Nachforschungen und Intrigen

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Berlin, Nacht vom 13. auf den 14. April 1977

Nachdem Großhaldern, Ältester der Tremere von Berlin, durch eine Bombe vernichtet wurde, veranlasst Prinz Henker, dass Pavel Yschta dafür sorgen soll, dass die Detonation in der Öffentlichkeit als Gasexplosion dargestellt wird. Anschließend ruft der Prinz den Klüngel zu sich ins Noire et Blanc, um ihn über die Geschehnisse zu informieren. Sie brechen gleich zur Kapelle auf, um in den Trümmern die Artefakte der Hexenmeister sicherzustellen – insbesondere jenen verfluchten Tisch, mit dem die Camarilla die drohenden Übertritte des Sabbats erkennen kann.

An der Adresse der Kapelle angekommen, stellen die Vampire fest, dass die Doppelhaushälfte, in deren Keller sich die Kapelle befand, bis auf die Grundmauern niedergebrannt ist. Nur noch verkohltes Holz und rauchende Mauerreste sind übrig geblieben. Während McQueen, Richter und Rand dort im Schutt wühlen, wo es hinab in den Keller geht, beobachtet Henker aufmerksam die Nachbarschaft. Irdenjemand könnte etwas beobachtet haben, das mit der Bombe zu tun hat… Kurzerhand geht der Toreador von Tür zu Tür und stellt Ermittlungen an. Die Menschen geben teils widersprüchliche Informationen preis, aber es kristallisiert sich heraus, dass ein weißer LKW (Mercedestransporter, berliner Nummernschild, 7,5 t) ohne Firmenaufschrift gegen 20:15 Uhr vor dem Haus gehalten hat. Vier bis Fünf Personen haben Dinge ins Haus hinein- und hinaus getragen.

Währen dessen haben die anderen die Kellertreppe freigelegt. Oder jedenfalls die Stelle, an der die Kellertreppe früher war. Jetzt stehen die Vampire vor einer massiven Betonplatte, vom Eingang zur Kapelle fehlt jeder Spur. Thompson ruft in Wien bei einem Tremer namens Wachtveitel an, der stellt ihn sogleich zu Schreckt durch. Der Justicar teilt Thomson mit, dass die Kapelle nach Großhalderns Vernichtung magisch geräumt und versiegelt wurde. Die Artefakte werden nicht nach Berlin zurückkehren. Zudem hat er Frau Niebach abgezogen. Somit ist Thompson der einzige verbleibende Tremer in der geteilten Stadt.

Der Klüngel diskutiert kurz und leicht frustriert über die weitere Vorgehensweise. Prinz Henker will dafür sorgen, dass der Schutt von den Behörden geräumt wird. Rand kehrt in die Nosferatuzentrale zurück, um die Nachforschungen hinsichtlich des LKWs in die Wege zu leiten. Die Kanalratten haben einen Chemiker an der Hand, der Schuttproben auf besonderen Spuren untersuchen könnte. Der Rest des Klüngels kehrt ins Noire et Blanc zurück. Dort findet Henker eine Rückrufbitte von Wachtveitel aus Wien vor. Der Prinz wird offiziell darüber informiert, dass Niebach aus Berlin abgezogen worden ist. Aber mit Thompson hat der Prinz ja noch einen fähigen Hexenmeister an der Hand, der ihm zu Diensten steht.

Brad McQueen, Richter, Thomson und Richter wollen nochmal zur Ruine zurück kehren, da kommt ihnen etwas in den Sinn. Irgendetwas passt nicht. Als sie beim Noire et Blanc ankamen, parkte eine Straße runter ein schwarzer Wagen mit deutschem Diplomatenkennzeichen. Henker und Thomson machen sich auf den Weg zur Ruine, der Diplomatenwagen folgt ihnen nicht. Richter, der etwas entfernt geparkt hat, fährt mit seinem Auto um den Block von hinten an das Fahrzeug heran, McQueen ist bei ihm. Er bleibt im Auto, als Richter aussteigt und sich auf den Wagen zubewegt. Richter sieht noch hinter der Windschutzscheibe eine Zigarette glimmen, dann setzt sich das Diplomatenfahrzeug in Bewegung. Rasch nehmen Richter und McQueen die Verfolgung auf. Sie können dem Wagen folgen, bis er auf das Gelände der Russischen Botschaft in West-Berlin fährt.

Rand hatte sich zwischenzeitlich ebenfalls zur Kapellenruine aufgemacht, um Proben für den Chemiker zu sammeln. Dort trifft er mit Henker und Thomson zusammen, sie tauschen sich kurz aus und verabreden sich für die nächste Nacht.

