Die erste Nacht im Schloss

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Es klingelt an der Tür. Ich stehe im Blauen Salon, als Mattis plötzlich aufmerksam wird. Er entdeckt einen Schatten, der sich vor den Fenstern bewegt. Im Spiegel flackert etwas Unheimliches auf. Dann, ein wildes Klopfen an der Tür. Mattis öffnet, und eine Stimme meldet sich mit „Der Eigentümer“. Doch Mattis zieht sich zurück, unsicher, was das bedeuten soll.

Währenddessen hören wir im Salon seltsame Geräusche, die mir eine Gänsehaut bereiten. Als Mattis zurückkommt und von einem neuen Eigentümer erzählt, fällt uns ein, dass ja noch ein Erbe aussteht. Er berichtet auch, dass vor dem Fenster eine große Eule geflogen sei. Schnell kehren wir zur Haustür zurück, um nachzusehen. Während dessen hört Kirsti das Schluchzen eines Kindes im Kamin.

Wir öffnen die Tür und stehen einem großen, blonden Mann gegenüber, der wild und ungepflegt aussieht, als käme er direkt aus dem Wald. Neben ihm steht ein Husky. Der Mann stellt sich als Sven Erikson vor und erklärt, dass er ebenfalls ein Erbe ist. Ich freue mich über den Hund, der Otto heißt. Hunde sollen viele Sinne haben und vielleicht kann Otto uns in Zukunft vor Gefahren warnen? Mattis bittet Sven herein und gemeinsam gehen wir mit Friderike in die Küche, um Essen für ihn aufzutreiben. Kaum sind wir weg, leuchtet das Feuer im Kamin plötzlich bläulich auf.

In der Küche geschehen unheimliche Dinge: Lebensmittel sind umgefallen, als hätte sie eine unsichtbare Hand bewegt. Mattis baut aus Hafer eine Art Falle auf, während sie aus dem Keller das Geräusch einer fallenden Münze hören. Verunsichert kehren sie in die Bibliothek zurück.

Das Feuer brennt erneut bläulich, und wir hören eine Frauenstimme, die Wiegenlieder singt. Wir erklären Sven, was die Gesellschaft zu tun hat und warum wir das Schloss „geerbt“ haben. Unsere Aufgabe ist es, die mythischen Wesen anderer Leute zu befrieden, um das Schloss Gyllenkreutz zu erhalten. Sven scheint bereits viel Erfahrung mit Vaesen zu haben, da er bei seiner Jagd einigen begegnet ist.

Friderike, Mattis und Kirsti beschließen, in den Schlafzimmern im Obergeschoss zu übernachten, während Anders und ich es uns vor dem Kamin in den Ohrensesseln bequem machen. Sven rollt eine Matte vor dem Kamin aus und legt sich neben seinen Hund.

Als die anderen drei zu den Zimmern gehen, hören sie das Plätschern von Wasser und sehen eine Silhouette, die sich draußen bewegt, wie ein menschengroßes, geflügeltes Wesen. In Friderikes Zimmer ist ein Fenster leicht geöffnet, und der Wind weht herein. Kirsti schließt das Fenster und sieht, wie im Garten ein Balken umstürzt. Als sie aus ihrem Fenster schaut, erblickt sie eine alte Kapelle und bläulich schimmerndes Licht vom Grabhügel. Friderike und Kirsti beschließen, zusammen in einem Zimmer zu schlafen und legen eine Münze bereit.

Mattis geht in sein Zimmer, doch kaum ist er dort, hört er vom Balkon ein knackendes Geräusch, als ob Stein bricht. Vorsichtig schaut er durch den Vorhang Richtung Brunnenhaus und bemerkt, dass Brocken aus dem Balkon gebrochen sind. Draußen, zwischen Grabhügel und Bootshaus, fliegen nachts Vögel, Raben oder Krähen, deren Augen im Dunkeln leuchten. Verängstigt flüchtet Mattis zurück in den Blauen Salon.

In diesem Moment nimmt Anders zwei bis drei Bücher und zieht sich in sein Zimmer zurück, um zu schlafen. Er sieht noch, dass vor den Fenstern außen Vorhänge hängen, die sich im Nachtwind leicht bewegen.

