Auf nach Falun

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In Vorbereitung auf die nächste Mission hat Bengt klettern geübt und sich ein Seil geknotet. Das mag in einer unfallträchtigen Mine hilfreich sein. Auch die anderen bereiten sich auf ihre Weise vor, um die Unfälle in der Mine der Svea Bergbaugesellschaft zu untersuchen. Dann geht es in den Keller, um den Schwur der Gesellschaft zu sprechen:

Ich schwöre feierlich, nicht korrumpiert zu werden
Blutbefleckt oder geschwächt
Durch die Brut der Unterwelt
Ich schwöre, meine Gedanken nicht verwirren zu lassen
Klarer Blick
Scharfer Verstand
Reine Taten
Ich schwöre, die Gesellschaft vor meine eigenen Ambitionen und Gefühle zu stellen
Mein Leben für meine Kameraden
Ich widme dir mein Leben, heilige Artemis
Für den Kampf gegen Vaesen und den Schutz der Menschheit

Auf nach Falun! Mittagessen mit Franzibald Hansen im Speisewagen während der Zug die verschneite Landschaft durchquert. Er erzählt viel und unterhaltsam. Auf die Kette mit dem grünen Stein an seinem Hals angesprochen weicht er aus. Die Svea Bergbaugesellschaft ist ihm ein Dorn im Auge. Franzibald ist zwar aufrichtig, doch er erzählt uns nicht alles.

Bengt versucht ihn in eine Diskussion über guten Lachs zu verwickeln. Nachdem man sich auf Kopenhagen und die Goldene Forelle geeinigt hat, gibt Franzibald die Geschichte eines konservierten Leichnams zum Besten, der von der gealterten Witwe als ihr Gemahl erkannt wurde. Dann schwärmt er von Dagny Dubois und ihrem Yorkshireterrier Claude. Sie ist eine Französin, die einen Schweden geheiratet hat. Er hat sie verlassen und sie ist in ihrem Lokal in Falun geblieben und eine Berühmtheit geworden. Bevor Bengts Angst allein alt zu werden, von Dagnys Geschichte inspiriert, zu sehr thematisiert wird, fährt der Zug in Falun ein.

Das Gepäck der Gesellschafter aus Upsala wird in eine Kutsche geladen und Sunna bemerkt eine auffällige Gestalt mit Muskeln und Melone, schwer bewaffnet, die vor dem Büro der Bergbaugesellschaft die Reisenden beobachtet. Während der Kutschfahrt gibt sie ihre Beobachtung weiter.

Durch die alte Bergbausiedlung und an der renovierten Kirche vorbei geht es zu einem Gasthaus, das so auch in der Bretagne stehen könnte. Ein gemütlicher Gastraum, verwinkelt mit Separees, erwartet die Gesellschaft. Sie werden von einem bellenden Terrier und Dagny Dubois, der Besitzerin des Fika-Hauses empfangen, die Franzibald freudig umarmt.

Sie werden von ihr zu einer Fika eingeladen, was von allen dankend angenommen wird. Nachdem Zimmer und Gebäck verteilt wurden verrät Franzibald, wie er Dagny kennen gelernt hat und das er seit Jahren eine glückliche Beziehung zu seinem Butler Björn pflegt. Außer dass Dagnys hervorragendes Backwerk ihn nach Falun lockt, ist es die Präsenz der Svea Bergbaugesellschaft, die sein Interesse und Unmut hervorbringt.

Noch vor dem Abendessen kommt der Pfarrer mit seiner Frau und seiner Schwester herein und betritt ein Separee. Er lädt die Gesellschafter auf ein Gespräch ein. Es ist der Autor des Briefes, der diese Mission in Gang brachte. Pfarrer Edward Bruselius bezieht sich auf seinen Brief, um danach zu äußern, dass Hexen für die Unfälle verantwortlich seien. Vertiefende Erklärungen sollen am nächsten Tag folgen. Die Gesellschafter sollen sich dazu äußern, ob sie gute Christen seien. Die Frauen wirken eingeschüchtert und ängstlich. Der Pfarrer will den Hexen von Falun den Prozess machen, was nach der Unterhaltung Unmut hervorruft. Auch das Alter der jungen Ehefrau ist in den Augen der Gesellschafter fragwürdig.

