Der Weiße Berg: Der Fluch von Burg Dragenstein – Teil 6

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6. Efferd, abends in Andrafall

Karakal begibt sich in die Burg, um von unseren Abenteuern zu berichten. Die Anwesenden Adeligen, darunter Ysgol, der Freiherr Waldomir und Andron von Andrafall, der alte und kampferfahrene Ritter. Alle lachen herzlich über die Demütigung des Prinzen Wendelmir. Es wird über die Burg Dragenstein und den Fluch diskutiert. Der Freiherr Waldomir bezeichnet die Bewohner der Burg Dragenstein als Nachbarn und lädt sie zu einem Besuch ein, worauf Karakal „Die Geschichte ist noch nicht zu ende geschrieben – alles ist möglich!“ antwortet.

In einem Gespräch mit Andron erfährt Karakal, dass der Ziehsohn Androns, Agrawan von Andrafall, im Besitz eines Ringes ist, der das gesuchte Wappen Konos (den silbernen Drachen auf grünem Grund) trägt. Der Ring war einst im Familienbesitz der Familien von Dragenstein und Eichenfels (Kono hatte ein uneheliches Kind mit Adita von Eichenfels) und es bestehen verwandtschaftliche Beziehungen. Leider kann uns Andron nicht mehr erzählen, denn Agrawan wurde vom Magier Naramis Spinosa zu einer gemeinsamen Reise mit unbekanntem Ziel abgeholt. Karakal kehrt zu uns in die Taverne zurück und wir besprechen uns. Wir haben bis zum nächsten Vollmond (vom 12. auf den 13. Efferd) Zeit, um den Drachenhelm zur Burg zu bringen.

7. Efferd

Wir kaufen Proviant und brechen zu dem Ort auf, an dem wir die entrückte Burg Dragenstein vermuten. Latu und ich erkennen den Weg wieder. Dieser windige, herbstliche Tag vergeht ereignislos.

8. Efferd

Karakal steht früh auf, um rituelle Schwertübungen zu Ehren seiner Göttin zu machen, während Latu, Xargrosch und ich uns auf die Suche nach Kräutern begeben. Ich bin erfolgreich und finde einen kleinen Strauch Einbeeren, als ich in weiter Ferne den Alarmruf Einskaldirs höre. Ich bereite meinen Bogen vor und renne so schnell wie möglich zum Lager zurück. Dort werden Einskaldir und Karakal bereits von mehreren Orks mit Pfeilen beschossen und mit Säbeln in einen Nahkampf verwickelt. Als ich im Lager ankomme trifft auch mich unerwartet ein Pfeil. Ich muss wohl zu schnell gerannt sein, um meinen Freunden beizustehen, denn mein Herz schlägt wie von Sinnen und in diesem Kampf gelingt mir wenig. Mein abgeschossener Pfeil geht aus nur 3 Schritt Entfernung fehl und auch ich werde in den Nahkampf verstrickt. Auch Latu erreicht atemlos das Lager, während Xargrosch noch im Wald umherstreift.

Wer weiß, wie dieser Kampf ausgegangen wäre, wäre nicht überraschend Kiamu Sen (den wir hinter vorgehaltener Hand auch “den Schlächter“ nennen) aufgetaucht. Kiamu steht uns im Kampf bei und so können wir einige der stinkenden Orks erschlagen. Die anderen flüchten. Wir eilen zu Xargrosch, der ebenfalls von zwei Orks bedrängt wird. Gemeinsam schlagen wir sie in die Flucht. Als wir die Leichen am Lager untersuchen, erkennen wir wieder das Zeichen der roten Hand auf den Rüstungen der Orks! Wir erzählen Kiamu vom Erhalt des Drachenhelms und er führt uns weiter in den Wald hinein. Der wortkarge Recke berichtet uns von “gut getarnten Beobachtern, die sich nicht abschütteln lassen“. Werden wir weiter von Nachtalben verfolgt?

