Opfer eines harten Winters XIII – Die Stadt der Ketten

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Irgendwann fanden wir uns wieder in Ann zusammen und tauschten uns darüber aus, was wir gesehen und gehört hatten. Auf der Suche nach einem geeigneten Ort, war es uns jedoch nicht erlaubt das Dorf zu verlassen. Offiziell natürlich nur zu unserer Sicherheit – aber uns war klar, dass wir unter dem Deckmantel der Gastfreundschaft nicht viel mehr waren als unwillkommene Fremde.

Und so beratschlagten wir uns auf dem Schiff. Auch darüber, was wir dem Jarl im Tausch gegen Hord Beinirsons Sohn anbieten wollten. Eine Möglichkeit war es, die Bestie die das Dorf terrorisierte zur Strecke zu bringen. Aber ob das reichen sollte war ungewiss.

Das Fest sollte bei Einbruch der Dunkelheit beginnen. Auf dem Weg zum Langhaus konnte ich in der Dämmerung die Silhouette von einer Gruppe Männern erkennen, die eine Person mit Sack über dem Kopf aus dem Dorf führten. Ob dies der gefangene Jarls Sohn war?

Im Langhaus angekommen begrüßte uns Jarl Hrap Annson mit unerwartet freundlichen Worten und eröffnete das Fest. Stets zu seiner Seite stand Ihm sein Leibwächter, den wir unter dem Namen Ragnar Brorson kennen lernten. Sklaven brachten Speisen und Met in rauen Mengen und obwohl wir auf der Hut waren, genehmigten wir uns den ein oder anderen Humpen. Allein schon im Sinne der Gastfreundschaft.

Im Gespräch mit dem Jarl kamen wir auch auf Hirsk und König Ari Stigsson zu sprechen. Jarl Hrap konnte seine Wut nur im Zaun halten, weil sein Berater Hermod beruhigend auf ihn einredete. Das offenbarte zwei Dinge – erstens seine Eifersucht auf Ari Stigsson und zweitens, wer der wahre Strippenzieher war.

Leif versuchte daher Hermod auf den Zahn zu fühlen. Sie sprachen über unsere Beweggründe, weshalb wir nach Ann kamen. Das wir den Sohn von Jarl Hord Beinirson zurück bringen wollten war bereits klar, aber in wessen Diensten wir standen und wie wir es so schnell erfahren hatten wollte Hermod herausfinden.

Mit voranschreitender Stunde und einigen Humpen Met mehr, lagen die ersten Gäste unter den Tischen und auch Leif und Ubbo sah man an, dass sie den letzten Krug besser hätten stehen lassen sollen und das obwohl sich beide bewusst zurückhielten. Björns und meine Sinne waren noch nicht so stark benebelt und es war uns schnell klar, das etwas nicht in Ordnung war. Obwohl Leif endlich mal die Fresse hielt und Ubbo den Kopf bereits auf dem Tisch abgelegt hatte.

Björn half Leif auf die Beine und ich griff mir Ubbo, um das Langhaus verlassen. Sehr zum Missfallen des Jarls. Auf sein Nicken hin rief Ragnar „ergreift Sie“. Daraufhin stürmten weitere Krieger in den Raum, die sich hinter einem Vorhang versteckt hielten.

Björn schaffte es noch mit Leif zum Schiff und wies die Mannschaft an es startklar zu machen, doch der Großteil der Leute war in ebenso desolaten Zustand wie Leif und Ubbo. Ragnar verfolgte Björn mit einigen seiner Krieger und versuchte ihn zum Aufgeben zu bringen, was ihm jedoch nicht gelang. Aber bevor Björn alle niedermetzeln konnte, sackte er urplötzlich in sich zusammen.

Noch in der Nacht wurden wir in das Haus gegenüber des Finnen Dusk verbracht. Dort trafen wir auf Thorgren Dormalsson, der auch hier festgehalten wurde. Von ihm erfuhren wir, dass der Sohn von Jarl Hord Beinirson Vagn Hordson heißt.

Am nächsten Morgen, als wir berieten was als nächstes zu tun sei, stand plötzlich Ligurd auf und klopfte an die Tür. Er wollte mit dem Jarl reden. Björn wurde es zu viel und so sprang er auf um Ligurd eine zu verpassen.

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