Der Kult der goldenen Masken – Teil 3

Schreibe eine Antwort

Rückblick: 2. Firun

Naramis spricht mit Gerwulf Zantentöter über Zita Zidona. Naramis vertraut ihr nicht, erzählt Gerwulf aber alles, was wir wissen und zeigt ihm auch die unterirdischen Gewölbe mit dem schwarzen Auge. Gerwulf berichtet, dass er beauftragt wurde, Zita zu unterstützen. Zita besitzt weitreichende Befugnisse, den Segen der Obersten des Ordens und kann auch in den eigenen Reihen ermitteln.

3. Firun, mittags

Moira verabschiedet uns mit einigen Heiltränken, die wir dankbar annehmen und dann machen wir uns auf die Reise. Wir fassen noch einmal zusammen, was wir über die bosparanischen Ruinen wissen: Die Elfensippe der Sturmwächter bewacht seit langer Zeit diesen Ort. Die Ruinen versanken während der Magierkriege im Sumpf. Aus den Aufzeichnungen des Flammenbundes geht hervor, dass ein Schwesterkult dort existierte. Wir gehen davon aus, dass die Kinder der Seldrakon dort wieder aktiv sind und ihren Unterschlupf dort haben. Ebenso vermuten wir, dass die entführten Frauen dort versteckt wurden oder gerade dort hingeschafft werden.

Es weht zwar ein scharfer Wind, doch das Wetter ist trocken und so kommen wir gut voran.In der Zwischenzeit ist Marik Meyler nach Broggen voraus geeilt, hat die Situation erkundet und kommt nun zurück zu uns, um Bericht zu erstatten: Es hat erneut mehrere Überfälle gegeben, in die Rotpelze und Schwarzpelze mit goldenen Masken verstrickt waren. Der Dorfschulze Winugold erwartet uns und erhofft sich Hilfe. Die gut 100 Dörfler sind verzweifelt, denn bei den Überfällen wurden erneut junge Frauen entführt und drei Dörfler erschlagen, die Widerstand leisteten.

Wir erreichen den Marktplatz, auf dem uns der völlig aufgelöste Winogold berichtet: Er ist sehr dankbar für die Hilfe, die Clagunda geschickt hat. Der erste Überfall geschah vor 2 Tagen. Seine eigene Tochter Mirnhild und eine weitere Frau (Birsel) wurden entführt. Heute kam es zu gleich zwei Überfällen innerhalb kürzester Zeit. Im Morgengrauen tauchte zunächst eine Rotte Goblins auf, schlug das (einfache) Tor ein, setze ein Haus in Brand und verschwand dann wieder Richtung NW (Targuleth). Keine Stunde später tauchten ein Dutzend Orks auf, drang durch das zerstörte Tor ins Dorf ein, und entführte anscheinend sehr zielgerichtet zwei weitere Frauen (Gundel und Wendeline). Drei Dörfler wurden erschlagen, als sie Widerstand leisteten (Winogold zeigt auf die aufgebarten Leichen am Marktplatz).Die Orks verschwanden nach N in eine andere Richtung, als die Goblins.

Sowohl Goblins als auch Orks trugen goldene Masken. Firunz identifiziert das Sippenemblem der Orks als das der eigentlich friedlichen Keschuwai. Firunz berichtet uns außerdem, dass sich in der 0,5 Meilen entfernten, verlassenen Hütte (dies ist laut Hork die Hütte, an der sich ein Kuttenträger herumtrieb) etwas tat, was wir untersuchen sollten. Wir wissen aus seinen Aufzeichnungen, dass die Hütte einst von Turolfus Tricorius genutzt wurde. Bei einer Untersuchung der Umgebung finde ich die Spuren von 20 Goblins, 2 Wildschweinen und 12 schwer gepanzerten Orks. Alle Spuren sind frisch und lassen sich gut verfolgen.

Marik Meyler schickt den zweiten mitgereisten Jäger zurück nach Dragenstein, um zu berichten. Er selbst wird uns weiter begleiten. Die Draconiter um Tormin von Berg und der Sume Finndar wollen den Goblinspuren Richtung Targuleth folgen, denn ihre Aufgabe ist es, möglichst alle Unterschlüpfe der Drachenkultisten zu finden und auszuräuchern. Wir und die Gruppe um Ardo vom Eberstamm werden zunächst die mysteriöse Hütte untersuchen, um dann den Orkspuren zu folgen. Zwar raten Naramis und einige andere davon ab, uns aufzuteilen, doch Tormin läßt sich nicht dazu bringen, eine Spur der Kultisten kalt werden zu lassen. Ich und Latu laufen vor zur Hütte, als Hork uns warnt und seinen Dolch kraftvoll in den Boden stößt. Etwas Böses (aber nichts dämonisches) soll die Umgebung befallen haben. Wir denken sofort an die verwirrten Waldschrate und Hork spürt den Zorn der Bäume. Das baumförmige Mal der Waldschrate an den Hände von Latu, Karakal und mir pulsiert.

