Jenseits der Kälte VI – Rückreise

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Es war der frühe Morgen des 25. Travia, als die gut aussehende Amazone Xindra zu berichten anfing. Ihre Anführerin, die Blutlöwin aus Yeshinna, hatte ihr aufgetragen Rowin zu suchen und ihm eine Fibel zu übergeben. Die Fibel, die man bereits bei Xindra gefunden hatte. Xindra vermutete das die Fibel vom Kaiserdrachen Apep an ihre Führerin übergeben worden ist. Auf der Fibel war das Wappen der Ornaldinen zu sehen und eingewickelt war es in einem Fragment eines alten Schriftstücks mit einer Erzählung über Rovin Ornald von Drachenstein. Xindra berichtete weiterhin, dass der Drache Apep die Burg Eilsenhoch beschützt, die Gefährten aber die Fibel benötigen, um die Burg zu finden.

Allesamt waren viel zu erschöpft um geistreiche Nachfragen der Amazone zu stellen. Und so wurde abgesprochen, dass die Kriegerin zunächst einmal Wache hält und alle anderen ein paar Stunden Schlaf nachholen. Die meisten Träume waren unruhig und handeln von Dämonen, Magiern und Chimären. Gegen Nachmittag verabschiedete sich zunächst Xindra, die wieder gen Heimat ziehen wollte. Und danach begaben sich die Gefährten auf in Richtung Borjag.

Im Dorf angekommen, brach direkt allerlei Trubel los. Bei der Schulzin wurde zunächst Enja abgeliefert, die sich gar nicht so recht von Rowin trennen wollte. Aber die Travia-Geweihte berichtete, dass der Bronnjar die Jägerin Firunja hinrichten wollte und man müsste unbedingt einmal mit ihm sprechen. Im Dorf geht so einiges hin und her aber schließlich sitzt man an einer reich gedeckten Tafel und speist mit dem Herrn von Borjag. Tsaekals Etikette war aber nicht so geschliffen, so dass er direkt mit der Tür ins Haus fiel: Lasst Firunja frei. Über den Abend hinweg glätten sich die Wogen und der Bronnjar willigt ein, Firunja nicht hinzurichten. Etwas zu Kräften gekommen, reiste man am 26. Travia ab und kam ohne Vorkommnisse in Salderholt abermals in der Taverne ‚Alte Feste‚ unter. Dort gab es nur ein paar Gerüchte zu hören über Geistererscheinungen, den Gong und das der alte Grimov immer seltsamer wurde.

Am Abend des darauf folgenden Tages, wurde das Lager in unmittelbarer Nähe zum Saldersee an einem kleinen Peraine-Schrein aufgeschlagen. Balthasar und Tsaekal gingen zum See Wasser holen. Irgendetwas schimmerte im See und aus einem Licht scheinbar am Grund des Sees tauchte eine Nymphe mit Namen Nalai auf. Tsaekal war völlig willenlos und ließ sich von der Erscheinung in die Fluten reißen. Balthasar versuchte sein möglichstes, Tsaekal von dem Bann der Nymphe zu befreien, doch seine Bemühungen blieben erfolglos. Die Nacht brach an und in dem aufsteigenden Nebel waren Krieger zu sehen, wie sie schon in den Hügeln von Borjag erschienen sind. Und sie machten keinen zutraulichen Eindruck.

Tsaekal wurde derweil immer weiter in die Tiefen des Sees gerissen. Die Nymphe gab ihm immer rechtzeitig Atemluft und so ging es Tsaekal in seinem Liebesrausch eigentlich ganz gut. Am Grund des Sees angekommen, entdeckte er zwei Dinge. Einmal war dort ein weiteres Artefakt, ein Armreif besetzt mit einem Aquamarin, wie sich später herausstellen sollte der Efferd-Schlüssel. Tsaekal legte das Armband an und war fortan in der Lage unter Wasser zu atmen. Das andere Ding war der goldene Gong. Die Nymphe bedeutete ihm den Gong zu schlagen, was Tsaekal natürlich sofort tat.

Der Gong war auch an der Oberfläche deutlich zu vernehmen und die Geistergestalten verschwanden unverzüglich. Tsaekal fand etwas traurig den Weg zurück zum Seeufer. Er war drauf und dran gewesen der Nymphe in die Anderswelt zu folgen. Doch damit der Skurrilitäten nicht genug. Aus den Schatten der Bäume trat eine Person ans Lager und fragte freundlich ob sie das Lager mit den Gefährten teilen dürfe. Natürlich lud man sie ein und reichte ihr etwas Brot und Wasser. Es handelte sich dabei um Urjelke eine Druiden, die der ein oder andere bereits kannte. Für nicht Druiden und rational denkende Menschen redete sie allerhand Wirrwarr. Unbaldroa, die schwarze Marschallseiche aus Baldrom, hätte ihr die Gegebenheit von vorhin prophezeit und nur deswegen wäre sie hierher gekommen. Sie hat darüberhinaus Kunde von Nadjescha, die Balthasar bei den drei Gartimpener Hexen finden würde. Ach ja, und das Frinjas Geist über ihn wachen würde. Und wo man schon bei Geistern war, fuhr tatsächlich der Geist von Ghonech Rohashtu in den Körper der Druidin und stellte sich der Gruppe vor. Am nächsten Morgen trennen sich die Wege wieder voneinander. Über Salderkeim und ein paar andere Dörfer erreicht die Gruppe Festum per Schiffskahn am Abend des 4. Boron.