9. Efferd

Im höheren Steineichenwald treffen wir Arbogast, der zufrieden ist, dass wir den Helm nun besitzen. Karakal und Xargrosch zeigen auch die beiden gefundenen Pyramiden, die wir aber erst einmal behalten sollen. Sie sollen uns beim Betreten der gesuchten Kultstätte Ni´uan nützlich sein. Wir sollen ihm den Helm für eine Nacht überlasen, damit er die darin schlummernde Sumen- und Drachenmagie aktivieren kann. Er entfernt das wertlose Innenfutter und legt den eigentlichen magischen Gegenstand, einen Stirnreif aus Holz, frei. Dieses Artefakt sei von großer Kraft, die aber lange inaktiv war und erst wieder geweckt werden müsse. Daher werde er in dieser Nacht noch eine weite Reise zum Drachen Lepitopir unternehmen müssen. Mit diesen Worten verabschiedet er sich.

Wir besprechen die neuen Informationen. Lepitopir soll einer von drei berühmten Höhlendrachen sein, von denen einer recht eigentümlich sein soll. Auch soll der Ort, an dem die Burg Dragenstein errichtet wurde, schon vor tausenden von Jahren von den Drachen als magische Städte verwendet worden sein, bevor Orkschamanen und schließlich die Menschen sich dort niederließen. Kreuzen sich an diesem Ort mächtige Kraftlinien des mandra?

10. Efferd

In der Nacht hören wir Wolfsgeheul und etwas später ein weit entferntes, markerschütterndes Gebrüll. Was ist passiert? Kiamu Sen und Arbogast finden zu uns zurück. Arbogast sieht etwas mitgenommen und rußgeschwärzt aus. Auf unsere Frage antwortet er, die Magie des Reifes sei nun erwacht. Kam es zum Kampf zwischen Arbogast und Lepitopir oder war das Gebrüll auf einen anderen Grund zurückzuführen? Der Reif sollte den Träger vor orkischer und elementarer Magie schützen, allerdings erscheint jetzt noch nicht der rechte Zeitpunkt gekommen zu sein, den Reif aufzusetzen. Arbogast gibt Karakal den Reif zurück und wir haben Gelegenheit mehr von Arbogast und Kiamu zu erfahren.

Arbogast scheint Pher Drodont zu kennen und kann auch die Aura unserer Karfunkelsteine (die wir ihm daraufhin zeigen) spüren. Angeblich soll Pher schon zu Zeiten Bosparans Fall gelebt haben und war (oder ist noch ?!?) einer der größten Drakologen und Mitglied des Konzils der Elemente zu Drakonia. Drakonia war eine heilige Kultstädte der Drachen und Sitz einer Akademie von Kultisten zu Pyrdacors Zeiten. Da die Geschichte der Elfen sehr stark mit der Geschichte von Pyrdacor und Pardona verbunden ist, erzähle ich etwas aus unserer längst vergangenen Geschichte. Arbogast mutmaßt, dass unsere Verfolger “die Kinder Pyrdacors“ (gemeint sind die Nachtalben, die von Pardona erschaffen wurden), den Ort, an dem Burg Dragenstein entrückt liegt, derzeit nicht betreten können. Wollen auch sie den Fluch brechen und somit wieder Zugang zu Ihrem lange unerreichbaren Heiligtum erlangen?

Arbogast zeigt sich sehr interessiert an unseren Splittern, die wie wir wissen Splitter eines Karfunkelsteins (der Essens einer Drachens) sind. Die Splitter sind so groß, dass alle zusammengenommen wesentlich größer sind, als der Karfunkelstein eines Kaiserdrachens, des derzeit größten lebenden Drachens. Sollten alle Splitter von ein und demselben Karfunkelstein stammen, muss der Drache, von dem er stammt, wahrhaft alt und mächtig gewesen sein. Sollten die Splitter gar Teile von Pyrdacors Karfunkelstein sein? Zahlreiche Legenden ranken sich um den Niedergang und den Verbleib Pyrdacors. Wir könnten hierzu den weisen Drachen Fuldigor befragen, der sich im Ehernen Schwert aufhält.

Gerüchte besagen, im Finsterkamm sei ein ungewöhnlicher Horndrache (ein pervertierter Kaiserdrache?) zu finden. Auch spekulieren wir darüber, was passiert, wenn alle Träger der Karfunkelsplitter an einem Ort zusammen treffen. All dies sind jedoch Anhaltspunkte, die uns momentan nicht weiter helfen. Zunächst müssen wir mit dem magischen Holzreif der Sumen zur Burg Dragenstein gelangen. Dies wird wieder am 12./13. Efferd möglich sein, wenn unsere Theorien dazu stimmen.

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