Karl August Strasser

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Lebenslauf

Karl August Strasser wurde am 20.11.1904 in Bielefeld als Sohn des Bankiers Heinrich Strasser geboren. Seine Mutter war Liselotte Strasser, geborene Bäumler. Er hatte zwei Schwestern Klara (geb. 1902) und Hiltrud (geb. 1898).

Das Bankhaus Strasser wurde Anfang des 19. Jahrhunderts in Heidelberg gegründet und entwickelte sich zu einer der exklusivsten Privatbanken Deutschlands mit Niederlassungen in zahlreichen Städten. Vollständig in Familienbesitz bescherte das Unternehmen den Strassers ein enormes Vermögen. Karl August verbrachte deshalb eine unbeschwerte Kindheit auf dem Gut der Familie, einem kleinen Jagdschloss in der Lipper Heide. Er wurde von Privatlehrern unterrichtet und erzogen. Seine Beziehung zum Vater war eher distanziert. Der Vater war für Karl August eine Respektperson und unumstrittener Herr im Haus. Auch seine Mutter zeigte wenig Interesse an ihm, einzig seine Großmutter väterlicherseits Hedwig, die mit im Haushalt der Familie lebte, kümmerte sich um den kleinen Kalle, wie er von ihr liebevoll genannt wurde. Zu ihr hatte er eine innige Beziehung.

1914 brach dann der erste Weltkrieg aus. Im zweiten Jahr des Krieges musste Karls Vater an die Front, während der Rest der Familie Bielefeld verließ und zu einem Großonkel nach Heidelberg zog. In Heidelberg verbrachte Karl wohl die schönste Zeit seiner Jugend, denn ohne seinen preußisch strengen Vater lebte der Junge sichtlich auf. Sein Großonkel Hermann, ein alter weißbärtiger Mann, war nur selten in der Villa zugegen und kümmerte sich die meiste Zeit ausgiebig um die Geschäfte der Bank.

1918 kehrte Heinrich Strasser aus dem Krieg zurück, der ihn nicht unversehrt gelassen hatte, sein linker Arm war amputiert und durch eine Prothese ersetzt worden. Die Familie kehrte nach Bielefeld zurück.

1920 begann Karl August seine Lehre als Kaufmann in Bankhaus der Familie, die er 1923 mit 18, fast 19, Jahren abschloss, danach diente er vier Jahre bei der Wehrmacht als Flieger.

1927 kehrte er als Bankkaufmann zurück in die Bielefelder Niederlassung des Bankhauses und durchlief in den Folgejahren verschiedene Stationen des Betriebes.

1928 starb seine geliebte Großmutter im Alter von 83 Jahren. Die Wirtschaftskrise ging um und traf auch das Bankhaus Strasser. Karl August, mittlerweile Mitgesellschafter der Bielefelder Niederlassung, entzweite sich endgültig mit seinem Vater aufgrund von Meinungsverschiedenheiten zur Bewältigung der Liquiditätsprobleme der Bank. Karl August wurde nach Heidelberg zu seinem Großonkel Hermann geschickt, während die Zweigstelle der Bank in Bielefeld so abgewirtschaftet hatte, dass sie nur durch eine stille Teilhaberschaft einer Industriellenfamilie der Stadt gerettet werden konnte.

In Heidelberg brachte Karl August es 1932 dann zum Vorsitzenden der dortigen Niederlassung, sein Großonkel hatte sich schon bei seiner Ankunft 1928 aus den Geschäften zurückgezogen und verhalf ihm schließlich aufgrund seiner unbestrittenen Fähigkeiten zu seinem Posten als Bankchef. Hermann war außerordentlich zufrieden mit dem geschäftlichen Talent seines Großneffen.

1933 kam Hitler an die Macht, 1937 wurde seine Mutter als geborene Jüdin deportiert und sein Vater inhaftiert, die Filiale in Bielefeld wurde geschlossen. Seine Mutter starb nach zwei Jahren im KZ Dachau, sein Vater fünf Jahre später bei der Bombardierung des Gefängnisses in Bielefeld.

1942 musste Karl August als Flieger an die Front und durchlebte einen schrecklichen Krieg. 1944 erlitt er bei einer Bruchlandung in der Normandie zahlreiche Knochenbrüche von denen er sich erst nach Monaten erholte. Er kehrte kurz vor Kriegsende in das völlig zerstörte Heidelberg zurück. Noch fast ein Jahr verstrich, bevor Karl August sich von seinen Verletzungen wirklich vollständig erholt hatte.

