Der Kult der goldenen Masken – Teil 7

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8. Firun, nachmittags

Hinter dem Altar können wir Brutochor kaum noch treffen. Latu und ich konzentrieren unsere Pfeile nun auf den leicht zu treffenden Mantra`Kor und Karakal attackiert ihn von der Seite. Die Angriffe zeigen Wirkung und das Ungetüm weicht in Richtung Altar zurück und speit einen mächtigen Flammenstrahl in Richtung Xargrosch … zum Glück vorbei.

Nun macht sich auch Piramor zum Kampf bereit. Er entleert den Inhalt des Löwenhauptes (das Blut der Frau auf dem Altar) über das Opfer und lässt die Schale fallen, die die Stufen des Altars herunterrollt. Dort, wo ihr eigenes Blut ihre Haut berührt, beginnt sich die Haut der Frau zu schuppen. Neben Karakal beginnt sich der Deckel des zweiten Sarkophags zu öffnen und rutscht zur Seite. Wir müssen reagieren!

Ich stelle den Beschuss des scheinbar fast unbesiegbaren Mantra´Kors ein, sprinte zum Altar, schneide die Fesseln der Frau durch (es handelt sich um Mirnhild Eichinger, Tochter des Schulzen Winugold aus Broggen) und schleppe sie zu den anderen beiden Gefangenen. Während dessen klettert Karakal auf den Rand des Sarkophags und stößt seinen geweihten Rondrakamm mit aller Kraft in den Brustkorb des zweiten Mantra´Kors, der offensichtlich gerade dabei ist, zu erwachen. Karakals Rondrakamm steckt fest, er drückt und drückt ihn immer tiefer hinein, während heißer Dampf aus der Wunde und zuckende Blitze ihm die letzte Kraft rauben.

Auch Naramis, Einskaldir, Xargrosch und Asim kämpfen am Rande der Niederlage und mit der Kraft der Verzweifelung. Es gelingt uns, den Mantra´Kor und Brutochor, den Hohepriester zu töten und Piramor zu treffen, der sich per Zauberspruch zur Flucht wendet und entkommt. Als der zweite Mantra´Kor durch die in seinem Brustkorb verglühende geweihte Waffe stirbt, bricht ein Erdbeben los. Die Halle wird nicht lange standhalten können.

Im Tumult ist der Orkschamane Gruzak Mhordochai bereits bis zur Treppe geflohen. Wenn wir versuchen, ihn einzuholen, werden die Gefangenen wahrscheinlich von der einstürzenden Höhlendecke erschlagen, wir müssen ihn ziehen lassen. Latu und ich tragen die Frauen in höchster Eile zum Ausgang, während Einskaldir das Löwenhaupt einsteckt. Wir schaffen es gerade noch rechtzeitig, uns in Sicherheit zu bringen, bevor die Geröllmassen die Höhle vollständig verschütten.

An den Treppen verschnaufen wir und sehen erleichtert, wie die Verschuppung auf der Haut von Mirnhild sich zurück bildet. Die ebenfalls gerettete Junivera von Lichtenstein kümmert sich um sie so gut sie kann. Meine Kameraden sind teils schwer verwundet worden und von Karakals geweihter Waffe ist bis auf den Griff kaum noch etwas übrig geblieben. Angeschlagen schleppen wir uns zur großen Höhle zurück, wo Ardo vom Eberstamm und Agrawan auf uns warten. Die Wächterkreise sind nun inaktiv und wenn man eine der erbeuteten goldenen Masken aufsetzt, hört man nun keinerlei Stimmen mehr. Die Magie dieses Ortes scheint endgültig erloschen zu sein.

Agrawan berichtet uns vom Orkschamanen Gruzak, der durch diese Höhle fliehen wollte und von den Rittern erschlagen wurde. Bei seinem Tod fiel die verfluchte Keule Tharrakvash zu Boden, sein Kopf schlug neben ihr auf und ein feiner Rauch entstieg seinem Mund und sammelte sich in der Keule. Der mächtige Gegenstand ist nun in der Obhut von Jaakon.  Die Orks scheinen nun alle besiegt zu sein und nach Aussagen der überlebenden Frauen und Kinder war dies die gesamte Sippe. Die überlebenden Orks sollen von Ardos Gruppe später freigelassen werden, damit sie Andergast verlassen können.

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