Blut auf der Themse 21 – Der Ahn der Malkavianer

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Dienstag, der 11.04.1882: Der Klüngel hat sich in der Villa von Lord William versammelt. Auch Juliette Parr ist anwesend, nur Lord Liam lässt sich für die kommenden Nächte glaubhaft entschuldigen. Moonfield berichtet von den Botschaften in den Tagebüchern,
die fehlenden Seiten und den Hinweis, dass er in den fehlenden Nächten wohl seine Krankenakte studiert hatte. Hieran hat der Malkavianer aber keine Erinnerung mehr.
Um dem Rätsel auf die Spur zu kommen, macht sich die Gruppe auf zum „Bedlem“.
Der Anstaltsleiter Dr. Harrison ist aber noch nicht in seine Dienstvilla zurückgekehrt.
Daher durchforsten die Vampire zunächst dessen Büro und das Kellerarchiv, doch von Moonfields Akte fehlt jede Spur. Als der Doktor eine Stunde nach Mitternacht zurückkehrt, berichtet er Moonfield, dass er ihm die Akte schon vor einigen Jahren übergeben hat. Damals hatte der Malkavianer Fragen zu einem Conselarius (Nervenarzt), der Robin Goodfellow hieß. Er soll ein kleiner, hagerer Mann mit Glatze und exaltierten Bewegungen aus York gewesen sein. Doch Moonfield kann sich weder an den fremden Arzt erinnern, noch enthalten seine Aufzeichnung einen Hinweis auf den Mann. Dr. Harrison erklärt, dass Lady Ava O´Fallon seinerzeit den Arzt hatte kommen lassen. Nach dessen zweiwöchiger Behandlung war Moonfield nicht von seinem Wahnvorstellungen geheilt, hatte aber keine aggressiven oder apathischen Anfälle mehr. Zehn Jahre nach der Behandlung verlangte Moonfield nach seiner Krankenakte und sein Ghul Dr. Harrison übergab sie ihm.

Die Vampire überlegen, ob man in York nicht einen Hinweis auf diesen Robin Goodfellow finden kann. Dann trennen sie sich für den Rest der Nacht. Als sie gemeinsam in der Kutsche sitzen, fällt Mr. Wright auf, dass Juliette Parr über Moonflieds Verhalten etwas verstimmt ist. Bevor er zu seiner Zuflucht zurückkehrt, klingelt der Nosferatu seinen Privatdetektiv Archie Bethman aus dem Bett. Er soll Nachforschungen über Dr. Goodfellow betreiben. Der Ermittler lacht und erklärt, dass es sich bei „Dr. Robin Goodfellow“ um eine Figur aus Shakespeares Stück „Mittsommernachtstraum“ handelt. Dort ist Robin Goodfellow alias „Puck“ der Hofnarr des Elfenkönig Oberons. Mit dem latenten Gefühl, verarscht worden zu sein, kehrt Mr. Wright mit der Neuigkeit zum Bedlem zurück. Moonfield berichtet, dass ihm damals ein Fremder im Harlekinkostüm mit Namen „Puck“ den Pflock überbrachte, um Thomas O’Ceallaigh auszuschalten.

Noch in derselben Nacht lässt Lord William über seinen Diener per Telegramm Ermittlungen nach Dr. Goodfellow in York einleiten.

Freitag, der 14.04.1882: Erneut findet sich der Klügel zusammen. Die Nachforschungen in York haben ergeben, dass dort für drei Monate ein Dr. Goodfellow im Retreat praktiziert haben soll. Moonfield erzählt auch den anderen von seiner Begegnung mit „Puck“, er will Juliette fragen, ob ihr ein Malkavianer bekannt ist, der auf die Beschreibung passt.
Mr. Wright gibt ihm noch den Hinweis, sich besser um die Geliebte zu kümmern.

Die beiden sprechen sich aus, aber Juliette kennt keinen Clansbruder, der sich hinter der Maske des „Puck“ verbergen könnte. Später besorgt Moonfield sich einen Termin bei Lady Anne für die nächste Nacht.

Mr. Wright trifft noch mit Harold Tanner, dem Ahn der Nosferatu, um sich mit ihm zu beraten.