Berlin, Nacht vom 14. auf den 15. April 1977

Der Klüngel trifft sich im Noire et Blanc. Henkers Angestellte Britta kommt herein und bringt ein großes Packt von Elektronik –Ernst herein, dass für ihn abgegeben wurde. In dem Paket ist ein Kofferradio von Isabella de Cataluna, „damit der Prinz ständig erreichbar ist.“

Rand erscheint und berichtet, dass es 53 weiße LKWs in Berlin gibt. Bis auf 38 konnten die Nosferatu alle ausschließen. Rand hat die Zulassungsliste erhalten, keines der Fahrzeuge wurde als gestohlen gemeldet. Die Brandanalyse hat ergeben, dass als Sprengstoff Dynamit verwendet wurde. Das Dynamit war kodiert, man kann es also zum letzten Besitzer zurückverfolgen (dauert 1 – 2 Tage). Zudem wirkten bei der Explosion größere Mengen von Benzin als Brandbeschleuniger mit. Es wird beschlossen, dass die Detektei von Richter sich tagsüber die verbleibenden 38 LKWs auf Aufkleber untersuchen soll. In der Hoffnung, auf diese Weise die Disziplin Seelenstärke zu erlangen, trinkt Richter etwas von Gipsons Blut in einem Glas.

Prinz Henker sieht aus dem Fenster auf die Straße, ob der Diplomatenwagen wieder da ist. Von dem Fahrzeug ist nichts zu sehen. Aber auf dem Dach des Hauses, in dem sich seinerzeit Elisabetha versteckt hatte, steht eine rauchende Gestalt und beobachtet das Noire et Blanc. Nach kurzem Kriegsrat dringt Rand verdunkelt in das Haus ein und schleicht sich zum Dachboden hoch. Durch einen Spalt in der Tür beobachtet der den „Kettenraucher“, jenen Vampir, der Elisabetha abholen wollte, bevor Prinz Wilhelm mit ihr entschwand. Richter folgt ihm drei Minuten später.

Richter und Rand greifen den „Kettenraucher“ an. Es kommt zu einem kurzen, heftigen Kampf, den der „Kettenrauer“ durch Kopfschüsse für sich entscheiden kann. Er flieht aus dem Dachfenster, Thomson und Gibson erreichen den Dachboden. Der Tremer eilt dem flüchtenden Vampir hinterher und attackiert ihm mit einem Feuerball. Das Jackett des Flüchtenden steht in Flammen, Gibson feuert ihm mit seiner 38er in den Rücken. Der „Kettenraucher“ wälzt sich auf dem Dach, um das Feuer zu ersticken. Dann gelingt ihm dank widernatürlicher Geschwindigkeit die Flucht über die Dächer. Der Klüngel fährt mit Richters Wagen zu dessen Detektei. Richter selbst liegt nach dem Kampf in Starre. McQueen besorgt eine Prostituierte von der Straße, die der wiederbelebte Richter leertrinkt.

Thompson untersucht Blut, das er auf der halbverbrannten Jacke des „Kettenrauchers“ gefunden hat. In der Vitae erkennt er, dass der Vampir der 7ten Generation angehört. Er verfügt über die Disziplinen Stärke, Geschwindigkeit und Präsenz und ist ein eiskalter Killer. Der Klüngel vermutet, dass der „Kettenraucher“ ein Bruja Antitribu des Sabbats ist.

Rand verlässt die Gruppe, um sich „um seine Wunden zu kümmern“, Richter schruppt ein mit Blut besudeltes Büro, McQueen entsorgt die Leiche des Freudenmädchens.

Prinz Henker ruft in „Alis Teehaus“ an, um Mustafa und die Assamiten zu sprechen. Angeblich ist Mustafa aber nicht da, Henker erklärt, er wolle ihn wegen der maurischen Speerspitze sprechen, die man bei Thorndales Asche gefunden hat. Ihm wird versprochen, dass Mustafa ihn zurück rufen wird.

Berlin, Nacht vom 15. auf den 16. April 1977

Beim Treffen in der nächsten Nacht teilt Richter mit, dass die Detektei herausgefunden hat, dass von den 38 weißen LKW nur fünf ohne Aufkleber gibt. Allerdings benötigen seine Leute einen weiteren Tag, um herauszufinden, ob und an wen einer der LKWs verliehen war.

