Die gefahrvolle Rückreise nach Andergast – Teil 2

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Wir untersuchen die getöteten Gegner, finden jedoch keinen Hinweis auf die Auftraggeber des Angriffs.

Die uns zur Hilfe gekommenen Ritter Vartan von der Eich und sein Knappe Ulrick von Nibquell berichten uns kurz von einem Angriff der Orks auf Silvan von Geiselheim, der nun verletzt im Peraine Tempel in Andergast liegt. Auch die Dörfer Weißenrott und Broggen sollen von den fialgra überfallen worden sein. Steht etwa ein neuer Orkensturm bevor?

Nachdem wir uns für die Hilfe bedankt haben, brechen die beiden Ritter alsbald auf, um Silvan zu besuchen.

Abends in der Nähe einer Rasthütte auf halbem Weg nach Andergast taucht wieder einmal überraschend Kiamu Sen auf und bittet uns zu einem Gespräch mit Arbugast. Als wir uns dem Versteck von Arbugast nähern, können einige von uns erkennen, dass er einen kleinen Jungen in seinen Bretterverschlag schickt. Wer kann das wohl gewesen sein?

Karakal übergibt die Nachricht von Argoslaus Eichwart an Arbugast und wir berichten vom Diebstahl der mächtigen Knochenkeule und dem Löwenhaupt sowie von der Sichtung des Geistes von Asmodeus Zornbold.

Arbugast sieht in den fialgra und telora nur Handlanger einer größeren Macht und er weiß zu berichten, dass Orks gerüchteweise auch auf den Ländereien des Freiherrn von Billingen gesehen wurden. Ist auch er ein Handlanger und Unterstützer der Gegenseite? Auf seinen Schüler Yehodan ist er nach wie vor schlecht zu sprechen und beschuldigt auch ihn, mit den Orks zu paktieren! Wir sollen weiterhin nur ihm vertrauen. Aber – tun wir das wirklich?!?

Alles muss mit der Burg Dragenstein oder vielmehr mit dem Knotenpunkt dreier mächtiger Kraftlinien im weißen Berg darunter zu tun haben! Zwei der Kraftlinien des mandra sind unter den menschlichen Magiern wohl bekannt: Madas Kelch und das Hexenband. Ein dritte, weit weniger bekannte Kraftlinie, die die beiden anderen im weißen Berg trifft, nennt Arbugast “Das Mal des Drachen“. An diesem mächtigen Knotenpunkt soll vor allem mandra der Elementaren sehr stark sein.

Der Sumu-Priester bittet uns zum Lagerplatz und zum Essen und berichtet uns sehr ausführlich über die wechselvolle Geschichte des weißen Berges und der Burg Dragenstein.

Die ersten, die dort siedelten, waren die alten Drachen. Angeblich hatte Ancarion der Rote höchstselbst einen Hort im weißen Berg. Eben dessen Karfunkel scheint nun in der Höhle darunter erwacht zu sein.

Nach den alten Drachen übernahmen deren Nachfahren die Herrschaft, darunter Ferakinor, ein direkter Nachfahre Ancarions. Etwa zu der Zeit, als die Ambosszwerge im Finsterkamm siedelten, wurden die Drachen von zwergischen Geoden aus dem weißen Berg vertrieben. Der letzte dort lebende Drache, Bekragor, ein Kaiserdrache aus dem Gefolge Pyrdacors, floh in den Finsterkamm, wo er später den einst von Geoden genutzten Eingang zum Tal der Elemente entdeckte.

Die Geoden gaben den weißen Berg später freiwillig in die Obhut der Norbaden, die dort ein Heiligtum ihrer Göttin Mokoscha weihten, im weiteren Verlauf der Geschichte aber den Goblins und Orks weichen mussten.

Als 873 v. BF schließlich die Güldenländer in Andergast siedelten, könnte der weiße Berg gar in den Beginn der Feindschaft der Königreiche Andergast und Nostria verstrickt gewesen sein – eine kühne Hypothese!

Als die Haindruiden schließlich den weißen Berg besiedelten, gab es noch immer keine Spur der Burg Dragenstein, die erst viel später dort errichtet werden sollte.

Der weiße Berg fiel wieder an die Orks, angeführt von einem mächtigen Schamanen, der, wie wir erfahren haben, von Kunold von Angenmar erschlagen wurde, der als Belohnung für diese mutige Tat die Freiherrschaft der Dragensteins begründete.

Man sagt, die Dragensteiner seien mit Drachen im Bunde gewesen! Möglicherweise spielt hier der wahnsinnige Höhlendrache Lepitopir eine Rolle, der auch mit Bekragor in Verbindung gebracht wurde. Die Tochter des Kunold, Andra, soll einst einen Pakt mit Bekragor eingegangen sein und kurz darauf ihrem Mann Drillinge geboren haben. Das Schicksal der Andra ist uns aus der Legende “Andras Tod“ noch gut in Erinnerung. Sollte etwa Bekragor “der ewiglich Alte“ aus der Legende sein, der Andras Tod als Preis forderte?

Der mächtige Stirnreif der Dragensteins wurde durch einen Sohn der Andra in den uns gut bekannten Drachenhelm umgearbeitet.

Arbugast prophezeit, dass Agrawan früher oder später mit Lepitopir wird sprechen müssen (sicherlich wird der bisweilen etwas unbeherrschte telor hierfür den Schutz eines Elfen gut gebrauchen können!). Auch werden wir einen Ort names Hoheneich besuchen müssen.

Am Schluss seiner Erzählungen bittet uns Arbugast kurz vor der Wintersonnenwende (dies ist der 30. Hesinde auf den 1. Firun) auf Burg Dragenstein einzutreffen. Sicherlich wird dies unserem Herrn Karakal gefallen, wird er doch seine versprochene Gefährtin Leaja wieder sehen können…

22. Travia

Wir erreichen Andergast aus Norden nach einem kühlen, halbtäglichen Marsch. Diesmal werden wir am Tor von den Wachen freundlich begrüßt. Im Gasthaus Zum Ochsen und Einhorn besprechen wir die Lage und essen Kohlsuppe, die uns der Wirt Bernfried bringt. Da wir noch einige Wochen Zeit haben, bis wir uns auf Burg Dragenstein einfinden sollen, beschließen wir, dem noch offenen Hinweis auf den Kultplatz Ni´uan nachzugehen. Seinerzeit haben wir auf der Felsformation des Fingers stehend einen Hinweis auf den Ort der verschollen gegangenen Kultstätte erhalten. Als ein schweres Gewitter über Andergast niedergeht, bittet uns der Wirt, unser Quartier zu beziehen.

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