Samstag, der 15.04.1882: Mr. Wright konnte weitere Informationen über „Dr. Goodfellow“ einholen. Anscheinend ließ Shakespeare sich bei dem Charakter des „Puck“ von einer realen Person inspirieren, einem Malkavianer, der als Narr unter Prinz Mithras diente.
Dieser Vampir war der Vorgänger von „Broken Bones“ und verschwand etwa vor 200 Jahren von der Bildfläche. Außerdem wurde er mit Mr. Mellon in Verbindung gebracht, dem mysteriösen Ahn der Malkavianer. Seitdem Mithras London verlassen hat, nimmt Mr. Mellon nicht mehr an dem Leben in der Stadt teil. Er soll sich auf einen Landsitz zurückgezogen haben und genießt einen schlechten Ruf. Anfragen werden schriftlich beantwortet, direkten Kontakt hat jedoch seit Jahrzehnten niemand mehr mit ihm gehabt. Wurde Moonfield möglicherweise Opfer von Mr. Mellons Intrigen? Mr. Wright gibt Moonfield die Adresse des Anwesens von Mr. Mellon.

Die Vampire machen sich auf zum Büro von Lady Anne.
Die Senneschall teilt ihnen mit, dass auf Dr. Goodfellow die Blutjagd ausgerufen wurde, da er den Prinzen verraten hatte. Zu Mr. Mellon erklärt sie nur, dass er nach wie vor der Ahn der Malkavianer ist und es für alle Beteiligen besser ist, wenn der Altvampir nicht gestört wird.
Moonfield beschließt trotzdem einen Brief an Mr. Mellon schreiben. Bevor sie den Carlton Club verlassen, trägt Lady Anne Lord William unter vier Augen auf, Moonfield zu Mr. Mellon zu begleiten, sollte dieser seinen Ahn tatsächlich aufsuchen wollen. Da Lord William der Ahn der Ventrue ist, bedeutet dies einen gewissen Schutz für Moonfield. Sicher hätte Mr. Mellon Hemmungen, einen anderen Ahn zu vernichten …
Mr. Wright versucht ebenfalls allein mit der Seneschall zu sprechen. Doch auf die Frage nach der Verbindung zwischen Dr. Goodfellow und Mr. Mellon meint Lady Anne nur, dass der Nosferatu die Augen offen lassen soll.

Später erhält Mr. Wright noch von Detektiv Bethman die Information, sich Dr. Goodfellow seinerzeit im Retreat mit einem Patienten namens Edward Tucker beschäftigt hat. Sonst gibt es keine weiteren Spuren von dem „Arzt.“
Tomas Moonfield schreibt einen Brief an seinen Ahn.
Sir Cedric erneuert das Ritual „Flammende Klingen“ bei seinen beiden Degen und versieht die Waffen zudem noch mit magischen Schutzzeichen gegen Ghule.

Dienstag, der 18.04.1882: Moonflied hat eine knappe Antwort von Mr. Mellon erhalten. Darin steht, dass Dr. Goodfellow sich mit der Gesellschaft überworfen hat man sich eine Auszeichnung verdienen kann, wenn man ihn vernichtetet. Ansonsten habe Mr. Mellon keine Zeit, sich um die Angelegenheiten von Mr. Moonfield zu kümmern.

Der Klüngel trifft sich und berät die weitere Vorgehensweise. Sie beschließen, das Anwesen von Mr. Mellow mal in Augenschein zu nehmen. Gemeinsam mit Juliette fahren sie per Kutsche aufs Land. Nach zwei Stunden erreichen sie die Adresse: das Grundstück liegt an einer einsamen Straße und ist von einer niedrigen Mauer umgeben. Ein hohes Tor ohne Klingelzug wird von zwei Steinsäulen flankiert. Strauchwerk und Bäume eines Parks verhindern jeden Blick auf das Haus. Mr. Meriwether nimmt Fledermausgestalt an und erkundet das Gelände von oben. Im Zentrum befindet sich eine weitläufige, zweiflüglige Villa. Die Fenster sind erleuchtet, es erklingt Musik. Der Gangrel kann mehrere Wachhunde ausmachen, Tierghule, die das Anwesen schützen. Nördlich der Mauer erheben sich einige Hügel, von denen aus man Grundstück überwachen könnte.
Mr. Meriwether kehrt zu den anderen zurück und erstattet Bericht. Er wird hierbleiben und das Gelände weiter observieren, die anderen kehren nach London zurück.

Mr. Wright hat einige Recherchen betrieben. Das Anwesen „Braxton Manor“ gehört einer Vermögensverwaltungsfirma. Die letzte reale Person, die Eigentümer von „Braxton Manor“ gewesen ist war Lord Abraham Mallon von 1527 bis 1583. Eine Sterbeurkunde liegt vor. Danach wurde die Immobilie über mehrere Ecken vererbt, bis das Anwesen in das Eigentum der Holdinggesellschaft überging.

Mittwoch, der 19.04.1882: Mr. Meriwether erkundet erneut das Anwesen und fliegt an eines der Fester heran. In einem erleuchteten Kaminzimmer sitzen ein paar leichtbekleidete Frauen zusammen. Eine spielt Harfe, andere Damen füttern sich gegenseitig mit Obst und Wein. Der Gangrel beleibt noch die nächste Nacht auf seinem Posten, die Observierung liefert jedoch keine neuen Erkenntnisse.

