Gideon Donnerklinge von Nordhag

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Geboren wurde ich am 22. Praios im Jahre 982 BF als zweiter Sohn von Helmbrecht und Junivere von Nordhag. Es war ein wundervoller Tag, die Praiosscheibe stand hoch am Himmel und ihr Antlitz erstrahlte mit voller Kraft. Doch die Freude über dieses Ereignis war nur von kurzer Dauer denn von der kräftezehrenden Niederkunft geschwächt, erkrankte meine Mutter am Kindbettfieber von dem sie sich nicht mehr erholen sollte und das nur wenige Wochen später ihr Leben forderte.

Die frühen Jahre verbrachte ich gemeinsam mit meinem Bruder Praiodan auf der Frauenkemenate am Hofe und wir erhielten eine klassische Erziehung von unserer Zofe. Mit Erreichen des siebten Lebensjahres wurden wir – so wie es die Tradition verlangte – in den männlichen Lebenskreis überstellt und die Entscheidung über unseren zukünftigen Weg war bereits durch unseren Vater vorbestimmt. Als männliche Nachkommen mussten wir die Ausbildung als Ritter antreten, was uns – aber insbesondere Praiodan, da er als der Ältere das Vorrecht auf die Thronfolge hatte – auf die Aufgaben und Pflichten als zukünftiger Baron vorbereiten sollte.

Die Wahl des Zuchtmeisters fiel auf Vitus von Dunkelforst. Bei ihm traten wir unseren Dienst als Pagen und später als Knappen an. Wir verbrachten diese Zeit größtenteils auf seinem Lehen, einer kleinen Wehrburg weiter nördlich am Finsterkamm gelegen. Er sollte uns in die ritterlichen Tugenden und höfischen Sitten einweisen, so dass sie uns in Fleisch und Blut übergingen. Als ich etwa elf Sommer zählte, flaute der Kontakt zu unserem Vater immer weiter ab und auch sein Verhalten änderte sich fort an. Er wurde distanzierter, aggressiver und grüblerischer.
Dies alles schien mit der Ankunft dieses Magiers – ein gewisser Korobar – zusammen zu hängen. Korobar war eine eindrucksvolle Gestalt. Er war nicht nur kräftig gebaut sondern dazu noch sehr groß, sicherlich an die 2 Schritt. Für einen Magier schien er auch noch recht jung zu sein – vielleicht zwanzig Götterläufe. Seine Haut war bronzefarben und er hatte mandelförmige Augen. Dazu kam sein kräftiges, schwarzes Haar was ihm lang über die Schultern fiel. Die Leute im Dorf erzählten sich, dass dieses Aussehen typisch für Norbarden ist doch ich hatte so jemanden wie Korobar noch nie zuvor gesehen. Er trug immer eine schwarze Robe. An der Brust und den Armen war sie eng geschnitten und betonte seinen muskulösen Oberkörper. Ab der Taille fiel sie locker und geradlinig herunter und verdeckte seine Beine und Füße. Für mich war er damals eine verängstigende Erscheinung. Ich nahm an mein Vater hätte vielleicht Sorgen und müsse wichtige Dinge mit dem Mann besprechen.

Als sich dieser Zustand im Laufe des Jahres 993 BF zuspitzte und immer obskurer wurde, wollte ich der Sache auf den Grund gehen und konnte Korobar dabei beobachten, wie er meinen Vater unter einen Zauber stellte und er danach den Befehlen des Magiers gehorchte.
Von diesen Geschehnissen aufgewühlt, berichtete ich Praiodan und Vitus von meiner Beobachtung. Vitus konnte das nicht glauben und – ganz der ehrenhafte Ritter der er war – rüstete er sich und machte sich auf direktem Wege zu meinem Vater und Korobar, um sie mit dieser Anschuldigung zu konfrontieren. Ich weiß nicht was bei der Audienz geschah. Jedenfalls war das das letzte Mal, dass ich Vitus lebend sah.

Praiodan und ich warteten derweil auf unserer Kemenate, als uns ein Brief unter der Tür hindurch geschoben wurde. Wir öffneten ihn sofort und erhielten die Nachricht, dass Vitus uns sofort treffen müsse. Wir machten uns also auf den Weg zu seinem Quartier. Die Tür stand offen. Wir gingen hinein und fanden ihn dort. Erschlagen mit meinem Schwert.
Danach überschlugen sich die Ereignisse. Schritte näherten sich rasch und wir hörten das klirren von Metall. Soldaten! Es gab keinen Ausweg. Wir wurden gefangen genommen und in den Kerker verbracht. Kurz darauf führte man uns vor unseren Vater. Ohne ein anständiges Gerichtsverfahren verurteilte er uns zum Tode, und Korobar stand triumphierend lächelnd neben ihm.
Wir wurden wieder in den Kerker zurückgebracht. In der Nacht verhalf uns unsere Zofe zur Flucht.

Doch diese blieb nicht unbemerkt und auf unserem Wege in die Freiheit wurde mein Bruder von den Wachen gefasst, als er mir aus dem Fenster half. Ich konnte ihn nicht mehr retten. Was aus ihm geworden ist weiß ich nicht, jedenfalls rannte ich so schnell ich konnte in die Dunkelheit und floh nach Trallop.