Prinz Henker bemüht sich, die ausgedünnte Gesellschaft in der Stadt neu zu organisieren. So ruft er Frau Petrovka an und fragt sie, ob sie neue Hüterin des Elysiums werden möchte. Liebknecht, der bisherige Inhaber dieses Amtes, hatte ihn von der Entbindung dieser Pflicht gebeten. Seine Aufgaben als Sheriff füllen ihn bereits genug aus. Frau Petrovka willigt ein und bespricht sich mit Herrn Liebknecht bezüglich der Einzelheiten der Amtsübergabe. Prinz Henker telefoniert ebenfalls mit Liebknecht und erkundigt sich nach den alten Kontakten Thorndales zur menschlichen Politik und Gesellschaft. Liebknecht erklärt, dass der alte Prinz Guhle in verschiedenen Positionen eingesetzt hat. Sein Diener beim Britischen Militär ist auf Grund seines Alters nach Thorndales Vernichtung gestorben. Aber die anderen Guhle – ein Staatsminister im Bundesministeramt, der Polizeichef und der Leiter des Springerverlages – existieren noch. Liebknecht rät Prinz Henker, die Guhle mit seinem eigenen Blut zu nähren, um sich ihre Treue zu sichern.

Der Rest der Nacht verläuft ereignislos.

Berlin, Nacht vom 16. auf den 17. April 1977

Peter Richter informiert den Klüngel darüber, dass einer der LKWs an eine Import/Export-Firma vermietet worden war, die wiederum von der Russischen Botschaft finanziert wird. Daraufhin lässt Prinz Henker einen Brief an den „Kettenraucher“ aufsetzten, der in dem schwarzen Diplomatenfahrzeug gesessen hat, das Richter und McQueen verfolgt haben. Da sie den Namen des Sabbatanhängers nicht kennen, müssen sie den Brief quasi an „Unbekannt“ schreiben und hoffen, dass der Bruja Antiribu anbeißt. In dem Schreiben bittet Prinz Henker der „Kettenraucher“ um ein Treffen in zwei Nächten um 20 Uhr auf dem Gendarmenmarkt. Der Rest des Klüngels soll sich unauffällig auf dem Platz verteilen und aufpassen.

Die verbleibende Zeit nutz Prinz Henker, um seine Kontakte weiter auszubauen. Der Rest der Vampire kümmert sich um sich selbst.

Berlin, Nacht vom 18. auf den 19 April 1977

Ein schwarzes Diplomatenfahrzeug taucht überraschend vor dem Noir et Blanc auf. Ihm entsteigt Elisabetha, sie fordert Prinz Henker auf, mit ihr zu kommen. Prinz Henker steigt ein und der Wagen fährt weg. Tompson, Lt. Gibson und Rand folgen ihnen zur Russischen Botschaft. Rand befiehlt eine Taube, die Botschaft zu umfliegen und ein Fenster zu suchen, durch das sie Prinz Henker und den „Kettenraucher“ beschatten kann.

Im Innern der Botschaft treffen Prinz Henker und der „Kettenraucher“, der sich als Dimitri Sergejwitsch vorstellt, aufeinander. Sergejwitsch übernimmt sogleich die Gesprächsführung und erklärt, dass sein „Herr“ wünscht, dass die Camarilla ihre Politik der Isolation stufenweise abbaut. Stattdessen soll ein kultureller und wirtschaftlicher Austausch zwischen den Anhängern des Sabbats und den Mitgliedern der Camarilla beginnen. Das Wettrüsten der Sekten soll enden. Auf die Frage, wer sein Herr sei, nennt Sergejwitsch den Namen Ivan Gargeini. Sodann schlägt er ein Treffen zwischen Gargeini und Prinz Henker vor, damit diese sich besser kennen lernen können. Prinz Henker konfrontiert Sergejwitsch mit dem Attentat auf die Kapelle. Sergejwitsch erklärt, dass die Bombe nicht vom Sabbat gelegt wurde und dass es einen Verräter in West-Berlin gibt. Der Sabbat sei im Besitz von entsprechenden Informationen und wäre bereit, diese mit der Camarilla zu teilen, wenn sich dieses Entgegenkommen für ihn lohnen würde. Um auf das ursprüngliche Gesprächstema zurück zu kommen, verweist Sergejwitsch auf ein Treffen der NATO-Staaten, das in zwei Monaten in Westberlin zum Thema Terrorismusbekämpfung stattfinden soll. Dort könnte es zu einem Treffen zwischen Gargeini und Prinz Henker kommen. Henker verspricht, darüber nachzudenken. Er will den Sabbatvertreter aber wegen dem Bombenangriff nicht zu schnell davon kommen lassen. Er sagt ihm auf den Kopf zu, dass der weiße LKW, der vor der Kapelle gestanden hat, von der Russischen Botschaft gemietet worden war. Sergejwitsch nickt, sagt aber wieder, dass der Sabbat nichts mit dem Angriff zu tun hatte und dass die Bedrohung aus einer anderen Richtung kommt. Prinz Henker fragt Sergejwitsch nach dem Gemälde von Elisabetha. Der gibt sofort zu, dass er das Bildnis seinerzeit an Henker verschickt hat, der Grund von damals sei heute aber nicht mehr aktuell.

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