Am 23. Februar 1946 war Karl August zu einem Abendessen mit seinem Großonkel verabredet. Dies war auch der Abend seiner Erschaffung. Es war noch ein weiterer Gast zugegen, ein Mann aus Florenz namens Giuseppe Bardi. Hermann Strasser eröffnete seinem Großneffen, dass er es war, der 1803 das Bankhaus Strasser gegründet hatte und erst im hohen Alter erfuhr, dass einige glückliche Wendungen bei den Geschäften der Bank zurückzuführen waren auf das behutsame Lenken Signor Bardis. Giuseppe Bardi entstammte einer florentinischen Adelsfamilie, die um das 14. Jahrhundert herum das erste Bankhaus Europas betrieb. Giuseppe war Leiter der Londoner Niederlassung bis etwa 1340 und wurde von Edward III. in den Ruin getrieben, einige Jahre später wurde er erschaffen als Ventrue und ist nun einer der einflussreichsten Vampire in der Finanzwelt Europas. Nach langem Gespräch und offensichtlichen Beweisen, unterbreitete Signor Bardi Karl August das Angebot, erschaffen zu werden. Natürlich hatte man ihm nichts von den Nachteilen seiner Unsterblichkeit gesagt, so dass Karl August einwilligte. Sein Erschaffer war allerdings weder sein Großonkel noch Bardi. Hierzu trat noch eine weiter Person hinzu, ein Mann namens Cupido, vielleicht 30 Jahre alt und vom Aussehen her ein Italienischer Gigolo. Erst sehr viel später erfuhr Karl, dass Cupido mit Meister Bardi schon im London des 14. Jahrhunderts zusammentraf, allerdings von schwachem Blut ist und alle Nachkommen Giuseppe Bardis zeugt, damit sie nie für ihren Ahnen zur Bedrohung werden können.

Dieser Februarabend war der einzige, an dem Karl Signore Bardi zu Gesicht bekam. Sein Großonkel schickte ihn drei Monate später unter der Aufsicht von Cupido nach Berlin, um dort die Niederlassung des Bankhaus Strasser neu zu errichten und zu leiten.

Im Herbst 1947 wurde die Privatbank Strasser in Charlottenburg neu eröffnet. Als Filialleiter fungiert seit dem Georg Belling, ein Sterblicher unter dem Bann von Karl August. Weitere sterbliche Kontakte kamen mit den Jahren hinzu: der Buchhalter der Bank, Friederich Wilhelm Schnitzler (1963), der Leiter des Finanzamts Charlottenburg, Gustav Meurig (1965), Die Inhaberin der Bar „Lulu“ (ein Bordell im Besitz Karl August Strassers), Jade (bürgerlich Erna Salms, 1970), ein Attache des britischen Botschafters namens Harold Bernell (1957) und die vier Hausbediensteten Adalbert Renz (Butler), Lothar Westmann (Chauffeur), Luise Ganther (Köchin und Hausdame) und Elvira Stapokowski (Bedienstete).

Cupido verließ 1966 Berlin und pflegte nur noch ein paar mal im Jahr für wenige Tage den Kontakt zu seiner Brut, nachdem Karl August den Stand der Brut verlassen hatte, gab es kaum noch Kontakte.

Die Ressourcen von Karl August Strasser im Überblick

Gefolgsleute:

Lothar Westmann (Chauffeur), Luise Ganther (Köchin und Hausdame) und Elvira Stapokowski (Bedienstete)

Einfluss:

Karl August Strasser hat in Berlin durch seine diversen sterblichen Verbündeten und Kontakte recht entscheidenden Einfluss auf politische und wirtschaftliche Entscheidungen in der Stadt.

Herde:

Ca. 7 Prostituierte im „Lulu“.

Kontakte:

Gustav Meurig (Finanzamt), Harold Bernell (Attache der brit. Botschaft), Friederich Wilhelm Schnitzler (Buchhalter)

Ressourcen:

Bankhaus Strasser in Berlin / Charlottenburg, Wohnung in Berlin Charlottenburg, Villa in Spandau, kleines Flugzeug in Steglitz, Rolls Royce, Bentley Sportwagen, Mercedes C Klasse Kombi, monatliches Einkommen ca. 40.000 DM, angelegtes Vermögen ca. 8.000.000 DM.

Verbündete:

Jade (Erna Salms, lose Beziehungen zur Unterwelt), Georg Belling (Bankleiter, einflussreich innerhalb der Berliner Wirtschaft und Politik), Adalbert Renz (absolut vertrauenswürdig), Friederich Wilhelm Schnitzler (Buchhalter)

Beschreibung

Karl August Strasser tritt auf als ein Mann von 40 Jahren mit gepflegtem Äußeren von normaler Statur. Er ist etwa 180cm groß, hat schwarzes mit Haartonikum nach hinten gekämmtes Haar, braune Augen, ist gut rasiert und adrett gekleidet (meistens in dezenten aber edlen Anzügen mit Weste und Krawatte). Er verfügt über gepflegte Umgangsformen, hat einen ausgeglichenen Charakter und verfügt über einigen Charme vor allem dem weiblichen Geschlecht gegenüber.

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thd

Über thd

1984 DSA 1 zum Geburtstag gewünscht und wider Erwarten die Basis-Box bekommen. Nachdem ich Silvana drei mal befreit hatte, merkte ich, dass ich Mitspieler brauchte, um mit der Box weiter etwas anfangen zu können. Glücklicherweise sah ein Freund aus der Nachbarschaft die Bücher bei mir herum liegen und meinte, sie würden in einer Runde etwas ähnliches Spielen, ob ich nicht Lust hätte, mitzumachen. Klar hatte ich das, und so bin ich mit Dungeons & Dragons angefangen. Zahlreiche Runden, Systeme und eine Vereinsgründung später, findet sich auf THORNET ein ziemlich großer Ausschnitt meiner Rollenspielerlaufbahn.

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