Dort wollte ich bei der Stadtwache um Hilfe bitten, wurde aber nicht mal zum Hauptmann vorgelassen. Ich verbrachte einige Jahre auf der Straße und konnte mich mit kleineren Botengängen und Diensten über Wasser halten. Während dieser Zeit machte ich unter anderem die Bekanntschaft mit Urs, Ugo und Groben. Der Nachwuchs der Bochsbansens, denen die Schenke „Heller und Kreuzer“ gehörte. Vielleicht kamen sich die drei deshalb vor wie die Könige der Stadt. Dabei waren sie nichts anderes als feige Schläger, Diebe und Erpresser. Das ich mit dem Gesindel oft an einander geriet war also kein Wunder.

Im Frühjahr 995 BF geschah es dann, und es hat mich zu dem gemacht, was ich heute bin. Eines Tages sah ich, wie dieses Pack von der kleinen Myrthe Schutzgeld erpressen wollte. Da Sie ihnen nichts geben konnte wurden sie wütend und stießen sie auf den Boden. Sie traten auf Myrte ein und bespuckten sie.
Das wurde mir einfach zu viel. Ich konnte meine Wut nicht mehr im Zaum halten. Ich rannte los und rammte den dicken Ugo mit Anlauf in den Magen. Er fiel wie ein nasser Sack zu Boden und schnappte nach Luft. Groben verpasste ich einen Kinnhaken. Sein Kiefer knackte und er schrie auf. Urs umklammerte mich jedoch von hinten und ich konnte mich nicht befreien, er war zu stark für mich. Die anderen zwei hatten sich langsam wieder von meinem Angriff erholt und verpassten mir die Tracht Prügel meines Lebens. Wenigstens konnte sich die kleine Myrthe retten.

Zwar hielt mich Urs fest, doch das hielt mich nicht davon ab sie mit den schlimmsten Flüchen die ich kannte zu beschimpfen.
Mein Geschrei zog offenbar die Aufmerksamkeit der anderen Leute auf mich, die sich schnell um uns scharten und die Schläger immer weiter anstachelten. Ich war schon fast besinnungslos vor Schmerzen aber irgendwie entflammte in mir die Kraft, nicht kampflos aufzugeben und so konnte ich mich aus der Umklammerung lösen und teilte noch einige Hiebe und Tritte aus. Aus dem Augenwinkel nahm ich eine Gestalt wahr. Sie stand ganz ruhig und mit verschränkten Armen zwischen dem schaulustigen Pack und beobachtete, wie ich mich wehrte und wartete bis ich blutend am Boden lag.
Nach dem Kampf griff Ugo meine Haare und riss meinen Kopf hoch. Seine folgenden Worte waren eindringlich und voller Hohn: „Es war ein großer Fehler sich mit uns anzulegen. Lass dir das eine Lehre sein. Beim nächsten Mal sehen vielleicht nicht so viele Leute zu.“ Zum Abschied drückte er mein Gesicht in den Dreck und alle drei weideten sich an dem Anblick. Damit ließen sie mich geschlagen und erniedrigt zurück.

Als ich da lag, alleine und wütend auf mich selbst, näherten sich Schritte. Ich blickte durch meine geschwollenen Augen, konnte aber nur eine verschwommene Gestalt wahrnehmen. Trotzdem wusste ich sofort, dass sie es war. Die Person, die mich schon beim Kampf beobachtet hatte. Auch jetzt stand Sie mit verschränken Armen vor mir und ich spürte ihren durchdringenden, abschätzenden Blick.
Ich versuchte mich aufzurichten, doch die Schmerzen waren so stark und ich hatte einfach keine Kraft mehr.
Die Gestalt ließ sich zu mir herunter sodass ich Sie klar erkennen konnte. Sie war gerüstet in einem langen Kettenhemd, das Metall glänzte in der Sonne. Darüber trug sie einen weißen Wappenrock, der den Kopf einer Löwin zeigte. Als sie mich ansprach, erschrak ich, denn ich hörte die Stimme einer Frau: „Lieg still und lass mich deine Verletzungen sehen.“
Ich war wie gebannt und tat, was sie verlangte. Sie versorgte notdürftig meine Wunden und stellte sich als Schwertschwester Selinde von Trallop vor. Sie war Vorsteherin des Tempels der Herrin Rondra zu Trallop: der Halle der Orkenwehr. Als Tempelgebäude diente eine alte Stadttorburg, die wiederum zu der Burganlage von den Söldnern des Ordens des Donners gehörte.

Als ich wieder einigermaßen auf den Beinen stehen konnte, fragte sie mich ob ich meine Kräfte in den Dienst der Göttin stellen wolle. Jemanden wie mich könne die Kirche gut gebrauchen.
Ich musste Selinde wohl durch meinen Kampf beeindruckt haben. Allerdings müsse man noch an meinen Umgangsformen arbeiten, meinte sie. Noch bevor ich genau wusste was ich von diesem Angebot halten sollte, kam ein Ja über meine Lippen, und Ich weiß bis heute nicht ob es tatsächlich aus mir selbst kam.

