Bestehen und Vergänglichkeit – Teil 4

2 Antworten

11. Peraine

Die besiegten Wölfe lösen sich auf und wir wenden uns dem gefesselten Mann auf dem Altar zu. Der Mann lebt! Es ist tatsächlich Gwendon, der Sume, der dies schon mehrfach “erlebt“ hat. Wie er uns mitteilt, ist das Ritual, in dem er durch seinen ehemaligen Schüler Namris getötet wurde, bereits vollzogen und wir können dies nicht mehr ändern. Bei dem Ritual war der Zeitpunkt aber falsch und so sind mehrere Zeitlinien kollidiert. Wir können das Ritual nicht aufhalten, da es in mehreren Zeitlinien vollzogen wurde. Bevor er weiter sprechen kann, bildet sich ein Schnitt in seiner Kehle, Gwendon stirbt, der Mond färbt sich rot  und wir kehren aus der Zeitstarre zurück.

Wir bestatten den Sumen und Alriko spricht einen Grabsegen, der aber scheitert. Dies hier ist unheiliger Boden! Eine Fläche mit einem Durchmesser von fünf Meilen scheint schon dämonisch korrumpiert worden zu sein!

Bevor wir weiteres planen können, werden wir erneut in eine Zeitglocke eingeschlossen, töten den Angreifer Namris ein zweites Mal und befragen Gwendon, der sich an unsere erste derartige Begegnung nicht erinnert. Der “tote“ Sume berichtet von einem Wächter des Waldes, einem Einhorn, das wir finden müssen, um es im Kampf gegen das Dämonische zu unterstützen. Der Wächter könnte sich an seiner Hütte oder an Lichtungen aufhalten, die er uns beschreibt. Zu Namris befragt erzählt er uns von dem Zerwürfnis zwischen Ihnen. Gwendon verstieß Namris, da er dem Bösen anheim fiel. Dieses schreckliche und auch noch schief gegangene Ritual war also seine Rache an seinem ehemaligen Meister. Bevor wir noch mehr erfahren, bildet sich wieder der Schnitt in der Kehle des Mannes und er stirbt erneut.

Wir folgen den Spuren (des hastig vom Tatort geflohenen Namris) in Richtung Gwendons Hütte, als wir eine groteske Entdeckung machen: Ein regloses menschliches Bein ragt aus einem Baum heraus. Der restliche Körper wurde abgetrennt. Dies sind sehr wahrscheinlich die Überreste von Namris, der damit seinem eigenen Ritual zum Opfer gefallen ist.

An der Furt stellen wir fest, dass sich die dämonische Verseuchung ausbreitet, aber offenkundig den Fluss nicht passieren kann. Auch treffen wir wieder auf mehrere Mindergeister.

An Gwendons Hütte teilen wir uns auf. Leif, Einskaldir und Alriko gehen ins Dorf, um Varena zu holen, deren Flötenspiel beim Auffinden des Wächters hilfreich sein könnte.

Im Dorf angekommen, ist es merkwürdig still, nur im Gasthaus befinden sich Leute. Während unserer Abwesenheit ist es zu einem Todesfall durch rasante Alterung gekommen. Varena wurde verantwortlich gemacht und musste fliehen, wie unsere Gefährten von Iffirgunde erfahren.

Wir treffen uns an der Hütte und beraten. Wir müssen den Wächter finden und wenn möglich auch Varena. Iffirgunde beschrieb einige Lieblingsplätze ihrer Tochter im Wald, die wir aufsuchen könnten.

Wir haben Glück, denn schon an der ersten Lichtung können wir einen Lichtschimmer erkennen. Der Einhornwächter liegt dort ermattet im Gras und die besorgte Varena scheint ihn zu pflegen. Mir gelingt eine bildhafte Unterhaltung mit dem magischen Wesen und ich kann viel in Erfahrung bringen:

Der Wächter kämpft gegen das dämonische an, ist aber geschwächt und kann allein nicht siegen. Die Verseuchung geht von einer schwarzen Eiche aus (im gemeinsamen Gespräch vermuten wir später einen Arkhobal aus der Domäne des Agrimoth hinter dem Wesen), die mit normalen Waffen nicht zu besiegen ist. Eine Möglichkeit besteht aber darin, die Mindergeister, die offensichtlich bereit sind, in unsere Waffen zu fahren, zur Weihe unserer Waffen zu nutzen. Die bildhafte Vision des Wächters verspricht uns den Sieg, wenn wir unsere Waffen auf diese Weise behandeln lassen. Der Wächter kann sogar einen Weg zur schwarzen Eiche in meinen Kopf senden.

