Der Meister der Ratten – Teil 3

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Erdstag 26. Rondra 1022 – Die Rattenplage
Nachdem Bruder Tannjew auch keine große Hilfe darstellte, ging man ins Hotel ‚Zur Quelle‚, um sich mit diesem ominösen Joost ter Siveling zu treffen. Das Hotel ‚Zur Quelle‚ ist das beste Haus in Festum und wird gerne von hiesigen Adeligen, der Adelsversammlung und anderen wirklich reichen Personen genutzt. Am Eingang erwartete ein Diener im Livree und ließ Rowin, Lyoscho und die anderen herein.

Innen drin waren keine wirklichen Gäste zu sehen. Dafür waren allerdings ein paar weitere Männer in Uniform anwesend. Styrvake fiel ziemlich schnell auf, dass mit diesen Leuten nicht zu Spaßen wäre, denn allesamt waren bestimmt keine Unerfahrenen was das Kriegshandwerk anging. Wer auch immer also dieser Joost ter Siveling war, er brauchte eine Menge Leibwächter und er konnte sie sich auch leisten. Nach ein paar Erfrischungsgetränken tauchte der Gastgeber schließlich auf. Sein Anliegen brachte er etwas umständlich und weit ausschweifend hervor.

Joost vermisste seinen Bruder namens Stane, dessen Aufenthalt aber schon seit mehr als einem Jahr ungeklärt war. Joost war sich auch nicht sicher ob Stane überhaupt noch lebte, was auch eher als unwahrscheinlich galt. Trotzdem sollte nun der Verbleib ein für allemal geklärt werden. Die Fakten die Joost vorbrachte waren:

  • Stane ter Siveling verschwand vor der Schlacht auf den Vallusanischen Weiden.
  • Hat Kamel gespielt mit Adario Lamertien. Deswegen auch der Kontakt zu Rowin und den anderen. In diesem Kamelspiel ging es um 100.000 Dukaten. Stane verlor und hatte entsprechende Schulden.
  • Stane war verheiratet mit Tjeika von Notmark, der damaligen Adelsmarschallin des Bornlandes und heutigen Kronvögtin von Neersand.
  • Stane teilte mit das er einen Weg gefunden hätte, seine Schulden bei Lamertien zu begleichen. Danach brach der Kontakt und die Spur ab.
  • Adario Lamertien war gegenüber Joost wenig redselig was den Verbleib von Stane anging.

Für die Aufklärung von Stanes Verbleib würde Joost ein kleines Vermögen springen lassen. Kontakt zu ihm ließe sich über Fredo, einem Diener im Hotel ‚Zur Quelle‚, bewerkstelligen.

Nachdem Joost und seine Leibwächter das Hotel verlassen hatten, kam wenige Augenblicke später Graf Vigo von Arauken in das Hotel. In seinem Gepäck führte er ein paar Schwanenflügel mit. Rowin suchte das Gespräch mit ihm und so erfuhr man aus erster Hand von den Geschehnissen rund um Thesia Gilia von Kurkum, den drei Flügelpaaren und der Schlacht auf den Vallusanischen Weiden. Er erzählte wie Ayla von Schattengrund und Herzg Waldemar von Weiden, der bei diesem Kampf sein Leben gab, gegen den Dämon Karmoth kämpften. Nur das Eingreifen der Magierin Nahema verhinderte den Tod des Schwertes der Schwerter und hielt Karmoth auf bis letztendlich Thesia Gilia von Kurkum, die Königin der Amazonen, den Dämon besiegte und zurück in die Niederhöllen schickte.

Nachdem man das Hotel verlassen hatte, wurde die weitere Vorgehensweise abgesprochen. Es gab gar keine großartige Diskussion, sondern man einigte sich darauf zunächst der Stadt zu helfen und der Rattenplage Herr zu werden. Die Ratten schienen genau das mitbekommen zu haben, denn schon auf dem Weg zum Rathaus gab es einen gezielten Angriff auf die gesamte Gruppe. Nur durch die entschlossenen Angriffe von Rowin auf eine Dämonenratte, konnte der unaufhörliche Ansturm der Rattenscharen gestoppt werden.

Im Rathaus ließ man sich bei Iljuscha Kjerichts einschreiben, um danach wieder direkt zu Bruder Tannjew in den Peraine-Tempel zu gehen. Die Waffen wurden gesegnet und somit war man für die kommenden Nächte gerüstet.

27. Rondra – 4. Efferd 1022 – Ratten und Krankheiten
Die folgenden Nächte waren alle geprägt von der Jagd auf den Flötenspieler, der sich aber einfach nicht mehr blicken ließ. Mehrere Male wurden Gruppenmitglieder krank und mussten behandelt werden. Die Ratten waren Krankheitsüberträger der ganz besonders schlimmen Art.

In den Tagen setzt eine Stadtflucht ein, so dass der Rat am 30. Rondra entschied Festum unter Quarantäne zu stellen. Nun war man in einer Rattenverpesteten Stadt gefangen. In der Nacht auf den 1. Efferd lernten schließlich alle die Goblinfrau Mantka Riiba kennen. Sie hielt sich in einer dunklen Mauerecke auf und empfahl zu Gariguuna bei Drakenstein zu gehen. Sie könne das ‚Mal‘ von jedem nehmen. Von was für einem verfluchten Mal da auch immer die Rede war.

Am 2. Efferd griffen die Goblins des Festumer Ghettos in den Kampf mit ein. Für diese Tat wurden ihre Rechte innerhalb der Stadt verbessert. Unter Einsatz ihrer Leben fingen sie die Dämonenratten und schafften sie in die Tempel der Stadt, wo diese zu Staub zerfallen.

Praiostag 5. Efferd 1022 – Der Meister
Lyoscho erhielt in der Magierakademie einen Hinweis, dass er auf die Brunnen in der Stadt achten sollte. Schon die erste Besichtigung eines Brunnens ergab erste Resultate. Eine Leiche schwamm unten im Wasser und man konnte einen Zugang knapp oberhalb der Wasseroberfläche erkennen. Man kletterte hinab und fand einen Leichenberg, der das Wasser verunreinigte. Die Leichen wiesen seltsame Verletzungen auf. Blutmagie war hier am Werk. Keiner eindeutigen Spur folgend untersuchte man die Kanalisation, bis man schließlich auf den Meister der Ratten und ein paar seiner schlimmsten Häscher traf. Eine Beschwörung befand sich im Gange und mit Stahl und Magie ging man erbittert gegen den Beschwörer vor. Der Kampf wogte auf Messers Schneide, doch kurz bevor man den Magier endlich überwältigen konnte, blitzte es im Ritualkreis auf. Ein Dämon, eine gehörnte Ratte aus dem Gefolge Belzhorash erschien. Das letzte Stündlein hatte anscheinend geschlagen. Doch anstatt sich gegen Lyoscho zu wenden, verschlang sie den Beschwörer und verschwand mit seinem Leib in den Niederhöllen.

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