Wer war der vorherige Priester von Falun? Warum ist er es nicht mehr? Wie ist der Mann dieser jungen Frau gestorben? Wann haben die Ereignisse begonnen? War die nicht verweste Leiche ein Vampir?

Diese Fragen werden laut, als es vom Separee zurück in den Gastraum geht. Mit der Information, dass der Pfarrer sich nach dem Frühstück mit Ihnen treffen will, was um sieben gereicht wird, verlässt Franzibald die Gesellschafter. Es wird über die Fragen gemutmaßt und die Gruppe aus Upsala hofft später am Abend noch mit Dagny sprechen zu können.

Da tritt plötzlich der bewaffnete Melonenträger vom Bergbaubüro ein. Hinter ihm ein kleiner alter Mann, der sich an dem Großen vorbei an die Theke drängelt. Die Tätowierungen des großen Mannes lassen auf einen ehemaligen Seemann schließen. Bengt erkennt nordische Runen.

Linda spricht ihn an. Statt einer Antwort nimmt sie intensiv den Geruch seiner Meerschaumpfeife und eine sehr deutliche und angenehm männliche Präsenz wahr. Es wirkt verstärkt, so als wäre die Glut der Pfeife wie Lava und die leichte Meeresbrise lässt die Wellen des Ozeans erscheinen. Sie wirkt beeinflusst. Linda versucht zu sprechen. Trotz aller Konzentration bekommt sie kaum Worte heraus.

Clara bemerkt dies und kommt dazu. Als sie Linda mitnehmen will, fasst der Große deren Arm. Es fühlt sich wie Stein an und als könne er ihren Arm mit Leichtigkeit zerquetschen. In ihrem Kopf hört sie seine Stimme: “Bald!“ Es donnert, danach blitzt es und der Hüne verlässt das Lokal. Linda erzählt den anderen von der tiefen Stimme in ihrem Kopf. Es fühlte sich fast nach Troll an, aber das hätte sie gespürt. Bengt erinnert sich an Franzibalds Geschichte von der Bergafru und vermutet halb im Scherz es könnte der Mann der Bergafru gewesen sein.

Ida widmet ihre Aufmerksamkeit danach dem kleinen alten Mann und fragt ihn nach Geschichten. Er ziert sich erst. Sie gibt in einem Cognac aus. Er sei Ingenieur im Ruhestand. Der Egdal, sein Nachfolger, hatte einen tödlichen Unfall. Die Svea hat ihn ersetzt und einen eigenen Ingenieur eingesetzt. Da wurde die gut erhaltene Leiche gefunden und man war auf Gold gestoßen.

Der Alte schimpft auf die Bergbaugesellschaft, die alte Traditionen nicht achtet. Es würde mit Feuer gearbeitet und die Stollen gingen immer tiefer. Dazu gäbe es Feld- und Waldbrände – mitten im Winter! Nach Legenden hätten die alten Minenarbeiter den Berg für ein lebendes Wesen gehalten. Für die Svea wie für den neuen Priester ist das alles Aberglaube, der ausgerottet gehört.

Dann hat Dagny Zeit für die Ermittler der Gesellschaft. Sie erfahren, dass Lisa Johannson aus dem Bürger & Bäcker jetzt für Dagny arbeitet und der Ingenieur war der erste Ehemann der jungen Ehefrau des Priesters, Emilie Bruselius.

Die Wirtin respektiert den Priester, fürchtet sich aber vor Hexenprozessen. Auf Fragen nach Feiertagen und alten Ritualen der Bergarbeiter verweist sie auf die Kneipe Kupferkessel. Nach weiteren Fragen bzgl. des Priesters und seiner jungen Frau erzählt Dagny von einer Fehlgeburt und einem Kind, das nach drei Tagen verstorben sei. Das Kind hätte ein Mal gehabt, weswegen der Pfarrer den Leichnam des eigenen Kindes verbrannt hätte. Das Kind sei angeblich dem Teufel anheimgefallen.

Darüber diskutiert die Gruppe noch lange, bis alle zu Bett gehen. Linda und Ida träumen von einer Schreckensgestalt, schrecken hoch und sehen eine geisthafte Gestalt aus Schatten von der Decke hängen und bemerken den Geruch von verbranntem Fleisch. Sie wachen davon auf und erzählen dem Rest der Gesellschaft ihr Erlebnis.

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