Blut auf der Themse 11 – Unter Westminster

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Freitag, der 21.01.1881: Die Kainskinder halten sich bedeckt und warten ab, ob McAndrews von sich hören lässt. Doch nichts geschieht. Mr. Meriwether trifft sich mit Mr. Simmons im Hyde Park und erstattet Bericht über die Observation des Werwolfhauses. Die Geißel beauftragt ihn, die alte Frau, die dort lebt, weiterhin im Auge zu behalten.

Samstag, der 22.01.1881: Mr. Wright erhält von seinem Detektiv einige Information über Beth O’Ceallaigh: seit 1855 führte sie mit ihrem Bruder das Old Lady. Anscheinend gehörte der Pub zum Netzwerk eine Londoner Unterweltgröße namens Peter Clifford. Eine dubiose Gestalt im East End, der unter anderem illegale Preisboxkämpfe veranstaltet und noch in ganz andere Geschäfte verwickelt sein soll. Das Old Lady diente ihm wohl dazu, schmutziges Geld zu waschen. Der Aufenthaltsort von Beth ist weiterhin unbekannt. Die beiden Schankmädchen Trixi und Kelly ihrerseits kamen gerade bei einem tragischen Droschkenunfall ums Leben. Mr. Wright nimmt die Akte entgegen und wird sich selbst um die weitere Überwachung des Old Lady kümmern.

Sonntag, der 23.01.1881: Um 17:00 Uhr erwachen Mr. Moonfield und Mr. Tucker im Bedlem. Mr. Tucker verspürt ein seltsames, fremdgesteuertes Verlangen. Er muss in die Stadt, jemand ruft ihn zu sich … (…Edward, komm…) … ins Westminster Parlament. Die Malkavianer machen sich auf den Weg zu Sir William. Dort erklärt Mr. Tucker, dass er die Stimme des Regenten in seinem Kopf hört (… Edward, komm…), irgendjemand hat ihn an Valerius verraten. Noch kann er dem Ruf widerstehen, aber für wie lange ..? Vielleicht kennt Sir Cedric einen Zauber, mit dem er sich gegen den Ruf des Prinzen wehren kann. Ein Bote wird geschickt und der Tremere trifft schnell in der Villa ein. Doch hat er kein Ritual mitgebracht, dass Schutz vor dem Einfluss des Prinzen verspricht. Vermutlich ruft Valerius Mr. Tucker mit der Macht seiner Disziplinen und nicht mit dessen Blut. Sir Cedrics Vorschlag, dem Malkavianer zum Selbstschutz einen Pflock ins Herz zu treiben, lehnt dieser entschieden ab. Mr. Tucker lässt Boten nach Mr. Meriwether und Mr. Wright schicken, doch nur der Gangrel erscheint. Mr. Meriwether streitet ab, der Verräter zu sein. Dann brechen sie zu Mr. Wrights Villa in der Nähe auf. Sie müssen eine Weile auf der Straße warten, dann taucht der Nosferatu mit einer Kutsche auf. Auch Mr. Wright bestreitet, Mr. Tucker an den Regenten verraten zu haben.

Im Innern der Villa gehen hitzige Diskussionen weiter: Mr. Tucker will den Putsch gegen Valerius wagen, Mr. Wright schlägt vor, dass sich Mr. Tucker offiziell verhaften und vor den Regenten bringen lassen soll. Dann könnte er ihn offiziell herausfordern. Sir William meint, er könnte mit McAndrew und Lord Henry sprechen. Nur zwei oder drei Nächte Zeit bräuchte der Ventrue. Mr. Moonfield bietet dem alten Malkavianer solange weiterhin Asyl im Bedlem. Der Klüngel verabredet sich für den 26.01.1881 in der Villa von Sir William.