Tatsächlich geraten wir in Schwierigkeiten, als Xargrosch mit seiner Axt in der Hand von einem Baum ergriffen wird und hoch oben im Astgepflecht kopfüber baumelt und sich allein nicht befreien kann. Mit meinem Mandra kann ich die dunkle, vergiftete  Lebenskraft der Bäume spüren.  Die sonst so schweigsame und unnahbare Fayris Luchsauge schießt unseren Gefährten kurzerhand mit einigen wohl gezielten Pfeilen vom Baum. Die Verletzungen, die Xargrosch sich dabei zuzieht, scheinen sie nicht weiter zu kümmern, denn sie kommentiert nur knapp: “Er wird es überleben.“ Einskaldir und ich ziehen ihn aus der Reichweite der Bäume. Ich finde drei Stiefelspuren, die direkt zu Hütte führen, doch diesen Weg können wir wegen der aufgewühlten Bäume nicht nehmen. Die Spuren der Orks führen weiter nach Norden und nicht zur Hütte. Hork führt uns über einen Umweg durchs Unterholz zur Lichtung mit dem seltsamen Gebäude.

Im Inneren des einzigen, fensterlosen Raumes erwartet uns ein schlimmer Fund: Auf einem Bett liegt die stark verweste Leiche einer Elfe (ein Mitglied der Sturmwächter?), die schon längerer Zeit (mindestens 2 Wochen) tot ist. Es finden sich Fesselspuren an Handgelenken und Beinen und winzige Einstiche, die nicht von Waffen stammen. Dazu passende, merkwürdige Instrumente finden sich in Wandregalen. Karakal und Einskaldir bringen die Leiche nach draußen. Naramis schneidet das Bettlager auf, findet aber nichts außergewöhnliches. Karakal meint, eine unheilige Präsenz zu spüren, die vor 5-10 Tagen vor Ort war. Naramis kann das astrale Geflecht von drei Zauberwirkern feststellen, die heute in der Hütte waren. Einer von ihnen ist sehr mächtig. Vor 5 Tagen scheint ein weiterer Zauberwirker in Begleitung eines Elementarwesens hier gewesen zu sein.

Diese astralen Spuren passen zu den Spuren, die Hork und ich vor der Hütte finden. Ich erkennen drei ganz frische Stiefelspuren aus N, eine davon leicht (die Spur einer Frau?). Eine ältere Spur ist etwa 1 Woche alt. Hork läßt sein Mandra in den Boden fließen und wirf einen Blick in die Vergangenheit: Drei Zauberer waren hier. Ein schlanker, hagerer Mann zwischen 40 und 50 Sommern mit weißgrauen Haaren; eine goldblonde Frau mit Zopf; ein unauffälliger Mann in grüner Kleidung; alle 3 mit Stäben wandernd. Die Beschreibungen passen auf Regismund von Kaltenstein, seine Beraterin Yosmine von der Klamm und auf Magister Piramor von Eslamsgrund zu! Diese drei waren es wohl auch, denen wir im Labor des Keldren von den Eichen  begegnet sind und die Jaakon und Fayris damals kurzfristig versteinert hatten. Diese drei haben nun augenscheinlich die Hütte untersucht, während die Orküberfälle stattgefunden haben. Was haben sie hier gesucht und war der Zeitpunkt nur Zufall?

Hork findet ebenfalls einen Hinweis auf eine weitere Präsenz vor etwa 5 Tagen: Ein Mann mit silbergrauem Haar (Turolfus?), begleitet von einem Elementarwesen. Bevor wir weiter über diese Neuigkeiten nachdenken können, wird Karakal von einem zunächst nur für ihn sichtbaren Dämon angegriffen. Wir anderen müssen uns gegen zwei kleinere Feuerdämonen, ähnlich denen, die uns bei der Schmiede angriffen, zur Wehr setzen. Der Kampf tobt mit aller Härte und schließlich wird das fast 3 Schritt große Löwenwesen, welches Karakal arg zusetzt auch für uns sichtbar. Dieses gehörnte Löwenwesen ist auch mir schon einmal erscheinen, hat mich damals aber nicht angegriffen.

Mit vereinten Kräften und nicht ohne schwere Wunden können wir die dämonischen Diener schließlich besiegen. Nachdem sich der Löwe in violetten Rauch aufgelöst hat, können wir in der Ferne erneut einen Schlangenreiter (Gestalt auf einem Karakil), einen Diener des Namenlosen, davon fliegen sehen. Er hat den Löwen, einen Grakvaloth, und die kleineren Ivasch (Feuerdämonen) gerufen, um Karakal und uns zu vernichten. Naramis geht es so schlecht, dass er mit Latu zur Burg Dragenstein zurückkehren muss, um sich zu erholen. Die beiden werden später zu uns aufschließen. Wir bestatten den Leichnam der Elfe nach Art meines Volkes und müssen rasten.

4. Firun

Winogold will die Hütte verbrennen, damit dort nicht noch mehr Unheil geschieht (lassen wir dies zu?!?). Die Spuren der Orks sind weiterhin problemlos zu verfolgen, während die drei Magier gestern augenscheinlich durch Magie verschwunden sind. Die ältere Spur des einzelnen verliert sich im Wald. So haben wir keine andere Wahl, als so schnell wie möglich den Orks zu folgen.

 

Print Friendly, PDF & Email

Teile diesen Beitrag

0 0 vote
Beitragsbewertung
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest
0 Kommentare
Inline Feedbacks
View all comments