Lord Byrons Tagebücher, Berlin 1946, 10.-11. April

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Donnerstag, 10.04.1946 (Fortsetzung)
Etwa zwanzig Minuten nachdem wir einen Boten zu Karl von Gutenberg geschickt haben, tauchen Madame Radeaux, Adelheid von Stürmer und der Brujah Bruno Müller im Lost Souls auf, gehen aber ohne weitere Worte in den Keller, vermutlich zur Befragung von Nadine Walther. Zehn Minuten später tritt Simon, einer der Berliner Nosferatus, an uns heran. Wir sollen in einer Stunde im Elysium des Prinzen am Stadtrand sein, um uns mit Karl von Gutenberg zu beraten. Da es ein wenig dauern wird, das Anwesen zu erreichen, machen wir uns rasch auf den Weg.
Wir müssen längere Zeit warten, bis wir vorgelassen werden und stehen dann etwas unvermittelt vor dem Prinzen und Constance, sowie dem gesamten Ahnenrat der Stadt. Arnold von Siemens trägt den Versammelten vor, was am Abend geschehen ist und welche Forderungen Sekhmet gestellt hat. Außerdem schildern wir die Optionen, die wir für die Stadt sehen (Schatulle holen, Sekhmet an den jungen Himmler verraten oder abwarten). Danach berät sich der Ahnenrat. Wir erfahren währenddessen, dass jemand Nadine Walther im Lost Souls befreit hat. Nach über einer Stunde kommt Karl von Gutenberg zu uns. Der Ahnenrat hat den Wunsch, dass wir nach Schloss Köpenick gehen, um die Schatulle zu holen. Da mir das zu gefährlich ist, kann ich dem Wunsch des Prinzen leider nicht entsprechen. Die Anderen lassen sich darauf ein.

***

Ich komme erst einmal mit zum Fuchsbau. Von Siemens will einen Gebäudeplan des Schloss Köpenick besorgen. Ich werde mich erkundigen, ob wir eine Militärpatrouille der Briten nutzen können, um damit in die SBZ zu fahren.
Bevor die Nacht endet, fahre ich noch zu Simone und gebe ihr ein drittes Mal von meinem Blut. Zu Hause bitte ich Alfred, einen persönlichen Termin für mich beim Baron of Oakridge zu machen.

Freitag, 11.04.1946
Ich treffe mich abends mit Brian Robertson, Baron of Oakridge und Vize-Militärgouverneur der Briten in Berlin. Ich erzähle ihm, dass ich Hinweise erhalten habe, dass die Russen an Militärunterlagen gelangt sein könnten, die in Ägypten von den Deutschen Truppen unter Rommels Kommando gestohlen worden sind. Eventuell handelt es sich dabei um eine Geheimwaffe. Die Pläne sollen sich zur Zeit im Schloss Köpenick befinden und von einer Sondereinheit bewacht werden. Brian Robertson ist sehr Interessiert daran. Er wird für morgen einen Militärtransporter und Uniformen besorgen und selber Informationen zu Schloss Köpenick in Erfahrung bringen. Eventuell gibt es sogar einen Agenten im Umfeld der Russen, der uns weiterhelfen kann.

***

Gegen 23 Uhr bin ich im Fuchsbau. Im Schloss Köpenick befindet sich eine russische Wacheinheit und fünf Werwölfe, sowie der junge Himmler. Sekhmet hatte wohl noch einmal mit von Siemens Kontakt aufgenommen und ihm dies so berichtet. Wir sammeln noch weitere Fragen an den Sethiten, falls er sich noch einmal Blicken lassen sollte. Ansonsten werden wir am kommenden Abend, getarnt als britische Militärpatrouille, das Schloss selber in Augenschein nehmen. (Wobei ich nicht vorhabe, mich der Anlage all zu sehr zu nähern, aber jemand muss ja auch beim Fluchtwagen warten…)

Bevor ich nach Hause gehe, mache ich noch einen Abstecher zu Simone und verbringe dort einige Stunden mit ihr im Gespräch. Ich möchte mehr über ihr Leben erfahren.

Daheim forsche ich in meiner Bibliothek in einem alten Schmöker über ägyptische Geschichte noch ein wenig zu Sekhmet. Dabei stoße ich auf folgende Geschichte:

Sachmet, auch Sechmet, Sekhmet ist eine löwengestaltige Göttin in der Mythologie des Alten Ägypten.

Ihr Name bedeutet übersetzt „die Mächtige“ und einer ihrer Beinamen lautet „Die Herrin des Zitterns“. Bei den alten Ägyptern war sie die Göttin des Krieges aber auch des Schutzes vor Krankheiten und der Heilung.

Sie verkörperte außerdem das Auge des Re und wurde auch mit der gefährlichen Uräusschlange des Königs verbunden. In Memphis galt Sachmet als Gefährtin des Ptah und für die Pharaonen war sie ein Symbol für den eigenen Kampfesmut.

In der ägyptischen Mythologie ist sie die Tochter des Sonnengottes Re, die Gemahlin des Ptah und die Mutter des Lotusgottes Nefertem.

Im Mythos vernichtete Sachmet die Gegner des Re. Ebenso unterstützte sie die den König (Pharao) beim Kampf gegen die Landesfeinde. Neben ihrer löwenhaft beschützenden Macht sah man in der Göttin gleichzeitig die Schutzpatronin der Heilkunst und der Ärzte, die verschiedentlich als Sachmetpriester belegt sind. Im Mythos „Die Vernichtung der Menschheit“ ist Re über die Schlechtigkeit der Menschen enttäuscht und schickt Sachmet, um die bösen Menschen zu töten. Sachmet verfällt jedoch in einen Blutrausch und tötet immer mehr Menschen. Durch einen Plan des Thot wird Sachmet betrunken gemacht, um sie aufzuhalten und während sie schläft, verwandelt Re sie in Hathor.1


1 Quelle: Wikipedia; eine weitere Fassung der Legende Sekhmets findet sich hier

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