Humanitäre Hilfe – Teil 1

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3. März 2075

Geplantes Treffen für einen kleinen Auftrag in einem verlassenen Warenhaus entpuppte sich als Falle. Wir wurden von einem großen Polizeiaufgebot von Knight Errant verhaftet und in eine Zelle gesperrt. Ab und zu kam ein Polizist vorbei, und fragte uns, ob wir nicht den Raub von einem Lastwagen gefüllt mit Komlinks gestehen wollten. Das Ganze war ein Witz und das Polizeiaufgebot viel größer als das, was sie uns vorwarfen.

Nach einer mehr oder weniger schlaflosen Nacht holte uns eine Anwältin namens Annie Goldsmith aus dem Knast, allerdings nur unter der Voraussetzung, dass wir einem anderen Mr. Johnson bei einem Job helfen sollten, der uns auch die Gelegenheit gab, für ein paar Tage aus Seattle zu verschwinden. Wir stimmten natürlich zu, denn uns blieb nichts anderes übrig. Das Gespräch mit Mrs. Goldsmith fand in einem Café namens „Die Kaffeebohne“ statt.

Mr. Johnson stellte sich am Treffpunkt, einem Parkhaus, vor als John Silva, von Horizon. Zuvor bezahlen wir alle noch ein wenig Bestechungsgeld an die örtliche Gang. Ich glaube keiner von uns hatte nach der Frustnacht Lust auf Trouble mit den Cutters, das wäre einfach zu doof und zu klischeehaft gewesen. Mr. Silva engagierte uns für einen Job in einem kleinen Dörfchen im Salish Shide Council in der Nähe von Seattle. In diesem Dorf war vor kurzem eine Seuche ausgebrochen. Horizon unterhält dort eine Forschungseinrichtung, und hat bei Ausbruch der Seuche sofort angefangen, ein Gegenmittel bzw. einen Impfstoff zu entwickeln. Die Salish Shide Regierung hat den Ort Neah Bay, hauptsächlich bewohnt von Makah, abriegeln lassen. Horizon hatte dann den Impfstoff entwickelt und in der Forschungseinrichtung gelagert. Dort wurde der Impfstoff drei Stunden nach Lieferung geraubt. Unser Auftrag ist es, Mr. Johnson zu schützen und zu helfen, den Impfstoff wieder aufzutreiben.

Nach einer kurzen Fahrt übers Meer und einer vierstündigen Autofahrt kamen wir nach Neah Bay und besuchten als erstes das örtliche Krankenhaus. Dort herrsche das absolute Chaos. Von dort ging es in die Forschungseinrichtung von Horizon. Der Eingangsbereich war völlig verwüstet, die Stahltür zum Lager war aus den Angeln gerissen, und hatte riesige Dellen. Erste Untersuchungen ergaben folgendes: Der Astralraum war durch die Seuche stark verzerrt und weist eine Hintergrundstrahlung (+3) auf. Die Videoaufzeichnungen der Überwachungskameras zeigten drei Norms, zwei Männer und eine Frau, die emotionslos die Stahltüren mit bloßer Hand einrissen und den Impfstoff stahlen, sie nahmen aber nichts anderes mit, nur den Impfstoff gegen die Seuche.

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