Daraufhin führte sie meine Ausbildung fort, die ich unter Vitus begann und lehrte mich zudem das Wort der Herrin Rondra. Unter ihrer Führung verbesserte ich meine Kampffertigkeiten in kürzester Zeit und sie lehrte mich, mein Temperament im Zaum zu halten. Die Jahre als Novize waren kein Zuckerschlecken. Ich stellte schließlich mein Leben in den Dienst einer Gottheit und merkte wie anspruchsvoll diese sein können. Aber andererseits war ich schon einiges gewöhnt.
Früh aufstehen, den Tempel säubern, die Opferstöcke leeren, Vorbereitungen für die Messen treffen, die Liturgien und Choräle erlernen, Kampftraining und spät abends mit einer Andacht den Tag beenden. Und das Tag ein, Tag aus.

In meiner Zeit als Novize durfte ich Selinde sogar als ihr Knappe zu den bekannten Turnieren nach Baburin und Arivor begleiten. Irgendwann wurde ich in den Stand des Akoluthen erhoben.
Damit war es jetzt an der Zeit, mich in den fortgeschrittenen Kampfkünsten zu unterweisen. Es war schwer Selindes hohen Erwartungen gerecht zu werden. Aber ich lernte hart und konnte diese Herausforderung meistern. Auf der anderen Seite verlangte sie, dass ich die Prinzipien und Lebensweise der Rondrakirche verstand und – was noch wichtiger war – sie lebte. Und das tat ich aus voller Überzeugung.

Die Jahre vergingen wie im Flug und 999 BF war ich bereit die Schwertweihe zu empfangen. Die Zeremonie sollte durch Viburn von Hengisfort, dem Schwert der Schwerter vollzogen werden und als ich erfuhr, dass wir dazu zum Rhodenstein reisen mussten, erwachten in mir die Erinnerungen an meine Vergangenheit. Der Rhodenstein war nur unweit von Nordhag gelegen und so hatte ich die Hoffnung, Neuigkeiten von meinen Vater und über den Zustand der Baronie zu erlangen.
Wir trafen alle nötigen Vorbereitungen für die Reise und wenige Wochen später brachen wir auf.

Die Reise verlief ohne Zwischenfälle und so erreichten wir wie geplant unser Ziel, den Rhodenstein. Im Laufe der Tage bis zur Schwertweihe hatte ich genügend Zeit mich mit den anderen Anwesenden, die der Zeremonie beisitzen würden, bekannt zu machen und zu unterhalten.

Ich machte Bekanntschaft mit Herdan Pratos, dem Berater von Henigsfort. Er erklärte mir, dass es Pläne gibt einen neuen Orden in Leben zu rufen, der sich ganz der Aufzeichnung und Wahrung der Taten unserer Ordensbrüder und Schwestern annimmt, so dass nichts mehr in Vergessenheit geraten möge und der Rhodenstein sei ein möglicher Hauptsitz für diesen Orden. Die Eigenung sollte während dieser Tage überprüft werden.
Außerdem lernte ich Dragosch Corrhenstein von Sichelhofen kennen. Er war der Gesandte von Waldemar “der Bär” von Löwenhaupt, dem Herzog Weidens.
Im Dorf Rhodenstein bot sich mir sogar die Gelegenheit, das ein oder andere Gerücht aus Nordhag aufzuschnappen. Demnach ging es Nordhag sehr schlecht und der Baron kümmere sich um nichts mehr. Bevor ich jedoch den Gerüchten nachgehen konnte, näherte sich der Tag der Schwertweihe und ich lenke meine Konzentration ganz auf meine Vorbereitungen. Schließlich war ich deshalb hier, darauf hatte ich die letzten Jahre hin gearbeitet.
Alles was Rang und Namen hatte versammelte sich an diesem Tag auf dem Rhodenstein und das Schwert der Schwerter erhob mich während einer pompösen Zeremonie in den Stand des Knappen der Göttin. Während der Zeremonie wurde ich an mein Schwert gebunden und erhielt meinen Schwertnamen.
Zwei Tage später machten wir uns wieder auf den Rückweg nach Trallop. Dabei wurden wir von Dragosch Corrhenstein von Sichelhofen begleitet. Er wollte sich in den Dienst der Kirche stellen.

Wenig später, nach unserer Rückkehr nach Trallop sprach ich mit Selinde. Ich bat um ihre Erlaubnis nach Nordhag reisen zu dürfen, die sie jedoch ablehnte und so war ich gezwungen ihr zum ersten Mal seit unserer Begegnung,  meine Geschichte zu erzählen.
Daraufhin erklärte sie mir, dass Burg Rhodenstein als Hauptsitz für den Orden gewählt wurde und man nun mit den Vorbereitungen der Gründung und dem Ausbau der Burg beginnen würde. Eine Delegation unter der Führung von Herdan Pratos sollte die Aufsicht übernehmen und sich dem Tempeldienst annehmen. Sie schlug mir daher vor, mich dieser Delegation anzuschließen. So hätte ich die Möglichkeit, in Nordhag nach dem Rechten zu sehen. Ohne zu zögern nahm ich ihr Angebot an und so begann ich alle nötigen Vorbereitungen für meine Abreise zu treffen. Im Jahre 1000 BF befreite mich Selinde aus dem Tempeldienst und stellte mich unter den Befehl von Herdan Pratos. Zum Abschied gab mir Selinde noch den Rat, auch ihm von meinem „Problem“ zu berichten. So machte ich mich auf meinen Weg zum Rhodenstein und dort angekommen suchte ich gleich Herdan Pratos auf und trat mit ihm ins Gespräch. Pratos gewährte mir, meinen Dienst für ein paar Tage auszusetzen und so ergriff ich die Gelegenheit um nach Nordhag reisen zu können.

