Die Wacht am Heideland – Teil 5

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26. Dezember des Jahres 2948 des Dritten Zeitalters
Zirakinbar, Dürre Heide, Wilderland

Der Galgenkönig ist vernichtet. Eine sehr gute Nachricht für das gesamte Wilderland. Ob allerdings die Geißel des Nordens so viel besser ist, werden wir wohl oder übel irgendwann heraus finden. Aber ich sollte bei unserem Kampf beginnen …

Mit vereinten Kräften gelang es Roderic und mir die Kette vom Hals des Drachen zu reißen und ihn so der Kontrolle des Galgenkönigs zu entziehen. Währenddessen stellte sich Hergrim mutig dem Troll in den Weg, welcher auch gleich vom Galgenkönig genutzt wurde, um die Kette wieder zu beschaffen. Allerdings hielt auch diese Beherrschung nicht lang, denn Raenar biss ihm den Kopf ab und flutete danach den Turm mit seinem stinkenden, eiskalten Atem. Gefühlt hatten wir bereits eine Ewigkeit gekämpft, als Roderics Pfeil der Leiche den Gar aus machte und ein schwarzer Schatten begann daraus zu entweichen. Bevor wir viel tun konnten, handelte der Drache und fror den Leichnam samt Schatten ein, um ihn dann mit seiner Pranke zu zerquetschen.

Nach dem Sieg, entschied sich Raenar dazu, den Turm zu seinem Hort zu machen. Alles Gold und die Kette wurden in der Schatzkammer verstaut und uns lies er am Leben, um von seiner Herrschaft zu berichten. Roderic durfte sogar einen magischen Stecken, welchen er im Schatz finden konnte, mitnehmen. Nach einer Nacht Ruhe, werden wir uns morgen auf den langen Rückweg machen.

28. Dezember des Jahres 2948 des Dritten Zeitalters
Grenedun, Wilderland

Auf dem Weg zurück begegnete uns nicht ein lebendiger Ork. Sie scheinen alle vor dem Drachen geflohen zu sein, was auch einige nicht überlebten, wie wir an den Leichen feststellten konnten. An den Höhlen der Schneetrolle kamen wir glücklicherweise ungehindert vorbei und Earendil gelang es sogar etwas Wild zu erlegen, was unseren Speiseplan deutlich erweiterte. Am heutigen Abend trafen wir dann in Grenedun ein und stellten fest, dass der Zauber scheinbar gebrochen war. Allerdings konnte Earendil kurz vor unserer Ankunft auch einen alten Bekannten erspähen: Magog. Im Licht der untergehenden Sonne, meinte der Elb eine deutliche Ähnlichkeit mit Anatar, dem Schwarznumenorer und Sprachrohr des Kerkermeisters von Dol Goldur, ausmachen zu können.

Wie es scheint, war Magog der Auslöser des Zaubers, denn Theuderic berichtete uns, dass dieser erst wenige Stunden vor unserem Eintreffen gefallen war. Die Bewohner von Grenedun waren immer noch recht durcheinander, denn sie konnten sich kaum an die Zeit unter dem Zauber erinnern. Aber alle waren sich einig, dass für sie, mehrere Jahre in Gefangenschaft vergangen waren.

Nachdem wir uns etwas ausgeruht haben, werden wir uns in zwei Tagen auf den Weg zum Erebor machen und Theuderic wird uns begleiten. Er möchte gerne in Thal von den Vorkommnissen berichten und den Zwergen die ungesund grün leuchtenden Edelsteine zur Untersuchung übergeben. Wir sind uns alle einig, dass ihnen eine verdorbene Macht innewohnt. Dies zeigt sich auch daran das die verbliebenen Zwerge kurz nach dem ersten Fund unter ominösen Umständen ums Leben kamen.

5. Januar des Jahres 2949 des Dritten Zeitalters
Erebor, Wilderland

Nach sechs Tagen durch Schnee und Wildnis, kamen wir heute Abend am Erebor an und wurden direkt von Ori in Empfang genommen. Nachdem wir uns etwas aufgewärmt und satt gegessen hatten, wurden wir dann von König Dain und seinem Rat empfangen, um Bericht zu erstatten. Er war sehr ungehalten ob der Nachricht über den Drachen, dankte uns aber für unsere Weisheit. Eine kleine Truhe mit Gold und Edelsteinen überreichte er jedem von uns als Anerkennung unserer Taten. Von Balin erhielten wir dann die Nachricht, dass Gandalf uns am nächsten Morgen sehen wollen würde.

Roderic sorgte nach unserem Bericht noch dafür, dass die Schwachstelle Raenars von Munin in den Archiven aufgezeichnet wurde.

6. Januar des Jahres 2949 des Dritten Zeitalters
Thal, Wilderland

Am Morgen berichteten wir zuerst König Bard und dem Rat von Thal, um uns danach mit Gandalf zu treffen. Unserem Bericht lauschte er gespannt, wegen Dörrfinger würde er mit Baumbart sprechen sagte er, dies sei sehr interessant. Durch die Essenz des alten Drachen, der früher einmal deutlich größer und mächtiger als Smaug gewesen sei, sei eine endgültige Vernichtung des Galgenkönigs sehr wahrscheinlich. Allerdings könnte Magog selbst Anatar sein, wenn auch in verzerrter, lebensverlängerter Gestalt.

Einige Dinge erschienen ihm besonders wichtig. Neben dem Hinweis das Grenedun bestehen bleiben müsse, hielt er auch Frars Anliegen für äußerst essentiell und der Prüfung würdig. Im Frühling würde sich Bofri Sohn des Bofur auf den Weg machen, um mit einigen Zwergen zu prüfen ob die Alte Waldstraße wieder in Stand gesetzt werden könne. Da unser Weg ebenfalls in diese Richtung führen würde, um zu Mittsommer am Rat in Waldmenschenstadt teilzunehmen, empfahl er uns zusammen zu reisen.

Am 13. diesen Monats, werden wir als Bezwinger des Galgenkönigs in Thal geehrt und zum Frühlingsanfang sind wir zur Jagd auf die weißen Hirsche bei König Tharanduil eingeladen. Jetzt aber werden wir aber erst einmal den Winter vor dem Kamin verbringen.

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