Wir machten uns mit dem Zug auf den Weg nach Mölle. Olga Kraus sollte uns an der Kutschstation vor Mölle in Empfang nehmen. Unser Anschlusszug hatte leider Verspätung und wir froren bei winterlichen Temperaturen. Der kleine Regionalzug war allerdings dann angenehm beheizt. Die letzte Etappe unserer Reise legten wir mit einer Kutsche zurück. Sie führte uns immer weiter in die Einsamkeit. Mitten in der Nacht erreichten wir unser verschneites Ziel und der Kutscher entließ uns in die Wildnis.
Niemand erwartete uns und es war unangenehm kalt, daher wanderten wir in Richtung Dorf. Doch nach einer Wegbiegung entdeckten wir etwas, das auf der Straße lag. Ein Frauenkörper war an der gesamten Seite aufgerissen und bot einen schrecklichen Anblick. Organe schienen zu fehlen. Sie schien überrascht worden zu sein. Wir nahmen ein Amulett an uns, das sie trug und das wir als Teufelszeichen erkannten. Eilig setzten wir unseren Weg fort.
In Mölle betraten wir ein kleines Gasthaus, in dem noch Licht brannte. Hier tranken die heimischen Fischer. Mattis fragte direkt nach einer Polizeistation oder einem Hafenmeister und verriet den neugierigen Bürgern, dass wir eine Leiche gefunden hatten. Der Wirt Nils Corfitzon teilte uns mit, dass er am nächsten Morgen den Wachtmeister holen lassen würde, der gegen Mittag eintreffen müsste. Wir nahmen noch ein Getränk und liefen dann weiter zum Hotel.
Dort öffnete uns Lisa Svensson, die unsanft von Mattis zur Seite gedrängt wurde, dem so kalt war, dass er seine guten Manieren vergaß. Auf Staffeleien waren einige amateurhafte Bilder der örtlichen Landschaft ausgestellt. Unsere Zimmer waren im Obergeschoss und sehr gemütlich eingerichtet. Wilma erkundigte sich noch, wo Lisa schlief.
Wir liefen zur Rezeption und sahen nach, wo die Damen, die wir suchten, wohnten. Olga Kraus bewohnte die Suite, Josefin Adler, Klara Berg und Frida Svenson hatten normale Zimmer. Kirsti hörte aus einem dieser Räume gedämpfte Stimmen, die satanische Gebete sprachen. Auf ein Klopfen öffneten uns drei Frauen die Tür.
Wilma sah währenddessen durch das Fenster ein riesiges rot leuchtendes Augenpaar in der Dunkelheit und stürmte nach unten. Kirsti zeigte den Frauen das Amulett und berichtete von unserem Fund, worauf die Damen erbleichten. Sie gestanden, dass sie etwas „Experimentelles“ ausprobiert hatten, das etwas freigesetzt hatte, das die Frauen nun jagte. Besonders Frida machte einen unheimlichen Eindruck auf uns.
Am nächsten Morgen erwartete uns ein hervorragendes Frühstück. Wilma machte einen kleinen Spaziergang. Lisa berichtete uns, dass die Hotelbesitzerin Katarina Jönsson, bereits seit zehn Tagen vermisst wurde, seit sie ihren Pudel gesucht hatte. Vor einem Jahr hatte außerdem der Leuchtturmwärter versucht, das Hotel anzuzünden. Seit dem Verschwinden der Hotelbesitzerin waren die Frauen sehr nervös. Eine von ihnen hatte mit dem örtlichen Priester gesprochen.
Nach einiger Zeit kamen auch die drei Damen völlig übernächtigt in den Frühstücksraum, setzten sich aber an einen separaten Tisch. Doch dann informierte Lisa uns, dass der Wachtmeister Breivig im Gasthaus auf uns wartete. Ein Fischer verriet Wilma, dass das Hotel ein Ort der Teufelsanbetung sei. Offenbar war auch niemand aus dem Dorf gut auf die Hotelbesitzerin zu sprechen.
Kirsti bot an, sich noch einmal die Leiche anzusehen. Dazu musste sie mit dem Priester sprechen, um seine Kapelle für die Sektion zu erbitten. Kaplan Algot Kransvik hatte allerdings zunächst einige Fragen zu den Umständen der Untersuchung. Er vertraute Kirsti an, dass Josefin am Vortag bei ihm gewesen war, um seinen Segen zu erbitten. Sie hätte mit ihren Freundinnen etwas Schreckliches heraufbeschworen. Aber dann hätte sie doch Angst bekommen und sei wieder gegangen.
Seinem Bücherregal nach zu urteilen, war er ein bewanderter Exorzist und Kenner des Okkulten. Er vermutete, dass die Frauen die legendären Kräfte des Hügels nutzen wollten. Die Familie Lundin, die Leuchtturmwächter, wären allerdings schon seit Generationen dafür zuständig, den Ort vor solchen Leuten zu schützen. Er glaubte auch, dass die Frauen mit dem Verschwinden der Hotelbesitzerin zu tun hatten, da sie etwas Böses mitgebracht hatten.
Im Strandhotel Mölle sprach der Wachtmeister mit Lisa, die geschockt wirkte. Darauf holte sie die Damen nach unten, die vom Polizisten befragt wurden. Ich nutzte die Gelegenheit, in das Zimmer der Damen zu schlüpfen und mich umzusehen, aber ich fand nichts Interessantes. Mattis konnte das Schloss der Suite mit seinem Dietrich öffnen.
Hier standen eine Menge okkulte Bücher herum, Karten vom Hügel, Roben, schwarze Kerzen, Kreide, Figuren, Glasfläschchen, Zauberstäbe und anderes Hexenwerkzeug. Er packte in äußerster Eile alles zusammen, während ich auf der Treppe Wache hielt. Ein Poltern drang aus der Suite.
Als der Polizist unten die Tür öffnete, um nachzusehen, ließ ich mich die Treppe hinunterfallen und bat den Wachtmeister, mich nach unten zu bringen, damit Mattis das Zimmer verlassen konnte. Er brachte den Großteil der Gegenstände in Anders Zimmer.