Der Rat der Spinnen – Teil 5

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Radagast wacht kurz aus seinen fiebrigen Träumen auf und sagt “Bringt mich in Balthis Halle, sonst ist es zu spät!”, dann bricht er wieder zusammen. Nach kurzer Diskussion entscheiden wir uns sofort, mitten in der Nacht, aufzubrechen. Da wir endlich Mal wieder in sicheren Gebieten sind, können wir auch Nachts mit Licht reisen und uns beeilen. Die Reise ist beschwerlicher als gedacht, denn der Schatten ist bereits weiter vorgedrungen als gedacht. Wir verlieren Zeit durch einen Sumpf, den es laut Roderic früher nicht gab und umgehen eine Gruppe Wölfe, die anscheinend Beute hat, aber wir lassen uns nicht ablenken.

Plötzlich fährt uns ein dunkler Windhauch entgegen, etwas unfassbar Dunkles liegt vor uns, wir gehen schnell in Deckung und warten ab. Raureif bildet sich auf den Blättern im Wald, es wird eiskalt. Eine geisterhafte Erscheinung umgeben mit einem bläulichen Leuchten streift vor uns durch den Wald. Es wirkt, als wenn selbst die Bäume der großen Gestalt den Weg frei machen und versuchen der Gestalt auszuweichen. Trotz der Deckung wird das Wesen uns gewahr. Wir fliehen, aber sie verfolgt uns unbarmherzig. Völlig unvermittelt wird das dunkle Wesen von der Seite angegriffen. Feredrun die Maiar hat unsere Not erkannt und ist uns zur Hilfe geeilt, damit ermöglicht sie uns die Flucht und wir schaffen es knapp zu entrinnen. Wir können nur hoffen, das auch sie davon gekommen ist.

Erschöpft erreichen wir am frühen Morgen die Stadt der Waldmenschen. Nach kurzer Vorstellung bei den Wachen werden wir auch eingelassen und machen uns direkt auf zu Balthis Halle. Der Wächter der Halle Garivald ist erstaunlicher Weise schon wach und versucht halbherzig uns aufhalten. Er will den Ältestenrat rufen und sich mit ihm beraten. Müde ignorieren wir ihn und betreten die Halle. Natürlich lässt Garivald nicht lange auf sich warten und er hat Friedwald, einen der Ältesten und einige Wachen im Schlepptau. Friedwald klärt uns auf, das Beorn vor einer Gefahr von Gestaltwandlern gewarnt hat und das Balthis Lampe Gefahr von ihnen droht. Garivald sollte deswegen niemanden in die Halle lassen.

Wir erzählen unsere Geschichte seit dem Aufbruch von Schwarzhall und überzeugen Friedwald, dass dies wirklich Radagast ist und dass er uns in seinem Fieber angewiesen hat, schnell hierher zu kommen. Wir einigen uns mit Friedwald, das wir mit Wächtern in der Halle bleiben dürfen. Wir ruhen nur kurz, als Radagast aufwacht, auf die Lampe zeigt und schwach murmelt „Holt sie herunter. In ihrem Licht kann ich heilen.“ Wir rufen Hildgara, die Wächterin der Lampe. Auch in diesem Fall können wir sie überzeugen, wenn gleich Roderic alles auf eine Karte setzt, denn wirklich wissen ob wir im Spinnenwald nicht doch in eine große Falle getappt sind wissen wir nicht sicher.

Die Lampe wird herunter gelassen und als Hildgara sie öffnet und ihr Licht auf uns fällt, keimt sofort Hoffnung in uns auf. Sofort beruhigt sich Radagast und man kann erkennen, wie das Licht seine Wirkung tut. Earendil fällt bei dieser Gelegenheit auf, das Garivald sich nicht gut im Griff hat und sich erst angewidert von dem Licht abwendet. Radagast heilt zunehmend und er berichtet, dass er von Tuylqin und dem Geist des Waldes in eine Falle gelockt, überwunden und gefangen gesetzt worden ist. Außerdem hat er direkt zwei Aufgaben für uns. Wir müssen Dunkelwassser, die älteste Flussnymphe, ebenfalls hierher holen, denn nur dieses Licht kann sie aus ihrer dunklen Gefangenschaft erlösen. Wir sollen sie suchen und hierher bringen. Dazu fällt einigen auch eine alte Vision ein, die wir in der Vergangenheit erhalten hatten: „Wenn der Bergsee fällt, fällt auch Schwarzhall!“. Außerdem soll dieses Jahr auf der Ratsversammlung etwas passieren, dass wir unbedingt verhindern müssen.

Narvi spricht beim Rat vor, um Thrain, den Vater von König Thorin Eichenschild, hier im Licht der Lampe bestatten zu können. Nach langer Beratung entspricht der Rat seiner Bitte, allerdings mit der Gegenbitte, dass er die Waldmenschen in den kommenden Aufgaben unterstützt.

Bevor wir aufbrechen sucht Avina Roderic auf. Sie bittet ihn auf dem Weg nach ihrem Vater Alaric zu suchen, denn er ist vor Wochen nach Schwarzhall aufgebrochen und bisher nicht zurückgekehrt. Roderic nutzt die Chance und fragt sie nach ihrem Verlobten Garivald und berichtet von seiner Reaktion auf das Lampenlicht. Sie wirkt gefangen in den Umständen und als wenn sie sich nicht selbst befreien kann, aber bereit alles für die Familie auf sich zu nehmen.

Wir brechen mit dem Boot auf, um schnell zum Bergsee zu kommen. Die jüngeren Nymphen scheinen zu wissen, was wir vorhaben und unterstützen uns auf der Fahrt. Am Bergsee angekommen bemerken wir sofort den fortschreitenden Verfall, das Wasser, wenn es noch so genannt werden kann ist tiefschwarz und brackig. Am Ende des Flusses treffen wir außerdem auf ein Warnzeichen. Ein Kreuz an dem menschliche Überreste erkennbar sind. Hergrim steuert es an und wir finden Alaric. Sein Gesicht ist zum Fluss gerichtet, der Rücken ist frei er wurde geöffnet. Eine grausame Art zu sterben.

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