Das Gasthaus “Zum Wegende” 1 – Lug und Trug

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10.10.1025 IZ
Tjaldri kauft bei seiner Tante ein ganzes Blech frisch gebackenen Pflaumenkuchen, mit dem er mit Grub, Hjalmar und Oolan zu Darnaths Hütte geht. Die Opfergabe nimmt der Priester wohlwollend an, um sie vor ihren Augen im Tempel zu verspeisen. Als sie ihn auf das Schwert Um-Durman und die Paktierer ansprechen, sagte er, er kümmere sich nicht um weltliche Dinge.

Ich, Turo, beobachte aus sicherem Abstand derweil Quasimunds Bande, die in einem ehemaligen Schweinestall unterhalb des Tempels hausen.

Zurück im Drei Hirschen sucht Tjaldri die Hüterin Afilia Schattenblatt auf, die auf die Anrede Hüterin oder Meine Dame besteht, und berichtet ihr ausführlicher von der Begegnung mit Meister Wettermann und dem Kampf gegen die Goblins, als ich es zuvor gemacht habe. Als eine der letzten Hüter bietet sie an, dass wir für sie arbeiten. Sie bekäme alle Bruchstücke der Statuette und die 50 Goldstücke, die wir von Annabella bekommen haben, müssten wir zurück geben oder ihr, der Hüterin, spenden.

Als Annabella am Nachmittag eine Pause macht, gehen wir ohne Grub an einen ruhigen Ort, wo sie uns vom Seufzenden Turm in den Geistersümpfen östlich von Randweiler erzählt. Hier soll sich nicht nur der Bandit Wolpers herumtreiben, sondern auch ein weiteres Bruchstück sein. Er liegt bei einer Quelle – trinkt man von dessen Wasser, kann man nur die Wahrheit sprechen, was schon vor 800 Jahren dazu genutzt wurde, um Eide abzulegen. Generell warnt sie uns vor Orks und Goblins.

Sie geht davon aus, dass die Hüterin auch nach dem Schwert sucht, seitdem sie vor etwa zwölf Monaten in Randweiler angekommen ist – als erste ihres Ordens. Darnath dagegen hält sie für einen Spinner, der sich vermutlich ins Nebeltal geflüchtet hat. Dann gibt sie zu, vor einem Jahr mit Drigel Wettermann aus Lauterbrunn gekommen zu sein, ohne zu ahnen, dass er für den Feind arbeitete. Während sie als Schankmaid in Randweiler blieb, zog er durch das Nebeltal, bis er vor kurzem das erste Bruchstück in einer Höhle im Drakmarpass gefunden hat.

Wir weihen Grub anschließend ein, und er sagt, der Turm sei ein verfluchter Ort, an dem die ruhelosen Geister gefallener Orks umhergehen. Wir bereiten uns darauf vor, das Dorf für zehn Tage zu verlassen. Tjaldri beobachtet, dass beim Schweinestall weiteres Gesindel ein und aus geht. Am Ende ihrer Schicht ist Annabella abweisend und weicht unseren Fragen aus.

11.10.1025 IZ
Am Morgen verlassen wir Randweiler gen Osten. Als sich nach zwei Stunden der Weg gabelt, entscheiden Oolan und ich, dass wir lieber den guten, scheinbar weniger genutzen Weg nehmen sollten. Mittags warnt uns eine entgegenkommende Gruppe bestehend aus einem Mallard, einem Wolfling und einem Menschen vor Geistern und Untoten, vor denen sie die Nacht durch geflohen sind. Als Tjaldri sagt, wir gehen zum Seufzenden Turm, fürchten sie zuerst, wir gehörten zu Wolpers Bande, doch wir beruhigen sie, dass dem nicht so ist.

Abends zieht Nebel auf, doch bald sehen wir die Lichter eines Hauses. Bevor wir das Gasthaus Zum Wegende betreten, diskutieren wir, ob es hier spukt oder sich hier die Banditen verbergen. Hjalmar stellt fest, dass an diesem Ort viel Magie wirkt, und sagt uns gegenüber, dass der ort sicher sei.

Drinnen werden wir von der Halblingswirtin Helemi begrüßt. Nachdem wir gegessen und getrunken haben, würfeln Tjaldri und Hjalmar mit einigen Halblingen. Nachdem sie etwas Geld verloren haben, beginnen sie zu schummeln, und Tjaldri gewinnt dadurch einige Silbermünzen.

Der Zwergenbergmann Stieg Steinheft setzt sich Grub, Oolan und mir und fängt an, von sich zu prahlen. Er hört sich selber gerne reden, so dass wir kein eigentliches Gespäch mit ihm führen können. Noch bevor wir auf unsere Zimmer gehen, fallen wir alle in einen Schlaf.

Wir erwachen mitten in der Nacht in einem kalten Schlafsaal. Irgendjemand hat uns entkleidet und in die Betten gebracht. Draußen sieht man ein Licht auf der Spitze eines Berges, der Mond scheint und beleuchtet den gegenüber dem Fenster hängenden Wandteppich, auf dem eine schwarzhaarige Frau vom Lande in gedeckter Kleidung zu sehen ist. Am Ende des Raumes schläft Stieg in einem Schaukelstuhl und murmelt Warnungen vor der Hexe Stare. Nachdem wir uns angezogen haben, gehen wir durch die gegenüber dem Schaukelstuhl befindliche Tür eine Steintreppe hinunter.

Meine Öllampe beleuchtet einen Raum voller geöffneten Kisten nur spärlich. In einer Werkzeugkiste finden wir jedoch einen verzierten Dolch mit abgenutzter Spitze. Plötzlich werden wir alle sehr hungrig. Der Halbling kann nicht an sich halten und beginnt solange von seinem Proviant zu fressen, bis sein Heißhunger gestillt ist.

Wir gehen an der Haustür sowie einem weinroten Vorhang vorbei, schreiten durch die andere Zimmertür und kommen in einen hohen Raum mit einem Glasdach. Als Tjaldir auf Oolans Rücken steigt, um eine schwach leuchtende Ölampe zu erreichen, die von der Decke hängt, gibt der Mosaikfußboden unter ihnen nach, und sie landen in einer Knochengrube, wo der Halbling einen glitzernden Ring findet.

Hjalmar versucht sogleich mit Magie zu helfen, aber verliert stattdessen sein Gedächtnis und greift Grub an. Oolan und ich kommen zu Hilfe und ringen den verwirrten Zauberer nieder, doch dieser vermag sich aus unseren Griffen herauszuwinden und schwebt über dem Loch im Boden davon. Aus einem Gang hinter ihm hören wir das Quaken einer großen Kröte.

In einem lichten Moment begreift Hjalmar, dass wir zusammen gehören und fasst ohne Erinnerung an uns so viel Vertrauen, dass er mit zurück in den Eingangsraum mit den Kisten kommt. Hinter dem Vorhang befindet sich einen Gang voller Spinnenweben und der leblosen Hülle einer riesigen Spinne. Grub verstrickt sich in den dicken, klebrigen Fäden.

Während wir darauf warten, dass er sich daraus befreit, fällt von oben ein Skelett auf Tjaldri, und es beginnt ein chaotischer Kampf in dem engen Gang, in dem Oolan Tjaldri mit seinen Wurfmessern tötlich verwundet. Hjalmar kann ihm aber das Leben retten.

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