Der Anblick der sich mir bot schockierte mich. Abgemagertes Vieh auf den Weiden, ausgefahrene Wege, verfallene Häuser. Das ehemals wohlhabende Dorf, das vor allem durch die zentrale Lage an drei Handelswegen profitierte, war verwahrlost. Die Burg heruntergekommen, überwuchert mit Efeu und an vielen Stellen nagte der Zahn der Zeit sichtbar am Gemäuer. Nur vereinzelt sah ich Menschen auf den Äckern und Wegen aber jeder von ihnen machte einen niedergeschlagenen, traurigen Eindruck. Die Wirklichkeit war schlimmer als es die Gerüchte die ich in Rhodenstein aufgeschnappt hatte je befürchten ließen.

Ich kehrte zunächst in der Schenke „Zum Finsterkamm“ ein um mich von der Reise zu stärken. Dabei sprach ich mit dem Wirt und er erklärte mir was in den Jahren nach meiner Flucht geschehen war. Der Magier, Korobar, verließ bereits vor Jahren den Ort. Nach dem Tod der beiden Söhne des Barons war er wohl noch etwa einen Götterlauf lang im Dorf. Dann, vom einen auf den anderen Tag war er spurlos verschwunden. Der Verfall begann jedoch bereits fiel früher da sich der Baron nicht mehr um das Dorf und die Geschäfte kümmerte. Sogar Gerüchte um den Tod des Barons machten die Runde, die sich allerdings schnell wieder beruhigten. Denn kurze Zeit nach dem Verschwinden von Korobar war es so als ob ein Bann von dem Baron gefallen wäre. Doch er war nicht mehr derselbe Mann wie vorher. Er war gebrochen und man konnte sehen, dass er vor Gram verging. Er hatte seinen ältesten Sohn eigenhändig hingerichtet und sein zweiter Sohn starb bei einem tragischen Unfall – man sagte sogar er hätte sich freiwillig vom Dach des Turmes gestürzt, aus Trauer um seinen Bruder – flüsterte mir der Wirt zu.

Die Gerüchte über meinen eigenen Tod zu hören weckte in mir merkwürdige Gefühle und ich war wütend darüber, nicht schon früher wieder zurückgekehrt zu sein. Andererseits wusste ich, dass ich nicht zurückkehren konnte solange sich Korobar noch in Nordhag aufhielt. Meine Wut auf mich und Korobar vermischte sich mit der Trauer um meinen Bruder und dem Mitleid für meinen Vater. Doch ich freute mich auch darauf, meinen Vater nach all der Zeit wieder zu sehen.

Ich machte mich also auf den Weg zur Burg doch der neue Verwalter wollte mich nicht einlassen. Glücklicherweise erkannte mich meine alte Zofe und öffnete das Tor.
Sie war es auch die mich zu meinem Vater geleitete. Sie führte mich durch die Gänge und Räume, die ich schon als Knabe zusammen mit meinem Bruder erkundet hatte und ich schwelgte in vielen guten Erinnerungen an Praiodan und die frühere Zeit.

Mein Vater konnte seinen Augen nicht trauen. Er sah aus, als stünde ein Gespenst vor ihm doch ich merkte auch, wie die Traurigkeit und Gram aus seinem Geist und Körper wich und die Zuversicht und Freude wiederkehrte. Das bestätigte meine Entscheidung, doch nach Nordhag zurückgekehrt zu sein. Denn ich hatte große Angst vor dem Tag meinen Vater wieder zu treffen, davor zu sehen was aus ihm und dem Lehen geworden war, davor zu erfahren was mit meinem Bruder geschehen war. Aber jetzt wusste ich, dass es die richtige Entscheidung war.

Wir unterhielten uns lange über die Geschehnisse seit der Ankunft von Korobar. Vater erklärte mir, dass sich Korobar bei ihm als Reisender vorgestellt und ihn um eine Unterkunft gebeten hatte. Gleich bei dieser ersten Unterhaltung muss Korobar meinen Vater unter einen Bann gestellt haben, denn danach sind seinen Erinnerungen nur noch verschwommen, dunkel und wage. Er war nicht mehr Herr seiner Sinne.
Korobar richtete sich in den Gewölben der Burg ein Labor ein und ließ immer wieder Leichen vom Boronsanger zu sich bringen um diese zu untersuchen.
An die folgenschwere Nacht in der Vitus ermordet, Praiodan hingerichtet und ich geflohen war, hatte er nur bruchstückhafte Erinnerungen. Von der Konfrontation mit Vitus wusste Vater nichts, jedoch konnte er sich daran erinnern wie er Praiodan mit seinem eigenen Schwert geköpft hatte. Zu diesem Zeitpunkt stand er schon vollständig unter Korobars Bann und er beschrieb mir wie er das Geschehen aus weiter Entfernung beobachtete. Er fühlte sich körperlos, als schwebte er zwischen Raum und Zeit, so wie ein Geist und es wirkte als blickte er durch eine Wolke dunklen Rauchs.

