Haste Scheiße am Fuß, haste Scheiße am Fuß

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Haste Scheiße am Fuß, haste Scheiße am Fuß (Sven „Oppa“ Hundertkrug)
Rubens Tagebuch, 30 Oktober 2512

Ich kann kaum die Feder halten, so weh tut mir alles. Wir waren schon oft in der Misere, aber noch nie so sehr wie dieses Mal. Nur sehr knapp und mit viel Glück und vermutlich auch mit dem Segen der Götter konnten wir den Sieg erringen.

Mir kommt der Gedanke ob Meister Engels sich bei so wichtigen Ereignissen nicht besser selbst gekümmert hätte, aber es scheint das er immer dann, wenn es wirklich gefährlich und wichtig wird, einfach nicht in der Stadt ist. Das ist ein Trick den ich gerne selbst beherrschen würde.

Aber ich greife vor. Da standen wir also in der Kanalisation. Und ich weiß wirklich nicht warum eine Kanalisation als große Errungenschaft gepriesen wird, als Wunderwerk der Zivilisation. Sicher rein akademisch weiß ich es natürlich, aber in Wirklichkeit setzt es voraus das irgendwelche armen Schweine unter der Erde alles in Stand halten, damit die Bürger der Stadt sorgenfrei scheißen können.

Da waren wir nun, knöcheltief in allem was Übersreik so zu bieten hat und aus allen Richtungen drangen Rattenmenschen auf uns ein. Aber nicht nur einfache Rattenmenschen, nein, ein riesiges drei Meter großes Rattenmonstrum war auch darunter. Dazu schossen Attentäter aus den dunklen Gängen auf uns. Verbissen wehrten wir uns unserer Haut, beschützten den jungen Wendolin und kassierten so manche Wunde.

Während Alanus, Konrad und Kruger schnell die ersten Rattenwesen in den stinkenden Schlamm schickten, zog ich Ulgu heran, um einen Zauber wirken zu können. In einem der Gänge spürte ich wie ein Zauber gewirkt wurde. Nekromantie griff nach den toten Skaven und sie fingen an zu zucken.

Ich schaffte es den Rattenoger, der sich mit Konrad in einem heftigen Schlagabtausch befand, zu verletzten und einen weiteren Skaven, wurde im Kampfgetümmel von mehreren anderen schwer getroffen. Den anderen erging es kaum besser, besonders Kruger sah mittlerweile Übel aus und hatte sich böse den Zeh gestoßen.

Leider war auch Schwester Haberkorn kaum eine Hilfe, da sie mit einem geworfenem Netz am
Boden festgehalten wurde. Wendolin wimmerte wie, ja wie ein Kind. Die Stimme des ominösen Zauberers erklang in einer fremden Sprache die an Magick erinnerte und die ich deswegen verstand. „Der Meister will den Jungen, tötet die anderen“.

Sofort flitzte ein Rattenattentäter in das Getümmel, ergriff den Jungen und zog ihn mit sich. Alanus setzte ihnen nach wurde von dem Skaven aber zu Boden geschleudert. Ohne groß nachzudenken nahm ich ebenfalls die Verfolgung auf und schleuderte einen kleinen magischen Schattenfetzen auf den Skaven. Dann traf er mich so hart in die Rippen, das zwei brachen und ich ging zu Boden. Die Schmerzen waren unglaublich und mit letzter Kraft konnte ich einen Heiltrank zu mir nehmen.

Auch Konrad, der sich mittlerweile gegen drei wiederauferstandene Skaven Untote und den Rattenoger behauptete, wurde schwer getroffen. Kruger focht gegen mehrere, gepanzerte Ratten. Es sah nicht gut aus für uns. Immer wieder kamen Geschosse und Zauber aus den finsteren Gängen, doch zum Glück verfehlten diese meist. Auch der Rattenoger verfehlte Konrad stets und brüllte seine Wut heraus.

Alanus gelang es dann den Attentäter zu töten, während er noch am Boden lag und Wendolin war erst mal außer Gefahr. Dafür setzte mir ein anderer mit seiner ungesund grün schimmernden Klinge böse zu, bis mir Alanus zur Hilfe kam. Dann erhob Schwester Haberkorn ihre Stimme und ein Licht ging von ihr aus, das die Untoten verbrannte. Endlich! Der Rattenoger wurde von dem schwer verletzten Konrad erledigt und gemeinsam konnten wir Kruger beistehen.

In dem Gang mit dem Zauberer vernahm ich das grüne Glühen eines Portals, der hinterhältige Feigling floh! Mit zitternden Fingern begann ich unsere Verletzungen zu verbinden. Konrad und ich selbst wären sonst in Windeseile verblutet. Ich sah noch nach dem Portal, aber es war verschwunden. Lediglich eine Tasche lag noch im Gang. Mehrere obskure Materialien für Zauber und mehrere Schriftrollen mit Zaubern befanden sich darin, die ich an mich nahm.

Halbtot schleppten wir uns weiter und erreichten schließlich Cordelias Haus. Sie fiel fast in Ohnmacht durch den Gestank und den Anblick den wir boten. Wir reinigten uns etwas ehe wir in Christoph Engels Turm gingen. Er würde sowieso nicht erfreut sein, aber das Risiko nahm ich gerne auf mich. Hätte er halt da sein sollen um zu helfen, statt nur eine Botschaft zu schicken.

Es ist ja nicht so, dass nicht monatelang Zeit gewesen wäre um den Jungen aus der Stadt zu bringen. Vor allem wenn man ein Meister des Grauen Winds der Heimlichkeit und Schatten ist. Aber… es steht mir vermutlich nicht zu so zu urteilen.

Schwester Haberkorn bedankt sich mehrmals und macht sich dann auf den Weg zurück zur Kapelle, damit niemand Verdacht schöpft. Wendolin schläft irgendwann ein und auch wir kommen endlich zur Ruhe.

Was für ein Tag! Und was stand uns am nächsten bevor?

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