Geiferndes Fieber 1 – Und dann ging alles schief!

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14. Juni vormittags – Wir treffen uns vor dem Haus von Philippus und warten auf Severin. Derweilen besprechen wir unsere Strategie der Befragung. Wir wollen es zunächst mit Argumenten versuchen. Severin erscheint jedoch nicht und wir entscheiden uns ohne ihn nun vorzugehen. Schlag 12:00 Uhr klopfen wir an die Tür von Philippus Haus. Wieder einmal öffnet und sein alter Diener und versucht uns erneut abzuweisen. Diesmal jedoch nicht mit mir. Ich dränge ihn durch die Tür und folge ihm ins Haus. Die anderen kommen mir nach. Schnell schließen wir die Tür hinter uns da der alte Diener in Panik um Hilfe ruft. Während ich mich bemühe den Diener ruhig zu stellen begibt sich Romin weiter ins Haus und findet in der Küche eine Magd. Bei Romins Anblick, den Schreien des Dieners, wechselt die Magd die Hautfarbe und wird ohnmächtig. Romin beschließt diese sicherheitshalber auf einem Küchenstuhl zu fesseln und zu untersuchen… Auch einen Knebel vergisst er nicht ihr anzulegen. Derweilen habe ich es geschafft den Diener ruhig zu stellen, so dass er mit uns wenn auch nicht ganz freiwillig kooperiert. Severin hat es nun endlich geschafft zu uns zu stoßen. Derweilen begeben sich Romin und Amir in das Obergeschoss und finden Phillipus leichenblass und kränklich in sein Bett liegend. Romin kann das Nachschwingen von Magie spüren. Phillipus bekommt kaum noch etwas mit. Romin entkleidet Phillipus kann jedoch nichts Neues an ihm finden. Kein weiteres Mal oder ähnliche Sachen die auffällig gewesen wären. Das Zetern des alten Dieners hat leider dennoch Wirkung gezeigt, denn plötzlich machen sich die Stadtwachen am Eingang bemerkbar und begehren Einlass. Eine etwas verfahrene Situation, da der Diener äußerlich sehr verängstigt aussieht und auch die Küchenmagd, die immer noch gefesselt auf ihrem Stuhl sitzt, lassen sich schwerlich erklären. Dennoch entscheiden wir uns gegen eine Flucht und auch gegen einen Kampf. Schließlich tun die Stadtwachen auch nur ihren Job. So öffne ich ihnen die Tür und wir lassen uns widerstandslos verhaften. Da der Diener kollabierte und man auch Phillipus siechend in seinem Bett vorfand wurde ein Arzt herbei gerufen. Derweil werden wir vernommen und berichten relativ wahrheitsgemäß was vorgefallen ist. Der herbeigerufene Arzt ist bei den beiden Patienten relativ ratlos. Ich biete mich an durch die Kraft meines Gottes dem Diener zu helfen. Dies sah ich auch als meine moralische Pflicht an, da ich ja wahrscheinlich nicht ganz unschuldig an seinem Zustand bin. Mir gelang es die Stadtwachen zu überzeugen, sodass sie mich zu ihm lassen und ich ihn mit einem Wunder helfen kann. Letztendlich werden wir abgeführt und in eine Zelle gebracht. Wir werden nochmals zu der Sache befragt. Romin als unser Anführer spricht während des Verhörs für uns. Schließlich trägt er auch die Verantwortung als unser Anführer.

In der Nacht werden Romin und Severin kränklich. Sie zeigen die gleichen Anzeichen wie Phillipus Siechtum. Wurde ein Fluch, eine Verzauberung in dem Haus von Phillipus auf sie übertragen? Egal. Wieder rufe ich die Kräfte meines Gottes an und so gelingt es mir beide zu heilen. Das Wunder wirkt sogar auch auf Amir. In seinen Augen sehe ich das Leuchten wie es Menschen bekommen, wenn sie eine wahrhaftige Gotteserfahrung geschenkt bekommen. Ein einmaliges Erlebnis, nur dass es nicht von seiner heiligen Astrid kommt. Gut, es könnte sein, dass er das anders sieht, aber ich weiß es ja besser. Amir berichtete später, dass er den Nebel und eine Frauengestalt wahrgenommen hatte. Auch das Ticken seiner Dose. Was hat er eigentlich immer mit seiner Dose? Ich verstehe es nicht.

Wir erfahren später auch, dass Meister Dreen uns fallen gelassen hat. Das ist eine Erkenntnis, die mich nicht wirklich überrascht. Er ist halt Vollblutkaufmann und auch Politiker. Wir haben ihn schließlich in eine kompromittieren Situation gebracht. Trotzdem stellt es uns nun vor die schwerwiegende Frage wie es weitergehen soll.

Wir überlegen ob wir ein Ausbruch wagen oder uns gar den Weg frei kämpfen sollten. Dies finde ich völlig inakzeptabel, da dies auch bedeuten würde unschuldige Menschen töten zu müssen, denn kampflos würde dies nicht von statten gehen.

So vergehen die Tage. An unserem siebten Tag der Gefangenschaft erfahren wir, dass Phillipus an sein Siechtum gestorben ist.

Wir schaffen es den Anwalt Brünne zu einem Treffen zu bewegen. Er will sich jedoch nur mit einem von uns treffen. So geh ich zu der Besprechung. Ich werde in einer Art Verhörzimmer geführt, in dem er auch erscheint. Er trägt eine Pestmaske. Mit einem doch recht großen Abstand setzt er sich zu mir und nimmt die Pestmaske ab. Er will von unseren Beweggründen wissen, die ich ihm auch wahrheitsgemäß erläutere. Gegen eine horrende Summe würde er uns vertreten. Nachdem er jedoch mir berichtet, dass in der Stadt eine Seuche wütet, berichte ich ihm, dass ich durch die Kraft meines Gottes ihn und seine Familie, für den Fall dass uns erfolgreich vertritt, vor dieser Krankheit schützen kann. Dieses Angebot wird aber nur stehen, wenn er uns alle aus dieser Situation mit einer minimal angemessenen Strafe herausholt. Er willigt diesem Handel ein, möchte jedoch ein Beweis meiner Worte haben.

So wird einige Tage später auf sein Bestreben hin ein Ortstermin in dem Haus von Phillipus gemacht. In seinem Bett liegt nun eine Kranke, die ich zum Beweis heilen soll. Dies gelingt mir auch.

So harren wir im Gefängnis aus, bis der Tag unserer Verhandlung kommt.

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