Er sah sich selbst und Praiodan und auch Korobar war dort. Im Hintergrund waren Gitterstäbe zu erkennen. In der Ecke stand ein Stuhl. Praiodan kniete auf dem kalten, steinernen Boden und sein Oberkörper nach vorne gebeugt, die Hände gefesselt. Seinen Kopf hatte er auf einen breiten Holzstumpf abgelegt und blickte zur Seite.
Korobar setzte sich auf den Stuhl und rückte zu Praiodan um ihn zu verhören. Er stellte Praiodan viele Fragen, Korobar wollte wissen was mein Bruder und ich gesehen hatten, wo ich hin wollte und ob neben Vitus noch andere von dem Vorfall wussten. Praiodan antwortete monoton, auch er stand unter Korobars Bann. Es dauerte nicht lange und er hatte alle Antworten aus meinem Bruder heraus gepresst. Das was nun geschah verfolgte meinen Vater seit dem in seinen Träumen aus denen er in jeder Nacht schweißgebadet aufwachte. Er beobachtete wie er auf ein Nicken Korobars hin sein eigenes Schwert zog, es zu einem mächtigen Schlag über seinen Kopf erhob und auf Praiodan niederfahren ließ. Vater versuchte sich dagegen zu wehren aber er konnte nichts tun. Nur Trauern. Das letzte was er sehen konnte bis das Bild immer blasser wurde, war eine einzelne Träne die seinem Ich an der Wange herunter perlte und Praiodans abgetrennter Kopf vom Stumpf rollte. Danach nur noch Dunkelheit.

Wir sprachen auch über die Nachfolge als Baron. Ich, als letzter männlicher Nachkomme war jetzt erbberechtigt. Wir kamen darüber ein, dass ich erst meinen Dienst auf dem Rhodenstein verrichten sollte und Korobar das Handwerk legen musste.
Froh darüber, meinen Vater wieder gesehen und über alles gesprochen zu haben, kehrte ich auf den Rhodenstein zurück.
In den folgenden Jahren hielt ich Augen und Ohren auf nach Gerüchten von den durchziehenden Händlern und Reisenden, die den Aufenthaltsort von Korobar verrieten und stattete meinem Vater hin und wieder einen Besuch ab. Es war gut zu sehen, wie sich sein Zustand von Mal zu Mal besserte. Von Korobar fand sich jedoch keine Spur.

Erst im Jahre 1005 BF berichteten Händler aus Tobrien und der Warunkei von einem Mann der sich Korobar nannte. Man erzählte sich, er sei Totenbeschwörer. Daher war er in dieser Region auch als der „Schrecken der Tobimora“ bekannt. Daraufhin wurden Bannstrahler ausgesandt um ihn zur Strecke zu bringen aber alle Versuche ihn zu stellen waren bisher nicht von Erfolg gekrönt.

Ich sammelte so viele Informationen wie ich konnte und 1006 BF wandte ich mich an Herdan Pratos mit der Bitte mich auf die Jagd nach Korobar machen zu dürfen. Auch Herdan stellte daraufhin Erkundigungen an und fand heraus, dass nahe der Stadt Eslamsbrück merkwürdige Dinge vor sich gingen. Aufgebrochene Gräber, geschändete Tempel, Übergriffe auf Borongeweihte und immer wieder traf man auf wandelnde Leichen.

Bevor ich nach Warunk reiste, lies ich mir in Trallop eine angemessene Rüstung anfertigen. Dazu stellte ich einen Schuldschein im ansässigen Störrebrandgeldhaus aus. Es dauerte noch einige Wochen bis das gute Stück fertig war und jeden Tag stieg meine Ungeduld. Doch ich wollte auch gut vorbereitet sein, sollte es zu einem Kampf zwischen Korobar und mir kommen.

Noch am selben Tag, an dem ich die Rüstung erhielt brach ich auf nach Warunk. Dort machten Gerüchte die Runde, dass in dem weitläufigen Waldgebiet bei Eslamsbrück die Quelle der Untoten und somit Korobars Kultstätte liegen sollte. Doch auch hier machten die Bannstrahler und Magier keine Fortschritte bei der Suche.

Im Rondratempel zu Warunk erreichte mich eine Botschaft. Sie war versiegelt jedoch ohne erkennbares Wappen. Verfasser der Nachricht war Delian von Wiedbrück. Darin bat er mich um ein Treffen in der örtlichen Schenke. Bei einem Abendessen wollte er mir Informationen zu meiner „Mission“ zukommen lassen.

Ich fand mich also zur Abendstunde in der Schenke ein und traf auf einen unscheinbaren jedoch freundlichen Mann. Er stellte sich als Delian von Wiedbrück vor und gestand mir, dass er Agent der KGIA war. Er war direkt aus Nordhag hier her gereist. Er war schon lange auf der Jagd nach Korobar und die Gelegenheit die sich uns in Eslamsbrück bot war die erste seit Jahren. Darum bat er mich um meine Unterstützung und so willigte ich ein.