Als Mattis zurückkehrt, hören wir erneut das Wimmern eines Kindes, und das Feuer im Kamin schimmert bläulich. Ist Harz im Holz, frage ich mich. Sven legt sich vor den Kamin und blickt den Schacht hinauf. Plötzlich ertönt ein lauter Knall aus der Bibliothek.

Der botanische Garten“ von Carl von Linne liegt auf dem Tisch. Wir überreden Mattis, doch in ein Schlafzimmer im Obergeschoss zu gehen, da Sven meint, es wäre sicherer, woanders einen Kamin anzuzünden, als vor dem bläulichen Feuer im Blauen Salon zu bleiben. Schließlich hat Sven Erfahrung mit solchen Dingen. Anders schließt die Fenster in seinem Zimmer, doch selbst das kann das Geräusch einer fernen Schlacht mit Musketenschüssen nicht vollständig übertönen.

Ein Gong kündigt Mitternacht an. Es wird kalt und das Feuer im Kamin färbt sich wieder blau, plötzlich erscheint Oscar Hjort. Er schwebt aus dem Blauen Salon in einen Gang, und wir folgen ihm. Er führt uns durch Gänge, die wir noch nie gesehen haben: Säle, Galerien… Es ist offensichtlich, dass hier schon lange niemand mehr gewesen ist.

Als wir miteinander reden, hören wir ein leises Pssst. Ich markiere den Weg, und wir gelangen zu einer Hintertür. Auf einem Torbogen über einer Tür steht in lateinischer Schrift: Königszimmer. An dieser Stelle drehen wir um und finden mithilfe der Markierungen zurück zum Blauen Salon.

Schließlich beschließen Mattis, Sven und ich, zusammen in einem der Herrenzimmer zu schlafen. Die Nacht ist voller Rätsel, und ich frage mich, was der nächste Tag bringen wird.

Am nächsten Morgen, nach dem Frühstück, klingelt es an der Tür. Ich gehe und öffne. Vor uns steht ein Polizist, Inspektor Kasper Lyström von der Wachstube Uppsala Nord. Ich führe ihn höflich in den Blauen Salon, wo er sofort versucht, allerhand Informationen aus uns herauszubekommen. Er erklärt, dass er unsere Identitäten überprüfen muss, um die Sicherheit Upsalas zu gewährleisten. Seine Ermittlungen drehen sich um die illegalen okkulten Vorkommnisse, die vor zehn Jahren in Gyllenkreutz stattgefunden haben. Wir versichern ihm, dass wir hier nur mit besten Absichten sind, um das Schloss für die Errichtung eines botanischen Instituts wieder aufzubauen.

Kaum hat der Inspektor das Gelände verlassen, trifft Ingrid Bäcklund, eine Journalistin von der Upsala Gazette, ein. Friderike übernimmt das Gespräch mit ihr. Ingrid würde gerne einen Bericht über uns verfassen, um die Bedenken der Leute in Upsala zu zerstreuen. Während des Gesprächs erzählt sie, dass sie in der vorletzten Nacht von ihrer Großmutter Emma Bäcklund, einer berühmten Schriftstellerin, geträumt hatte. Sie folgte ihr auf den Dachboden und fand dort unter den alten Sachen ihrer Oma ein Buch, das enthüllte, dass diese einst zur Gesellschaft von Schloss Gyllenkreutz gehört hatte. Ingrid plant, später im Bürger & Bäcker mit uns darüber zu sprechen.

Gerade als Ingrid geht, kommt ein Bote aus der Kanzlei Lunquist & Rask und übergibt uns eine Nachricht von Linnea Elfeklint. Sie schreibt: „Werte Freundinnen und Freunde, besucht mich schnellstmöglich in der Heilanstalt. Bereitet euch auf eine längere Reise vor.“ Die Nachricht lässt uns alle innehalten. Was hat Linnea entdeckt? Und was erwartet uns auf dieser Reise? Die Ereignisse überschlagen sich, und ich spüre, dass wir uns auf etwas Großes vorbereiten müssen.

