belgo rennt auf einen Platz und verschwindet in einem Loch am Boden, den Überresten eines Brunnens. Schnell nähern wir uns und sehen Belgo auf einem Vorsprung liegen.

Wir wollen ihn gerade zu uns hochziehen als uns Tentakel aus der dunklen Mitte des Brunnenschachtes angreifen. Obwohl für jede abgeschlagene Tentakel zwei neue erscheinen, schaffen wir es die Kreatur zu besiegen. Es lässt von uns ab und versinkt im Brunnen, hoffentlich für immer. Wir alle haben einige Blessuren abbekommen, aber keiner will länger als nötig hierbleiben und so erreichen wir noch am Abend das Waldtor. Eine grasbewachsene Ebene liegt vor uns irgendwo im Westen fließt der Anduin, der weiße Fluss und noch viel weiter im Westen können wir die Spitzen des Nebelgebirges ausmachen. Diese Nacht verbringen wir in der Ebene ohne die Enge des Waldes, die uns die letzten Wochen begleitet und bedrückt hat.

30. März 2947 DZ

Baldor und Belgo wollen weiter nach Waldhall und wir ziehen mit ihnen, zumindest bis wir die Ebene hinter uns gelassen haben. Baldor kann sich mittlerweile wieder an vieles erinnern, aber auf das Verhältnis zwischen Vater und Sohn hat sich ein Schatten gelegt. Nicht das sie nicht mehr mit einander klarkommen, aber Belgo hat sein Urvertrauen in seinen Vater verloren.

Wir durchqueren einen lichten und freundlichen Elbenwald und beschließen auch im Süden des Waldes zu lagern. Am Abend gesellen sich einige Elben, geführt von Galia, der Trägerin des „Schwarzen Pfeils“ vom Drachenfest in Esgaroth, zu uns. Galia, weltoffen wie immer, setzt sich zu uns und wir berichten von unserer Reise. Sie erzählt uns von den Viglundingern, die hier auf Sklavenjagd in der Ebene unterwegs sind. Die Elben kundschaften den Weg nach Westen aus, dem die hohe Dame Irime bald folgen will.

31. März 2947 DZ

Galia und ihre Gruppe zieht weiter und wir machen uns wieder auf den Weg nach Süden. Ferdibrand hofft dort ein Gasthaus der Familie Brandybock, Hobbits aus dem Auenland, zu finden. Er ist bis zu Beorns Haus mit den Hobbits gereist, die unter Beorns Schutz ein Gasthaus im Anduintal eröffnen wollten.

Wir treffen aber nicht auf Hobbits und Gasthäuser sondern entdecken den Tross der Viglundinger, ein verwandter Volkstamm der Beorninger wie es scheint. Leudast will sich gerne mit ihnen anlegen, schließlich leben hier viele seiner Leute und die Beorninger liegen in ständigem Streit mit den Viglundingern, aber gegen 18 Soldaten haben wir keine Chance. Wir machen uns auf, Hilfe zu suchen.

1. April 2947 DZ

Wir erreichen ein Tal und das Östliche Gasthaus liegt vor uns. Über das Tal wachen zwei von Beorns riesigen Hunden. Zumindest hier haben die Viglundinger keine Beute gemacht. Wir halten weiter auf das Gasthaus zu.

 

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