Am nächsten Tag begannen wir unsere Nachforschungen in Eslamsbrück. Die Befragung zog sich einige Tage hin, ohne handfeste Informationen zu gewinnen. Dann jedoch erhielten wir den Hinweis, dass es eine Tagesreise weiter östlich von Eslamsbrück einen Steinkreis geben sollte. Da dies der einzige glaubwürdige Hinweis war den wir hier erhielten, machten Delian, drei weitere Agenten und ich selbst, uns sofort auf den Weg zu besagtem Steinkreis. Und tatsächlich: Zur Mittagsstunde des nächsten Tages erreichten wir die Hügelkuppe, hinter der sich der Steinkreis befinden sollte. Vorsichtig näherten wir uns der Kuppe und erblickten dahinter das Lager der Kultisten. Es war ein kleines Dorf, mehrere Hütten und Zelte wurden errichtet und es herrschte geschäftiges Treiben. Allerlei Leute gingen ein und aus. Es verwunderte mich daher sehr, dass die Bannstrahler noch nicht fündig geworden waren.

Wir entschieden, uns bis zum Einbruch der Nacht zurück zuziehen um uns im Schutze der Dunkelheit dem Lager weiter zu nähern.
Gesagt getan. Als die letzten Sonnenstrahlen erloschen kehrten wir zu dem Hügel zurück, da er uns einerseits einen guten Ausblick, andererseits genügend Schutz vor unliebsamen Blicken bot. Wir kamen gerade recht um Zeuge eines dunklen Rituals zu werden. Sieben schwarz gekuttete Kultisten versammelten sich um den Steinkreis und gemeinsam begannen sie einen monotonen Singsang anzustimmen und darin verbotene Verse zu rezitieren. Es dauerte nicht lange, bis sich aus der Mitte des Steinkreises die erste Leiche erhob und wankend den Steinkreis verließ um daraufhin im Wald zu verschwinden. Es vergingen vielleicht mehrere Stunden in denen wir regungslos da lagen und das Treiben verfolgten. Irgendwann jedoch brach der Singsang ab und die Kultisten verschwanden in ihren Hütten.
Die Agenten machten sich bereit, um sich dem Lager zu nähern doch währenddessen geschah das, womit niemand gerechnet hatte. Wir sahen wie Korobar ein Zelt verließ, sein Pferd bestieg und Richtung Osten ritt.

Wir kehrten auf kürzestem Weg zu unseren Pferden zurück und nahmen sofort die Verfolgung auf. Bei Morgengrauen erreichten wir den Waldrand und spürten seinen Lagerplatz auf. Er hatte uns bereits bemerkt, aber wir waren in der Überzahl. Zu fünft näherten wir uns vorsichtig, aber anstatt zu fliehen, machte sich Korobar zum Kampf bereit und stimmte den gleichen Singsang an, den wir bereits in der Nacht während des Rituals hören mussten.

Nur Sekunden später standen wir einer Wolke purer Dunkelheit gegenüber, die wie aus dem Nichts vor uns erschien und Korobar umhüllte. Delian und ich betraten die Wolke und die Geräusche von außen verstummten. Allerdings konnten wir leise den Singsang Korobars wahrnehmen. Plötzlich schoss ein Ball aus Flammen aus der Wolke heraus, traf unsere drei Begleiter die sofort in Flammen aufgingen und kurz darauf verkohlt auf dem Boden zusammenbrachen.

Wir bahnten uns weiter den Weg durch die Dunkelheit, nach wie vor den Singsang in unseren Ohren. Delian erreichte als erster Korobar, dieser jedoch schwang seinen Stab und setzte Delian mit einem mächtigen Treffer am Kopf außer Gefecht. Doch ich war auch noch da und näherte mich, bis ich leise Schritte in meinem Rücken wahrnahm. Ich blickte mich um und erkannte die verkohlten Leichen der drei Agenten die sich mir erbarmungslos näherten.
Sie umringten mich und schnitten mir den Weg zu Korobar ab. So war ich gezwungen zunächst die untoten Wächter auszuschalten. Der Kampf war hart und ich musste mehrere schwere Treffer einstecken, doch ich war siegreich. Endlich stand ich Korobar gegenüber. Wir blickten uns in die Augen und sein erstaunter Gesichtsausdruck verriet mir, dass er in mir den kleinen Jungen den er vor Jahren zu töten versuchte, erkannte.
Ich sah wie sich seine Lippen bewegten und er eine Formel murmelte. In der Luft vor mir materialisierte sich ein Schwert, es bestand aus purem Feuer und ich konnte die Hitze spüren. Sofort griff es mich an und ich musste mich verteidigen. Korobar führte eine geschickte Klinge und setzte mir stark zu. Runde um Runde trafen die Klingen aufeinander doch je länger der Kampf dauerte, desto mehr schwanden mir die Kräfte. Meine Verletzungen die ich erhalten hatte verfehlten ihre Wirkung nicht. Dessen war sich Korobar bewusst und mit einem schnellen Streich seiner flammenden Klinge versetzte er mir einen Hieb der mich seit dem zeichnet. Ich war zu erschöpft um diesen Angriff parieren zu können. Die Schneide traf mich direkt oberhalb der linken Augenbraue und zog sich quer über mein Gesicht bis unterhalb des rechten Mundwinkels.