Freitag, der 20.04.1882: Mr. Meriwether erstattet den anderen Bericht. Moonfield verfasst einen neuen Brief und erläutert, dass er mehrfach von Dr. Goodfellow alias „Puck“ manipuliert worden ist. Dies führte zu Pfählung des Problembrujah Thomas O’Ceallaigh. Weiter hat sich „Puck“ wahrscheinlich Moonfields Krankenakte gegriffen und nun braucht der Malkavianer Antworten. Daher wird Moonfield übermorgen Nacht nach „Braxton Manor“ gehen.

Sonntag, der 21.04.1882: Die anderen Vampire bleiben in einiger Entfernung in der Kutsche, während Moonfield vor dem Tor auf Diener seines Ahns wartet. Als es Mitternacht wird, verliert er die Geduld und klettert über die niedrige Mauer. Er kommt nur ein paar Meter weit, dann wird er von drei knurrenden Ghulhunden angegriffen. Es gelingt Moonfield nach der ersten Attacke, die Hunde abzuschütteln und über die Mauer zu fliehen.
Nun nähert sich eine Droschke aus Richtung der Villa. Mr. Meriwether hatte den Hundeangriff als Fledermaus beobachtet und die anderen informiert die nun angelaufen kommen. Moonfield signalisiert ihnen, sich im Hintergrund zu halten und lässt sich zum Anwesen des Ahnen fahren.

Dort wird er in einen Salon geführt, wo er einige Zeit warten muss. Ein paar Frauen leisten ihm Gesellschaft und bieten ihm etwas von ihrem Blut an. Obwohl er bei der Begegnung mit den Ghulhunden Vitae verbrennen musste, lehnt Moonfield das Angebot der Damen ab.
Schließlich wird er in einen weiteren Raum gerufen, wo er auf Dr. Goodfellow / „Puck“ trifft.
Dr. Goodfellow erklärt, dass es Mr. Moonfield vor vielen Jahren sehr schlecht ging und Lady Ava deshalb nach dem Conselarius geschickt hatte. Um die Anfälle Moonfields in den Griff zu bekommen, unterzog Dr. Goodfellow ihn einer mentalen Konditionierung, die auch für die Amnesie bezüglich der Behandlung verantwortlich ist.
Die Prozedur musste bereits einmal wiederholt werden, nachdem Moonfield seinerzeit die Krankenakte studiert hatte. Da Moonfield nun erneut in diesem „Wespennest“ herumstochert, drohen die Erinnerungen wieder an die Oberfläche zu kommen und gefährden die Behandlung. Dr. Goodfellow fragt, warum Moonfield nun wieder begonnen hat, in der Sache Nachforschungen anzustellen. Das Gespräch kommt auf die verborgenen Botschaften in den Tagebüchern und das Verhältnis zu Ms. Parr. Dr. Goodfellow lässt sich die Aufzeichnungen zeigen und geht kurz nach Nebenan. Anschließend kehrt der Vampir zurück und reicht Moonfield die Tagebücher. Außerdem ringt der ihm eine Blutprobe ab. Dann gibt er Moonfield auf, wieder mit ihm Kontakt aufzunehmen, wenn sich sein geistiger Zustand weiter verschlechtert. Da sie die Konditionierung nicht in dieser einen Nacht wiederholen können, schlägt Moonfield vor, in einem Monat zurückzukehren. Dr. Goodfellow schärft ihm weiter ein, dass er nicht länger versuchen soll, mit Mr. Mellon zu sprechen.
Moonfield kehrt zu den anderen zurück und erklärt, kurz mit seinem Ahn gesprochen zu haben, doch dieser konnte ihm in Bezug auf „Puck“ nicht weiterhelfen.
So kehrt der Klüngel nach London zurück und es vergehen einige Nächte.

Mittwoch, der 24.04.1882: Sir Cedric erhält eine Einladung von Mr. Baring-Gould, dem Ahn der Toreador. In dessen Anwaltskanzlei muss der Tremere zunächst eine Verschwiegenheitsklausel unterzeichnen, dann wird ihm eine Phiole mit Vitae überreicht,
die er analysieren soll. Insbesondere interessiert Mr. Baring-Gould, ob in der Vitae Spuren eines Blutsbandes zu finden sind und zu wem es besteht. Sir Cerdic erklärt, dass diese letzte Information schwer feststellbar ist. Mr. Baring-Gould seufzt und meint, in diesem Fall das Geschäft noch einmal überdenken zu müssen.

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