Die Geschichte der Familie von Dragenstein (300 BF – 728 BF)

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Um 300 BF haust ein mächtiger orkischer Schamane im Weißen Berg, der die uralte Keule seiner Ahnen in seinen Besitz gebracht hat. Die Macht des Schamanen ist selbst für den Druidenzirkel zu groß so dass sie einem Andergaster Ritter, Kunolt von Angenmahr, ihre Unterstützung anbieten. Durch die Kraft eines druidischen Stirnreifs, der ihn vor der Magie des Schamanen schützt, besiegt Kunolt den Ork und vertreibt den Stamm aus dem Weißen Berg. Zum Dank erhält Ritter Kunolt von Angenmahr die Freiherrschaft über das Land um den Weißen Berg vom Fürsten von Andergast verliehen. Er lässt die Burg Dragenstein auf dem Gipfel des Berges errichten und begründet somit das Geschlecht der Freiherren von Dragenstein, die seitdem ein fruchtbares Bündnis mit dem Druidenzirkel pflegen.

Andra, der Tochter des Freiherren, und ihrem Gatten Argos bleibt leider die Gnade Sumus, Kinder zu empfangen, verwehrt. In ihrer Verzweiflung wendet Andra sich an die Druiden und auf deren Anraten geht sie einen Pakt mit einem Sumen ein, der sie schwängert. So gebärt sie Drillinge, die sie als leibliche Kinder ihres Mannes Argos aufzieht. Was sie nicht weiß, der Sume ist in Wirklichkeit der Drache Bekragor aus dem Gefolge Pyrdacors in menschlicher Gestalt. Durch seinen Pakt mit den Druiden sieht er seine Chance, wieder Einfluss auf die Geschicke der Welt durch die nun herrschende Rasse, die Menschen, zu nehmen.

Als Andra ahnt dass die Drillinge über besondere Kräfte verfügen, da sie Nachkommen eines Drachen sind, offenbart sich Bekragor der Mutter. Laut der Legende treffen Argos und Andra an den Wasserfällen, später die Andrafälle genannt, auf Bekragor, der sie in sein Geheimnis einweiht. Der alte Drache verlangt den Tod Andras als Opfer, die sich bereitwillig in die Fluten stürzt, um ihre Familie zu schützen und um ihre Schande zu sühnen (Andras Tod). Argos aber übergibt er den Dragenhelm, ein mächtiges Artefakt drachischer Herkunft, welches Symbol und Wahrzeichen einer neuen mächtigen Dynastie, der Dragensteiner, und von Generation zu Generation weiter gegeben werden soll. So tragen die Nachfahren Andras von Dragenstein Drachenblut und das Erbe des Kaiserdrachen Bekragors in ihren Adern.

Um 500 BF lässt Argelion, der älteste Sohn Andras, dem ein unfassbar langes Leben zuteil wurde, den druidischen Stirnreif in den Dragenhelm einarbeiten und bündelt beide Kräfte zu einem mächtigen Artefakt. Die Freiherrschaft Dragenstein gewinnt immer mehr an Bedeutung und so scheint der Plan Bekragors aufzugehen. Doch da unterläuft ihm ein Fehler, er betritt das Tal der Elemente, um dessen letzten Geheimnisse zu erfahren, doch die Geoden stellen ihm eine Falle und binden ihn mit einem mächtigen Zauber auf Lebzeiten in das Tal, welches in einer Globule liegt. So kann er das Tal der Elemente nicht mehr verlassen und gerät mit der Zeit bei den Dragensteinern, seinen menschlichen Nachfahren, in Vergessenheit.

Kurz vor seinem Verschwinden sucht Argelion von Dragenstein Bekragor im Finsterkamm auf und erhält von diesem den Siegelring des Geschlechts von Dragenstein. Ein Jahr später stirbt Argelion und gibt Ring und Helm an seinen Erben weiter. Die Geschichte der Herkunft verblasst von Generation zu Generation, auch die Druiden erinnern sich nur noch vage an die Vergangenheit und den Pakt mit dem Kaiserdrachen. Auch die Lebenspanne der Nachfahren wird kürzer und ihr Erbe verblasst. Der Siegelring und der Dragenhelm bleiben allerdings wichtige Erbstücke der Dragensteiner.

710 BF geschieht etwas unerwartetes, Folkmar, ein Andergaster Ritter, heiratet Clagunda, die Urenkelin von Argelion, und wird aus Mangel an männlichen Nachfahren neuer Freiherr von Dragenstein. Da er selbst nicht viel von Druiden und Sumen hält, kündigt er aus einer Laune den uralten Pakt mit den Druiden auf und holt sich auf Anraten des Andergaster Adels und der Akademie einen Hofmagier auf die Burg. Der Dragenhelm wird in die Rüstkammer verbannt, verstaubt und gerät in Vergessenheit.