Wir versuchen verzweifelt, das Königszimmer wiederzufinden, doch die Markierungen, die uns den Weg weisen sollten, sind verschwunden. Es gibt keinerlei Anzeichen dafür, dass wir in der vergangenen Nacht hier gewesen sind. Der Staub liegt hier unberührt, als wäre seit Jahren niemand mehr durch diese Gänge gegangen. Der Torbogen, der einst den Eingang zum Königszimmer markierte, ist nicht mehr zu sehen. Als wir durch die Tür schauen, führt sie nur noch in Hinterhof und Garten, das Königszimmer scheint, wie vom Erdboden verschluckt.

Sven und ich überlegen, ob wir heute Nacht mit Madame Laukonen, dem Medium aus der Pension Paracelsus, zurückkehren sollten, um mehr herauszufinden. Vielleicht kann sie uns helfen, die Verbindung zu den mysteriösen Geschehnissen herzustellen.

Wir überlegen welches unsere nächsten Schritte sein könnten:

  • Forschungszentrum: Wir müssen mehr über die Geschichte der Gesellschaft und ihrer Gründer herausfinden.
  • Mit der Journalistin reden: Friderike hat bereits Kontakt zu Olaus Klint aufgenommen, der zu Oscar Hjort recherchiert hat. Vielleicht kann er uns weiterhelfen.
  • Linnea Elfeklint in der Psychiatrie: Es gibt Gerüchte, dass Linnea, das letzte Mitglied der Gesellschaft, in der Heilanstalt war. Das müssen wir überprüfen.
  • Mit Medium sprechen: Mattis, Kirsti und Anders haben Kontakt zu einem Medium. Vielleicht kann es uns Einblicke in die Vergangenheit geben.
  • Arztzimmer aufbauen: Wir brauchen einen Ort, an dem wir unsere Erkenntnisse sammeln und analysieren können.
  • Werk von Linné untersuchen: Es gibt Hinweise darauf, dass der Gründer der Gesellschaft nicht Carl von Linne, sondern ein gewisser Linnaeus war. Das müssen wir erforschen.

Friderike hat im Bürger & Bäcker Olaus Klint getroffen. Er hat interessante Informationen über Oscar Hjort und Pfarrer Niels Klarhed zusammengetragen. Der Pfarrer war vor 50 Jahren bereits Messdiener in der Kirche bei Sigtuna nahe der Hexenkatze und könnte damals etwas beobachtet haben. Es gibt auch Gerüchte, dass einige Mitglieder der Gesellschaft Medien gewesen sein sollen, das könnte ein Schlüssel zum Verständnis der ganzen Geschichte sein. Außerdem hat Friderike erfahren, dass der Gründer der Gesellschaft in Upsala nicht Carl von Linne, sondern ein gewisser Carl Linnaeus war.

Helena Skytte, die Besitzerin des „Bürger & Bäcker“ und Freundin von Linnea, scheint vertrauenswürdig zu sein, aber Ingrid Bäcklund, die eigentlich Olaus und Friderike treffen wollte, ist nicht erschienen. Als Friderike zum Olympus geht, um nach Ingrid zu fragen, trifft sie eine Kollegin, Amanda Lorentz, die berichtete, dass Ingrid schon den ganzen Tag über sehr nervös gewesen sei. Dr. Elsa Bergström, die in der Heilanstalt arbeitet, ist mit Ingrid verwandt. Anscheinend ist Ingrid dorthin gefahren, nachdem sie mit ihrem Onkel, Prof. Bergström, gesprochen hat. Das wirft neue Fragen auf: Was hat Ingrid in der Heilanstalt gesucht? Und was hat Prof. Magnus Harald Bergström damit zu tun?

Sven und ich werden uns auf die Suche nach dem Königszimmer konzentrieren, während Friderike und Olaus die Verbindung zu Ingrid und der Heilanstalt weiterverfolgen. Mattis, Kirsti und Anders werden das Medium befragen, um mehr über die geisterhaften Ereignisse herauszufinden.

Die Kutschen, die uns der junge Nils besorgt hat, sind bereit, und wir machen uns auf den Weg zu unseren jeweiligen Zielen. Ich hoffe, dass wir bald Antworten finden, bevor uns die Zeit davonläuft.

