Die Minen von Phandalin 8 – Die Geister der Vergangenheit

Schreibe eine Antwort

Während Lia, Jens und Leoran die Höhlen der Mine von Phandalin durchstreiften, konnten sie nahezu überall die Überreste der verheerenden Kämpfe aus der Vergangenheit bezeugen. Nach einigen kargen Räumen kamen sie in einen großen, von verzierten Steinsäulen ausgeschmückten Raum. Dieser Raum könnte der Lage nach die prunkvolle Eingangshalle der Mine gewesen sein.
Leoran versuchte mit seinen Zaubern die Öllampen in dem Raum zu entzünden, konnte jedoch nur erreichen, dass der Docht der Öllampe, aufgrund von fehlenden Öl, zu Asche verbrannte. Fasziniert davon, wie der Docht an einem Ende aufglühte und zu Staub verfiel, wurden die Abenteurer von Blutmücken überrascht. Drei von diesen großen Insekten bohrten sich direkt durch die Kleidung in Leorans Oberkörper und saugten Blut. Erschrocken und voller Panik murmelt Leoran einen Zauberspruch und ein ohrenbetäubendes Donnern durchzog die Mine. Leorans Mitstreiter Lia und Jens, als auch die Blutmücken, welche um und an seinem Körper waren, wurden fortgeschleudert. Während Jens und Lia den Zauber weitestgehend unbeschadet überlebten, wurden die Blutmücken gegen die Wände, Boden und Decke der Eingangshalle geschleudert und zu Brei zerdrückt.
Nach diesem Schock rasteten die Abenteurer erst, um danach ihre Erkundungen weiterzuführen.

Im nächsten Höhlenabschnitt war ein Teppich aus grün-bläulich leuchtenden Pilzen. Leoran erkannte, dass die meisten der Pilze giftig waren und nur die allerwenigsten genießbar. Er erklärte Lia welche man gut als Zutat für die Giftmischerei nutzen konnte und Lia ergriff sogleich die Chance, die ein oder andere Zutat einzusammeln. Leider stellte sie sich ein wenig ungeschickt an und die Pilze ließen bei der Berührung eine Sporenwolke frei. Lia atmete diese ein und ein Schwall von Übelkeit ließ sie wanken. Sie wusste, dass sie vergiftet war und die Übelkeit ein paar Minuten bis Stunden anhalten würde.
Da nicht noch mehr Sporenwolken eingeatmet werden sollten, brannte Leoran mit Zaubern einen Pfad in den Pilzteppich.
Der nächste Raum in dem Höhlensystem hatte eine enorme Deckenhöhe. Überall an der Decke glitzerten Mineraliensalze, die das Licht von Jens‘ selbstgebauter Lichtquelle zurückwarfen oder brachen.
Auf dem Boden in dem Raum konnten ebenfalls wieder die Überreste der verheerenden Kämpfe der Vergangenheit begutachtet werden. Rechts und links des Schauplatzes der skelettierten Überreste von Menschen, Zwergen und Orks, waren zwei Häuser die für größere Völker als für Zwerge angelegt waren. Noch bevor die Höhle weiter erkundet wurde, versuchte Leoran die magischen Energien zu erspüren. Im Norden der Höhle, als auch im linken Haus waren Quellen von magischer Energie zu finden.
Die drei Abenteurer betraten das erste, das linke Haus. Es war durch eine Explosion verwüstet worden. Eine Eisentruhe erregte die Aufmerksamkeit von Jens. Als er sich zu dieser begab, schwirrte ein Geist durch die Truhe und ließ seine Stimme in den Köpfen der Besucher erklingen: „Seid ihr hier, um die Schätze zu stehlen, sind eure Leben verwirkt.“
Der Geist war ein elfischer Zauberer zu Lebzeiten gewesen, wie die drei erkannten.
Jens fragte nach der Ursache seines Todes und wann dieser war. Der Geist antwortete, dass er während eines groß angelegten Angriffs auf die Schmiede starb, welches erst ein paar Wochen her sei. Jens korrigierte den Geist und meinte, dass der Angriff schon über tausend Jahre her sei. Der elfische Zauberer wirkte erstaunt und meinte „Tötet das Monster in dem anderen Haus und ich werde eure Leben verschonen.“

Vor dem anderen Hause bereiteten sich die Lia, Jens und Leoran zum Kampf vor. Jens trat die Tür auf, trat ein und fand eine mit Staub bedeckte Werkstatt vor. In der Mitte des Raumes war eine Feuerschale vorzufinden, in der eine grüne Flamme brannte, welches sogleich als magische Quelle ausgemacht wurde. Dahinter war ein schwebendes Monster zu erkennen, dass aussah wie ein Ballon mit Tentakeln und einem riesigen Auge.
Eine brummende Stimme machte sich in die Köpfe der Abenteurer breit. Das Monster forderte die Besucher zur Verteidigung der Miene auf.
Jens wartete nicht lange und griff das Monster an. Leoran folgte mit seinen Zaubern, wurde aber gut gekontert und auf magische Weise in Angst versetzt. Währenddessen versuchte Lia die Flamme zu löschen – vergebens. Das Löschwasser zischte, blubberte und verdampfte ziemlich schnell, doch das Feuer ließ sich nicht löschen.
Jens versuchte mit allen Mitteln den bewusstseinsverändernden Zaubern zu widerstehen, während Leoran voller Furcht nicht in den Kampf einschritt. Lia versuchte zu helfen, wurde jedoch von einem Zauber niedergestreckt. Leoran zwang seine Ängste beiseite und lief los um Lia einen Heiltrank einzufloßen, um sie zu retten. Jens streckte mit einem mächtigen Hieb das Monster nieder und brachte Frieden in die alte Werkstatt.
Nach einer vierstündigen Rast durchsuchten die Abenteurer die Werkstatt nach Plündergut. Sie fanden einen magischen Brustharnisch und Lichtbringer.

Wieder zurück in dem Haus des toten Elfen, griff Lia den Geist aus dem Hinterhalt an und schickte ihn damit vollständig ins Jenseits. Die Eisentruhe, die Jens beim ersten Besuch ins Auge fasste, enthielt Geld. Das üppig gefüllte Bücherregal enthielt magisch konservierte Bücher in denen der Angriff auf die Schmiede niedergeschrieben wurde. Mit einigen dieser Bücher konnte die gesamte Geschichte der Miene und Schmiede, als auch deren Niedergang rekonstruiert werden.

Außerhalb der Miene angekommen, machten sich die drei zusammen mit Gundren und seinem Bruder auf dem Weg nach Phandalin um das Kapitel um die legendäre Miene und Schmiede Phandalins zu schließen.
Lediglich eine Karte, welche aus dem Haus des Geists mitgenommen wurde, welche Schriftzeichen und Hinweise enthielt, sollte entschlüsselt werden, um eine neue Herausforderung zu haben…

Print Friendly, PDF & Email

Teile diesen Beitrag

0 0 vote
Beitragsbewertung
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest
0 Kommentare
Inline Feedbacks
View all comments