Mittwoch, der 26.01.1881: Valerius hat kein weiteres Mal nach Edward Tucker gerufen. Nach und nach treffen alle Vampire des Klüngels in der Villa von Sir William ein. Sir Cedric eröffnet die Gespräche mit einer schlechten Neuigkeit: wenn sich Mr. Tucker nicht dem Prinzen ausliefert, wird der Tremere dafür wegen Verschwörung gegen den Regenten zum Endgültigen Tode verurteilt und vernichtet. Diese Botschaft des Rates von London hat ihm sein Ahn Sir Bainbridge überbracht. Sir William erklärt, dass sie alle als konspirative Aufrührer gelten, wie ihm seine Kontakte offenbart haben. Auch ihm, Mr. Wright, sowie Mr. Meriwether wurde dasselbe Ultimatum gestellt wie Sir Cedric. Lediglich Mr. Moonfield hat keine Botschaft von seinem Primogen erhalten. Als Valerius Mr. Tucker vor ein paar Nächten rief, gab es noch die Möglichkeit, mit dem Rat der Ahnen zu sprechen. Mr. Wright schlägt vor, sie jetzt alle zum Parlament fahren und die Sache zu Ende bringen. Doch Mr. Tucker lehnt ab, da er fürchtet, dann von Regent Valerius vernichtet zu werden. Er erklärt sich bereit, die Stadt zu verlassen, die anderen können gern mit ihm kommen. Doch nur Mr. Moonfield wäre hierzu bereit. So offenbart sich die perfide Zwickmühle, in der sich die Vampire befinden: Wenn die anderen Mr. Tucker nicht ausliefern, werden sie wegen Hochverrat vernichtet und Mr. Tucker wird nicht freiwillig zum Regenten gehen, dass er dort seinerseits vernichtet werden wird.

Aus Respekt vor der Tradition der Domäne bittet Mr. Wright Sir William um Erlaubnis, in dessen Villa Gewalt gegen Mr. Tucker anwenden zu dürfen. Der Ventrue bitte ihn darum, die Handgreiflichkeiten außerhalb seiner Villa durchzuführen und fordert alle dazu auf, sein Heim zu verlassen. Mr. Wright, Mr. Meriwether und Sir Cedric erheben sich und nehmen Mr. Tucker in ihre Mitte. Auf der Straße will sich der Malkavianer abwenden. Doch Mr. Wright zieht seine Schrotflinte und feuert einen Schuss auf ihn ab. Mr. Tucker geht zu Boden, sein Torso wurde durch den Schuss aufgerissen. Mr. Meriwether lässt sich die Klauen des Tieres wachsen. Doch Mr. Tucker ergibt sich den anderen Kainskindern. Während Mr. Wright in mit der Schrotflinte in Schach hält, fesselt Mr. Meriwether den Malkavianer. Dann wird eine Kutsche heran gewunken und die Vampire fahren zum Westminster Parlament. Währenddessen heilen die Wunden des Malkavianers.

Am Parlament angekommen, werden sie in ein unterirdisches Tonnengewölbe geführt. Dort steht der Thron des Regenten und hier pflegt Valerius Hof zu halten. Acht Royal Guards stehen auf ihrem Posten, ansonsten ist der Raum leer. Die Tür wird hinter dem Klüngel verriegelt. Drei Stunden nervenaufzehrenden Wartens vergehen, dann endlich hören sie Schritte von Draußen her. Die Tür wird entriegelt und weitere Royal Guards marschieren in den Raum. Dann tritt Valerius auf: 1,60 Meter groß, Ende 40, versteinerter Gesichtsausdruck, Spitzbart. Der Regent nimmt auf seinem Thron Platz, Lady Anne stellt sich an seine Seite. Der Sherifs Mr. Halesworth bleibt vor dem Podest stehen. Es gibt keine langen Anschuldigungen oder Plädoyers im Prozess der Kainskinder. Mr. Halesworth zückt einen Pflock um Edward Tucker das Herz zu durchbohren. Plötzlich schießt Mr. Tucker mit übermenschlicher Geschwindigkeit nach Vorne, auf den Regenten zu. Valerius befiehlt im Stehen zu bleiben, Lady Anne stellt sich zwischen die Kontrahenten. Halesworth wirbelt herum um den Malkavianer zu pfählen, da stürzt sich Moonfield auf den Sheriff. Mr. Meriwether lässt die Klauen wachsen, Mr. Wright zielt mit der Schrotflinte auf Moonfield. Sir Cedric ruft Moonfield zu, er soll nicht eingreifen.

