Gen Norden IV – Im Tal der Donnerwanderer

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Die große Halle ist eine natürliche, ins Eis geschlagene Kaverne, die mit einer großen Anzahl an Gwen Petryl Steinen ausgeleuchtet ist. Nach einem kurzem Gespräch mit den anwesenden Yetis und der Elfe Galandel wird beschlossen, dass die Gruppe zurück zu Phileasson kehren soll, um diesen in die weitere Planung der Ereignisse mit einzubeziehen. Sodann werden die beschädigten Segler repariert und die Gruppe bricht am Morgen des 1. TSA auf in Richtung Süden. Am Abend dann wird das Hauptexpeditionslager ausgemacht und Phileasson über die Geschehnisse in Kenntnis gesetzt, woraufhin beschlossen wird, gemeinsam zurück zu den Hrm Hrm zu kehren.

So fährt die Expedition am Morgen des nächstes Tages zurück zum Yeti-Tal, wo sie von eine Gruppe von 40 bis 50 Yetis erwartet wird. Kurzerhand werden Geschenke ausgetauscht und, nachdem alle Parteien zufriedengestellt sind, wird die Gruppe mitsamt dem Anführer der Expedition, Phileasson Foggwulf, in die große Höhle eskortiert. In der Höhle wird sie von sechs Yetis, die es sich auf großen Findlingen bequem gemacht haben, erwartet. In der Mitte liegen, sorgfältig auf kostbaren Fellen ausgebreitet, diverse Speisen, die wohl eher den Gaumen eines Yetis zu verführen vermögen. Unter anderem ist frischer Fisch, Robbenleber und ein Kessel mit dampfendem Robbenblut zu finden. Da die Gruppe sich darüber bewusst ist, dass dieses Treffen maßgeblich über den Erfolg der Mission entscheiden wird, wird der Diplomatie gezollt und freundlich alle dargebotenen Speisen zumindest gekostet. An dieser Stelle soll angedeutet werden, dass keiner der anwesenden Personen sich an dem Essen vergiftet oder sonst in irgendeiner Art und Weise erkrankt ist.

Die Yetis erklären sich bereit, der Gruppe den Zugang zum sog. „Tal der Donnerwanderer“ zu gewähren, allerdings soll vorher mit einem anderen Yeti Stamm, nämlich den Hüter der Mammuts, den Grom Grom, gesprochen werden, ob es denn zur Zeit genug Donnerwanderer gäbe, sodass eines gefahrlos mitgenommen werden könnte.

So machen sich unsere Polarforscher am Morgen des 3. TSA, begleitet von einigen Hrm Hrm und mit Hundeschlitten ausgestattet, auf ins Tal der Donnerwanderer. Der Weg ist alles andere als ein Spaziergang, aber dennoch schafft es die Gruppe das Ende des Tals der Hrm Hrm zu erreichen. Besagtes Tal verengt sich an dessen Ende zu einem ca. 20 Schritt breitem See, das von einer hohen Mauer aus gefrorenem Eis, umrandet wird. Aus einer weiter oben gelegenen Spalte fällt ein Wasserfall auf den See. Die Yetis machen der Reisegruppe sodann verständlich, dass die Spalte, aus der das Wasser fließt, der einzige Zugang zum Tal der Donnerwanderer ist. Während die die Expeditionsteilnehmer noch dabei sind, den besten Weg hinauf zur Gletscherspalte auszumachen, fordert Ramón zu einem sportlichen Wettkampf auf, wer es denn zuerst nach oben schaffe. Von der Herausforderung angespornt, entledigt sich Raluf sodann seiner Kleidung und fängt sodann an die Eismauer zu erklimmen. Doch leider hat er anscheinend sein Können weit unterschätzt und muss auf halben Wege einsehen, dass es kein Fortkommen für ihn mehr gibt, woraufhin er gekonnt in den See hechtet. Ramón, an dem es nun ist, seinerseits sein Können zu unter Beweis zu stellen, greift sich eine Handvoll Steigeisen und tatsächlich schafft er es behände einen Weg nach oben zu finden und dabei auch noch die Eisen in das Eis zu schlagen, was wiederum das Klettern für den Rest erheblich erleichtert. Nachdem alle nach und nach die Steilwand erklommen haben, findet sich unsere Reisegesellschaft inmitten einer Gletscherspalte, aus der ein Bach zu dem unten liegenden See hinab fließt. Der Bach ist glücklicherweise nicht so breit, so dass ein langsames Vorankommen an den Ufern aus gefrorenem Eis möglich ist. Je weiter es in die Spalte geht, umso mehr merkt man ein ständiges Grollen und Zittern des Bodens. Auf halben Wege durch die Spalte, trifft die Gruppe auf eine Art Kammer, ja eher auf eine Höhle mit einem Loch in der Mitte des Bodens, aus dem in periodischen Abständen ein Strahl dampfendes Wasser unter lautem Getöse empor steigt. Tjalf Tjalvasson, offenbar hocherfreut über dieses natürliche Phänomen, lässt es sich nicht nehmen diesen Geysir näher zu erkunden. Nachdem er seine Neugier zur Genüge befriedigen vermochte, schließt er weiter zur Gruppe, die inzwischen natürlich weiter gegangen war, auf.