Ich berichte und lege als erster meine Pfeile vor den Mindergeistern ab. Tatsächlich fahren vier der Wesen in meine Pfeile ein. Bis auf Latu, der sich lieber auf seinen von der Geweihten Nella erbeuteten Dolch verlassen will, lassen meine Kameraden ebenfalls ihre Waffen von den Mindergeistern segnen.

Wir lassen Varena und den Wächter zurück, um in der Hütte zu nächtigen und einen Plan auszuarbeiten.

12. Peraine

Naramis schlägt vor, ein Tor zum Limbus zu öffnen, muss dafür aber recht nah an den Gegner heran und benötigt etwas Zeit. Latu wird ihn decken. Wir anderen werden den Dämon angreifen. Ich vermute, dass alle sechs Elemente eingesetzt werden müssen, um den Dämon zu besiegen. Jeder von uns trägt mit Mindergeistern unterschiedlicher Prägung beseelte Waffen bei sich; es könnte also gelingen!

Da wir nicht wissen, wie lange der Wächter die Verseuchung noch im Zaum halten kann, eilen wir uns und können mit der Beschreibung des Wächters tatsächlich die ekelhafte schwarze Eiche finden. In weitem Umkreis ist alles schwarz und verfault.

Latu und Naramis bewegen sich vorsichtig auf den Gegner zu. Davor greifen Einskaldir, Leif und Alriko an. Ich verschieße einen ersten Pfeil mit Feuer-Mindergeist, der anscheinend Wirkung erzielt. Als die Kämpfer sich auf 50 Schritt genähert haben, schießt eine kreisrunde Dornenhecke hinter Ihnen empor und schneidet sie von mir ab. Dornen und Tentakeln setzen meinen Freunden arg zu. Ich kann nur mit Schwierigkeiten über die Hecke den zum Glück recht großen Gegner treffen, aber es gelingt mir, alle meine mit Mindergeistern beseelten Pfeile in den Baum zu schießen. Auch meine Kameraden treffen den Dämon mit ihren Waffen. Abhängig von der Art des beseelenden Mindergeistes ergeben sich unterschiedliche Effekte auf den Gegner. Latus erbeuteter Dolch ist allerdings wirkungslos, so dass er sich darauf konzentriert, Naramis zu schützen. Kurz bevor unser Magier das Tor zum Limbus öffnen kann, bricht der Arkhobal jedoch unter unseren Treffern zusammen, die Dornenhecke verschwindet und die Verseuchung zieht sich langsam zurück. Ein weiterer Dämon wurde von uns besiegt!

Wir kehren zum Einhorn zurück, das sich schnell erholt und uns für unsere Hilfe dankt. Die Verseuchung geht zurück und auch die Mindergeister sind verschwunden.

Wir bringen Varena zurück ins Dorf zu Ihrer Mutter und bläuen den Dorfbewohnern ein, nicht mehr vorschnell einem aus Ihrer Mitte die Schuld an Übel und Schlechtigkeit zu geben. Wir betonen vor allem Varenas tapferen Einsatz im Kampf gegen den Dämon und die Dorfbewohner entschuldigen sich und danken ihr ebenfalls, wenn auch zögerlich. Von nun an werden Varena und Iffirgunde unbehelligt im Dorf leben können.

Wir verabschieden uns, sammeln am nahe gelegenen See das benötigte Taschbart Kraut (im Vergleich zu unseren letzten Erlebnissen eine sehr einfache Aufgabe) und kehren zur Burg Dragenstein zurück.

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thd

Ich denke, ihr / wir werden am 12. PER noch in Ruhe die Pflanzen sammeln und im Dorf nächtigen und dann am 13. PER aufbrechen. Ich werde dann da direkt einsteigen.