Dieser Schlag schickte mich zu Boden. Nun lag ich wehrlos vor seinen Füßen. Auf diesen Augenblick hatte er Jahre gewartet. Er zog seinen Dolch, beugte sich zu mir herunter und triumphierend sagte er: „Es wird mir eine Freude sein, dich bald als mein Diener wieder begrüßen zu dürfen.“ Mit diesen Worten setzte er mir seinen Dolch an die Kehle. Doch plötzlich weiteten sich seine Augen und sein Gesicht verzerrte sich vor Schmerz zu einer Grimasse. Ungläubig blickte er zu seiner Rechten herunter. Da lag Delian. Er war wieder zu sich gekommen und schaffte es mit letzter Kraft seinen Dolch in Korobars Seite zu rammen.

Als er die Sekunden des Schocks überwunden hatte, nahm Korobar seine letzten Kräfte zusammen und schwang sich auf sein Pferd. So gelang es ihm im letzten Augenblick zu fliehen.

Die Erschöpfung übermannte mich und ich schloss meine Augen. Im Traum erschien mir eine wunderschöne elfische Frau. Sie war von Dunkelheit umgeben und ich sah tief in ihre traurigen Augen. Ich musste diese Frau finden.

Als ich aus meiner Ohnmacht erwachte, war Delian an meiner Seite und versorgte meine Verletzungen. Er muss mir meine Enttäuschung angesehen haben, zeigte er mir doch gleich den Dolch mit dem er Korobar verwundet hatte. Es war ein Mengbillar und er enthielt Bannpulver. Auch wenn Korobar den Kampf überlebt haben sollte, so würde es ihn auf Lebzeiten daran hindern, jemals wieder seinem Handwerk nachzugehen.

Wir schleppten uns mit letzter Kraft in das nächste Dorf, wo man unsere Wunden fachmännisch behandeln konnte. In dieser Zeit hatte ich noch zwei weitere Male denselben Traum von der wunderschönen Elfe.

Als wir wieder einigermaßen genesen waren versuchten wir Korobars Spur wieder aufzunehmen, was uns jedoch nicht gelang.
Allerdings teilte man uns mit, dass die Kultistengruppe und die herrenlos umherstreifenden Untoten durch die Bannstrahler und Magier aufgegriffen wurden und die Gefahr für die Region gebannt sei. Damit gab es keinen Grund mehr noch länger hier zu bleiben und im Jahre 1007 BF machten wir uns auf den Rückweg zum Rhodenstein.

Seit meiner Abreise hatte sich viel verändert. Tag für Tag trafen immer neue Menschen ein und ich fühlte mich fremd und nutzlos. Das ließ mich an meinen merkwürdigen Traum zurückdenken.

Eines Nachts erwachte ich in meiner Zelle. Zu meinen Füßen saß die kleine Myrthe. Das Mädchen, das ich damals gerettet hatte. Ich blickte sie verwundert an und damit bann sie zu mir zu sprechen: „Fürchte dich nicht. Es ist nur ein Traum. Sie ist dir begegnet als du im Sterben lagst. Du sehnst dich nach ihr. Wenn du dich auf die Suche begibst, wird das deine größte Prüfung sein. Triff diese Entscheidung nicht leichtfertig denn wenn dieser Weg auch zu großem Ruhm führen kann, führen viele Wege in die Dunkelheit Wenn du diese Reise unternehmen willst, musst du vor Tiefwinter in Thorwal sein.“

Somit schlief ich wieder ein und der nächsten Morgen empfing mich mit Blitz und Donner. Ein Unwetter tobte über dem Rhodenstein. Das gab mir die Zeit über meinen Traum nachzudenken. Doch viel davon brauchte ich nicht. Mir war klar, dass ich diese Frau finden musste. War sie in Gefahr? Was sollte dieser Traum bedeuten? Das musste ich herausfinden. Und so machte ich mich bereit für eine lange Reise und verließ abermals den Rhodenstein.

20 Fragen

I. Wie sieht Ihr Held aus?

Die Körpergröße ist die eines Durchschnitts-Mittelländers, allerdings ist er im Gegensatz zu anderen sehr muskulös und athletisch – jedoch nicht klobig. Man kann ihm förmlich ein jahrelanges, körperlich hartes Training ansehen. Die Körperproportionen stimmen zu einander. Er hat kastanienbraunes, glattes Haar, das ihm bis über die Schultern reicht und gut gepflegt erscheint. Sein Gesicht ist symmetrisch geformt, einzig eine lange Narbe trübt das Bild – zieht sie sich doch von oberhalb seines linken Auges über den Nasenrücken bis über die rechte Wange in Höhe des Mundwinkels. Er hat Glück gehabt, dass er sein Augenlicht nicht verloren hat.  An seinen Händen erkennt man viele Narben der eine oder andere Finger ist auch ein wenig zur Seite gekrümmt. Der aufmerksame Beobachter stellt bei ihm auch eine gewisse Ungeschicktheit mit den Händen fest. Offenbar sind das die Auswirkungen von schlecht verheilten Verletzungen.

II. Wie wirkt Ihr Held auf einen Fremden?

In der Öffentlichkeit wird er hauptsächlich in seiner Ordenstracht samt seines Rondrakamms gesehen. Wenn er in den Kampf zieht, trägt er eine Garether Platte. Deswegen und aufgrund seiner Statur gibt er ein recht eindrucksvolles Bild ab. Auf die meisten Personen wirkt es doch eher einschüchternd. Sein oft ernster Gesichtsausdruck tut da sein Übriges. Dieses ernsthafte erweckt zudem den Eindruck, dass er in Gedanken versunken ist. Das stimmt auch – zum Teil – andererseits versucht er immer seine Umgebung gut zu beobachten. Er mag einfach keine Überraschungen…

III. Wie ist Ihr Held aufgewachsen?

siehe oben

IV. Hat Ihr Held noch eine enge Bindung zu Menschen aus seiner Jugend?

Nein, er musste seine Heimat verlassen.

