Die Brücke von Celduin – Teil 2

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Erinnerungen eines Schatzsuchers,
15. September 2948 Drittes Zeitalter

Bevor wir uns ein Lager für die Nacht einrichten, wollen wir die Umgebung des Hügelgrabes erkunden. Wir stoßen auf eine Patrouille, die offensichtlich auf dem Weg dorthin ist. Wie fast erwartet, ist das Hügelgrab stark bewacht. Da wir hier nicht weiterkommen, entscheiden wir, ein Lager für die Nacht zu suchen. Am nächsten Morgen nach dem Frühstück fallen uns einige Blutkrähen am Himmel auf, die zum Grab fliegen. Handelt es sich vielleicht um Späher?
Wir entscheiden uns dann aber dagegen, das Grab näher zu untersuchen und wollen stattdessen lieber der Handelskarawane entgegen gehen. Schließlich ist das unser Auftrag und das Grab läuft ja auch nicht weg.

Gegen Mittag hören wir nördlich von uns Metallgeräusche. Wir scheinen auf eine weitere Patrouille gestoßen zu sein, jedoch scheint diese uns diesmal auch bemerkt zu haben, da wir plötzlich keine Geräusche mehr vernehmen. Wir begeben uns schnell in Deckung und können nach kurzer Zeit auch zwei Snaga, orkische Fährtenleser, sehen, die sich uns witternd nähern. Der erste stirbt augenblicklich, als ihn Earendils Pfeil trifft, aber der andere kann entkommen und schlägt Alarm. Da wir auf Grund der Geräusche annehmen, dass es sich um eine große Gruppe handelt, entschließen wir uns zu einem taktischen Rückzug. Wir schlagen den Weg Richtung Süden ein, wobei uns die Verfolger dicht auf den Fersen sind. Wir hören Befehle in der Schwarzen Sprache und das Geheul von Wölfen.

Gegen Abend jedoch scheinen wir sie in den Sümpfen abgehängt zu haben, denn wir hören sie nun nicht mehr. Auf der Suche nach einem Nachtlager stoßen wir in einer Senke auf ein verlassenes Lager, das vor kurzem erst aufgegeben wurde. Es scheint eine Gruppe von 30 bis 50 Personen gewesen zu sein. Von dieser Position aus kann man ziemlich gut die Straße beobachten, die bewaldeten Hügel laufen zur Straße hin aus. Es drängt sich der Verdacht auf, dass es Söldner gewesen sind, die auf die Handelskarawane aus Dorwinion gewartet haben und diese vielleicht schon vorbei gezogen ist. Da wir ja abseits der Straße geflüchtet sind, könnten wir an ihr vorbei gelaufen sein.

Wir schlagen hier zunächst ein Lager auf. Doch nach Einbruch der Dunkelheit fällt uns in einer Entfernung ein großes Lagerfeuer auf. Wir vermuten hier die Karawane und brechen sofort in diese Richtung auf. Auf dem Weg scheint eine Blutkrähe über uns hinweg zu fliegen, aber da es ziemlich dunkel ist, wissen wir nicht, ob sie uns gesehen hat. Wir kommen dem Lagerfeuer näher und vermuten, dass es sich um die Karawane aus Dorwinion handelt.

Die Wagen sind im Halbkreis aufgestellt und das Feuer lodert mit großen Flammen und dürfte weithin zu sehen sein. Großen Wert auf Geheimhaltung legt man hier nicht. Es wird dort offensichtlich gefeiert und getrunken. Da wir aber nicht sicher sind, wen wir da vor uns haben, schleichen wir zur Sicherheit das letzte Stück. Da bemerkt Ferdibrand in einem Waldstück unweit links von uns eine Bewegung. Daraufhin beobachte ich das ebenfalls und sehe einen sich bewegenden Baum. Hm.

Bevor wir aber weiter darüber nachdenken können und bevor wir am Lager ankommen, wo inzwischen ziemliche Ruhe eingekehrt ist und anscheinend alle ins Bett gegangen sind, bricht auch schon der Orksturm los. Beziehungsweise der Ork- und Söldnersturm. Aus dem Waldstück heraus wird das Lager von Söldnern und orkischen Bogenschützen angegriffen. Bevor wir reagieren können, sterben schon die ersten überraschten Wachen und die Wagen werden gestürmt. Ohne groß nachzudenken springen wir auf und stürmen los. Wir entscheiden, den mittleren und prächtigsten Wagen zu verteidigen, in dem wir die Prinzessin, oder was auch immer das für eine Dame ist, vermuten.

Von hinten durch die Dunkelheit erreichen wir diesen auch schnell und unentdeckt. Wir werden von einigen Söldnern angegriffen, die wir aber auch Dank des Überraschungsmomentes recht schnell und routiniert niedermachen können. Um uns herum sind schon etliche der Wageninsassen getötet worden, aber zumindest wehren sich auch einige. Da sehen wir einen alten Bekannten, Borlad den Schlächter. Beim Kampf mit den Beorningern konnte er noch entkommen, aber nun ist er fällig! Leider sieht diese Monstrosität ziemlich kräftig aus, kommt zudem noch mit ein paar Söldnern und wir haben schon ein paar Treffer bekommen.

Nach kurzem, brutalem Kampf können wir Borlad aber mit vereinten Kräften niederknüppeln. Auch ein paar der Söldner müssen noch dran glauben, dann bricht die Moral der Bastarde zusammen. Die Bogenschützen schießen nicht mehr und die verbleibenden Söldner, auch durch inzwischen starken Wiederstand der Wachen dezimiert, fliehen. Gegen Ende des Kampfes kommen noch einige Hirten aus dem Umland zur Hilfe, die in einiger Nähe ihr Lager hatten, den Angriff hörten und helfen wollten.

Am Ende des Kampfes kommt auch die Hohe Dame im mittleren Wagen mit einem Säbel bewaffnet aus selbigem gesprungen. Sie lässt sich die Gelegenheit nicht nehmen, einen der Söldner zu enthaupten. Ganz Damenhaft sieht das jetzt nicht aus, aber es beeindruckt. Nachdem der letzte Söldner geflohen ist, wendet sie sich uns zu …

 

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