Die Lage in Festum hatte sich in den wenigen Wochen nochmals verschlimmert. Kaum Handelsschiffe lagen im Hafen, die Nahrungspreise unverschämt hoch und es herrschte eine allgemeine gedrückte Stimmung wegen all der Not und dem Leid. Die Gefährten zerstreuten sich über halb Festum. Rowin übernachtete in der Kirche, Lyoscho in der Akademie, Styrvake betrank sich im Premer Feuerschiff und der Rest verbrachte die Nacht auf der Norbardenwiese. Für morgens hatte man sich allerdings verabredet. Rowin berichtete, dass man eine hohe Ehrung erhalten hatte, denn die Adelsmarschallin, Thesia von Ilmenstein, hatte von den Taten gehört und lud zur Abendstunde in das luxuriöse Hotel zur Quelle. Bis dahin werden allerlei Erledigungen gemacht.

Zunächst wurde der Zustand von Dr. Rogolon in Erfahrung gebracht. Er hatte sein Fieber überlebt, war aber nicht mehr in Festum sondern auf dem Weg zurück zu seiner Söldnertruppe bei Uhdenberg, so wurde im Hospital berichtet. Im Borontempel wurde der Rapport über die Umtriebe in Borjag abgeliefert und noch etwas seltsamen Verhandlungen kam man zu folgender Übereinkunft. Ein paar von den Schriften aus der Bibliothek von Immanuel von Brabak wurden dem Borontempel überlassen. Dafür gab es etwas Kleingeld aber auch das Angebot eine Waffe für 1 Jahr und 1 Tag segnen zu lassen. Styrvake lehnte das Angebot ab, so dass aber aus guten Gründen entschieden wurde, dass Tsaekal die Segnung erhalten sollte, er sich allerdings einen anständigen Speer dafür besorgen sollte. Die Kontakte von Immanuel zum Haus und Handelskontor Parenkis wurden angesprochen, doch es gab für die Priester keinen Grund in irgendeiner Weise gegen das Handelshaus vorzugehen. Daher wurde ein Termin für den 6. Boron mit der Stadträtin Iljuscha Kjerichts vereinbart.

Die Visite im Drachenmuseum war ebenfalls erfreulich. Pettar Muselken und Meister Vagor waren voller Überschwang als von der Vertreibung des Drachen erzählt wurde. Hier konnte man sich nochmals etwas dazu verdienen, wenn man in der kommenden Woche für weitere Befragungen zur Verfügung stehen würde. Ein weiterer Tausch von Büchern aus der Zwergenbinge brachte die Analyse der ebenfalls von dort stammenden Tränke ein. Hier zeigte sich die Akademie sehr kooperativ. Unter Geheimhaltung gegenüber den anderen versuchen Fenew und Styrvake abermals Kontakt aufzunehmen mit Adario Lamertien, der aber nicht in den Zwei Masken anzutreffen war. Fenew hatte zuvor auch die Zeichnungen der Arkanoglyphen an die Zibilja Imjaschala Mandragjeff und die Mutter der Immenmütter, Bite Barvedis, übergeben.

Des abends schließlich begaben sich die Helden auf den Weg zum Hotel zur Quelle. In einem Schatten meinten alle auf einmal die Gestalt von Lystramon, dem gefallenen Rattenbeschwörer in den Kanälen Festums, zu sehen, doch die Gestalt zieht sich in die Dunkelheit zurück und verschwindet spurlos. Das Fest im Hotel zur Quelle blieb davon aber ungetrübt. Einiges an hochrangigen Männern und Frauen war anwesend und es gab zunächst wieder 12 Gänge für die Götter und einen für den Koch. Während des Festbanketts redet die Adelsmarschallin über allerlei Dinge und in einer der Pausen zwischen den Gängen werden die Helden von ihr ausdrücklich gelobt.

Nach den Gängen führte die Adelsmarschallin Gräfin Thesia von Ilmenstein die Recken in einen Salon. Dort waren weitere Personen anwesend unter anderem der Graf Wahnfried von Ask, der Baron Ugo von Eschenfurt, Graf Arvid von Geestwindskoje, Graf Vigo von Arauken und die Geliebte der Marschallin die Tulamidin Mirhiban Saba al Kashbah. Nachdem die Heldentaten dort detailliert von Rowin zum Besten gebracht wurde, sprach die Marschallin von einem Auftrag der Ehre der aber auch Lohn mit sich bringen würde. Sie hatte bereits zwei Expeditionen in den Norden entsandt aber von keiner von beiden Rückmeldung erhalten. Beide waren auf der Suche nach der Herkunft der Schwanenflügel, um damit eventuell zu erfahren wie man sie reparieren kann. Es wäre eine gute Idee der Spur der vorherigen Missionen zu folgen.

Praktischerweise liegt Pervin auf dem Weg in das nördliche Ouvenmas und dorthin muss Mirhiban eskortiert werden. Und diese war ganz entzückt über so viele junge und stattliche Männer als Eskorte.

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