V. Warum ist Ihr Held zum Abenteurer geworden?

Er weiß, dass er dem Magier Korobar noch nicht gewachsen ist, er will genug Erfahrung sammeln um seine Mission zu erfüllen. Außerdem hat er Schulden aufgebaut die er abzahlen muss.

VI. Wo ist der Held schon gewesen?

siehe oben

VII. Ist ihr Held sehr götterfürchtig?

Er glaubt an die Zwölfe und zollt ihnen Respekt. Sein Herz schlägt jedoch für seine Göttin Rondra und verteidigt sie vor jedem Frevler. Er weiß, dass er eines Tages in ihren Hallen seinen Platz finden wird. Angst hat er keine.

VIII. Wie steht Ihr Held zur Zauberei?

Sehr vorsichtig und argwöhnisch. Schließlich wollte ihn ein Magier töten als er noch ein Kind war. Diese Erinnerung verfolgt ihn bis heute.

IX. Für wen oder was würde Ihr Held sein Leben riskieren?

Für Rondra und für die, die er gemäß seiner Prinzipien schützt.

X. Was ist der größte Wunsch Ihres Helden?

Es gilt noch eine Rechnung zu begleichen. Er will den intriganten Magier seiner gerechten Strafe zuführen.

XI. Was fürchtet Ihr Held mehr als alles andere auf der Welt?

Dass er zu spät kommen könnte um seinen Vater und seine Familienehre zu retten.

XII. Wie sieht es mit seiner Moral und Gesetzestreue aus?

Er ist Rondra-Geweihter. Die Prinzipien seiner Göttin vertritt er aus voller Überzeugung.

XIII. Ist er Fremden gegenüber aufgeschlossen?

Er schließt schnell Kontakt, denn trotz seiner Erscheinung ist er von freundlichem Gemüt. Der Kontakt zu Fremden ist jedoch eher oberflächlich und beschränkt sich meist auf Floskeln der Höflichkeit und kurzen Kontakt im Wirtshaus oder Begegnungen auf seiner Reise.

XIV. Welchen Stellenwert hat Leben für Ihn?

Das Leben betrachtet er als das wertvollste Geschenk der Götter. Er hat seines in den Dienst der Leuin gestellt und tut das was sie von ihm verlangt, riskiert sein Leben aber niemals leichtfertig noch setzt er es für Zwecke die den rondrianischen Prinzipien widersprechen aufs Spiel. Genauso sieht er es bei den anderen – seien es Menschen, Elfen, Zwerge usw. – er tötet nur, wenn das Leben der ihm Schutzbefohlenen in Gefahr ist. Wird die Ehre der Leuin oder seine eigene beleidigt, so wird es mit angemessenen Mitteln bestraft – doch niemals mit dem Tot.

XV. Wie steht Ihr Held zu Tieren? 

Tiere sind nützliche Helfer, für manche sind sie auch gute Gefährten. Er betrachtet Tiere mit recht nüchternen Gefühlen, aber er wird genauso dazwischen schreiten wenn er sieht, dass ein Tier zum Spaß gequält wird.

XVI. Hat Ihr Held einen Sinn für Schönheit?

Er ist für schöne Frauen genauso empfänglich wie jeder andere auch. Für Kunst hat er weniger übrig, damit konnte er nie etwas anfangen. Mit Kunst kann man keinen Kampf gewinnen, noch in der Natur überleben. Er ist mehr der pragmatische Typ. Doch auch er sieht eine gewisse Schönheit in den Liturgien die er über Jahre hinweg studiert hat und empfindet bei einigen sogar immer eine gewisse Zufriedenheit wenn er sie still rezitiert oder liest.

XVII. Was isst und trinkt er am liebsten?

Fleischwanzenragout, Riesenspringegeleintopf, helles Ferdoker und baburiner Leuinnen-Bräu….

XVIII. Wie sieht es mit der Liebe aus?

Sein bisheriges Leben hat er dem Dienst an seiner Göttin gewidmet. Für eine andere Liebe ist da kein Platz. Aber vielleicht muss er nur die richtige Frau treffen.

XIX. Gibt es ein dunkles Geheimnis aus seiner Vergangenheit?
Zwar gibt es in seiner Vergangenheit so manche dunkle Ereignisse, jedoch gibt es keinen Grund diese zu verheimlichen. Dennoch behält er die Geschichte über das Geschehene lieber für sich, weniger aus Scham sondern aus Schmerz über den Verlust seines Bruders. Denjenigen, die sein Vertrauen genießen wird er diese Geschichte erzählen – wenn sie ihn fragen.

XX. Welche Charakterzüge bestimmen Ihn?

freundlich, ehrenhaft, nachdenklich, ehrlich, gerechtigkeits-fanatisch, überlegt, stolz, nachtragend, arrogant.

 

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thd

Antwort auf Frage #19 geändert.