Das Dragensteiner Pergament – Teil 1

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28. Hesinde, morgens

Kiamu Sen wird uns wie verabredet zum Treffen des Zirkels des weißen Berges, ein alter Sumenzirkel, führen und Finndar wird uns dorthin begleiten. Unsere erste Zwischenstation ist das kleine Dörfchen Targuleth (200 Einwohner), mitten im Wald gelegen und abgeschieden. Das Wahrzeichen des Dorfes ist eine vom Blitz gespaltene Eiche mitten auf dem Dorfplatz – auch der Standort des gleichnamigen Gasthauses.  Viele Häuser sind festlich mit Trockenblumen und Girlanden geschmückt.

Der Wirt Wenzellaus Krück berichtet uns vom bevorstehenden Fest zu Ehren des Dorfheiligen Targuin und wir lernen den alten Firunz (70), Großvater von Firunz dem Hünen und die Tochter des Wirtes, Jolante Krück, kennen.  Der alte Firunz erzählt uns die ganze Geschichte des Targuin: Der Dorfheilige war für die Vertreibung der Orks aus dieser Gegend verantwortlich, in dem er den Hochschamanen besiegte und eine mächtige Knochenkeule an sich brachte. Könnte es sich bei dieser Keule gar um die von uns gesuchte Knochenkeule Tarrakvash (die Pforte zum Totenreich) handeln? Es ist leider nicht bekannt, wo Targuin begraben liegt und ob er die Keule mit ins Grab nahm.

Nach dieser kurzen Verschnaufpause im Gasthof eilen wir weiter und erreichen am Nachmittag den Kultplatz der Sumen vom weißen Berg. Etwa drei Dutzend von ihnen sind schon anwesend, darunter Arbogast, Maroxes, Hork und Eichwart. Arbogast heißt uns auch sogleich willkommen und beglückwünscht uns zur Erneuerung des Bannes über Tarkrandir. Wie Xargrosch und Naramis uns schon aus den wortlosen Gesprächen mit Tarkrandir berichteten, ist Lepitopir vermutlich der jüngere Bruder des Tarkrandir. Arbogast kann dies nun bestätigen. Sollten wir Lepitopir einmal begegnen, wird uns der Drache hoffentlich ebenfalls für unsere Tat danken, denn mit seinem Bruder verbindet ihn eine tiefe Feindschaft.

Arbogast berichtet uns ausführlich über den Zirkel des Drachenberges, den sein abtrünniger ehemaliger  Schüler Yehodan ins Leben gerufen hat. Tarkrandir und sein jüngster Bruder Corticor sollen ihm angehören. Tarkrandir kann zum Glück nicht aktiv ins Geschehen eingreifen, doch der Aufenthaltsort von Corticor ist unbekannt.  Ziel des Ordens ist es, die jahrtausendealte “Herrschaft der alten Drachen“ wieder herzustellen. Möglicherweise trachtet man danach, Ancarion, den Roten zu erwecken. Dies soll möglicherweise in den Tiefen unter dem Weißen Berg geschehen, wo der nun wieder vereinte Karfunkel eines Drachens (Ancarions Karfunkel?) derzeit ruht. Wir mussten den magischen Stein dort zurücklassen, nachdem die Splitter aus unserer Brust sich dort zusammensetzten. Ein Drache, der diesen Karfunkel schlucken würde, könnte möglicherweise Ancarion zu neuem Leben verhelfen. War dies die Aufgabe, die Tarkrandir zugedacht war? Wie wird sich Corticor nun verhalten?  Dies sind zwar Mutmaßungen, doch sind sie gut begründet. In der Diskussion berichtet uns Xargrosch, der noch unter dem Erlebnis mit Tarkrandir zu leiden hat, von einem Zwerg (Name? Referenz?), der sich nach dem Verschlucken eines Karfunkel grauenhaft verändert haben soll.

Wir müssen mehr über Dragenstein und den Weißen Berg erfahren und Arbogast rät uns, in den Aufzeichnungen des Turolfus Tricolrius nachzuforschen, der die eigentliche Tempelanlage zwar nie gefunden hat, trotzdem aber vieles ergründet haben mag. Turolfus kennt wohlmöglich auch die Lage der bosparanischen Ruinen. Es könnte uns ebenfalls weiterhelfen, wenn wir Ni´uan finden könnten. Von dort gibt es vielleicht Verbindungen zu den elementaren Herren. Sobald es sich ergibt, müssen wir zudem mit Lepitopir sprechen.

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