720 BF verstirbt der alte Hofmagus und Tirolfus Tricorius, ein junger ehrgeiziger Gildenmagier aus der Akademie in Andergast, wird sein Nachfolger und damit nimmt das tragische Schicksal von Dragenstein seinen Lauf. Rasch entwickelt Tirolfus Tricorius einen perfiden Plan, selbst die Herrschaft über die Burg und die Freiherrschaft zu übernehmen. Er entdeckt die Macht der Kraftlinien unter dem Weißen Berg und macht sie sich zu Nutze.

Als sich Kono von Dragenstein, Folkmars Sohn, unglücklich in Maraleis von Eschental verliebt, deren Herz bereits einem anderen Ritter gehört, sieht der Hofmagus seine Zeit für gekommen. Er bietet dem armen Kono einen Pakt mit augenscheinlich harmlosen und wahnwitzigen Bedingungen an und will im Gegenzug mit einem Liebestrunk dafür sorgen, dass die Angebetete in Konos Liebe erwidert (Der Kontrakt der Burg Dragenstein). 722 BF heiratet Kono von Dragenstein seine Geliebte Maraleis von Eschental und holt sie auf die Stammburg.

Doch nun beginnt die Intrige des Magiers zu fruchten, alle unwahrscheinlichen Bedingungen des Paktes treten ein, auch Folkmar, Konos Vater, stirbt in vorhergesehener Weise, natürlich durch das Wirken des Magus und so muss Kono sein Wort halten. Er muss den Dragenhelm bis zum nächsten Vollmond in Tirolfus Hände gelegt haben oder dem Magier seine Schwester Leaja zur Frau geben und den Titel des Freiherren von Dragenstein ablegen. Da der Magier bereits dafür gesorgt hat, dass der Helm aus der Burg nach Andergast geschafft wird, bricht Kono sofort auf, um den Helm zu holen. Zuvor beichtet er seiner Mutter, Clagunda, den Pakt mit dem Magier.

Clagunda von Dragenstein ist nicht so naiv wie ihr Sohn und ahnt sofort wer hinter diesen ganzen Zufällen steckt. Da sie im Gegensatz zu ihrem verstorbenen Gatten Folkmar den alten Traditionen anhängt, bittet sie die Druiden in ihrer Verzweiflung um Hilfe. Der Druidenzirkel willigt ein zu helfen, will den arroganten Dragensteinern aber Zugleich eine Lektion erteilen, da diese den Bund grundlos aufgekündigt und sich von ihnen abgewandt haben. Sie versetzen Burg Dragenstein in eine Globule, und entrücken sie aus Aventurien, so dass nie Vollmond über dem Weißen Berg erscheinen kann. Durch den Fluch verbringen die Bewohner der Burg aber nur einen Tag in Aventurien, während im Rest der Welt ein ganzer Mond vergeht.

Kono von Dragenstein kann derweil zwar den Dragenhelm aufspüren, aber er kehrt zu spät zurück, die Burg und der ganze Weiße Berg mit ihr sind verschwunden. Vor Verzweiflung stürzt er sich in die Kriege gegen Nostria und erwirbt 723 BF Ruhm als Drachenritter in den Schlachten gegen Nostrianer und Orks. Im Jahre 726 BF hat er eine kurze Affäre mit Adita von Eichenfels, die sich trotz seines Schicksals in ihn verliebt. Er schenkt ihr den Siegelring der Dragensteiner und Adita wird mit Konos Kind schwanger. Er verkraftet sein Schicksal nie, fällt dem Suff anheim und verkauft 727 BF den Dragenhelm an die Magierakademie in Andergast. 728 BF endet Kono als tragische Gestalt mittellos und einsam während er als Haderlump zu einer Kerkerhaft verurteilt wird. Adita von Eichenfels gebärt Kono einen Sohn, den er nie sieht, und somit einen Nachfahren und gibt ihm später den Siegelring als sein Erbe.

Während dessen steht die Zeit auf Burg Dragenstein still. Die Freiherrin Clagunda und ihre Tochter Leaja arrangieren sich mit Tirolfus und der Magus sucht nach einem Ausweg aus der Globule. Er entdeckt die geheimen Katakomben unter der Burg tief verborgen im Berg und lässt sich mit dem Geist des Orkschamanen aus der Knochenkeule ein. Er erhofft sich mehr Macht durch das Bündnis, doch letztlich erlangt der Geist die Oberhand und der Schamane ergreift Besitz von Tirolfus Tricorius.

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