Das Anwesen, in dem Ingrid gewohnt hat, ist bereits von neuen Bewohnern bezogen worden. Vor dem Haus stapeln sich Kisten aus England und Wales, ein seltsamer Anblick, der mich stutzig macht. Was haben diese Leute mit Ingrid zu tun? Und warum kommen sie ausgerechnet jetzt?

Auf dem Weg zur Pension Paracelsus begegnen wir Dottore Giacomo Matteo Falcone, der gerade das Gebäude verlässt. Sein Blick ist flüchtig, fast so, als wolle er nicht gesehen werden. Ich frage mich, was er dort zu suchen hatte.

Dann treffen wir Mme. Klara Valentina Laukonen, Medium und Besitzerin der Pension. Sie erklärt uns, dass wir für eine Séance einen persönlichen Gegenstand des Geistes benötigen, mit dem wir Kontakt aufnehmen wollen. Allerdings braucht sie einige Tage, um sich vorzubereiten. Ihre Warnung lässt mich erschaudern: Wenn ein Geist in jemanden einfährt, kann diese Person als geistlose Hülle zurückbleiben. Das Risiko ist groß, aber wir haben keine andere Wahl.

Kirsti und Mattis machen sich unterdessen auf den Weg zum Bürger & Bäcker. Dort erfahren sie, dass Friderike und Olaus bereits in die Nervenheilanstalt aufgebrochen sind. Sven und ich beschließen, ebenfalls dorthin zu fahren. Die Heilanstalt ist ein riesiger, abgeschotteter Komplex mit einem umzäunten Gelände, Wachhaus und einem schwer bewachten Tor. Das Gebäude ist zweistöckig, mit zwei Flügeln, die sich wie dunkle Arme in die Landschaft strecken.

Am Tor werden wir von Rasmus Brugge, dem Torwächter, empfangen. Seine beiden Hunde, Hector und Achilles, wirken äußerst bedrohlich. Wir erklären, dass wir von der Universität Upsala sind und Ingrid besuchen möchten, doch ohne Genehmigung ist das scheinbar unmöglich. Schnell wird klar, dass hier nur Bestechungsgelder weiterhelfen. Wir handeln mit Rasmus und zahlen die Hälfte seines geforderten Preises, versprechen den Rest bis zum Ende des Tages. Kaum sind wir im Gebäude, hören wir Schreie aus den Gängen. Es ist ein beunruhigender Ort.

Dr. Oscar Rasmussen, der leitende Oberarzt, der uns empfängt, verweigert uns den Zugang zu Ingrid. Stattdessen werden wir von einem Pfleger namens Samuel Bäck in ein Wartezimmer gebracht. Auf dem Weg dorthin beobachten wir eine seltsame Szene im Garten: Eine Pflegerin füttert einen Kobold. Was um alles in der Welt geht hier vor?

Währenddessen erreichen Mattis, Friderike und Kristi die Pforte. Auch sie müssen bestechen, um einen Passierschein zu erhalten. Mattis gibt sich als Polizist aus, Kristi als Hausärztin von Linnea. Am Eingang treffen sie auf Prof. Niklas Freyd, der behauptet, die Klinik habe die Vormundschaft über Linnea Elfeklint inne. Das klingt äußerst verdächtig.

Von Samuel Bäck erfahren wir, dass die neuen experimentellen Behandlungsmethoden, die hier angewendet werden, nicht gut für Linnea sind. Noch beunruhigender ist die Information, dass Ingrid Bäcklund in einem Hochsicherheitsbereich gefangen gehalten wird, in einer geheimen unteren Etage, die nur durch einen Seiteneingang zu erreichen ist. Sie soll sediert sein. Warum wird sie wie eine Gefangene behandelt?

Samuel und eine Pflegerin Stina Nilsson äußern ihre Sorgen über die Zustände in der Heilanstalt. Es gibt neue Anteilseigner aus Großbritannien, die merkwürdig erscheinen. Was haben sie vor? Und was hat das alles mit Ingrid und Linnea zu tun?

Die Heilanstalt ist ein Ort voller Geheimnisse und Gefahren. Wir müssen vorsichtig sein, aber wir dürfen keine Zeit verlieren. Ingrid und Linnea brauchen unsere Hilfe und wir werden sie finden, was es auch kostet.

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