Aufzeichnungen des Maelgwn y Cawr – Kapitel IJ

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XXVIIJ Mawrth MCCXXXVIIJ a.u.c.
Watling Road, Powys, Cymru

Den Vormittag über regnete es Bindfäden und unser Blick vermochte nicht besonders weit zu schweifen. Doch Wynns Ohren konnten trotz des beständigen Rauschens hinter einer Kuppe Kampfeslärm ausmachen. Dort fanden wir einen Wagen, dessen Wachen sich gerade verzweifelt einer Überzahl sächsischer Söldner gegenüber sah. Wir machten kurzen Prozess mit den 1½ Dutzend Sachsen, welche sich als gut ausgerüstet und trainiert herausstellten. So retteten wir Alana, die Tochter eines Adeligen aus Powys, ihrer Gouvernante Glenis und vier Wachen vermutlich das Leben. Sie sind ebenso auf dem Weg nach Caer Ludein wie wir.

In der befestigten Wegstation, welche wir am Abend erreichten, trafen wir auf eine seltsame Gruppe von Iren. Sie scheinen sich auf der Suche nach eine speziellen Sachsen zu befinden und sorgten dafür das wir sicherheitshalber Wachen aufstellten.

XXJX Mawrth MCCXXXVIIJ a.u.c.
Caer Cynghanedd, Powys, Cymru

Auch wenn Wynn während seiner Wache merkwürdigen Gesang wahrnahm, verlief die Nacht ereignislos. Die Iren hatten sich vor uns auf den Weg gemacht. Wir waren gerade aufgebrochen, um an diesem sonnigen Tag etwas Weg hinter uns zu bringen, als uns zufällig Bran begegnete. Nachdem er den Auftrag von Myrddin an Aled überbracht hatte, er solle sich um das Problem von Caer Cynghanedd kümmern und Alana weiterziehen lassen, fragte er uns über Mancetter und das Biest aus. Er verneinte unsere Frage ob er diesen Fluch brechen könne, prophezeite aber unerwartete Hilfe in nächster Zeit. Gegen Nachmittag war ein heulender Ruf aus dem Wald zu vernehmen, den wir in und um Mancetter bereits gehört hatten. Gwenneg hatte diesen auch in den frühen Morgenstunden bereits vernommen.

In Caer Cynghanedd wurden wir erneut am Tor erwartet, allerdings von einer Gruppe schlecht gelaunter Krieger. Den Schäden nach zu urteilen hatte es hier in der vergangenen Nacht einen Angriff gegeben. Einige Häuser waren nur noch schwelende Ruinen und ein Teil der Pallisade war eingerissen. Nach der Erwähnung Aleds das er hierher geschickt worden sei um zu helfen, wurden wir dann aber doch eingelassen. Lord Malvern und sein Sohn Arwel berichteten von einem Sachsenüberfall im Morgengrauen. Eine gut organisierte Söldnertruppe, die sehr gezielt die Tochter des Lords, Tanwen, entführt und nur schnelle Plünderungen durchgeführt hatte. Die Spur der Söldner verlor sich in Richtung Westen soweit die Kundschafter feststellen konnten.

XXX Mawrth MCCXXXVIIJ a.u.c.
Caer Cynghanedd, Powys, Cymru

Alana und ihr Gefolge machte sich am Morgen, begleitet von Aeron, ihrem Bruder und dem Barden, wieder auf den Weg. Aled, Wynn, Gwenneg und ich nahmen die Verfolgung der Sachsen auf. Begleitet von zwei Kundschaftern des Lords, verloren aber auch wir die gekonnt verwischte Spur im Wald recht schnell. Doch ein Schatten den Gwenneg aus dem Augenwinkel wahrnahm, führte uns zurück auf die Spur und aus dem Wald in die Hügel. Dort wurde die Spur dann deutlich einfacher zu verfolgen, denn die drei Dutzend Sachsen hatten aufgehört ihre Spur zu verwischen. Wynn konnte aus der Spur erkennen das einige von ihnen teilweise schwer beladen waren. Hinter den Hügeln stießen wir dann auf eine alte, römische Straße, der auch die Sachsen gefolgt sein mussten. An einer Weggabelung hatten sie sich aufgeteilt, die schwerer beladenen nach Süden, die anderen nach Westen. Den restlichen Tag verbrachten wir dann damit die beiden Lager, welche wir entdeckten, auszukundschaften.

Die schwer gerüsteten Söldner hatten ihres in der Nähe einiger Ruinen in einer Schlucht in den Hügeln aufgeschlagen und jede Möglichkeit genutzt es schwer zugänglich zu machen. Hier konnten wir die Tochter nicht ausmachen, hatten allerdings auch keine Gelegenheit das einzige Zelt zu überprüfen.

Am Strand fanden wir drei Schiffe und die dazugehörigen, irischen Seeleute vor. Hier gab es mehr Zelte, die wir aber auch nicht überprüfen konnten. Und auch hier fanden wir keine Spur von Tanwen.

XXXJ Mawrth MCCXXXVIIJ a.u.c.
Powys, Cymru

Die Nacht hatten wir an der Wegscheide verbracht und vorgehabt am Morgen zu entscheiden wie wir weiter vorgehen wollten. Allerdings veränderte der aufziehende Sturm die Möglichkeiten beträchtlich.

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