Alle 16 Royal Guards ziehen ihre Waffen. Mr. Tucker schlägt einen Bogen um Lady Anne und rast auf Regent Valerius zu. Der bewegt sich ebenfalls blitzschnell, einen Pflock in der Hand. Halesworth versucht, Mr. Tucker zu pfählen, doch der Malkavianer weicht ihm geschickt aus. Lady Anne befiehlt ihm, sich zu ergeben, doch es gelingt Mr. Tucker abermals sich der Beherrschung zu widersetzen. Unterdessen gelingt es Mr. Moonfield, auf den Rücken des Sheriff zu springen und ihn zu umklammern. Der Gangrel schlägt mit seinen Klauen nach Mr. Tucker, doch der weicht erneut aus. Mr. Meriwether lässt die Schrotflinte sinken und versucht, Mr. Moonfield vom Halesworths Rücken zu zerren. Sir William zieht seinen Degen und nähert sich mit Sir Cedric an Mr. Tucker an. Hinter dem Malkavianer taucht eine Gestalt auf, schlägt zu und verwundet ihn schwer. Dann rammt Valerius ihm den Pflock tief in das untote Herz. Mr. Tucker fällt in Starre und sinkt zu Boden. Healtsworth schüttelt Moonfield ab. Lady Anne habt die Arme und die Royal Guards kehren wieder auf ihre Posten zurück. Der Kampf ist vorbei.

Valerius dreht Mr. Tuckers Körper mit dem Stiefel auf den Rücken – doch da blickt er nicht in das Gesicht des Malkavianers sondern in das von Thomas O´Ceallaigh! Der Regent Londons ist kurz verwirrt, dann herrscht er Sir William an, was dieses Blendwerk zu bedeuten hat. Wo ist Tucker? Doch der kann sich auf keinen Reim darauf machen. Wurden sie etwa alle seit York an der Nase herumgeführt? Lady Anne befielt den Vampiren, sich nicht zu widersetzen, dann dringt sie in ihre Gedanken ein. Selbst mit Moonfields Geist verbindet sie sich, wenn auch widerwillig. Doch bei keinem der Kainskinder kann die Seneschall eine Absicht der Täuschung oder Lügen entdecken. Valerius befielt, dass O´Ceallaighs Körper fortgeschafft werden soll. Die Royal Guards schleifen den in Starre liegenden Brujah aus dem Thronsaal. Dem Rest des Klüngels befielt der Regent, ihm aus den Augen zu gehen. Sollten sie es jedoch wagen, seine Domäne zu verlassen, wird er sie jagen lassen. In den nächsten Nächten werden sie alle zu Einzelgesprächen und geistiger Überprüfung in den Carlton Club geladen werden.

Als der Klüngel wieder unter dem Nachthimmel steht, herrscht allgemeine Verwirrung. Wann wurde O’Ceallaigh gegen Mr. Tucker ausgetauscht? Wie konnte der Brujah solange die Maske des Malkavianers tragen? Einigen mag es dämmern, dass die Ränke und Schachzüge in den Fehden der alten Vampire verworrener sind, als es ohnehin schon den Anschein hat…

One thought on “Blut auf der Themse 11 – Unter Westminster

  1. thd

    Danke für die (gewohnt gute) Zusammenfassung. Das Timing ist perfekt, denn heute Abend wird sich der Regent mit O’Cellaigh befassen… – ergebnisoffen.

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