Kaum aus der Gletscherspalte hinausgekommen, blicken die Helden auf ein majestätisch wirkendes Tal, das in seinem größten Durchmesser an die 10 Meilen beträgt. Kiefern, Tannen und andere Nadelbäume säumen die Ränder des Tals und in Ferne ist das ein Donnern zu hören. Einer der Hrm Hrm deutet den Helden an hier zu warten, während er loszieht, um die Bewacher des Tals ausfindig zu machen. Nach einer Weile kommt er mit weiteren Yetis, die aber dem Stamm der Grom Grom, den Hütern dieses Tals, angehören. Nach einer Verhandlungspause und einer weiteren Übergabe von Geschenken, willigen die Grom Grom schließlich ein, ein Mammut aus dem Tal abgeben zu wollen.

Da es inzwischen wieder dunkel geworden ist, wird ein Lager aufgebaut und gerastet.

Der 4. TSA wird von Tjalf, dem Jäger und Crottet, dem Nivesen, dazu genutzt, das Tal zu erkunden.

Am 5. TSA, während die Lagernden noch darüber diskutieren, wie man denn am Besten ein Mammut einfängt, kündigt Tjalf, der Wasserläufer, an eines mit Hilfe von Magie bändigen zu können. Alles, was noch zu tun sei, wäre ein Schlitten zu bauen, auf welchen der Mammut aus dem Tal transportiert werden solle. Tjalf lässt sich von den Kundschaftern, und unter Begleitung seiner Gefährten, zu der Stelle, an der die besagte Herde verweilt, führen. Was nun geschieht ist wahrlich weder Hirngespinst, noch Seemannsgarn, sondern die reine Wahrheit. Tjalf Tjalvasson, der über das Wasser läuft, schleicht sich wagemutig an die Herde, die aus 4 ausgewachsenen Tieren und einem Jungtier besteht, heran. Als das Leittier seine Witterung aufnimmt, stampft wütend auf und dröhnt einen ohrenbetäubenden, trompeten-haften Warnlaut hinaus. Als Tjalf, der standhaft wie ein Findling sich von den Drohgebärden des Tiers nicht beeindrucken lässt, setzt das Ungetüm sich in Bewegung in Richtung des Eindringlings. Er nimmt immer mehr Fahrt auf und stürmt regelrecht auf den mit ausgestrecktem Arm stoisch wartenden Tjalf zu. Kurz bevor die Bestie auf Tjalf trifft, fängt sie plötzlich an inne zu halten und die Geschwindigkeit zu reduzieren, doch ohne Erfolg. In einer Wolke aus Schnee überrennt das Mammut das Ziel seines Sturmangriffs und zunächst scheint es, als sei es das letzte gewesen, was man von Tjalf gesehen hat. Nachdem sich die Schneewolke langsam gelegt hat, sehen Tjalfs Begleiter wie das Mammut sich vor Tjalf auf die Knie gesetzt hat und dieser ihn mit seiner Hand an seinem Rüssel streichelt. Tjalf Tjalvasson, der über das Wasser im Hafenbecken von Thorwal gelaufen ist, hat mit schierer Willenskraft eine Kreatur gebändigt, die so monströs ist, dass jeder gestandene Krieger sofort die Beine in die Hand genommen hätte. DAS waren noch Helden, sage ich euch!

„Was ist dann passiert? Tjalf, nun sag doch schon“, drängten die Kinder den kauzigen Geschichtenerzähler. Schmunzelnd nahm dieser einen weiteren Schluck Met und fuhr mit seiner Geschichte fort: „Also das Mammut gehorchte nun dem Willen Tjalfs…

Am Lager angekommen, wird das Tier auf einen Schlitten geschnallt und hinaus aus dem Tal geführt. Am Rande der Gletscherspalte angekommen, dort wo der Bach zu einem Wasserfall wird, beschwört Leif eine Brücke aus glitzerndem Licht, über die der Schlitten samt Ladung hinunter befördert wird. Die Hrm Hrm erklären sich bereit das Mammut sicher zu den Knorren zu bringen, ein Angebot, das dankend angenommen wird.

Nun da die erste Aufgabe erfolgreich abgeschlossen wurde, berät sich die Expedition, wie man die Nächste angehen soll; den Himmelsturm zu finden.

Von Galandel hatte Leif erfahren, dass das Juwel, welches er die ganze Zeit bei sich getragen hat und das er „Nurtis Träne“ nennt, in der Lage sei, den Weg zum Himmelsturm zu weisen. Von dieser Erkenntnis überrascht und nach Rücksprache mit Galandel, die von einem alten, verlassenen Ritualplatz am nordöstlichsten Ende der Insel erzählt, bricht die Reisegruppe sodann auf, besagten Ort zu finden.

Vom 6. bis zum 11. TSA reist die Gruppe zum nordöstlichsten Punkt der bekannten Welt.

Am Abend des 11. erreichen die Helden eine 30 Schritt hohe Felswand, an deren oberes Ende sich ein großes Plateau befindet,das über eine steinerne, längst verwitterte Treppe zu erreichen ist. Da es relativ spät ist, wird ein Basislager am Fuß der Treppe errichtet, ehe die Helden die Treppe nach oben nehmen. Aufgrund der massiven Verwitterungserscheinungen des Steins, kommen sie nur mühsam voran, doch am Ende schaffen es alle heil anzukommen.

Auf dem Zentrum des Plateaus befindet sich ein Altarstein, der wiederum von vier großen Statuen gesäumt wird. Jede dieser Statue stellt eine anders aussehende, wohl elfische, Gestalt dar:

Eine Statue ist nach Norden gewandt und trägt eine Kugel in ihrer Hand, die die sie hinein blickt. Das Besondere an dieser Statue ist, dass sie sich kontinuierlich zu verändern scheint. Das Material, aus dem sich besteht, ändert sich fortwährend und zyklisch von Rosenquarz bis hin zu Granit.

Die südliche Statue stellt einen Elfen mit einem Luchskopf dar. Daneben befindet sich, aus einem rötlichen Stein gehauen, der Leib eines Drachen. Zuletzt ist da noch eine Elfenstatue mit verbundenen Augen, die ein Füllhorn und Schwert in Händen hält.

Da bereits der Aufstieg so beschwerlich und riskant war, beschließen die Helden an diesem Ort ihr Nachtlager aufzuschlagen. In der Nacht wird Gideon von Alpträumen heimgesucht, die, wie er hinterher erzählte, über die Entstehung dieses Ritualplatzes Auskunft geben. Demnach wurde der Altar dazu gebaut, um ein Wegweiser zum Himmelsturm zu sein und Nurtis Träne weist den Weg.

Die ersten Sonnenstrahlen des 12. TSA treffen mit solch einer Präzision auf die Kugel der nördlichen Elfenstatue, dass der Lichtstrahl auf die in dem Altarstein eingelassene Träne Nurtis, trifft und von dieser ein weiteres Mal in Richtung Nord-Nord-Ost gebrochen wird. Offenbar die Richtung, in der der Himmelsturm liegt. Um Nurtis Träne zu beschützen, während die Gruppe unterwegs ist, beschwört Leif einen Elementargeist aus Luft, das die Aufgabe bekommt, das kostbare Juwel zu beschützen, insbesondere vor der Expedition von Beorn dem Blender.

Dem richtungsweisendem Lichtstrahl folgend, treffen unsere Helden auf einen seltsam aussehenden Hügel aus Schnee, auf dessen Rückseite eine Treppe tief in das Eis führt. Doch bevor unsere Gruppe dort hinunter steigt, wird das Konstrukt auf jede nur erdenkliche Art und Weise magisch analysiert, was dann auch folgendes zu Tage bringt: Nichts!

Von diesem Erfolg angespornt, macht sich die Truppe auf, das Innere dieses Hügels zu erkunden und steigen langsam aber sicher die Treppe nach unten. Die Treppe ist, wie die gesamte Konstruktion, aus Eis geformt und endet in einer größeren Halle, die von Eissäulen gestützt wird, die aussehen, als wären sie gefrorene Wasserstrahlen, die von der Decke herabstürzen. Die Eiswände zeigen verwirbelte, Wandmalereien und in der Mitte der Halle liegt, auf eine Art Altar aufgebahrt, ein eingefrorenes, verkohltes Buch. Was immer die Helden hier gefunden haben mögen, es lässt nichts gutes verlauten…

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